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Modul 1 - 03435 Kulturelle Vielfalt (Subject) / Kapitel 2 - Definitionen, Theorien und Forschung (Lesson)

Primäre und sekundäre Dimensionen von Diversität, Theorien zu kulturellen Einflüssen und sozialer Identität, Stereotype / Vorurteile und deren Messung, Auswirkungen, Diversitätsstiftende Gruppenzugehörigkeiten

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  • Stereotype (Eckes) = kognitive Strukturen, die sozial geteiltes Wissen über die charakteristischen Merkmale von Angehörigen sozialer Gruppen enthalten
  • Stereotypisierung (Eckes) = Anwendung stereotypengestützten Wissens auf einzelne Angehörige einer sozialen Kategorie oder Gruppe
  • Dimensionen beim Messen von Stereotypen Direkte vs. indirekte Verfahren: Direkt - Personen werden nach ihren Stereotypen befragt, indirekt - Personen wissen oft gar nicht, dass es um ihre Stereotype geht Konsensuelle vs. individuelle Stereotype: Verfahren, die entweder sozial geteilte oder individuelle Stereotype untersuchen Untersuchung der Struktur des Stereotypwissens oder Darstellung dieses Wissens als ungeordnete Merkmalsliste
  • Direkte Messlistverfahren Checklistverfahren (eingeführt von Katz & Braly 1933) - Entscheidung für ein Merkmal bei dichotomer Auswahl Ratingverfahren - Vielzahl von Gruppen geschätzt hinsichtlich ihrer Kompetenz und Wärme (Fiske et al. 2002) - Zutreffen eines Merkmals von 1 bis 5 einschätzen Stereotypdifferenzial - Beurteilung vorgegebener Gruppe an Hand bipolarer Adjektivskalen (z.B. stark-schwach) mit dem neutralen Mittelpunkt 4 Prozentschätzverfahren - Angabe der Pbn, wieviel Prozent einer bestimmten Gruppe ein bestimmtes Merkmal haben Diagnostischer Quotient - Schätzung des Prozentsatzes von Angehörigen einer Gruppe, die ein bestimmtes Merkmal besitzen, als auch den Prozentsatz aller Menschen, die das Merkmal besitzen Stereotypevaluation - Zunächst Prozentschätzverfahren, danach Beurteilung der betrachteten Merkmale auf einer siebenstufigen Skala von -3 bis 3 (Ergebnis: Positive oder negative Stereotype) Gruppenvariabilität - wie werden Unterschiede innerhalb von Gruppen wahrgenommen? Rasch-Skalierung - Übereinstimmung der Pbn in ihren Einschätzungen, Konsistenz der Antworten einer Pbn, Wechselwirkungen zwischen Pbn-Merkmalen, beurteilten Gruppen und Merkmalsskalen
  • Kritik an direkten Messverfahren unterliegen verfälschenden motivationalen Einflüssen (z.B. soziale Erwünschtheit) - nicht alles sagen WOLLEN, was man weiß Nicht alle Anteile des Stereotypwissens sind der Introspektion zugänglich - nicht alles sagen KÖNNEN, was man weiß
  • Indirekte Messverfahren stützen sich zum großen Teil auf Reaktionszeitverfahren - Pbn sollen eine bestimmte Frage beantworten und ihre Reaktionszeit bis zur Antwort wird gemessen, ohne dass die Pbn wissen, dass es um ihre Stereotype geht Grundlegende Annahme: Stereotype im Gehirn repräsentiert als assoziative Netzwerke (bzw. kognitives Schema) Je stärker die Assoziation zwischen Kategorie und Merkmal, desto schneller die Reaktionszeit Bsp: Lexikalische Entscheidungsaufgabe, Primingtechnik
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