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Entwicklungspsychologie (Subject) / Theorien der Entwicklungspsychologie (Lesson)
Zentrale Theorien der Entwicklungspsychologie (psychoanalytische, psychobiologische und lerntheoretische Konzeptionen, Anforderungs-Bewältigungs-Theorien , kognitive und informationsverarbeitungstheoretische Ansätze, Theorien domänenspezifischer Entwicklung sowie systemische Theorien) kennen.
Theorien anhand spezifischer Kriterien (wie Annahme eines Endniveaus der Entwicklung, Annahme quantitativer versus qualitativer Veränderungen etc.) vergleichen können.
Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit den einzelnen Entwicklungstheorien entwickeln.
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- Welche Ausgänge können sich nach der Theorie Eriksons bei einer Identitätskrise im Jugendalter ergeben? Nach der Theorie von Erikson durchläuft ein Mensch im Laufe seiner Entwicklung verschiedenepsychosoziale Krisen. Seine individuelle Persönlichkeit wird durch die Art, wie er die Krisen für sich löst, geprägt. Als eine der wichtigsten Phasen gilt das Jugendalter, da hier die Ich-Entwicklung ihren Höhepunkt erreicht. Das zentrale Thema ist dabei die Findung einer eigenen Identität versus (als Gegenpol) die Rollendiffusion . Mit Rollendiffusion ist gemeint, dass keine eigenständige Identität entwickelt wird, sondern die Identität sich nach der Situation richtet, in der man sich gerade befindet. Dies könnte beispielsweise bedeuten, dass man sich bei Freunden als anderer Mensch darstellt als zuhause bei den Eltern.
- Was versteht man unter einer negativen Verstärkung? Bei der negativen Verstärkung fällt auf das Verhalten hin eine negativ bewertete Konsequenz weg. Dadurch erhöht sich die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens. Das Quengeln des Kindes ist der Mutter sicherlich peinlich und sie möchte die stressende Situation gerne beenden, was sie durch ihr Nachgeben erreicht. Durch den Wegfall der negativ bewerteten Konsequenz (das stressige Quengeln) endet die Situation zunächst positiv für die Mutter, wodurch sie ein ähnliches Verhalten in Zukunft vermutlich wieder zeigen wird.
- Was versteht man unter einer negativen Verstärkung? Bei der negativen Verstärkung fällt auf das Verhalten hin eine negativ bewertete Konsequenz weg. Dadurch erhöht sich die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens. Das Quengeln des Kindes ist der Mutter sicherlich peinlich und sie möchte die stressende Situation gerne beenden, was sie durch ihr Nachgeben erreicht. Durch den Wegfall der negativ bewerteten Konsequenz (das stressige Quengeln) endet die Situation zunächst positiv für die Mutter, wodurch sie ein ähnliches Verhalten in Zukunft vermutlich wieder zeigen wird.
- Welche Konsequenzen ergeben sich bei einer kontinuierlichen und einer intermittierenden Verstärkung für die Aufrechterhaltung eines Verhaltens? Beim operanten Konditionieren lassen sich verschiedene Arten von Verstärkungen unterscheiden. Zu erwähnen ist insbesondere die Unterscheidung zwischen kontinuierlichen und intermittierendenVerstärkungen. Eine kontinuierliche Verstärkung ist dadurch gekennzeichnet, dass nach jedem Auftreten des Zielverhaltens die Verstärkung erfolgt. Bei einer intermittierenden Verstärkung erfolgt die Verstärkung nicht nach jedem Auftreten des Zielverhaltens, sondern in unregelmäßigen oder zufälligen Abständen. Eine kontinuierliche Verstärkung würde in dem Beispiel von oben bedeuten, dass das Kind bei jedem Einkauf aufgrund seines Quengelns eine Süßigkeit erhält. Würde das Kind jedoch nur von Zeit zu Zeit Erfolg mit seinem Quengeln haben, würde dies einer intermittierenden Verstärkung entsprechen. Insbesondere dann, wenn die Verstärkung in zufälligen Abständen erfolgt, führt dies zu einer relativ stabilen Beibehaltung des Verhaltens, da man ja nie sicher sein kann, ob die Verstärkung nicht doch noch irgendwann eintritt. Am Beispiel des Supermarktes bedeutet dies, dass das Kind trotz eines erfolglosen Quengelns in zukünftigen Situationen wieder quengeln wird, weil es damit in der Vergangenheit gelegentlich Erfolg hatte. Ein Erfolg bleibt aus der Sicht des Kindes damit durchaus im Bereich des Möglichen. Hier hilft dann nur ein konsequentes Verhalten über einen relativ langen Zeitraum, um dem Kind vor Augen zu führen, dass es mit diesem Verhalten grundsätzlich keinen Erfolg mehr hat
- Wie lässt sich beim Modellernen empirisch zeigen, dass es sinnvoll ist, zwischen Aneignung und Ausführung eines Verhaltens zu unterscheiden? Dass es sinnvoll ist, zwischen der Aneignung und der Ausführung eines Verhaltens zu differenzieren, zeigt ein mittlerweile klassisches Experiment (Bandura). Ein erwachsenes Modell zeigte eine Reihe aggressiver Handlungen (wie Schlagen, Treten etc.) an einer Stehauf-Puppe. Es gab in diesem Experiment 3 Gruppen von Kindern. Bei einer Gruppe von Kindern wurde das erwachsene Modell im Anschluss für sein Verhalten belohnt, bei einer weiteren Gruppe wurde es bestraft und in der dritten Gruppe erfolgte keine Konsequenz. Im Anschluss durften die Kinder jeweils mit der Puppe spielen. Erwartungsgemäß zeigte sich, dass die Kinder, die das belohnte Modell gesehen hatte, am häufigsten ebenfalls ein aggressives Verhalten im Umgang mit der Puppe zeigten. Das Verhalten fiel ähnlich aus, wenn keine Konsequenz gefolgt war, während bei einer Bestrafung des Modells wesentlich weniger aggressives Verhalten gezeigt wurde. Es fanden sich weiterhin deutliche Geschlechtsunterschiede, indem Mädchen insgesamt – unabhängig von der experimentellen Bedingung – weniger aggressives Verhalten zeigten als Jungen. In einem zweiten Teil des Experiments wurde den Kindern eine Belohnung in Aussicht gestellt, wenn sie das Verhalten des Modells imitieren. Nun zeigte sich, dass fast alle Kinder – unabhängig von der experimentellen Bedingung – das Verhalten zeigten. Auch die Geschlechtsunterschiede waren erheblich verringert. Offenbar hatten die Kinder das Modellverhalten nahezu durchgängig angeeignet und internal repräsentiert, ausgeführt hatten sie es dagegen deutlich weniger häufig. Ob sie es ausgeführt hatten oder nicht, hing wesentlich von den jeweiligen Anreizbedingungen ab (ob das Modell belohnt oder bestraft worden war). Weiterhin spielen hier offenbar auch zurückliegende Verstärkungserfahrungen eine Rolle, da die Geschlechtsunterschiede möglicherweise damit zusammenhängen, dass Mädchen weniger häufig positive Verstärkungen im Zusammenhang mit aggressiven Handlungen erfahren als Jungen.
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