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Psychologie (Subject) / Historische Wurzeln, Definitionen, Abgrenzung von Nachbardisziplinen und moderne (Lesson)

klinische II - Intervention

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  • S. Freud ·       entwickelte d. Theorie d. Psychoanalyse nach Beteiligung an d. Versuchen Breuers auf Grundlage einiger Einzelfallstudien ·       Postulat d. Psychogenese: gestörtes Erlebens u. Verhalten entspringt Konflikten zw. mächtigen psychologischen Prozessen auf einer unbewussten Ebene ·       Therapie: basiert auf Gesprächen, in denen d. Therapeut d. Ptn. hilft, Einsicht in seine psychischen Konflikte zu erhalten à dadurch Überwindung d. psychischen Probleme => Heilung ·       Anwendung begrenzt auf Ptn. mit „relativ mäßigen psychischen Störungen („Neurosen“)
  • Skinner ·      verantwortlich für d. Untersuchung d. operanten Verstärkung u. d. Erweiterung dieses Ansatzes auf Erziehung, Psychotherapie u. d. gesamte Gesellschaft · Postulat: Die auf ein Verhalten folgende Konsequenz + Kontingenz à Auftretenswahrschein- lichkeit d. Verhaltens ·       Therapie: Kontingenzmanagement durch operante
  • Was ist Klinische Psychologie? – Moderne Sichtweise Klinische Psychologie ist diejenige Teildisziplin d. Psychologie, d. sich mit psychischen Störungen u. d. psychischen Aspekten somatischer Störungen/Krankheiten befasst. Dazu gehören u.a. die Themen:   Ø  Ätiologie und Pathogenese Ø  Bedingungsanalyse Ø  Klassifikation Ø  Diagnostik Ø  Epidemiologie     Intervention (Prävention, Psychotherapie, Rehabilitation, Gesundheitsversorgung, Evaluation)
  • Was sind klinisch-psychologische Interventionsverfahren? ·       Sie umfassen alle wissenschaftlich begründbaren und empirisch als wirksam nachgewiesenen psychologischen Interventionen, die bei psychischen Störungen und Problemen (u.a. auch im Rahmen körperlicher Erkrankungen und deren Prävention wie auch im pädagogischen Bereich) zum Einsatz kommen können! ·       Psychotherapie ist dabei eine wichtige und zentrale Komponente- aber nicht deckungsgleich mit klinischer Psychologie!
  • In welchen Versorgungsbereichen werden klinisch-psychologische Interventionen eingesetzt? => Interventionsebenen 1. Gesundheitsförderung/Primärprävention - Psychoedukation (zb Aufklärung) - Kompetenztraining (zB Problemlösen) - Gesundheitsverhalten (zB Ernährung, Bewegung)   2. Kuration/Sekundärprävention - Krisenintervention  - Psychotherapie - Beratung  3. Rehabiliation/Tertiärprävention - Krankheitsbewäktigung/Coping - Selbstmanagementtraining/Patientenschulung - soz. Reintegration - kompensator. Funktionstraining
  • Differenzierungsmerkmale unterschiedlicher Fachdisziplinen der Gesundheitswissenschaften •       Ihrer theoretischen Orientierung •       Ihrer empirischen Fundierung •       Ihrer Interventionsziele •       Ihrer praktischen Interventionsverfahren •       Ihres Anwendungsspektrums
  • Klinische Psychologie Theoretischer Hintergrund: •    Teildisziplin d. Psychologie •    basiert auf psychologischen Modellen u. Verfahren d. 
Grundlagenfächer •    konsequent empirische Orientierung u. Fundierung •    biopsychosoziales Störungsmodell Ziel: •    Erforschung u. Behandlung psychischer Störungen u. psychischer Aspekte somatischer Störungen •    Epidemiologie, Ätiologie, Klassifikation, Diagnostik und Intervention (Prävention, Psychotherapie, Rehabilitation) Interventionsmethoden: •       ganzes Spektrum psychologischer Interventionsverfahren und Therapietechniken •       i.d.R. individuelle Therapieperspektive (Einzel- und Gruppen) •       keine pharmakologische Behandlung
  • Klinische Neuropsychologie Theoretischer Hintergrund: •    Teildisziplin d. Psychologie (Anwendung neuropsychol. Grundlagenforschung auf klin. Praxis) •    befasst sich mit d. Auswirkungen von Erkrankungen u. Verletzungen d. Gehirns auf Erleben u. Verhalten Ziel: •    Präzise Diagnostik neuropsychologischer Störungen/Ausfälle •    deren Erforschung u. Behandlung Interventionsmethoden: Kanon spez. neuropsychologischer Interventionsverfahren u. Therapietechniken: Kognitive Funktionstrainings
  • Psychiatrie Theoretischer Hintergrund: •    medizinische Fachdisziplin •    überwiegend traditionellem biomedizinischen Krankheitsmodell 
verhaftet •    dominierend hermeneutische u. phänomenologische Orientierung •    zunehmend empirische Ausrichtung •    Integration naturwissenschaftlicher Erkenntnisse u. Ansätze 
(Neurologie, Neurophysiologie, Biophysiologie etc.) Ziel: •    Individuelle Behandlung krankheitswertiger Störungen ("Geisteskrankheiten") •    Epidemiologie, Ätiologie, Klassifikation, Diagnostik u. Intervention (Prävention, Psychotherapie, Rehabilitation) Interventionsmethoden: •       medikamentöse Therapie (Psychopharmaka) •       ärztliches Gespräch •       andere medizinische Behandlungsformen
  • Psychosomatik Theoretischer Hintergrund: •       medizinisches Fachgebiet à auf körperliche Erkrankungen (mit 
psychogenetischer Ätiologie) bezogen! •       einem überholten psychogenetischen Krankheitmodell verhaftet 
(monokausale Rolle psychischer Faktoren bei d. Entstehung best. 
