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Entwicklungspsychologie (Subject) / Aktuelle experimentelle Fragenstellungen (Lesson)

Gesichtswahrnehmung Farbwahrnehmung Gedächtnis

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  • Gesichter als spezifische Reizklasse - Neuropsychologische Befunde - Tierexperimentelle Befunde - Experimantalpsychologische Befunde - Wiedererkennen von Gesichtern kann selektiv verschlechtert sein, relativ zum Wiedererkennen von anderen visuellen Objekten - Zellableitungen im Temporallappen von ffen wiesen auf Zellen hin, die selektiv auf Gesichter reagieren - Es zeigen sich experimentele Dissoziationen zwischen der Wahrnehmung von Gesichtern und der anderer Objekte
  • Thatcher-Illusion - starke Veränderungen eines Gesichts werden weniger stark wahrgenommen, wenn dieses invertiert präsentiert wird -> invertierte Gesichter werden nicht mehr ganzheitlich wahrgenommen -> die aus der Beobachtungsperspektive stimmigen lokalen Merkmal (Mund, Augen) dominieren den Wahrnehmungseindruck
  • Der Inversionseffekt I - - - Vermutung - Leistungseinbußen durch Invertierung bei der Wiedererkennung Die Wiedererkennung von Gesichtern in Gedächtnisexperimenten leidet deutlicher stärker durch invertieren als die Wiedererkennung anderer Objekte • Vermutung: die Verarbeitung konfiguraler (=holistisch) Merkmale hat ein deutlich höheres Gewicht bei den Gesichtern.
  • Der Inversionseffekt II Wenn die Gesichtsteile (Nase, Augen..) sowohl bei Präsentation, als auch bei Recognition-Test konfus angeordnet sind, wird bei Inversion weniger an Wiedererkennungsqupte eingebüßt, als wenn die Gesichter auf natürliche Weise präsentiert werden.
  • Hypothese der holistischen Verarbeitung von Gesichtern Gesichter stellen für Erwachsene eine spezielle Reizklasse dar, werden vom visuellen System anders verarbeitet als die meisten anderen Objekte -> Gesichter:  - Primär wahregenommen als undifferenziertes ganzes  - Holistisch und orientierungsspezifische Verarbeitung -> andere Objekte  - primär über Einzelteile wahrgenommen  - Orientierungsunabhängig -> Wiedererkennung ganzer Gesichter leidet stärker unter Inversion als Wiedererkennung von Gesichtsteilen
  • Expertise-Hypothese -> Gesichtswahrnehmung bei Kindern - - - Eine effiziente Gesichtswahrnehmung beruht auf einer jahrelangen Expertise mit Gesichtern; entsprechend findet erst nach mehreren Lebensjahren ein Wechsel von nicht-holistischer zu holistischer Gesichtsverarbeitung statt -> bei Erwachsenen (bzw. ab 12 J) wird die Wiedererkennung invertierter Gesichter wesentlich stärker eingeschränkt •Ähnlich wie Erwachsene präferieren Kinder Gesichter über andere Objekte und präferieren attraktive über nicht attraktive Gesichter•Ähnlich wie Erwachsene nehmen Kinder Gesichter (tendenziell) holistisch wahr und zeigen dabei Orientierungsspezifität•All diese Tendenzen ab  6. Lebensmonat; bis 12. Lebensjahr ist die Gesichtswahrnehmung weitgehend entwickelt
  • Farbwahrnehmung •Farbreize werden im Auge über drei Klassen von Photorezeptoren kodiert und danach opponent transformiert•Die Farbe eines Farbreizes hängt nur partiell von diesem Reiz selbst ab, partiell hängt sie auch von den vorliegenden räumlich-zeitlichen Kontextfaktoren ab•Farbe wird auf relativ komplexe Art und Weise in unserem Gehirn berechnet
  • Farbe in der Kinderwelt - ab wann - Defizite - -> •Bereits junge Kinder im Alter von 6 Monaten sind Trichromaten; in diesem Alter repräsentieren Kinder Farben auch bereits kategorial•Das Hauptproblem der ersten Lebensmonate ist vor allem eine Muster“fehlsichtigkeit“, die aus einer noch schlecht ausgebildetetn Kontrastsensitivität reslutiert (Ortsfrequenzeffekt)•Junge Kinder zeigen auch bereits einige der bekannten Kontexteffekte Farbwahrnehmung entwickelt sich deutlich schneller als Gesichtswahrnehmung
  • Semantisches Gedächtnis •Entwickelt sich etwa ab dem 2.-3. Lebensjahr•Geprägt von Konzepten und Scripts (Kategori-sierungen, Kuchenbacken, Geburtstagsfeier)•Funktionale Bedeutung liegt im Verständnis der Welt und in der inhärenten Vorhersagekraft•Abstrakte Repräsentation mit wenig Detailreichtumbei noch unterentwickeltem episodischem Gedächtnis
  • Episodisches Gedächtnis •Entwickelt sich etwa ab dem 2.-3. Lebensjahr•Kodierung erst sehr allmählich von semantischem Wissen geprägt (Konzepte, Scripts)•Abruffunktionen werden deutlich effizienter und ebenfalls von semantischem Wissen geprägt•Beträchtliche Entwicklung zwischen dem 6. und dem 10. Lebensjahrallmähliche Anreicherung mit episodischen Details
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  • Kindheit Alter KindheitZuerst entwickelt sich das implizite Gedächtnis, dann das semantische und dann erst das episodische GedächtnisAlterZuerst wird das episodische Gedächtnis defizitär, danach das semantische Gedächtnis, während das implizite weitgehend intakt bleibt
  • Medialer Temporallappen (Hippocampus) - Entfernung - Aufgabe - wann aktiv •Entfernung zerstört explizites Gedächtnis•Bindung von einzelnen Merkmalen die dann einen „record of conscious experience“ bilden•Konsolidierung von Gedächtnisinhalten (re-processing im Schlaf – NREM-Phase)assoziatives Gedächtnis
  • Frontallappen •Kreieren adäquater Hinweisreize•Durchführen von monitoring-Prozessen•Zentrale Rolle beim ArbeitsgedächtnisArbeiten mit dem Gedächtnis...
  • Informationsverarbeitung •Behavioral: •Neuronal: •Behavioral:Entwicklung von Informationsverarbeitung über die Lebens-spanne; Untersuchung anhand von Verhaltensdaten (vorwiegend experimenteller Natur)•Neuronal:Suche nach den neuronalen Korrelaten der verschiedenen Formen von Informationsverarbeitung und deren Entwicklung über die Lebensspanneneurokognitives Modell von Entwicklun
  • Kontinuierliche Entiwcklung allmähliche graduelle Entwicklung an beiden Enden der Lebensphase -> Kinder unterscheiden sich nur quantitativ von Erwachsenen, qualitatives Erinnern sehr ähnlich
  • Diskontinuierliche Entwicklung Stufenweise Entwicklung, teilweise plätzliche Entwicklungsschritte -> Kinder unterscheiden sich qualitativ in Wahrnehmung, Erinnern, Denken
  • Verlauf von Entwicklung -> Anlage-Umwelt Diskussion Individuelle Entwicklungsabfolgen: Lernkontext: Familie, Kultur, Krankheit globale Entwicklungsabfolgen: Altersbedingte Einflüsse: Gehen, Wahrnehmung, Spracherwerd, Pubertät, Menopause Generationen betreffenden Entwicklungsabfolgen: Geschichtsbedingte Einflüsse: wirtschaftliche Depression, Krieg (=Kohorteneffekte)