Unternehmensführung (Subject) / Entscheidung (Lesson)

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  • Parallelen Bounded rationality und Prospect Theory Beide Studien zeigen, dass Menschen nur selten in der Lage sind (Wenn überhaupt) rationale Entscheidungen zu treffen So werden Entscheidungen immer durch diverse "Ströme" beeinflusst. Auch wenn der Entscheider versucht bewusst rational zu handeln und z.B. gewollte Formulierungen umgeht und Vorerfahrungen ausblendet, kann seine Entscheidungsfindung immer noch durch Beschränkungen (intellektuelle, politische, kontextuale oder historische) beeinflusst werden.
  • Prospect Theory - Kahnemann & Tversky - Framing - Deskriptive Entscheidungsforschung Framing: Menschen tendieren zu relativen Maßstäben, d.h. sie würdigen die Komponenten des Entscheidungsproblems nicht zeitstabil und zudem sehr relativ Z.B. führen Vorerfahrungen oder eine unterschiedliche Problempräsentation zu unterschiedlichen Entscheidungen -> Rabatte, Sonderaktionen Zeitung XY, Printausgabe im Abo 49€, früher Internetausgabe 120€, jetzt Angebot Print + Internet 120€ Weitere Aussagen: Die meisten Entscheider bewerten Verluste stärker als Gewinne Die meisten Entscheider sind bei möglichen Gewinnen risikoscheu, bei drohenden Verlusten risikofreudig
  • Simon - "Bounded Rationality" - beschränkte Rationalität - Deskriptive Entscheidungsforschung Entscheidungen werden immer begrenzt rational getroffen, da Menschen bzw. Entscheider kognitiven (auf Erkenntnis beruhenden) Beschränkungen ausgesetzt sind Dabei unterscheidet er zwischen intellektuellen (Zeit und Wissen), politischen(Interessenkonflikte), kontextualen (Akzeptanzproblem, Konzentration auf d. polit. Machbare) und historischen (Historisch gewachsene Denkmuster) Beschränkungen. Ein Individum handelt lt. Simon z.B. beschränkt rational, wenn die Suche nach Alternativen beendet wird, wenn eine Lösung gefunden wird, die jemanden zufriedenstellt (Satisficing). Dabei wird nicht beachtet ob es eine bessere Lösung geben könnte(Maximizing).
  • Mülleimer-Modell (Cohen, March, Olsen) These: Ablauf und Ergebnis eine Entscheidungsprozess sind oft eher durch Zufall bestimmt. Gründe:   Organisationen sind organisierte Anarchien, mit folgenden Eigenschaften: unklare Ziele fehlendes Wissen über Umweltbedingungen und grundlegene Ursache-Wikrungs-Zusammenhänge wechselnde Teilnehmer und Aufmerksamkeiten (Fluid participation) = Eine Entscheidung wird durch das zeitgleiche Zusammentreffend diverser Ströme getroffen: Probleme: Auftreten abhängig von Aktualität der Fragestellung und dem Einfluss der Lösungsinteressierten. Entscheidungsarenen: Unabhängig von Problemen (Planverabschiedung, Budgetierung, JA) Teilnehmer: Teilnahme kann auch vorgeschrieben sein (MitbestG) Mitgebrachte Lösungen ohne konkret vorher genanntes Problem können mitgebracht werden -> Innovationen, Alternativen   Mülleimer Begriff: Mülleimer in den von den Teilnehmern verschiedenartige Probleme und Lösungen geworfen werden Die Mischung in einem Korb hängt von der Mischung der verschiedenen Körbe ab, der Geschwindigkeit in der neue Papiere in den Korb geworfen werden und der Geschwindigkeit in der diese Papiere gesammelt werden und von der Bildfläche verschwinden
  • 3 Arten von Lösungen die bei einem Entscheidungsprozess (Mülleimer-modell) entstehen Entscheidungen durch... Lösung (intensive Problembearbeitung) Übersehen (trotzdem sofortige Lösung, die wenig zur wirklichen Problemlösung beiträgt) Flucht (Aufschieben v. Problemen bis sich einer Lösung selbst findet)
  • Muddling Through, deutsch: „Sich-Durchwursteln" Ist in der Organisationstheorie ein chaotisches Konzept von Steuerung.  Bei diesem Konzept ergeben sich Ergebnisse durch wechselseitig untereinander erfolgende Abstimmungsprozesse. Es handelt sich um eine Steuerung in kleinen Schritten, mit leicht revidierbaren Schritten. "Dauernde Fehlerkorrektur" auf zentrale/zentralistische Steuerung wird verzichtet inkrementalistische Steuerung
  • Primacy-Recency-Effekt (Primär- bzw. Rezenzeffekt) Der Primacy-Recency-Effekt ist ein psychologisches Gedächtnisphänomen, welches dazu führt, dass früher (primacy) und später (recency) erfasste Information gegenüber anderer eingehender Information bevorteilt wird.
