25

Modul 1 - 03435 Kulturelle Vielfalt (Subject) / Kapitel 4 - Alter (Lesson)

Kapitel 4 - Alter

This lesson was created by raffiness.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Als grobe Einschätzung kann folgendes gelten: Das frühe Erwachsenenalter umfasst ungefähr das Lebensalter von... ...20 bis 30 Jahren und ist geprägt von Berufseinstieg, Familiengründung und hoher Leistungsfähigkeit und Fruchtbarkeit.
  • mittlere Erwachsenenalter ist von beruflicher Karriere und Kindererziehung geprägt; die Gesundheit ist generell stabil. Diese Altersphase wird manchmal von 30 bis 50 definiert,
  • höheres Erwachsenenalter ab 50; (Konsolidierung im Beruf, Kinder aus dem Haus, erste körperliche Einschränkungen); oftmals wird es auch bis zum Erreichen des Rentenalters mit ca. 65 definiert.
  • double standard of ageing Dabei ist hervorzuheben, dass Frauenfrüher als alt eingeschätzt werden als Männer und damit natürlich auch früher die Altersstereotype „zuschlagen“
  • Der Begriff demografischer Wandel... ...bezieht sich eigentlich auf jegliche Veränderung von demografischen Variablen innerhalb einer Gesellschaft, wird aber oft in Bezug auf das Alter erwähnt.
  • Der demografische Report (European Commission, 2011) zeigt folgende Trends... Weltweit waren im Jahr 1950 8 % der gesamten Weltbevölkerung über 60 Jahre alt, 2009 waren es 11 % und die Prognose für 2050 beträgt 22 % (United Nations, 2009).
  • Zwei große Gründe für das demografische Altern... sind die steigende Lebenserwartung in Verbindung mit der sinkenden Fruchtbarkeitsrate.
  • Faktoren für sinkende Fruchtbarkeitsraten niedrigere Kindersterblichkeit, höheres Ansehen von Frauen und Umgang mit Geburtenregelung und Eheschließung
  • In der EU bringt jede Frau durchschnittlich 1,6 Kinder zur Welt, im Spitzenreiter-Land Niger sind es ca. 7 Kinder pro Frau. ...
  • zusätzliche Faktoren, die die demografische Altersstruktur verändern. aktuell das Altern der geburtenstarken Jahrgänge aus den 50er und 60er Jahren (Babyboom) und entgegengesetzt die Zuwanderung von jüngeren Arbeit suchenden Migranten und Migrantinnen
  • Advertisement
  • ageism Altersvorurteile
  • Vielzahl an Stereotypen nach Palmore (1990) schlechter Gesundheitszustand, Asexualität/Impotenz, Unattraktivität, kognitiver und psychischer Verfall, Gefühl der Nutzlosigkeit, soziale Isolation, Einsamkeit, Armut und Unzufriedenheit mit dem Leben/Depressionen
  • Stereotype Content Model das Kompetenz  und Wärme die beiden grundlegenden Dimensionen identifiziert, anhand derer wir Personen sofort einschätzen und wahrnehmen. Wer zur Gruppe der Älteren gehört, wird über die soziale Kategorie Alter also als erstes als warm und inkompetent wahrgenommen.
  • Es gibt Substereotypen für bestimmte Gruppen innerhalb der großen Gruppe der Alten. In mehreren Studien kristallisierten sich drei Typen heraus: Großmutter (gütig und hilfreich), älterer Staatsmann (intelligent und intolerant) und Rentner (einsam und schwach)
  • Berliner Altersstudie (BASE) multidisziplinäre Untersuchung alter Menschen im Alter von 70 bis über 100
  • Das Klischee von den armen, kranken, einsamen Alten wurde widerlegt. Nur drei Prozent leben unter der Armutsgrenze, weniger als zehn Prozent in Heimen, zu Hause allerdings 60 Prozent allein, drei Viertel davon Frauen.
  • Kognitive Funktion von Stereotypen die Reduktion der komplexen Welt auf ein Maß, was wir gut verarbeiten können.
  • Die motivationale Funktion von Altersstereotypen.. liegt darin, sich selbst vor den negativen Folgen des Alterns zu schützen.
  • Die soziokulturelle Funktion der Altersstereotype... ist das Aufrechterhalten der aktuellen sozialen Ordnung und der aktuellen Kategorien – „wir“ (die Eigengruppe) sind jung und „die anderen“ (die Fremdgruppen) sind alt.
  • Unterschied Arbeitseigenschaften ältere, jüngere. Jüngere Arbeitskräfte gelten als lern- und leistungsfähiger, flexibler, weiterbildungsinteressierter und weniger unfall- und krankheitsanfällig als ältere (50- bis 65-Jährige). Aber es gibt auch positive Eigenschaften, die eher Älteren zugeschrieben werden wie loyal, zuverlässig, gewissenhaft und konstanter in ihren Leistungen. Interessanterweise sind die tatsächlichen Leistungen weitestgehend unabhängig vom Alter.
  • Seniorenwirtschaft oder Silberwirtschaft Der Ausbau eines Markts von altersgerechten Produkten und Marketing Besonderes Potenzial haben dabei das altersgerechte Wohnen und der zunehmende Gebrauch von Informationstechnologien
  • das staatlich geförderte „Ambient Assisted Living“ das durch die Verbindung von Wohnkonzepten, Technik und Dienstleistung älteren Menschen möglichst lange ein selbstständiges Leben ermöglichen soll.
  • wesentlichen drei Elemente für Anti-Ageism (1) Seniorentreffpunkte. drei verschiedenen Arten von Zentren für Ältere: Gebaute Zentren sind Orte, an denen Ältere leicht Informationen, Hilfe und Kontakt zu Jüngeren bekommen können. Virtuelle Zentren sind leicht zugängliche Internetangebote (Webseite oder Portale) zum gleichen Zweck. Dynamische Zentren bezeichnen Einzelpersonen oder Gruppen, die innerhalb eines Netzwerks seniorenrelevante Angebote vorantreiben oder unterstützen.
  • wesentlichen drei Elemente für Anti-Ageism (2) Seniorenintegration. Hierbei sollen ältere Menschen in ehrenamtliche Tätigkeiten, generationenübergreifende Projekte, Mentoringprogramme etc. eingebunden werden.
  • wesentlichen drei Elemente für Anti-Ageism (3) Seniorenwirtschaft.