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Innere Medizin (Subject) / Pneumologie (Lesson)

Examensvorbereitung

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  • Wie sicher ist eine Lungenembolie, wenn sich positive D-Dimere + tiefe Beinvenenthrombose nachweisen lassen? Diagnose gilt dann als gesichert
  • Welches Verfahren wird bei V.a. Lungenembolie v.a. bei klinisch instabilen Patienten primär eingesetzt? Angio-CT
  • Welcher Parameter, der in der Herzinfarktdiagnostik eine Bedeutung hat, kann auch im Rahmen einer LE erhöht sein und welche Bedeutung hat das? das myokardiale Troponin-T kann bei schweren Embolien erhöht sein (erhöhte Wandspannung des rechten Herzens) erhöhter Wert = erhöhtes Mortalitätsrisiko
  • Was ist die Akutherapie der akuten Lungenembolie? Vollheparinisierung  für 4-10 d Sedierung und Analgesierung Sauerstoffgabe absolute Bettruhe für eine Tage Fibrinolyse nur bei massiver LE ultima ratio: Notfallthrombektomie  
  • Welche sind die wichtigsten Fibrinolytika und wann werden sie eigesetzt? Streptokinase, Urokinase, rtPA (Alteplase), Reteplase, Tenecteplase Indikationen: frischer Myokardinfark, schwere LE, Mehretagenphlebothrombose, akuter Verschluss peripherer Arterien, ischämischer Schlaganfall
  • Wie wird nach der akuten Phase einer LE weitertherapiert? überlappend zur Heparinisierung Beginn einer oralen Antikoaguation  (Marcumarisierung) am 2. - 5. Tag nach 1. Lungenembolie: über mind. 6 Monate nach einem LE-Rezidiv: meist lebenslang
  • Wie hoch ist der mittlere Blutdruck in der Pulmonalarterie normalerweise und wann spricht man von einer pulmonalen Hypertonie? normal: ≤ 20 mmHg pulmonale Hypertonie:≥ 25 mmHg in Ruhe oder≥ 30 mmHg bei Belastung
  • Was sind pulmonale Vorerkrankungen, die zu einer pulmonalen Hypertonie führen und wie erklärt sich der Pathomechanismus? fortgeschrittenes Lungenemphysem, rezidivierende Lungenembolien, fortgeschrittene Lungenfibrose gemeinsames Merkmal = chronische Hypoxämie -> hypoxisch-ischämische Vasokonstriktion der Pulmonalarterie (zunächst reversibel) -> zunehmende Fibrosierung -> progrediente Rarefizierung der Lungengefäße -> irreversible Druckerhöhung im kleinen Kreislauf
  • Was versteht man unter ARDS? acute respiratory distress syndrome = schwerwiegendste Form der akuten alveolären Schädigung in einer vormals normalen Lunge diffuse Entzündungsreaktion Hypoxämie, bilaterale Lungeninfiltrate, nicht-kardiogenes Lungenödem isoliert oder im Rahmen eines Multiorganversagens (SIRS) hohe Mortalität!
  • Was sind Auslöser des ARDS? direkte Lungenschädigung:-Aspiration von Magensaft, Süß- oder Salzwasser-Pneumonie-Lungenkontusion-Rauchvergiftung-Schädigung durch hohe O2-Konzentrationen (unter Beatmung) indirekte Schädigung durch primär extrapulmonale Prozesse:-Schock-Sepsis-Trauma-disseminierte intravasale Gerinnung
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  • Anhand welcher Kriterien wird die Diagnose eines ARDS gestellt? 1. Lungenödem, nichtkardial bedingt 2. bilaterale Infiltrate im Röntgen (Schmetterlingsfigur, später weiße Lunge) 3. schwerwiegend eingeschränkte Oxygenierung
  • Worauf ist bei Beatmung im Rahmen eines ARDS zu achten? schonende Beatmung mit PEEP bei möglichst niedrigen Atemmitteldrücken
  • Was sind Symptome bei einem Bronchial-CA? erste Symptome: Husten, rezidivierende Pneumonien, Dyspnoe, Brustscherz, B-Symtome-Recurrensparese: Heiserkeit-N. phrenicus-Parese: ipsilateraler Zwerchfellhochstand-Horner-Syndrom-Pleuraerguss (Pleuritis carcinomatosa)-paraneoplastische Syndrome v.a. beim kleinzelligen Bronchial-CA -Trommelschlegelfinger und Uhrglasnägel
  • Was ist ein Pancoast-Tumor? =Sonderform des Bronchial-CA, meist Plattenepithel-CA =in der Lungenspitze liegender Tumor, der in die Thoraxwand einwächst Nervenreizung -> typische Schulterschmerzen Horner-Syndrom Armschwellung
  • Was ist ein Pancoast-Tumor? =Sonderform des Bronchial-CA, meist Plattenepithel-CA =in der Lungenspitze liegender Tumor, der in die Thoraxwand einwächst Nervenreizung -> typische Schulterschmerzen Horner-Syndrom Armschwellung
  • Was ist grundsätzlicher Unterschied bei der Therapie von klein- und nich tkleinzelligen Bronchial-CA? kleinzellig = rasch wachsend -> reagieren gut auf Chemo nicht kleinzellig = Operation ist wichtigste Therapieoption
  • Was sind Tumormarker zur Therapiekontrolle beim kleinzelligen und nichtkleinzelligen Bronchial-CA? kleinzelliges Bronchial-CA: NSE, pro-GRP nichtkleinzelliges Bronchial-CA: CYFRA21-1, SCC, CEA
  • Wann spricht man von funktioneller Inoperabilität? FEV1 ≤ 1,5 l VK ≤ 30% des Sollwertes respiratorische Globalinsuffizienz in Ruhe schwere Begleiterkrankungen
