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Psychologische Grundlagen des Lernens und Lehrens in der Sekundarstufe II (Subject) / Studierfragen zur Vorlesung (Lesson)
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- Beschreiben Sie bitte zentrale Herausforderungen bei der Messung psychologischer Merkmale. Was unterscheidet beispielsweise das Messen einer Distanz oder eines Gewichts von der Messung eines psychologischen Merkmals? Sind nicht direkt beobachtbar, sollte sich um relativ dauerhafte, situationsübergreifende Merkmale handeln. Die Messung eines psychologischen Merkmals beruht auf dessen Beschreibung. Aber allein die Beschreibung reflektiert schon die entsprechende theoretische Annahme darüber, wie dieses Merkmal definiert wird, was natürlich aus verschiedenen Blickwinkeln komplett anders Aussehen kann. Intelligenz bedeutet für jeden immer ein bisschen etwas anderes. Ein Meter, ein Kilogramm, ein Grad sind festgelegte Maßeinheiten, die immer gleich sind, nie anders.
- Formulieren Sie bitte, was unter einem theoretischen (hypothetischen) Konstrukt verstanden wird? Ein theoretisches Konstrukt ist eine zusammenhängende Menge von Aussagen über ein bestimmtes Phänomen. (Eine Hypothese ist eine prüfbare Behauptung über Ursache und Wirkung.)
- Beschreiben Sie bitte die Funktion von Theorien zu psychologischen Konstrukten im Hinblick auf die Messbarkeit von Konstrukten wie z.B. Intelligenz. Die Theorie ist die wichtigste Quelle für eine wissenschaftliche Hypothese. Sie ist die zusammenhängende Menge von Aussagen über ein bestimmtes Phänomen. Eine Theorie zur Intelligenz, z. B. dass eine schnelle Auffassungsgabe allein die Intelligenz ausmacht, führt zu Hypothesen, die dann wissenschaftlich überprüfbar und entsprechend falsi- oder verifizierbar sind.
- Skizzieren Sie bitte markante Punkte der Theoriebildung im Hinblick auf das Konstrukt der Intelligenz. Spearman (1904): allgemeiner Intelligenzfaktor (Generalfaktor oder g-Faktor) bei jedem Menschen in unterschiedlicher Ausprägung. Spezifischen Faktoren (s-Faktoren) trügen nur zu bestimmten Fähigkeiten oder Tests bei. Binet (1905): Konzept des Intelligenzalters (IA) [ ein „langsames Kind“ ist zu behandeln, wie ein Kind mit langsamerem geistigen Wachstum, zeigt also geistige Fähigkeiten, die ein „normales Kind“ in einem früheren Alter zeigt]. Thurstone (1938): Modell mehrerer gemeinsamer Faktoren Catell (1963): Modell der fluiden und kristallinen Intelligenz (g-Faktor ist zweigeteilt: fluid und kristallin. Gf = Fähigkeit sich ohne gelerntes Wissen an neue Situationen oder Probleme anzupassen. Gc = kognitive Fähigkeiten, die durch Kumulierung/Kristallisierung von Lernerfahrungen seit der Geburt entwickelt wurden) Caroll (1993): Drei-Schichten-Theorie (Allgemeine Intelligenz setzt sich zusammen aus verschiedenen Fähigkeiten die jeweils noch durch verschiedene Unterfähigkeiten beschrieben werden)
- Was versteht man unter einer Korrelation? Beschreiben Sie bitte, wie – graphisch oder rechnerisch – eine Korrelation ermittelt wird. Korrelation ist das Maß für die Stärke eines Zusammenhangs. (Man kann die Korrelationsmethode einsetzen, um zu bestimmen, ob eine beliebige Variable, die nicht unter unserer Kontrolle steht, mit einer anderen interessierenden Variable korreliert, das heißt in Beziehung steht. Dadurch ist ein Zusammenhang empirisch feststellbar.) Die Werte zweier Tests werden in ein Koordinatensystem oder in eine Matrix eingetragen (der eine auf der x-, andere auf der y-Achse: z.B. Wert 5 im Matrizen-Test und Wert 9 im Test für mentale Rotation). Anhand der Verteilung der Punkte lässt sich rein optisch/graphisch eine Korrelation erkennen. (Die Punkte der Punktewolke sammeln sich um die Regressionsgrade). Die ist entweder positiv (die Werte zweier Variablen werden gemeinsam größer oder kleiner) oder negativ (erhöht sich der Wert der einen Variablen, verringert sich der Wert der anderen) oder eine Nullkorrelation (kein Zusammenhang feststellbar). Korrelationseffizient: ist r=0 besteht kein Zusammenhang. r=1 perfekter positiver Zusammenhang und r=-1 perfekter negativer Zusammenhang.
