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Anästhesie/Intensivmedizin (Subject) / Anästhesie/Intensiv 1 (Lesson)

Diverse Fragen aus dem Alltag

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  • Supportive Sepsistherapie dient der hämodynamischen Stabilisierung Volumen, Vasopressoren, Inotropika, EryKonzentrate wenn Hb < 9 g/dl; (early goal)
  • Kausale Sepsistherapie chirurgische Fokussanierung, antiinfektive Therapie
  • adjunktive Sepsistherapie Hydrocortison b. NOR 0,5 Blutzucker 150 - 180 mg/dl, bei schwerer Sepsis Selen 2 g / 24 h initial, dann 1 g / 24 h Thromboseprophylaxe mit UFH 5 I.E. / kg / h
  • welche Patienten müssen ernährt werden? alle, die nicht innerhalb von 3 Tagen vollständig mit normaler Kost ernährt werden können enteral stets besser als parenteral
  • Ernährung in der Sepsis Energiezufuhr nach Substrattoleranz, ungeachtet des geschätzten/gemessenen Bedarfs in der Sepsis verminderte Substratutilisation.
  • parenterale Ernährung bei schwerer Sepsis 30 - 60 % der Non-Protein-Kalorien in Form von Fett verabreichen bei unbstimmter Dauer täglich Vitamine und Spurenelemente substituieren
  • SOD - selektive orale Dekontamination - wann? - womit? bei Beatmung > 48 h Chlorhexidin 6 - stündlich
  • SDD - selektive Darmdekontamination zb Cefotaxim (Claforan) i.v. und topische AB-Gabe oral und über MS bei Beatmung > 48 h
  • akute bakterielle Meningitis Diagnostik wenn kein Hirndruck 1. 2 BK aus 2 PS, 2. Lumbalpunktion (Erregernachweis im Liquor); 3. 10 mg Dexamethason i.v., danach 10 mg alle 6 h für 4 d; 4. kalkulierte antimikrobielle Therapie (z.b. Ceftriaxon + Ampicillin); 5. CCT
  • akute bakterielle Meningitis Diagnostik bei HIRNDRUCK 1. 2 BK aus zwei PktSt; 2. 10 mg Dexamethason i.v., danach 10 mg alle 6 h für 4 d; 3. Ceftriaxon + Ampicillin; 4. CCT (Ausschluß eines erhöhten intrakraniellen Druckes); 5. Lumbalpunktion (Erregernachweis im Liquor) evtl 4g Ceftriaxon, CCT vor Lumbalpunktion
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  • Wann wird im juxtaglomerulären Apparat Renin ausgeschüttet? Bei niedrigem Blutdruck in der afferenten Arteriole oder bei niedriger Natriumkonzentration im distalen Tubulus. Katecholamine können via Beta-Adrenozeptoren zu Reninfreisetzung führen
  • Acinetobacter sind in der Regel resistent gg. Penicilline
  • Morganella ist eine Gattung der Enterobakterien (Enterobacteriaceae)
  • Ceftarolinfosamil ist das Prodrug von Ceftarolin Cephalosporin gg. MRSA und andere multiresistente Grampositive wie VIA, VRSA, PRSP, sowie gg. Gramnegative nicht aber gg. ESBL-bildende Enterobacteriaceae und Nonfermenter (zB Pseudomonas)
  • VISA-Stämme Vacomycin-intermediär-sensible Staph. aureus. Bisher nur USA, Frankreich ,Hong Kong, Thailand
  • VRSA-Stämme Vancomycin-resistente Staph. aureus bisher nur wenige Fälle in USA. Besitzen das vanA-Gen aus VRE/GRE (Vancomycin-/Glykopeptid-resistente Enterokokken)
  • NDM-1-Stämme New-Delhi-metallo-Betalactamase 1: ist eine Carbapenemase,  Stämme sind resistent gg. alle bekannten Antibiotika außer Tigecyclin und Colistin. In E. coli und Klebsiella pneumoniae in Indien und Pakistan. Es wurden aber auch bereits Fälle in Großbritannien, den Niederlanden, Australien und Schweden entdeckt, oft nach Operationen (insb. Schönheits-OPs) in den erstgenannten asiatischen Ländern.
  • PRSP penicillinresistente Streptococcus pneumoniae
  • MR-KNS multiresistente koagulasenegative Staph. aureus
  • Meropenem Spektrum Das Wirkungsspektrum  im gramnegativen Bereich ist größer als das von Impenem, im grampositiven eher schwächer. Im Gegensatz zu Imipenem stabil gg. die renale Dehydropeptidase 1 (DHP-1), daher keine Kombination mit Cilastatin notwendig Wie bei Imipenem Resistenz von E. faecium, MRSA und von Pseudomonas möglich
  • Doripenem (Doribax) breiter als Meropenem im grampositiven und breiter als Imipenem im gramnegativen Bereich. Stabil gg. die renale Dehhydropeptidase 1. Gute Wkg. gg. Pseudomonas und Enterobacteriaceae, auch gg resistente!
  • Doripenem (Doribax) breiter als Meropenem im grampositiven und breiter als Imipenem im gramnegativen Bereich. Stabil gg. die renale Dehydropeptidase 1. Gute Wkg. gg. Pseudomonas und Enterobacteriaceae, auch gg resistente!
