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WEP (Subject) / Evaluierung (Lesson)

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This lesson was created by JuliaEs.

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  • Rolle der Evaluierung Benötigt zur Designbewertung  Benötigt zum Systemtest  Sicherstellung des Systemverhaltens  Sicherstellung von Benutzeranforderungen
  • Ziele der Evaluierung Bewertung von Umfang und Zugänglichkeit der Systemfunktionalität Bewertung der Interaktionskenntnisse der Nutzer Identifizierung der spezifischen Probleme
  • Evaluierungsmethoden Formativ vs. summativ  Evaluierung während oder nach Designphase  Analytisch vs. empirisch  Analytische Methoden:  Evaluierung durch Expertenanalyse  Cognitive Walkthrough (Kognitiver Durchgang)  Heuristische Evaluierung  Frühe Konzeptevaluierung  Empirische Methoden:  Evaluierung durch Anwenderbeteiligung  Kontrollierte Experimente  Überwachende Evaluierung Fragetechniken: Interviews, Fragebögen
  • Evaluierung durch Expertenanalysen Grundlegende Idee:Bereiche mit hoher Problemwahrscheinlichkeit identifizieren Methoden können in jeder Stufe des Designprozesses genutzt werden Eigenschaften I.d.R durch Experten im Bereich Usability durchgeführt, welche ein vorläufiges Design bewerten Relativ günstig (da ohne Nutzer durchführbar) Aber: Berücksichtigen nicht die eigentliche Nutzung des Systems
  • Cognitive Walkthrough Walkthroughs erfordern die detaillierte Bewertung einer Folge von Aktionen  Herkunft: Code Walkthrough (SE)  Sequenz = Ausschnitt eines Programmcodes  Schrittweise Überprüfung gewisser Sequenzen um gewisse Charakteristiken zu entdecken  Cognitive Walkthrough  Sequenz = nötige Schritte, die ein Nutzer an einem Interface ausführen muss, um eine bestimmte Aufgabe zu bewältigen  Gutachter überprüfen die Sequenz auf mögliche Nutzbarkeitsprobleme Hauptaugenmerk liegt auf der einfachen Erlernbarkeit des Systems 
  • Vorraussetzungen für Walkthroughs Spezifikation oder Prototyp eines Systems  Beschreibung der Aufgabe, die der Anwender ausführt  Eine vollständige Liste der benötigten Aktionen zur Fertigstellung der Aufgabe  Informationen über die Nutzer (Erfahrungen, Kenntnisse)  Fragen für jeden Schritt in der Aktionssequenz  Ist die Auswirkung der Aktion zu dem Zeitpunkt die von dem Nutzer gewünschte?  Sieht der Anwender, dass die Aktion verfügbar ist?  Nach der Ausführung der Aktion: Verstehen die Benutzer das Feedback des Systems? 
  • Heuristik Richtlinie Allgemeines Prinzip
  • Heuristische Evaluierung Allgemeine Idee Mehrere Gutachter kritisieren unabhängig ein System  Ziel: Identifizierung potenzieller Nutzungsprobleme  Zahl der erforderlichen Gutachter [nach Nielson]  Zwischen drei und fünf sind bereits ausreichend  Fünf finden ca. 75 % der gesamten Nutzungsprobleme  Gutachter bewerten den Grad jedes Problems (auf einer Skala von 0 bis 4) 0 = kein Problem vorhanden  1 = kosmetisches Problem (muss nicht korrigiert werden)  2 = geringfügiges Nutzbarkeitsproblem (Korrektur hat niedrige Priorität)  3 = wesentliches Nutzbarkeitsproblem (Korrektur wichtig)  4 = Nutzbarkeitskatastrophe (muss dringend behoben werden) 
  • 10 Heuristiken (Nielson) Sichtbarkeit des Systemstatus Übereinstimmung von System und echter Welt  Nutzerkontrolle und -freiheit (z.B. Unterstützung von Undo und Redo)  Konsistenz und Verwendung von Standards  Fehlervermeidung  Wiedererkennung statt Erinnerung  Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Nutzung  Ästhetisches und minimalistisches Design  Unterstützung der Nutzer, Fehler zu erkennen, zu diagnostizieren und zu beheben  Hilfe und Dokumentation 
  • Frühe Konzeptevaluierung Ein Weg, Nutzer zu fragen, ob sie ein zukünftiges Design mögen und es verwenden würden  Allgemeinste Technik: Focus Groups:  Spezielle Form von Gruppeninterviews mit 8 - 12 Teilnehmern  Organisiertes Treffen: Interaktion innerhalb der Gruppe zu Themen, die durch die Forscher geliefert werden  Ziel: viel Information in wenig Zeit gewinnen  Erfassung der Einstellung, Gefühle, Erfahrungen und Reaktionen von Benutzern
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  • Leitfaden für die Planung von Focus Groups  Identifizierung von Zweck und Zielpublikum  Fragebogen entwickeln (≤ 5 min pro Teilnehmer)  Teilnehmer rekrutieren  Teilnehmern Teilnahme bestätigen  Diskussionsleitfaden entwickeln: erst allgemeine Fragen, dann speziellere  Logistik des Meetings planen  Eigentliches Focus Group-Meeting durchführen *  Informelle Nachbesprechung  Analyse von Notizen und/oder Aufnahmen  Bericht schreiben 