- Beschreiben Sie bitte - den Erkenntnisgegenstand der Psychologie und - unterscheiden Sie Psychologie als Wissenschaft vom psychologischen Alltagswissen anhand von drei Kriterien. Der Erkenntnisgegenstand der Psychologie ist das Verhalten und Erleben des Menschen. (Verhalten: Gesamtheit der beobachtbaren, registrierbaren Lebensvorgänge; Erleben: Jegliches Haben mehr oder weniger bewusster Inhalte). Die Aufgabe der Psychologie ist die Beschreibung, Erklärung und Vorhersage des Verhaltens von Menschen. Die Psychologie als Wissenschaft ist explizit, widerspruchsfrei, überprüfbar und überprüft. Psychologisches Alltagswissen dagegen ist implizit, widersprüchlich, teilweise nicht überprüfbar und nicht systematisch überprüft.
- Welches für die Psychologie spezifische Problem ist zu beachten, wenn Laien psychologische Forschungsergebnisse vermittelt werden sollen? Es muss beachtet werden, dass Laien oftmals denken, sie haben durch ihr Alltagswissen schon ein sehr großes Wissen. Dadurch entsteht ein Vermittlungsproblem: Soll etwas vermittelt werden, das nicht kongruent mit dem Alltagswissen ist, ist der Laie geneigt, die Aussage nicht zu glauben. (Starke subjektive Überzeugung von der Validität ihres psychologischen Alltagswissens.)
- Bitte beschreiben Sie ein beliebiges (wenn Sie wollen auch fiktives) allgemeinpsychologisches Experiment und erläutern Sie dabei, - was abhängige und unabhängige Variablen sind, - wie man die Vergleichbarkeit verschiedener Versuchsgruppen gewährlei Nimmt man beispielsweise die Hypothese, dass Menschen, denen Geld für gute Leistungen geboten wird, bessere mathematische Leistungen erbringen, so kann man dies natürlich überprüfen. Dazu brauchen wir eine Stichprobe der zu untersuchenden Population, die dann in drei Gruppen aufgeteilt wird, randomisiert und parallelisiert (um die Vergleichbarkeit zu sichern), wobei jede Gruppe dann einem Prätest unterzogen wird, um den Ausgangspunkt der Leistungen festzustellen. Dann wird der ersten Gruppe für gute Leistungen 10€ geboten, der zweiten 5€ und der dritten nichts. Anschließend kommt es zum Posttest, in dem die Leistungen nach dem Treatment gemessen werden. Aus dem Vergleich lassen sich nun Schlüsse ziehen. Die Ausprägungen der abhängigen Variable sind die gemessenen Leistungen der Teilnehmer; sie hängen von den gesetzten Bedingungen ab. Sie steht für die angenommene Wirkung. Die Ausprägungen der unabhängigen Variable sind unabhängig vom Verhalten der Versuchsteilnehmer, sie werden vom Versuchsleiter gesetzt (hier: das gebotene Geld). Die Vergleichbarkeit wird durch die Kontrollgruppe gegeben, der kein Geld geboten wird. Die unabhängige Variable stellt in diesem Experiment die „Ursache“ gemäß der überprüften Hypothese dar.
- Erläutern Sie bitte die Perspektive der Allgemeinen Psychologie auf menschliches Verhalten und Erleben, indem Sie Bezug nehmen auf eine - typische Fragestellung und eine - typische Erkenntnismethode der Allgemeinen Psychologie. Die Allgemeine Psychologie verwendet vorrangig experimentelle Methoden, um zu untersuchen, wie Menschen auf sensorische Reize reagieren, die Welt wahrnehmen, lernen und erinnern, denken und emotional reagieren.