  • Normative (formale) und empirische (dekriptive) Entscheidungstheorie: Ziele, Vorangehensweise und Rationalitätsverständnis Normative Entscheidungstheorie   gibt Verhaltensempfehlungen vor, indem sie aufzeigt wie Entscheidungen getroffen werden sollten beruht nicht auf der Realität, sondern auf formalen Entscheidungsmodellen Gegenstand der normativen Entscheidungstheorie sind Ziele, die ein Entscheidungsträger sich setzt es wird von einer gegebenen Entscheidungssituation und dem Vorhandensein von mehr als nur einer Handlungsalternative ausgegangen es wird vollkommen rationalen Wahl- und Handlungsweisen ausgegangen Empirische Entscheidungstheorie soll aufzeigen, wie sich Entscheider in der Realität, nach empirisch gewonnen Erfahrungen, verhalten Dabei werden Wahrnehmungen, Urteile, Erinnerungen, Denkweisen und Vorstellungen als Prozessabläufe untersucht gehen von einer begrenzten/beschränkten Rationalität aus  
  • Formale / klassische Entscheidungsregeln (norm. Entscheidungstheorie) Minimax-Regel Entscheidung für jene Handlung, die bei der ungünstigsten Zukunftslage zum besten Ergebnis führt (höchstes Zeilenminimum) Maximax-Regel Entscheidung für jene Handlung, die bei der besten Zukunftslage zum besten Ergebnis führt (höchstes Zeilenmaximum) Anwendung z.B. auf eine stochastische Entscheidungsmatrix Bernoulli-Prinzip (Bayes-Regel) / Erwartungswertregel Entscheidung unter Risiko in 2 Schritten 1. Die subjektiven Nutzenvorstellungen des Entscheiders werden in Form einer Nutzenfunktion ermittelt 2.  Die Alternative mit dem höchsten Erwartungswert wird gewählt und so der Erwartungswert der Zielgröße maximiert Savage-Niehans-Regel Regel des kleinsten Bedauerns Entscheidung unter Unsicherheit Es wird die Alternative gewählt, derer maximaler Bedauernswert am kleinsten ist.  
  • Funktion von Heuristiken in der empirischen Entscheidungstheorie   sind vereinfachte Denkmuster, eine Art "Daumenregeln", dieoftmals komplexen Methoden vorgezogen werden sind verantwortlich für einen Großteil der Entscheidungen komplexe Entscheidungssituationen werden radikal vereinfacht und Handlungen werden nach einem groben Muster ausgewählt  
  • Prospect Theory: Zusammenhang subjektiv empfundener und objektiver Wert von Gewinnen und Verlusten. Welche Konsequenz ergibt sich hieraus für das Entscheidungsverhalten unter Risiko? Verluste werden emotional stärker bewertet als Gewinne Demnach sind Entscheider bei möglichen Gewinnen risikoscheu und bei drohenden Verlusten risikofreudig