körperl. Krankheiten) •       vornehmlich psychoanalytisch ausgerichtet •       kaum empirische Fundierung in d. Konzept- u. Modellbildung •       schwache empirische Evidenz zur Effektivität und Effizienz Ziel: •       "kausale" Konfliktbearbeitung statt "Symptombehandlung" •       Krankheitsbehandlung i.S. von Heilung u. Linderung Interventionsmethoden: •       in erster Linie Beschäftigung mit d. Rolle von emotionalen Belastungen u. Konfliktverarbeitungsprozessen bei d. Entstehung funktioneller Krankheiten •       ergänzend medizinisch-medikamentöse Behandlung
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  • Verhaltensmedizin Theoretischer Hintergrund: •       interdisziplinäres Forschungs- u. Praxisfeld (psychol. dominiert) mit konsequent empirischer Orientierung •       Integration d. Erkenntnisse u. Techniken unterschiedlichen für Krankheit u. Gesundheit relevanter Wissenschaften (Medizin, Humanbiologie, Physiologie, Psychologie, Sozialwissenschaften) •       Zusammenfassung d. physiologischen, behavioralen, subjektiven u. sozialen Aspekte d. Krankheitsentstehung u. -behandlung zu komplexen biopsychosozialen Modellen •       Ableitung interdisziplinärer u. multidimensionaler Interventionsverfahren aus empirischer, experimenteller u. Grundlagenforschung Ziel: •       Prävention, Therapie u. Rehabilitation mit multimethodalen Ansätzen Interventionsmethoden: •       Anwendung verhaltenstherapeutischer bzw. klinisch-psychologischer Konzepte u. Verfahren bei d. Behandlung körperlichen Krankheiten o. organmed. Fragestellungen (incl. Prävention u. Rehabilitation); •       gezielter Einsatz psychophysiologischer Technik (z.B. Biofeedback)
  • Medizinische Psychologie Theoretischer Hintergrund: •    medizinisches Fach, aber häufig auch von Psychologen ausgeübt •    Anwendung von Erkenntnissen u. Methoden d. (klin.) Psychologie auf 
Probleme d. Medizin •    basiert hauptsächlich auf medizinischem Krankheitsverständnis, das 
um Aspekte d. Verhaltensbestimmtheit vieler Erkrankungen angereichert wird •    gelegentlich tiefenpsycholog. beeinflusst Ziel: •       Nutzung psychologischer Erkenntnisse f. Verbesserungen innerhalb d. medizinischen Behandlungsrahmens (Instrumente zur Diagnostik u. Verlaufskontrolle, Compliance-Verbesserung, A-P-Interaktion, subjektive Gesundheit, Gesprächsführungstechniken) Interventionsmethoden: •       Arsenal klinisch-psychologischer Verfahren (vor allem verhaltenstherapeutische Techniken, ergänzt um Gesrächstherapie u.a.)
  • Gesundheitspsychologie Theoretischer Hintergrund: •       Teildisziplin d. Psychologie, d. Kenntnisse u. Kompetenzen psychol. Anwendungsfächer (Klinische, Diagnostik, Sozialpsych.) für Gesundheitsbereich nutzbar macht •       basiert auf positivem Gesundheitsbegriff (Gesundheit mehr als Abwesenheit von Krankheit) u. biopsychosozialen Perspektive von Krankheit u. Gesundheit •       primär bevölkerungsbezogener Ansatz Ziel: •       primär Förderung u. Erhaltung von Gesundheit (Prävention) •       Verhütung (Behandlung, Rehabilitation) von körperlichen Krankheiten, •       Diagnose u. Ursachenidentifikation von Gesundheitsstörungen (z.B. 
Bestimmung von Risikoverhaltensweisen) •       Verbesserung d. Gesundheitsversorgungssystems Interventionsmethoden: •       Vorgehen mehr psychoedukativ (Informierung, Aufklärung) als therapeutisch orientiert •       richtet sich eher an Personengruppen als Individuen
  • Public Health Theoretischer Hintergrund: •       interdisziplinäres Forschungs- u. Praxisfeld •       Gesundheitsbegriff d. WHO (körperliches, psychisches u. soziales 
Wohlbefinden) •       bevölkerungs- u. systembezogener Ansatz: o   gesellschaftl. Bedingungen von Gesundheit u. Krankheit (medizinische, sozialepidemiologische u. ökopsychologische Erkenntnisse u. Beiträge d. Natur- u. Ingenieurwissenschaften); o   Gesundheitssystemforschung (Medizinsoziologie, Gesundheitsökonomie, Gesundheitspsychologie, klinische Epidemiologie, Betriebswirtschaft) Ziel: •       primär Schaffung gesundheitsförderlicher sozialer u. materieller Lebensbedingungen, d.h. auf strukturelle Veränderungen in Arbeits- u. Lebensumwelt ausgerichtet Interventionsmethoden: •        interdisziplinäres u. multimodales Vorgehen (Sozialwissenschaften, Psychologie, Medizin, Natur- u. Ingenieurwissenschaften)