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Psychologie (Subject) / Psychodynamisches Paradigma (Lesson)
Psychodynamisches Paradigma: Freud, Jung, Adler, Horner, Sullivan
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- Nenne die 6 zentralen Annahmen in Freuds Theorie 1) Mensch als Energiesystem 2) Wechselspiel von Spannungsaufbau und -entladung 3) Verhalten ist direkter oder subtiler Ausdruck von Motiven 4) Verhalten ist Resultat aus Bedürfnissen und resultierenden Konflikten 5) Bedeutung sexueller und aggressiver Triebe 6) Forschungsmethode: Beobachtung von Einzelfällen
- Mensch als Energiesystem? 1.) Was ist der Mensch aus psychoanalytischer Sicht? 2.) Woher kommt die Energie? 3.) Was geschieht mit aufgebauter Energie und auf welche Weise? 4.) Was ist laut Freud das Ziel jeden Verhaltens? Aus psychoanalytischer Sicht ist der Mensch ein System in dem Energie fließt. Die Energie wird durch sexuelle und aggressive Impulse aufgebaut. Diese Energie wird von angeborenen Trieben gespeist: sie drängen zur Entladung durch Triebbefriedigung an Triebobjekten. Das Ziel jeden Verhaltens ist es, Spannung abzubauen bzw. Energie freizusetzen (=Lust).
- Wieso ist laut Freud das Verhalten eines Menschen das Resultat aus Bedürfnissen und resultierenden Konflikten? (1: in welcher Situation befindet sich der Mensch? 2: wozu führt das? 3: Schlussfolgerung daraus) Der Mensch, der nach Lust strebt, befindet sich im Konflikt mit der Gesellschaft (Verbote, Normen usw.) Das bedeutet, dass Bedürfnisse nicht ungehemmt befriedigt werden können, weil das Überich den Impulsen und Trieben des Es entgegenwirkt. Dies stellt den Konflikt dar. Das resultierende, beobachtbare Verhalten ist also erst nach dem inneren Konflikt entstanden, der durch die Bedürdnisse ausgelöst wurde. ( Bedürfnis-> Konflikt-> Verhalten)
- 1. Was regiert den Menschen laut Freud? (+ dessen Eigenschaften) 2. Wie funktioniert der Mensch und wonach strebt er? Der Mensch wird von sexuellen und aggressiven Trieben regiert. (Diese Triebe sind angeboren und liegen in der menschlichen Natur, sie sind nicht in der Gesellschaft erlernt worden) Der Mensch funktioniert nach dem Lustprinzip: er strebt nach Befriedigung all seiner Triebe und Wünsche.
- Was meint Freud damit, dass das Verhalten direkter oder subtiler Ausdruck von Motiven ist? (ist mir noch unklar) Wenn der Trieb bewusst unterdrückt und ein Verhalten bewusst gewält wird, ist dies ein direkter Ausdruck Wenn Verhalten indirekt zustande kommt, dann subtil ( "abgestuft, differenziert")
- Welche Kritik erntete Freud bzgl. seiner Forschungsmethodik? (4) nicht repräsentativ -> es handelt sich um Einzelfälle bzw. um ausgewählte Personen aus der oberen Schicht Restrospektiv, dh. es besteht Möglichkeit der Verzerrung warher Ereignisse -> denn Patienten reflektieren über Kindheit Erhebung und Auswertung war unkontrolliert -> er überprüfte seine Prinzipien nicht im Labor nicht falsifizierbar -> Egal, was Patient sagt, sein Verhalten kann immer auf Triebe zurückgeführt werden
- 1. Was verstand Freud unter Bewusstseinszuständen? Bewusstseinszustände sind Ebenen der Bewussheit, in denen sich das psychische Geschehen abspielt.
- Welche Bewusstseinszustände gibt es? Bewusst Vorbewusst Unbewusst
- Worauf bezieht sich das Bewusste? auf Phänomene, dere wir uns in bestimmten Momenten bewusst sind z.B. Inhalt über Info über Freud während dieser Satz gelesen wird
- Worauf bezieht sich das Vorbewusste? auf Phänomene, derer wir uns bewusst werden können, wenn wir uns mit ihnen beschäftigen z.B. ist Handynummer nicht salient, aber durch Abrufen im Gedächtnis kann sie aktiviert werden
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- Worauf bezieht sich das Unbewusste? Unter welchen Bedigungen können wir uns der Inhalte bewusst werden? auf Inhalte, die uns nicht bewusst sind, und nur unter bestimmten Umständen bewusst werden können Deutung von Träumen, freie Assoziationen und unter Hypnose
- Heutige Sicht des Unbewussten: 1. Hat sich das Unbewusste emprisch bewährt? 2. Wo? 3. Beschreibe kurz denn Versuch 1. Ja, es gibt unbewusste -> Wahrnehmung <- 2. a) In Studien zur unterschwelligen Wahrnehmung (z.B.Tachistoskop) b) Sunliminales Priming ( = unterschwell. Aktivieren eines ganzen Systems von Assoziationen 3.Versuch: - VPN sehen ganz kurz Bilder oder Wörter (z.B. Landschaft mit/ohne Ente) ; VPn sollen später Geschichte erzählen; Ergebnis: Ente kommt in Geschichte vor, ohne dass Person wusste, dass sie sie gesehen hat. => unterschwell.Wahrnehmung: wir verarbeiten Info, obwohl wir nicht wissen, dass wir sie wahrgenommen haben
- Wieso ist es wichtig, das psychoanalytische Unbewusste von dem kognitiven Unbewussten zu trennen? Zwei unterschiedliche "Definitionen" des Unbewussten Weil Ergebnisse von kognitiven Untersuchungen zwar die Existenz unbewusster Einflüsse verdeutlichen, aber diese Einfüsse haben wenig mit psychologischen Erfahrungen zu tun, über die Freud gesprochen hat.
