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Modul 1 - 03435 Kulturelle Vielfalt (Subject) / Kapitel 7 - Behinderung (Lesson)

Kapitel 7 - Behinderung

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  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) definiert „Behinderung“ als einen Überbegriff, unter dem die Begriffe „Beeinträchtigung“, „Aktivitätseinschränkungen“ und „mangelnde Teilhabe“ subsumiert werden
  • „International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF)“, das von der WHO und Behindertenverbänden entwickelt wurde Die ICF unterteilt Probleme durch körperliche Einschränkungen in:Beeinträchtigungen (impairment): Probleme der Körperfunktionen, z.B. Lähmungen als Folge einer Zerebralparese  Aktivitätseinschränkungen (limitation of activities): Schwierigkeiten aktiv zu sein, z.B. beim Gehen oder Essen Einschränkung der Teilhabe (limitation of participation): Schwierigkeiten am öffentlichen Leben teilzuhaben, z.B. Diskriminierung am Arbeitsplatz oder im Nahverkehr „Behinderung“ bedeutet also, dass man Probleme in einem oder in mehreren dieser drei Bereiche hat
  • Man unterscheidet zwischen primärer, sekundärer und tertiärer Prävention von Krankheit und Behinderung Die „primäre Prävention“ schließt alle Anstrengungen mit ein, mit denen versucht wird die mögliche Ursache eines Gesundheitsproblems anzugehen, bevor das Problem auftritt Die „sekundäre Prävention“ beinhaltet alle Versuche, ein Gesundheitsproblem in einem frühen Stadium zu erkennen und zu behandeln, seine Verbreitung zu stoppen oder langfristige Schäden zu vermeiden Die „tertiäre Prävention“ umfasst alle Strategien, mit denen versucht wird ein schon bestehendes Problem zu behandeln.
  • Folgeerscheinungen: „Folgeerscheinungen“ (zum Beispiel Schmerzen) treten durch den eingeschränkten Gesundheitszustand auf. Die sind vorhersehbar und können daher oft vermieden oder gut behandelt werden.
  • Komorbidität: Komorbidität: Als „Komorbidität“ werden Begleiterkrankungen definiert, die zusätzlich zu der Grunderkrankung auftreten. Diese Begleiterkrankungen können, müssen aber nicht ursächlich mit der Grunderkrankung zusammenhängen
  • „Multimorbidität“. Kommen zu der Grunderkrankung mehrere Begleiterkrankungen zusammen, sprechen wir von „Multimorbidität“.
  • „spread effect“ Das bedeutet, dass durch die Behinderung auf andere Merkmale der Person geschlossen wird.
  • Versuchsleitereffekt so antworten, wie sie glauben, dass die Versuchsleitung es sich erhofft
  • der „faking good“-Effekt von sich selbst einen toleranten und vorurteilsfreien Eindruck vermitteln möchten
  • der „Soziale Erwünschtheit“-Effekt nur Antworten geben, von denen sie überzeugt sind, dass sie von der Gesellschaft als angemessen angesehen werden
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  • der „Sabotage“- oder „faking bad“-Effekt versuchen die Studie durch falsche, bzw. keine, Antworten zu sabotieren
  • der „Verweigerungseffekt“ sich weigern zu antworten, aus Angst kontroverse oder untypische Einstellungen preiszugeben
  • Allgemein kann man die indirekten Methoden in vier Gruppen unterteilen, die sich darin unterscheiden inwieweit die Teilnehmenden über die Forschungsfrage Bescheid wissen: 1. unwissentliche Verhaltensbeobachtung: die Teilnehmenden wissen nicht, dass sie beobachtet werden und ihr Verhalten erfasst wird.2. projektive Techniken: die Teilnehmenden wissen zwar, dass sie beobachtet werden, sind aber über den Zweck und die Forschungsfrage im Unklaren.3. Cover-Stories: die Teilnehmenden werden zu Anfang über den wahren Zweck der Untersuchung getäuscht, und erst am Ende aufgeklärt.4. Physiologische Techniken: die Teilnehmenden wissen zwar, worüber geforscht wird können aber nicht aktiv eingreifen (z.B. Messungen durch den sogenannten Lügendetektor)
  • „Impliziten Assoziationstest (IAT)“ indirekte Methode, Einstellungen mit Hilfe von Reaktionszeiten zu messen.
  • Stattdessen sollen Sprachformen verwendet werden, die die Person selbst ins Zentrum stellen. Eine Möglichkeit ist hier die Verwendung von Adjektiven (der depressive Mann) oder das „Person-zuerst-Prinzip“ (die Frau mit Behinderung).