  • Leitfaden zur Durchführung einer Focus Group Einführung und Orientierung  Allgemeine Probleme  Projektspezifische Probleme  Betrachtung und Reaktionen auf das Produkt  Eignung des Inhalts für das Zielpublikum  Diskussion der Nützlichkeit des Produkts  Zusammenfassung  Dank an die Teilnehmer
  • Empirische Evaluierung Analytische Evaluierung  Nützlich zum Verfeinern des Designs  Aber: kein Ersatz für Tests mit Nutzern!  Empirische Evaluierung: Nutzerbeteilung in der Evaluierung: I.d.R. erst in späteren Entwicklungsstadien  Funktionierender Prototyp wird zumindest benötigt (kann von Simulation interaktiver Möglichkeiten bis zu vollständig umgesetztem System reichen)  Evaluierungsstile: Laborstudien  Feldstudien 
  • Laborstudien Nutzer werden aus der normalen Arbeitsumgebung herausgenommen  Nutzer nehmen an kontrollierten Tests teil (unterbrechungsfreie Umgebung)  Unnatürliche Situation ➭ fehlender Kontext  Aber: Kontext kontrollierbar / manipulierbar
  • Feldstudien Führen den Gutachter in die Nutzerumgebung Kontext wird erhalten, aber ggf. störendes Umfeld
  • Experimentelle Evaluierung: Methode Kontrollierte Experimente  Stellt empirische Beweise zur Verfügung, um eine  Hypothese zu unterstützen  Alle Experimente haben dieselbe Grundform  Zum Testen wählen die Gutachter eine Hypothese  Die Hypothese muss durch Messen des Verhaltens der Teilnehmer untersucht werden können  Verschiedene experimentelle Bedingungen unterscheiden sich nur in den Werten bestimmter, sog. kontrollierter Variablen 
  • Experimentelle Evaluierung: Teilnehmer Wahl der Teilnehmer  Entscheidend für Erfolg jedes Experiments  Teilnehmer sollten erwartetem Nutzertyp möglichst gut entsprechen  Anzahl der Teilnehmer  Muss groß genug sein, um als repräsentativ für die späteren Nutzer anerkannt zu werden  Nutzbarkeitstests mit nur einem Teilnehmer: Auffinden von ca. 1/3 der Nutzungsprobleme  Nur wenig Zusatzinformation wird gewonnen, wenn über 5 Teilnehmer einsetzt werden  Kontrolliertes Experiment + statistische Analyse: doppelte Teilnehmerzahl empfehlenswert 
  • Experimentelle Evaluierung: Variablen Experimente manipulieren und messen Variablen unter kontrollierten Bedingungen  Zwei Variablentypen: abhängig, unabhängig  Unabhängige Variablen (ivar)  Werden manipuliert, um verschiedene Bedingungen zum späteren Vergleich zu erzeugen  Beispiele: Interfacestil, Zahl von Menüpunkten  Komplexe Experimente: mehr als eine ivar  Abhängige Variablen (dvar) dvars müssen messbar sein  dvars müssen durch ivar(s) beeinflusst und unbeeinflusst durch andere Faktoren sein  Beispiele: benötigte Zeit, Zahl der Fehler 
  • Experimentelle Evaluierung: Hypothese Hypothese = Vorhersage Experiment-Ergebnis  Beschrieben durch ivars und dvars  Vorhersage: Variation ivar ⇒ Unterschied in dvar  Ziel: zeigen, dass die Vorhersage richtig ist  Durch Widerlegung der Nullhypothese: „keine Differenz in dvar trotz Unterschieden in ivar“  Statistische Analyse  Wahl der Analysemethode hängt vom Typ der Daten und den zu beantwortenden Fragen ab  Ist ein Ergebnis signifikant, sind die gemessenen Differenzen nicht zufällig aufgetreten ⇒ Nullhypothese ist falsch   
  • Experimentelle Evaluierung: Durchführung Erster Schritt: Wahl der Hypothese  Nächster Schritt: Wahl der experimentellen Methode  Between-Subjects  Within-Subjects  Between-Subjects (stichprobenartiges Design)  Jeder Teilnehmer wird unterschiedlichen Situationen zugeordnet (nie zweimal dem gleichen Test) Mindestens zwei Situationen: Experiment (ivar manipuliert) und Kontrolle (ivar nicht manipuliert)  Kontrolle dient zur Sicherstellung, dass Manipulation verantwortlich ist für gemessene Unterschiede  Vorteil: Keine Lerneffekte  Nachteil: Signifikante Abweichungen zwischen Gruppen können die Resultate zunichte machen Within-Subjects (wiederholte Messungen)  Jeder Nutzer wird bei allen im Experiment vorkommenden Situationen eingesetzt  Vorteile: niedrige Kosten (wenige Nutzer nötig), kaum Auswirkung von Effekten durch Unterschiede zwischen Teilnehmern  Nachteil: Kann durch Lerneffekte beeinflusst werden: Lerneffekte können durch Veränderung der Reihenfolge Experiment–Kontrolle reduziert werden