- Was betont die psychoanaltische Sicht des Unbewussten? 1. Prozesse 2. Worum geht es haupts. im Unbewussten 3. Wieso ist etw. im Unbewussten + welche Folgen? 1. Betonung irrationaler Prozesse, also unlogische Natur des unbewussten menschlichen Funktionierens 2. es geht hauptsächlich um sexuelle und aggressive Gefühle, Gedanken und Motive 3. Betonung von Motiven: Das, was im Unbewussten ist, ist aus motivierten Gründen dort und übt motivationalen Einfluss auf das tägliche Verhalten aus
- Was betont hingegen die kognitive Sicht? 1. Prozesse 2. Kognitionen 1. Es gibt keinen prinzipiellen Unterschied in der Qualität zwischen bewussten und unbewussten Prozessen. -> d.h. unbewusste können genau wie bewusste auch und rational sein logisch sein (ungleich psychoanalytisch: irrationale Prozesse) 2. Aspekt der Infoverarbeitung: Infoverarbeitung auch ohne bewusste Wahrnehmung möglich -> Infoverarbeitung kann auch Teil des Unbewussten sein und ist nicht immer davon abzugrenzen. Kognitionen sind unbewusst, weil sie auf bewusster Ebene nicht verarbeitet werden können, da Routine oder automatisiert. Z.B. Schuhe zubinden
- Als was betrachtet Freud das Seelenleben? Als Apparat, der aus drei Einzelteilen (=Instanzen) zusammengesetzt ist
- Wie heißen die drei Instanzen und wofür sind sie verantwortlich? Es - Ich & Überich verantwortlich für das psychische Geschehen
- Was repräsentiert das Es? Quelle aller Triebe
- Woraus besteht das Es? Aus angeborenen Trieben, genetischen Anlagen, Strebungen ohne Logik und Moral und ohne Rücksicht auf eigene Selbsterhaltung
- Wonach strebt das Es? Spannung und Energie zu entladen
- Nach welchem Prinzip funktioniert das Es? Nach dem Lustprinzip: nach Lust streben und Schmerz vermeiden
- Was repräsentiert das Über-Ich? Das Über-Ich repräseniert den moralischen Teil, das "Gewissen"
- Worasus besteht das Über-Ich? Moralen, Regeln, gesellschaftlichen Werten und Normen = "Moralkodex"
- Wonach strebt das Über-Ich? Nach Perfektion und Idealen
- Wie funktioniert das Über-Ich? Verhalten wird gemäß Verhaltenskodex kontrolliert. Gutes Verhalten wird belohnt (z.B. Stolz) Schlechtes bestraft ( z.b. Schuld, Scham)
- Was sucht das Ich? Die Realität, weil Es sucht Lust und Überich Perfektion, also sucht Ich die Mitte
- Wonach strebt das Ich? Es strebt danach, die Wünsche des Es mit den Anforderungen der Realität (z.B. Außenwelt) und den Anforderungen des Ich in Einklang zu bringen bzw. es versucht das Es zu leiten
- Welche Funktionen hat das Ich inne? vermittelnde Funktion Selbsterhaltung
- Nach welchem Prinzip funktioniert das Ich? Realitätsprinzip: Triebbefriedigung so lange aufschieben, bis die Realität ein Maximum an Lust und Minimum an Schmerz ermöglicht. Ich kann die Energie des Es blockieren, umleiten oder nach und nach freisetzen.
