Innere Medizin (Subject) / Hämatologie/Hämatoonkologie (Lesson)
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Examensvorbereitung
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- Was ist der empfindlichste Parameter für eine intravasale Hämolyse? erniedrigtes Haptoglobin
- 1. Wie stellt sich die Klinik bei hämolytischen Anämien dar? 2. Wie ist der Verlauf von hämolytischen Anämien? 3. Wodurch können in diesem Zusammenhang hämolytische Krisen ausgelöst werden und mit welchen Symptomen gehen diese einher? 1. AnämieIkterus, Gallensteine (vermehrter Anfall von Bilirubin = Abbauprodukt des Hämoglobins)SplenomegalieMarkhyperplasie (KM reagiert mit kompensatorischer Steigerung der Erythropoese) -> Verdrängung der Kortikalis -> Knochendefekte 2. schubweiser Verlauf 3. Infekte, OPs, andere Erkrankungenverstärkter Ikterus, Fieber, Bauchschmerzen
- Hämolysezeichen Zeichen des erhöhten Erythrozytenabbaus:↓Haptoglobin↑ (indirektes) Bilirubin im Serum↑ Urobilirubin im Urin↑ LDH↑ freies HbFragmentozyten Zeichen der sekundären KM-Stimulation↑ Retikulozyten
- hereditäre Kugelzellanämie 1. Synonym 2. Ursache 3. Therapie 4. Was ist für die Diagnose beweisend? 5. Was zeigt das BB? 6. Wann kann es zu einer aplastischen Krise kommen? 1. Sphärozytose2. autosomal-dominant oder autosomal-rezessiv (positive FA!), 5% Spontanmutationendefekte Proteine des Zytoskeletts -> erhöhte Permeabilität für Natrium-Ionen/Wasser -> Kugelform -> verkürzte Erythrozytenüberlebenszeit3. Splenektomie, damit der Abbau der Sphärozyten verlangsamt wird4. verringerte osmotische Resistenz5. ↑Retikulozyten, Sphärozytose6. Parvovirus-19-Infektion
- paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie 1. Pathomechanismus 2. Klinik 3. Therapie 1. Mutation im PIG-A-Gen, durch hämolytische Anämie, Thrombophilie und Panzytopenie gekennzeichnet 2. dunkler Morgenurin, schubweise Ikterus, Splenomegalie, Thombo- und LeukopenieHaupttodesursache: Thrombosen z.B. der Lebervenen (Budd-Chiari-Syndrom), der Koronargefäße (Myokardinfarkt) Diagnose mittels Immunphänotypisierung 3. Erykonzentrate, Kumarine, KM-Transplantation (einzig kurativ)
- Auf welchen Chromosomen sind die Gene für die Globinketten des Hämoglobins lokalisiert? 11 und 16
- Was ist eine Methämoglobinämie? -normalerweise ist das Eisenmolekül im Häm zweiwertig = leichtere O2-Bindung -durch Oxidation zu dreiwertigem Eisen entsteht Methämoglobin, das beim Gesunden <2% des Gesam-Hb ausmacht -hereditärer Mangel an Methämoglobin-Reduktase: bis 50% Methämoglobin -> Zyanose -meist gutartig, tgl. Zufuhr von Ascorbinsäure
- Sichelzellkrankheit 1. Ursache 2. Formen 3. Vererbungsmodus 4. Pathomechanismus 1. Punktmutation im β-Globin-Gen -> AS-Austausch (Valin statt Glutamin) in Position 6 der β-Kette -> qualitative Hämoglobinopathie (HbS) 2. homozygot: beide β-Globin-Gene defekt, HbA komplett durch HbS ersetztcompound-heterozygot: HbS + andere β-Globin-Anomalieheterozygot: ein normales β-Globin-Gen -> kein Krankheitswert 3. autosomal-dominant 4. HbS polymerisiert bei Dexoxygenierung zu Klumpen -> Erythrozyt nimmt sichelähnliche Form anzwar ist Sichelzustand nach Reoxygenierung reversibel, allerdings führen Formwechsel zur Membranschädigung -> Lebensdauer 10-12 d (Hämolyse) -> Retikulozytose (können am Gefäßendothel haften) -> pathognomonische Gefäßverschlüsse