  • atypische Bakterien Erreger atypischer Pneumonien: Chlamydien, Mykoplasmen, Legionellen Intrazelluläre: Chlamydien, Mycoplasmen, Rickettsien, Bartonella, Coxiella, Ehrlichia, Tropheryma Whippelii. Spirochäten: Borrelia burgdorferi, Leptospira interrogans, Treponema pallidum
  • Bartonella quintana ist der Erreger des Fünf-Tage-Fiebers, Wolhynisches Fieber, Schützengrabenfieber. Intrazelluläres, atypisches Bakterium, durch Kleiderläuse übertragen.
  • Teicoplanin (Targocid) Glykopeptid, gg. Grampositive. U.a. bei Allergien gg. Penicilline und Cephalosporine sinnvoll. Hemmt die Zellwandsynthese
  • beta-Lactame wirken nicht auf Erreger atypischer Pneumonien Chlamydien, Mykoplasmen, Legionellen
  • Cephalosporine wirken nicht auf (5) Enterokokken Anaerobier atypische Erreger MRSA (außer Ceftarolin) Listerien
  • CRE - Therapieoption Carbapenem-resistente Enterobakterien (derzeit v. a. in den USA, Israel, Griechenland, Türkei und nordafrikanischen Ländern) Colistin, Fosfomycin, Tigecyclin
  • Colistin -Spektrum nur gramnegative incl. Acinetobacter, nephrotoxisch, neurotoxisch, nicht mit Vancomycin, Schleifendiuretika, Aminoglykosiden verstärkt Wkg. von Muskelrelaxantien Bronchospasmus bei Inhalation mgl.
  • ein Monobactam Aztreonam (Beta-Lactam-Antibiotikum)
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  • besonders gut wirksam auf Enterococcus faecalis ist Ampicillin/Sulbactam (Unacid) aber keine Wirkung auf E. faecium! DANI: Ausscheidung 30-60%unverändert renal, gering über die Galle, plazentagängig
  • Auscheidung von Tazobac 70-80% renal, geringe biliäre Ausscheidung, keine Metabolisierung DANI (Dosisanpassung bei Niereinsuffizienz)
  • Ausscheidung von Ceftriaxon (Rocephin) - Dosierung, Risiko über die Galle wird mit dem Auftreten von CDAD in Verbindung gebracht. bei schweren Infektionen 2 x 2 g!! kalkulierte Monotherapie nicht sinnvoll
  • Makrolide wirken gut auf Legionellen, Chlamydien, Mykoplasmen
  • Therapie der ambulant erworbenen Pneumonie Beta-Lactam-AB + Makrolid    
  • Ceftarolin - Lücken ESBL-bildende enterobacteriaceae (E. coli, Klebsiella...) Nonfermenter (Pseudomonas, Acinetobacter...)
  • zur ischiocruralen Muskulatur gehören rückseitige Oberschenkelmuskulatur, Hüftgelenksextensoren M. biceps femoris - lateral M. semitendinosus - dorsal M. semimembranosus - medial
  • Clexane - erster Gedanke Nierenfunktion, Krea!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • Erreger des Wolhynischen Fiebers Bartonella quintana
  • Test bei V. a. invasive Aspergillose Galactomannan-Test (Serum oder BAL)
  • Unterschied Levofloxacin zu Ciprofloxacin Levofloxacin: bessere Wkg: auf Grampositive und auf atypische Erreger, auf gramnegative vergleichbar. DANI bei Levofloxacin, bei Ciprofloxacin nicht.
  • Moxifloxacin (Avalox) im Vergleich zu anderen Fluorchinolonen breiteres Spektrum im grampositiven und gramnegativen Bereich, auch auf Anaerobier, auch auf atypische Erreger. Jedoch keine Pseudomonas-Wirksamkeit.
  • Rifampicin - Spektrum Grampositive inclusive MRSA und Enterokokken, starker CYP-450-Induktor, schnelle Resistenzentwicklung, keine Monotherapie
  • gegen Candida parapsilosis wirken ausnahmsweise Azole (Fluconazol) besser als Echinocandine
  • Sepsis ohne PCT-Anstieg? an Pilzinfektion denken!
  • Hauptinfektionsweg für im Krankenhaus erworbene Pneumonien? VAP, HAP, HCAP Mikroaspiration Ventilatorassoziierte Pneumonie, hospital acquired pneumonia, health care associated pneumonia
  • Risiken für eine nasopharyngeale Kolonisation mit gramnegativen aeroben Keimen, Folgen u.a. sedierende Medikamente, langliegende Magensonden, Protonenpumpeninhibitoren Mikroaspiration --> Pneumonie
  • CPIS - Kriterien clinical pulmonary infection score Kriterien: Temperatur, Leukozytenzahl, Trachealsekret, Oxygenisierung, RöThorax
  • CPIS clinical pulmonary infection score Kriterien: Temperatur Leukozytenzahl Trachealsekret Oxygenierung RöThorax
  • Kolonisation mit Candida spp. ist ... ein potentielles Risiko für eine Pseudomonas - Pneumonie!