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Gesundheitswissenschaften/Gerontologie (Subject) / Gerontologie (Lesson)
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- Bedeutung "Gerontologie" von geron, griech. = Alter Wissenschaft vom Alter und vom Altern
- Definition Altern, Alterungsprozess zeitgebundene Veränderungen eines individuellen Organismus im Laufe des Lebens (also auch Reifungsprozesse!)
- Gerontologie (Demographische Aspekte) Warum sinkt in Deutschland die Mortalität? Fortschritte der kurativen und präventiven Medizin Fortschritte der Verhaltens- und Verhältnisprävention sozioökonomische Determinanten (Einbindung in die Gesellschaft)
- Gerontologie (Demographische Aspekte) Was bedeutet im Zusammenhang mit der Bevölkerungszusammensetzung "dreifaches Altern"? - Zunahme der absoluten Zahl der älteren Menschen - wachsender Anteil der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung - starker Anteil der sehr alten Menschen ( >80 Jahre)
- Ebenen des Alterns Altern als bio-psycho-sozialer Prozess - Biologie - Psyche - Gesellschaftliche Aspekte (z. B. Partizipation)
- Gerontologie (demographische Aspekte) Determinanten der Bevölkerungsentwicklung "Zahl" Geburten (Fertilitätsrate) Sterbefälle (Mortalitätsrate) Wanderungen (Migrationsrate): Binnen- und Außenwanderung
- Gerontologie (demographische Aspekte) Determinanten der Bevölkerungsstruktur "Zusammensetzung" Geschlecht Alter Verhältnis Deutsche und Ausländer
- Welche demographischen Aspekte sind signifikant für die deutsche Bevölkerung? anhaltend niedrige Geburtenrate Mortalität sinkt, Lebenserwartung steigt anhaltende Netto-Zuwanderung dies führt zum - dreifachen Altern der deutschen Bevölkerung - steigenden Anteil von zugewanderten zur deutschen Bevölkerung
- Warum altern wir? Altern ist kein genetisch gesteuerter Prozess, sondern das Ergebnis einer evolutionsbiologischen Vernachlässigung des Organismus (und seiner Reparaturmechanismen) mit Abschluss seiner fertilen Phase. Prinzip Arterhalt: Nach Ende der Fortpflanzungsfähigkeit ist der Körper nicht wert, Ressourcen in Reparaturmechanismen (auf Zellebene) zu investieren.
- Warum sind Langlebigkeit und Gesundheit im Alter nicht die obersten Ziele der Natur? Der Rhythmus von Fortpflanzung, Altern und Tod ermöglicht eine Anpassung an wechselnde Umweltbedingungen und somit das langfristige Überleben einer Art.
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- Alterstheorien biologische (Zell- und Organebene) psychololgische a) Defizitmodell - überholt, b) Aktivitätstheorie soziologische a) Ausgliederung, b) Desengagement, c) Ungleicheiten der Ressourcen in der Lebensspanne pädagogische (Geragogik: Kompetenztheorie/Ressourcen-Ansatz) sozialphilosophische (Nützlichkeitsethik) a) Rest des Lebens, b) die gerechte Lebenszeit ökologische (Umweltbedigungen schaffen, die das individuelle Wohlbefinden und die selbständige Lebensweise fördern und unterstützen)
- Alterungstheorien: Unterschied Disengagement- und Ausgliederungs-Theorie Der Unterschied zwischen den beiden soziologischen Theorien ist der Aspekt der Freiwilligkeit, die dem Rückzug des alternden Menschen aus seinem sozialen Umfeld zugrunde liegt.
- Gerontologie - zelluläres Altern Was ist der wesentliche Mechanismus des zellulären Alterns? Mitochondrialer oxidativer Stress
- Gerontologie - zelluläres Altern Welche drei Mechanismen sind von mitochondrialem oxidativen Stress bestimmt? Was passiert in der Folge? - es wird keine Energie erzeugt - die Zellfunktion is eingeschränkt - Repararturmechanismen sind überfordert In der Folge entsteht eine Einschränkung der Organfunktion
- Gerontologie - zelluläres Altern 5 Schritte des Alterungsprozesses der Zelle bis zum Zelltod 1. Zellschädigung a) Genetik b) ROS c) RNS d) AGE e) Hormone f) Umweltnoxen 2. Reparatur 3. Fehler o. mangelnde Reparatur 4. Akkumulation molekularer Fehler 5. Funktionseinschränkung oder -verlust 6. Tod
- Gerontologie - zelluläres Altern 6 Arten/Ursachen der Zellschädigung 1. Genetik (höchstens 25%, eher Epigenetik) 2. ROS (reactive oxygen species) 3. RNS (reactive nitrogen species) 4. AGE (advanced glycation endproducts) 5. Hormone 6. Umweltnoxen
- Die fünf häufigsten Erkrankungen im Alter von 70 - 88 Jahren? - Hyperlipidämie - Varikosis - Zerebralarteriosklerose - Herzinsuffizienz - Osteoarthrosen
- AGE: Bedeutung und Funktion/Pathomechanismus Die bei Substratüberlastung entstehenden Sauerstoffradikale sind nach dieser Theorie die Ursache für eine Hemmung der normalen Verstoffwechselung von Glucose (durch Glycolyse). Als Folge werden alternative Stoffwechselwege, unter anderem die Bildung von AGEs (Advanced Glycation Endproducts) aktiviert. AGEs sind für die Entstehung von Gefäßschädigung (vaskuläre Folgen) des Diabetes mellitus verantwortlich.