- Wie stellt sich die Klinik bei der Sichelzellanämie dar? -Milzsequestration: durch plötzliches Blutversacken in die Milzsinus -> Splenomegalie, Blässe, Schock-funktionelle Asplenie durch Autoinfarkte -> Infektionen-aplastische Krise bei Infektionen (v.a. Parvovirus B19)-Knochenschmerzen durch Vasookklusion-charakteristisch und häufigste Todesursache bei Erwachsenen: akutes Thoraxsyndrom-ZNS-Infarkte und Blutungen-Gallensteine-Priapismus
- Was sind Thalassämien? = quantitative Störung der Hämoglobin-Synthese mit verminderter Bildung von β-Ketten (β-Thalassämie) oder α-Ketten (α-Thalassämie) -normalerweise 1:1-Verhältnis von α- zu β-Ketten ->überwiegende Globinketten fallen aus (Präzipitation)
- Einteilung von Thalassämien β-Thalassämie -gesteigerte Produktion von α-, γ- und δ-Ketten bei verminderter β-Ketten-Synthese-überschüssige α-Ketten bilden toxische Tetraden (α4)->ineffiziente Erythropoese mit Hämolyse der Erythrozytenvorstufen im KM α-Thalassämie-überschüssige β-Ketten bilden ebenfalls Tetraden (β4), die aber weniger toxisch sind -> Hämolyse der reifen Erythrozyten im peripheren Blut
- Was ist eine autoimmunhämolytische Anämie? Wie wird sie erfasst? Verschiedene Formen? = extrakorpuskuläre hämolytisch Anämie-durch den Coombs-Test-Wärmeauto-AK führen bei >37°C zur Hämolyse (IgG)-Kälteagglutinine: Hämolyse bei niedrigen Temperaturen (IgM)
- Was sind Ursachen einer Splenomegalie? -maligne Erkrankungen-Hämolyse jeder Ursache-bakterielle und virale Ursachen-rheumatische Erkrankungen-portale Hypertension-Speichererkrankungen
- Was ist eine aplastische Anämie? Ist sie angeboren oder erworben? Klinik? BB? =Bildungsstörung des Knochenmarks, mehrere Zelllinien betroffen (Panzytopenie, Hypozellularität des KM "leeres Mark") -meist erworben -Letalität unbehandelt 70% -Anämie, Blutung, Infektionen -Panzytopenie und Fehlen von Retikulozyten
- Was ist die sideroblastische Anämie, welche Formen gibt es und welcher Befund ist charakteristisch? =Störung der Erythropoese mit mangelnder Eisenverwertung-Nachweis von Ringsideroblasten im KM: durch Eisenanhäufung in den Erythroblasten entsteht ein Ring aus eisenhaltiger Granula um den Zellkern herum Formen-selten hereditär, dann x-chromosomal-rezessiv-bei Bleivergiftung -> hypochrom, mikrozytär, charakteristische basophile Tüpfelung-durch Medikamente-beim myelodysplastischen Syndrom
- Polyglobulie 1. Synonym 2. Definition 3. Ursachen 4. Klinik 5. Therapie 1. Polyzythämie2. = vermehrte Erythrozytenzahl -> ↑Hämatokrit3.a) fast immer durch erhöhten Erythropoetin-Spiegel bedingt...bei Hypoxie (=angemessener EPO-Spiegel): große Höhe, Lunge- und Herzerkrankungen, Rauchen...ohne Hypoxie (=pathologischer EPO-Anstieg): Nierenerkrankungen, Morbus Cushing, paraneoplastisch b) relative Polyglobulie bei Hämokonzentration: Dehydratation, Verbrennung c) primäre Polyglobulie = Polycythaemia vera 3. Plethora ="Blutfülle" = Rötung von Gesicht und ExtremitätenZyanose bei Hk > 55%Uhrglasnägel (Mechanismus unklar)Kreislaufbeschwerden aufgrund der hohen Viskosität: Schwindel, Ohresausen, Sehstörungen, Atemnot, Angina pectoris, Nasenbluten, HypertonieThrombosen v.a. bei Hk > 60% 4. Behandlung der Grunderkrankungbei Hk > 50%: Aderlässe
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- Wie häufig sind Nebenmilzen und wo sind sie oft zu finden? bei 10% der Menschen nachweisbar meist im Lig. gastrolienale
- Was sind 4 Funktionen der Milz? 1. Sequestration und Phagozytose von Erythrozyten 2. extramedulläre Hämatopoese bei schweren hämatologischen Erkrankungen 3. immunologische Funktionen: Speicherung von 25% der T-Lymphozyten und 15% der B-Lymphozyten (weiße Pulpa) 4. Blutspeicher: 30% der Thrombozyten und große Menge an Erythrozyten