- Erklären Sie bitte, - inwiefern das Experiment von Schachter und Singer (1962) ein allgemeinpsychologisches Experiment ist, - welche unabhängigen Variablen in diesem Experiment eine Rolle spielen und wie diese abgestuft sind. Schachter und Singer gingen davon aus, dass die Bewertung einer unerwarteten physiologischen Reaktion stark von der Situation abhängt, in der man sich befindet. Da es sich hier um ein Experiment handelt, in dem die emotionale Reaktion eines Menschen untersucht wird, ist es ein allgemeinpsychologisches Experiment Die unabhängigen Variablen waren hier einerseits, ob der Teilnehmer Kochsalzlösung oder Adrenalin erhielt. Dann natürlich, ob derjenige, der Adrenalin erhielt informiert, nicht informiert oder falsch informiert wurde und schließlich, ob der anwesende Schauspieler Ärger oder Euphorie darstellen sollte. Schachter und Singer gingen davon aus, dass die Bewertung einer unerwarteten physiologischen Reaktion stark von der Situation abhängt, in der man sich befindet. Da es sich hier um ein Experiment handelt, in dem die emotionale Reaktion eines Menschen untersucht wird, ist es ein allgemeinpsychologisches Experiment Die unabhängigen Variablen waren hier einerseits, ob der Teilnehmer Kochsalzlösung oder Adrenalin erhielt. Dann natürlich, ob derjenige, der Adrenalin erhielt informiert, nicht informiert oder falsch informiert wurde und schließlich, ob der anwesende Schauspieler Ärger oder Euphorie darstellen sollte.
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- Was ist der Ben-Franklin-Effekt? Wenn wir jemanden erfolgreich bitten, uns einen Gefallen zu tun, werden wir ihm dadurch sympathischer. Diesen Effekt nannte bereits Benjamin Franklin eine „alte Maxime“. Wenn wir jemandem helfen, wird uns der Hilfeempfänger sympathischer. Franklins Vermutung wurde wissenschaftlich bestätigt (Jecker & Landy, 1969): Nachdem die Versuchspersonen in einem Scheinexperiment einen ansehnlichen Geldbetrag gewonnen hatten, wurde ein Drittel von ihnen um Rückgabe des Geldes gebeten, wobei der Versuchsleiter sagte, sie täten ihm damit einen persönlichen Gefallen. Ein Drittel der Gruppe wurde von der Sekretärin gefragt, ob sie das Geld dem Forschungsetat des Instituts spenden wollten. Das letzte Drittel, die Kontrollgruppe, wurde nicht um Rückgabe gebeten. Anschließend bewerteten alle Versuchspersonen den Versuchsleiter, wobei er bei der ersten Gruppe signifikant besser abschnitt, als bei den beiden anderen.
- Was beeinflusst wie stark eine Dissonanz ist? Kognitive Dissonanz tritt unter anderem auf, wenn man eine Entscheidung getroffen hat, obwohl die Alternativen ebenfalls attraktiv waren; wenn man eine Entscheidung getroffen hat, die sich anschließend als Fehlentscheidung erweist; wenn man gewahr wird, dass eine begonnene Sache anstrengender oder unangenehmer wird als erwartet; wenn man große Anstrengungen auf sich genommen hat, nur um dann festzustellen, dass das Ziel den Erwartungen nicht gerecht wird; wenn man sich konträr zu seinen Überzeugungen verhält, ohne dass es dafür eine externe Rechtfertigung (Nutzen/Belohnung oder Kosten/Bestrafung) gibt. Diese Faktoren beeinflussen, wie stark sie ist.
- Was versteht man unter „Eintreten für etwas, das der eigenen Einstellung entgegensteht (counterattitudinal advocacy) und wozu führt sie? Trifft man Aussagen, die der eigenen Einstellung widersprechen (Counterattitudinal Advocacy), tendiert man danach dazu, seine Einstellung / sein Verhalten den gemachten Aussagen anzugleichen (Internal Justification). Anwendung: Einstellung gegenüber Minderheiten / zur Benutzung von Kondomen / usw. können auf diese Weise geändert werden.