- Freie Radikale - woher kommen sie? Wie entstehen sie? a) endogene Quelle: Zelluntergang, Phagozytose b) exogene Quellen: Tabakrausch, Gase, Ozon, SMOG, Chemikalien, Herbizide/Pestizide, UV-Strahlen, Nahrungsmittel: Fleisch/tierische Fette
- Welche Hormone sinken im Alter? Melatonin GH/ STH DHEA Sexualhormone: Östrogen, Testosteron
- Funktion Melatonin Regelung des circadianen Rhythmus
- GH STH Funktion Steuerung des Wachstums Anregung der Proteinsynthese Freisetzung von Glukagon -> Mobilisierung von Energie aus Fett- und Zuckerreserven, anaboles Hormon)
- Welche hormonellen Veränderungen führen zum Muskelabbau? Anstieg Glukokortikoide Mangel an GH/ STH: Auswirkungen auf das Muskelsystem (Abbau von Muskeln), Lipidsynthese wird nicht mehr gehemmt Mangel an DHEA als Gegenspieler des Kortisols Mangel an Testosteron
- Welche Faktoren begünstigen Typ II- Diabetes? 1. Zunahme des Körperfetts, mehr wird gespeichert (mehr Adipokine) 2. Flüssigkeit/ Durstperzeption 3. Abnahme der Muskelmasse, und damit der Verbrennung? 4. Abnahme des Grundumsatz 5. Beeinträchtigung der Glucosetoleranz, zusätzliche Senkung der Empfindlichkeit der Insulinrezeptoren(Anstieg der Glucocorticoide)
- Funktion der Glucokorticoide? -> Anstieg des BZ -> mehr Insulinausschüttung und Hemmung der Synthese von Nukleinsäuren und damit der Proteine in Muskulatur, Haut und lymphatischem System (Absenken der humoralen oder zellulären Abwehr -> Senkung der Insulinrezeptor-Sensibiliität -> Ungleichgewicht -> Anstieg von Autoimmunerkrankungen Glucokortikoidrezeptoren im Hippocampus: bei lang anhaltendem unkontrolliertem Stress wird das Gedächtnis eingeschränkt.
- Geriatrische Syndrome iatrogene Störungen Immobilitätssyndrome Sturz-Syndrom Inkontinenz Demenzen Verwirrtheitszustände und Delirien Depressionen im Alter Mangelernährungen im höheren Lebensalter
- Alzheimer als Typ III-Diabetes Bedeutung? Gehirnzellen haben Insulinrezeptoren Glucokorticoide blockieren diese Die Gehirnzelle ist unterversorgt und geht unter Funktionsverlust unter
- 9 geriatrische Assessments MMSE (mini mental state examination) BARTHEL-TEST (Aktivitäten des täglichen Lebens) IADL (Instrumentelle Aktivitäten des täglichen Lebens) Clock completion SS (soziale Situation) Schmerzskala GDS (Geriatrische Depressionsskala) MNT (Motilitätstest nach Tinetti) MNA (Minimal Nutrition Assessment)
- Ziele einer ganzheitlichen Geragogik (3) Ressourcen aktivieren Kompetenzen steigern Defizite kompensieren
- Immobiltitätssyndrom Welche grundsätzlichen Ursachen führen zum Immobilitätssyndrom bei ungestörtem Bewegungsablauf und erhaltenem Antrieb? Kreislaufstörungen, Sinnesstörungen. 3 Bsp. a) Kreislaufstörungen: HI, Emphysem, KHK, pAVK (periphere Arterien-Verschluss-Krankheit, COPD b) Sinnesstörungen: Katarakt, Glaukom, Makula-Degeneration, Presbyakusis, M. Menière