- Was bedeuten die Begriffe Splenomegalie und Hypersplenismus? Splenomegalie = vergrößerte Milz Hypersplenismus = die bei einer Splenomegalie auftretende Symptomatik
- Splenomegalie, Definition -jede tastbare Milz-sonographische Vergrößerung von > 12 cm
- Hypersplenismus 1. Definition 2. Ursachen 3. Diagnostik 4. Therapie 1. Milzüberfunktion mit vermehrter Speicherung und nachfolgender Sequestration von Blutzellen -> Panzytopenie oder Mangel einzelner Klassen an Blutzellen 2. jede Splenomegalie, v.a. aber hämatologische Erkrankungen, portale Hypertension, rheumatoide Arthritis 3. BB: ZytopenieKM: kompensatorische KnochenmarkhyperplasieZeichen der Hämolyse 4. Therapie der Grunderkrankungggf. Splenektomie
- Was sind Komplikationen nach Milzchirurgie? -v.a. respiratorische Komplikationen-häufigste lokale Komplikationen: Nachblutung, Hämatome-Darmmotilitätsstörungen, Ileus-Veränderungen von BB und Immunsystem
- 1. Was sind Gründe für eine Asplenie und 2. wie stellt sich diese im BB dar? 1. -v.a. Z.n. therapeutischer Splenektomie-selten angeborene Asplenie-funtionelle Asplenie bei Sichelzellanämie durch rezidivierende Milzinfarkte 2. Howell-Jolly-Körperchen (Kernreste) und Targetzellen
- Was sind akute und chronische Probleme nach Splenektomie? akut:erhöhte Thrombosegefahr (Thrombozytose während der ersten 2-3 Wochen) bei gleichzeitig vermehrter Blutungsneigung (Thrombozytenfunktionsstörung) chronisch:erhöhte Infektgefahr v.a. mit bekapselten extrazellulären Bakterien (Streptococcus pneumoniae, H. influenzae, Klebsiella pneumonae, Neisseria meningitidis, E. coli) (durch verminderte Synthese von IgG und IgM, verminderte Funktion des Monozyten-Phagozyten-Systems)schwerste Form = OPSI (overwhelming postsplenectomy infection): fulminante, in 50% letal verlaufende Sepsis mit Verbrauchskoagulopathie nach Splenektomie, v.a. bei kleinen Kindern -> Splenektomie daher wenn möglich erst nach dem 5. Lj.
- Begriff der Leukämie -neoplastische Erkrankungen des Blutes -Proliferation myeloischer oder lymphatischer Blutzellen-Besiedlung des Knochenmarkes, aber auch des peripheren Blutes, der lymphatischen Organe oder anderer Organsysteme
- Begriff des malignen Lymphoms = Entartung von Zellen des lymphatischen Systems -Unterteilung in Hodgkin-Lymphome (mit Reed-Sternberg-Zellen) und Non-Hodgkin-Lymphome (ohne Reed-Sternberg-Zellen) -können sich als Leukämie präsentieren, wenn Zellen im KM akkumulieren und proliferienen (z.B. CLL)
- Myeloproliferative Erkrankungen/Myeloproliferatives Syndrom =Gruppe von malignen hämatologischen Erkrankungen, die durch monoklonale Proliferation einer Stammzelle im Knochenmark (myeloische Stammzelle) entstehen-je nach betroffener Differenzierungsstufe proliferieren eine oder mehrere hämatopoetische Zellreihen-4 Hauptvertreter: CLLOsteomyelofibrosePolycythaemia veraessentielle Thrombozythämie
- 1. 80% der akuten Leukämien im Kindesalter sind... 2. 80% der akten Leukämien im Erwachsenenalter sind... 1. ALL 2. AML
- Was ist Ursache für die in Japan und der Karibik endemische vorkommende adulte T-ALL? HTLV-1 und -2 (Humanes T-lymphotropes Virus)
- Was sind Symptome einer akuten Leukämie? AnämieThrombozytopenieInfektneigung v.a. bei Kindern: Lymphadenopathie, Hepatosplenomegalie, hypertrophe Gingiva, Knochenschmerzen, ZNS-Befall (Meningeosis leucaemica)
- Was bezeichnet der Begiff Meningeosis leucaemica? leukämische Infiltrate im ZNS v.a. bei der kindliche ALL Kopfschmerz, Hirnnervenlähmung