- Was besagt das Elaboration-Likelihood-Modell? - Petty und Cacioppo zufolge gibt es 2 Möglichkeiten, andere zu überzeugen: über die zentrale Route und über die periphere Route. - Die zentrale Route: Wenn man konzentriert und motiviert ist (=>genaue Informationsverarbeitung), lässt man sich am ehesten durch gute Argumente überzeugen. - Die periphere Route: Ist man dagegen abgelenkt und unmotiviert (=>oberflächliche Informationsverarbeitung), lässt man sich v.a. von peripheren Dingen, wie den Eigenschaften des Kommunikators usw., beeinflussen. →Die über die periphere Route erzielten Einstellungsänderungen sind lediglich temporär und wenig stabil, die über die zentrale Route bewirkten Einstellungsänderungen sind dagegen nachhaltig und andauernd. Bei hoher Relevanz ist die Qualität der Argumente ausschlaggebend (zentrale Route), bei geringer Relevanz die Expertise des Sprechers (periphere Route)!
- Was versteht man unter Einstellungsimpfung? Bei anfänglichen kleinen Dosen von Gegenargumenten werden Personen „immun“ gegen spätere gewichtigere Argumente und ändern ihre Einstellung nicht.
- Wie kann man Vorurteile, Stereotype und Diskriminierung voneinander abgrenzen? Begriffsdefinitionen VORURTEIL (affektive Komponente): Ein Vorurteil ist eine negative Einstellung gegenüber einer Person auf Grundlage ihrer Zugehörigkeit zu einer Fremdgruppe („outgroup“). STEREOTYP (kognitive Komponente): Stereotype sind Schemata bzw. Wissensstrukturen über soziale Gruppen; sie erleichtern die Informationsverarbeitung. Anders formuliert: Ein Stereotyp ist die erwartete Korrelation zwischen bestimmten Eigenschaften einer Person und ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Anders als Vorurteile müssen Stereotype nicht negativ sein (der „athletische Neger“). DISKRIMINIERUNG (Verhaltenskomponente): Ungerechtfertigtes, negatives Verhalten gegenüber anderen Gruppen aufgrund von Vorurteilen.
- Nach welchen drei Modellen können Veränderungen von Stereotypen erklärt werden? Buchführungsmodell- Allmähliche Modifizierung durch nicht übereinstimmende Informationen. Bekehrungsmodell- Radikale Veränderung Subtypisierungsmodell-Aufbau eines Substereotyps ohne Veränderung des eigentlichen Stereotyps
- Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Kontakt zwischen Gruppen zu einer Reduktion von Vorurteilen führt? gegenseitige Abhängigkeit, ein gemeinsames Ziel, zwangloser interpersoneller Kontakt, vielfältige Kontakte und soziale Normen von Gleichheit
- Attributionstheorie - Was versteht man unter Ursachenattribution? - Beschreiben Sie die wichtigsten Dimensionen zur Klassifikation zugeschriebener Ursachen nach Heider (1958). - Geben Sie bitte für jede Kategorie ein Beispiel. subjektive "Erklärungen" wahrgenommener Ereignisse mit dem Motiv, sich die kausale Struktur der Umwelt anzueignen; besonder bei unvorhergesehen Ereignissen. Hat die Funktion der Wiederherstellung und Aufrechterhaltung von Kontrollier- und Vorhersehbarkeit. Die Ursachen eines bestimmten Verhaltens können entweder innerhalb oder außerhalb der Persönlichkeit liegen. FRITZ HEIDER (1958) unterscheidet deshalb zwischen internaler und externaler Attribution. Dabei hat der Mensch eine automatische Tendenz zur internalen Attribution („correspondence bias“ bzw. fundamentaler Attributionsfehler), da stabile und überdauernde Ursachen generell bevorzugt werden und externale Faktoren oft nur schwer zu überblicken sind. Die Art, wie wir attribuieren, hat Einfluss auf unsere Einstellung zu der betroffenen Person, genauso wie unsere Einstellung zur Person Einfluss auf unsere Art zu attribuieren hat. Positive Beziehung: positives Verhalten wird internal attribuiert, negativesVerhalten external ↔ Bei einer negativen Beziehung ist es umgekehrt! Internale Attribution: Eine Person schreit die andere ohne ersichtlichen Grund an (→ Wir attribuieren dieses Verhalten dem Charakter dieses Menschen, da nichts für diesen Ausbruch spricht).Externale Attribution: Die scheinbar zu Unrecht angeschriene Person reagiert ebenfalls aggressiv (→ Dieses Verhalten attribuieren wir der äußeren Ursache, nämlich der anderen aggressiven Person).Fundamentaler Attributionsfehler: Wir unterschätzen, dass wir keine Ahnung über den situativen Kontext der beiden Personen haben. Es könnte also sein, dass die erste Person von der zweiten wie auch immer schlecht behandelt wurde und deswegen so reagiert, die zweite Person aber so gehandelt hat, weil sie eine aggressive Persönlichkeit hat.