- Welchen drei Herren dient das Ich? Es Überich Realität
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- In was für einen Zustand befindet sich das Ich ständig und was kann daraus resultieren (3) ? In mehrfacher Konfliktsituaiton mit Es, Überich und Realität Daraus können drei Ängste entstehen : Realangst, neurotische Angst und moralische Angst
- Worauf bezieht sich die Realangst? auf objektive Gefahren aus der Außenwelt
- Wie kann neurotische Angst ausgelöst werden? Durch Unterdrückung der sexuellen und aggressiven Triebe des Es, weil das Ich dann mit verbotenen Wünschen des Es überflutet wird
- Wordurch entsteht moralische Angst? Wenn das Ich sich auf Wünsche des Es einlässt. Moralische Angst ist verbunden mit Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen
- Wie heißen die zwei Grundtriebe des Es? Lebenstrieb (Libido) Todestrieb (Thanatos)
- Was ist ein psychodynamischer Prozess? = Wechselspiel von Triebäußerung und Triebabwehr
- Wie entsteht Angst? durch Konflikte
- Wieso wehrt sich das Ich gegen Angst? Und womit wehrt es sich gegen Angst? Weil Angst einen qualvollen Zustand darstellt, den wir nicht lange aushalten können. Es wehrt sich mit Abwehrmechanismen dagegen
- Nenne die 9 Abwehrmechanismen Verdrängung Projektion Verleugnung Rationalisierung Reaktionsbildung Isolierung Ungeschehenmachen Sublimierung Verschiebung
- Was sind Abwehrmechanismen? Welchen Zweck haben sie? Abwehrmechanismen sind unbewusste psychische Prozesse. Sie haben den Zweck, miteinander in Konflikt stehende Triebe, Wünsche und Motive, was angstauslösend ist, zu bewältigen bzw. zu kompensieren
- Verdrängung: 1. Was wird abgewehrt? 2. Wie? 3. was kann dennoch passieren? innere und äußere Reize Unerwünschte Reize werden in das Unbewusste geschoben und sind dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich. verdrängte Inhalte sind nicht gelöscht, sondern sind immernoch da und drängen auf Grund der Triebdynamik ins Bewusstsein zurück
- Projektion 1. Was wird abgewehrt? 2. Wie? 3. Beispiel innere Reize Innere Impulse werden anderen unterstellt z.B. Feindesligkeit, um eigene Aggressionen zu rechtfertigen
- Verleugnung 1. Was wird abgewehrt? 2. Wie? 3. Beispiel Realangst, also äußere Reize Verleugnung realer negativer Reize und Tatssachen, aus Angst vor Konfrontation z.B. Knoten in Brust-> nicht wahrhaben wollen
- Reaktionsbildung 1. Was wird abgewehrt? 2. Wie? 3. Beispiel innere Reize inaktezptable Impulse, die Angst auslösen würden, werden ins Gegenteil imgekehrt und eine neue Reaktion darauf gebildet, die dem Gegenteil entsprich. z.B. aus ich hasse mein kind -> überbehütetes Verhalten
- Rationalisierung 1.) Was wird abgewehrt? 2.) Wie? 3.) Beispiel inakzeptables eigenes Verhalten vor anderen oder sogar auch vor sich selbst Umdeuten, sodass es akzeptabel erscheint und nicht die Gefühle sondern die Vernunft das Handeln geleitet hat Arbeitskollege ist in Kollegin verliebt und will mit ihr in ein Team. Eigentlich, weil er ihr nahe sein will, er rationilisert es aber und sagt: er will mit ihr in ein Team, weil sie kompetent ist
- Isolierung 1.) Was wird abgewehrt 2.) Wie 3.) Beispiel innere Reize, bzw. Gedanken an schwer akzeptierbares Ereignis GEdanke wird isoliert um Verbindung zu anderen Gedanken zu unterbrechen bspw. Missbrauchsopfer, die emotionslos über Erinnerung des Ereignisses und Qualen berichten. D.h. der eigentliche negative begleitende Affekt wird isoliert aus dem Bericht
- Ungeschehenmachen 1. Was wird abgewehrt? 2. Wie? 3. Beispiel moralische Angst, also innere Reize Moralische Bedenken, die nach einem Verhalten auftreten, werden versucht durch kompensierende Verhalten auszugleichen Pfarrer flirtet mit Blondine und betet dann 5 Mal um Sünde zu bereinigen oder man geht fett shoppen und spendet am Ende aus schlechtem Gewissen Geld an Bettler
- Sublimierung 1. Was wird abgewehrt? 2. Wie? 3. Beispiel innere Reize Triebenergie wird bei möglichem Scheitern einfach in ein kulturell höheres Verhalten umgewandelt. Aggressionen an Sport auslassen
- Verschiebung 1. Was wird abgewehrt? 2. Wie? 3. Beispiel innere Reize angsterregende Impulse werden auf ein anderes Objekt der Triebbefriedigung verschoben Z.B. Aggressionen auf Chef-> an Frau auslassen
- Neuinterpretation der Abwehrmechanismen Was sind Abwehrmechanismen aus heutiger Sicht? Selbstwertschutz. Hat mehr Bedeutung als Aggression oder Sexualität