  • Welchen Stellenwert hat die Strahlentherapie bei einem nichtkleinzelligen Bronchial-CA? postoperativ verbessert sie die Prognose bei Inoperabilität: fraktionierte Bestrahlung mit kurativer oder palliativer Zielsetzung, Komplikation: Strahlenpneumonitis, Strahlenösophagitis
  • Was findet bei einem fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Bronchial-CA Anwendung? 1. Chemotherapie v.a. Platinsalze 2. Tyrosinkinasehemmer Erlotinib
  • Was versteht man unter einem Karzinoid? semimaligner Tumor v.a. Frauen zwischen 30 und 60 durch Sekretion von biogenen Aminen (z.B. Serotonin) kommt es zum Karzinoidsyndrom: Flush, Durchfall, Bronchokonstriktion, Endokardfibrose im rechten Herzen Nachweis: Bestimmung von 5-Hydrox-Indolessigsäure und Serotonin im 24-h-Urin
  • Was ist eine Manschetteresekion? Resektion eines tumortragenden Bronchusabschnittes mit Reanastomosierung beider Schnittränder
  • Was ist eine Pneumonektomie? komplette Entfernung einer Lunge
  • Wann tritt ein Spontanpneuomothorax auf? ohne vorbestehende Lungenerkrankung meist gesunde, schlanke, groß gewachsene Männer zwischen 20 und 40 Raucher 100x häufiger
  • Wodurch ist ein pneumatischer Pneumothorax häufig bedingt und was sind andere Ursachen? meist iatrogen andere Ursachen: Rippenfraktur, perforierende Thoraxwandverletzungen
  • Was passiert bei einem Spannungspneumothorax? durch einen Ventilmechanismus kann Luft in den Thorax ein- aber nicht mehr ausströmen -> Verdrängung des Mediastinums zur gesunden Seite Einflussstauung, akutes Kreislaufversagen
  • Was ist ein Pneumomediastinum? Luft im Mediastinum durch Leck in Trachea, Bronchien oder Ösophagus breitet sich v.a. nach kranial aus -> Hautemphysem Gefahr: lebensbedrohliche Mediastinitis
  • Worauf weisen ein hypersonorer Klopfschall, ein abgeschwächtes Atemgeräusch und fehlender Stimmfrenitus hin? Pneumothorax
  • Wie wird die Diagnose eines Pneumothorax im Röntgen gestellt? im Stehen und bei Exspiration
  • Wie wird ein kleiner Pneumothorax therapiert? Bettruhe, möglichst flach liegen Luft resorbiert sich von selber innerhalb weniger Tage, Beschleunigung durch Sauerstoff
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  • Wie wird ein großer Pneumothorax therapiert? Thoraxdrainage
  • Was ist die Pleurodese? lokale Verklebung beider Pleurablätter durch Instillation von Talkum bei wiederkehrenden Pneumothoraces angewendet
  • Wie sollte man sich nach einem Pneumothorax verhalten? körperliche Schonung über Monate kein Fliegen oder Tauchen
  • Worin besteht der Unterschied zwischen einer Monaldi- und einer Bülau-Drainage und welche kommt jeweils wann zur Anwendung? Monaldi: Spannungspneumothorax Bülau (größeres Lumen): Hämato- und Pneumothorax, Pleuraerguss, postoperarative Drainage Monaldi: oben (2. ICR), innen (Medioklavikularlinie)Bülau: unten (4.-5. ICR), außen (vordere bis mittlere Axillarlinie)
  • Was ist das Wasserschlossprinzip? bei einer Sog-Drainage endet der Schlauch in einer Flasche mit Flüssigkeit, sodass Luft entweichen aber nicht zurück fließen kann
  • Was sind die 3 häufigsten Ursachen für einen Pleuraerguss? 1. 50% maligne Prozesse 2. 30% bakteriell Pneumonie oder TBC (Empyem = makroskopisch eitriger Erguss) 3. 10% Rechtsherzinsuffizienz
  • Wie ist ein Hämatothorax definiert? Hk > 50% des Blutwertes traumatisch bedingt (intrathorakale Gefäßruptur)
  • Worauf weisen atmungsabhängige thorakale Schmerzen und Pleurareiben hin und wann sind diese Symptome meist nicht mehr vorhanden? -Pleuritis sicca -bei Pleuraerguss meist nicht mehr vorhanden
  • Einen Pleuraerguss kann man ab einer bestimmten Menge mit verschiedenen Methoden nachweisen. Mit welchen? > 1 Liter: basale Klopfschalldämpfung, abgeschwächtes AG ab 300 ml: Röntgen, Ellis-Damoiseau-Linie 10-20 ml: Sonographie = empfindlichstes Verfahren
  • Wann sollte ein Pleuraerguss punktiert werden? immer, aus diagnostischen Gründen, in 50% Malignität
  • Was ist die erste Frage bei der Analyse eines Pleurapunktats? Transsudat (≤ 30 g Eiweiß/Liter) = erfordert keine weitere Diagnostik Exsudat (≥ 30 g Eiweiß/Liter) = Ursache immer klären
  • Wie stellt sich die Klinik bei einer Pleuritis dar? höllische atmungsabhängige Schmerzen ("Teufelsgrippe") Fieber Pleuritis sicca: Pleurareiben Pleuritis exsudativa (+ Erguss): Schmerzen und Pleurareiben verschwinden
  • Was ist ein Pleuramesotheliom und was ist häufigste Ursache? ein diffus wachsender Tumor der parietalen Pleura, der lokal in Lunge, Thoraxwand und benachbarte Organe einwächst ≥ Asbestexposition nachweisbar meldepflichtige Berufskrankheit zwischen Exposition und Symotombeginn vergehen oft mehrere Jahrzehnte