- Attributionstheorieund interindividuelle Differenzen. - Beschreiben Sie bitte, wodurch sich erfolgs- und misserfolgsorientierte Personen bezüglich ihres Attributionsverhaltens unterscheiden, wenn sie ein Leistungskriterium erreichen. - Beschreib Das Erfolgsmotiv ist die Neigung,- den Erfolg bevorzugt als internal (Fähigkeit und Anstrengung) bedingt und- den Misserfolg als instabil (Anstrengung und Zufall) bedingt anzusehen. Das Misserfolgsmotiv ist die Neigung,- den Erfolg bevorzugt als external (Aufgabenschwierigkeit und Zufall) bedingt und- den Misserfolg als stabil (Fähigkeit und Aufgabenschwierigkeit) bedingt anzusehen. Erfolgsorientierte schreiben sich das Erreichen eines Leistungskriteriums zu, Misserfolgsorientierte den äußeren Umständen. Das Verfehlen eines Leistungskriteriums sehen Erfolgsorientierte lediglich als Ausnahme (zeitlich instabil), Misserfolgsorientierte sehen es als Regel (zeitlich stabil). Die Gefahr für Misserfolgsorientierte liegt darin, dass sie sich Erfolge, die tatsächlich auf ihrer Leistung basieren, sich nicht selbst zuschreiben und somit der positive Effekt eines Erfolgserlebnisses ausbleibt.
- Was versteht man unter feindseliger Aggression, was unter instrumenteller Aggression? Aggression ist intentionales Verhalten mit dem Ziel, Schmerz bzw. Schaden zuzufügen. Feindselige Aggression: ...weil man wütend ist und Schmerz zufügen will Instrumentelle Aggression: ...weil man damit ein anderes Ziel erreichen will
- Was besagt die Frustrations-Aggressions-Hypothese? Frustrations-Aggressions-Hypothese: Frustration führt zu Aggression. → Frustration tritt auf, wenn ein Ziel nicht erreicht werden kann bzw. eine zielgerichtete Handlung unterbrochen werden muss. Je näher das Ziel und je größer die Erwartung bezüglich des Ziels, desto größer die Frustration! ABER: Frustration führt nicht immer zu Aggression; auch andere Reaktionen wie Weinen oder Apathie sind denkbar.
- Was ist die Reziprozitätsnorm und inwiefern kann sie als Erklärung für hilfreiches Verhalten herangezogen werden? Reziprozität: Das Prinzip der Gegenseitigkeit ist tief in uns verwurzelt. Wird uns von einem Verkäufer ein „Gefallen“ getan („Probierpackung“, kostenloser Kaffee), glauben wir, ihm eine Gegenleistung schuldig zu sein.
- Was besagt die Empathie-Altruismus-Hypothese von Batson (1991)? De Empathie-Altruismus-Theorie (Batson, 1991) behauptet, dass es echten Altruismus gibt, sofern Empathie vorhanden ist.
- Warum können gute und schlechte Stimmung zu Hilfeverhalten führen? Gute Stimmung: erhöht Hilfsbereitschaft → Stimmungskongruente Urteile und Gedanken führen dazu, dass die Mitmenschen positiver wahrgenommen werden. → „Mood maintenance hypothesis“:Durch prosoziales Verhalten kann die gute Stimmung aufrecht erhalten werden. → Gute Stimmung erhöht die Selbstaufmerksamkeit (Aktivierung der eigenen Ideale und Werte) Neutrale Stimmung: Wahrscheinlichkeit für Hilfe gering Schlechte Stimmung:erhöht die Hilfsbereitschaft →...wenn dadurch die eigene Stimmung verbessert werden kann („Negative state relief“–Theorie) → Schuldgefühl kann zur Hilfsbereitschaft beitragen
- Welche fünf Faktoren tragen dazu bei, dass man in einem Notfall eingreift? Notfall Das Ereignis bemerken Das Ereignis als Notfall interpretieren Verantwortung übernehmen Angemessene Hilfeleistung kennen Anwendungsentscheidung Einschreiten und Hilfe anbieten