- Was ist ein Hiatus leucaemicus? -leukämische Lück =weitgehende Fehlen von mittleren Reifungsstadien der Myelopoese im Differentialblutbild bzw. im Knochenmark-es finden sich nur ganz reife und ganz unreife Leukozyten -typisch für die AML, bei chronischen myeloischen Leukämie liegt dagegen kein Hiatus leukaemicus vor
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- Was ist das Philadelphia-Chromosom? -ein verkürztes Chromosom 22, das durch eine Translokation t (9;22) ensteht und bei einigen Leukämieformen zu finden ist -Produkt dieser Translokation ist das BCR-abl-Gen, welches eine daueraktive Rezeptortyrosinkinase kodiert und sich mit dem Medikament Imatinib (Handelsname: Glivec®) hemmen lässt -zuerst beschrieben bei der CML, bei >95% nachweisbar-bei einem Teil der ALL-Patienten (4% der Kinder, 25% der Erwachsenen)-sehr selten bei der AML (<1%)
- Wie lässt sich z.B. im Rahmen einer akuten Leukämie ein Tumorlysesyndrom vorbeugen? -vermehrter Abbau pathologischer Zellen in der Milz -> große Menge Purine und damit Harnsäure -> Gefahr Tumorlyse-Syndrom und Uratnephropathie -Gabe von Allopurinol, ausreichende Hydrierung, Alkalisierung des Urins
- Wie wird die Promyelozytenleukämie bei positivem PML/RAR-α-Gen therapiert? Retinsäure (Tretinoid) ->dadurch differenzieren sich die Leukämizellen zu reifen Granulozyten
- Prinzipien der Chemotherapie bei akuten Leukämien 1. Remissionstherapie/Induktionstherapie: Ziel = Vollremission = Blastenanteil im KM <5%, Chemo führt zwangsläufig zu KM-Aplasie mit Agranulozytose und Thrombozytopenie 2. Konsolidierungstherapie: Stabilisierung und Vernichtung residualer Blastena) intentive Polychemotherapie oderb) Einleitung einer KM-Transplantation 3. Erhaltungstherapie: Dauer 2-3 Jahre 4. Rezidivtherapie = Re-Induktion, Vollremission ist allerdings schwieriger zu erreichen als bei Ersttherapie, oft palliativ 5. nur bei ALL: ZNS-Bestrahlung + intrathekale Chemo, da bei der ALL besonders häufig ZNS-Beteiligung vorkommt
- Was ist eine myeloablative Therapie? =Vernichtung aller blutbildenden Zellen als Vorbereitung auf eine Knochenmarktransplantation -Kombination aus Zytostatika- und Ganzkörperbestrahlungstherapie (10 Gy, fraktioniert)
- Ablauf der autologen Stammzelltransplantation Gewinn von Stammzellen des Patienten vor Chemotherapie: -Mobilisierung der Stammzellen ins Blut durch Gabe von hämatopoetischen Wachstumsfaktoren -periphere Blutentnahme -Leukapharese = Separierung der Zellen -Purging = Separierung der Stammzellen von den Tumorzellen mit Hilfe von Antikörpern
- Methode der allogenen KM-Transplantation Voraussetzung: HLA-kompatibler Spender -Transplantation mit vorangehender myeloablativen Therapie: geringere Abstoßungsrate -Transplantation ohne vorangehende myeloablative Therapie: geringere Mortalität, man hofft auf "Graft-versus-Leukämie-Effekt", d.h., dass die transplantierten Zellen des Spenders, die Leukämiezellen des Patienten abtöten, Rezive können mit Infusionen von Spenderleukozyten therapiert werden
- Hodgkin-Lymphom 1. Definition 2. Ätiologie 3. Häufigkeitsgipfel 4. Was sind pathognomonische Zellen? 5. Klinik 1. in den Lymphknoten entstehende monoklonale B-Zell-Neoplasie 2. nicht vollständig geklärt, onkogene Viren (Ebstein-Barr-Virus) spielen eine Rolle 3. zwei Häufigkeitsgipfel: 15-35 Jahre und >50 Jahre 4. mehrkernige Reed-Sternberg-Zellen und einkernige Hodgkin-Zellen 5. schmerzlose LK-Vergrößerung (derb-gummiartig, nur teilweise von der Unterlage abgrenzbar) + B-Symptome
- B-Symptomaik 1. Fieber > 38°C 2. Nachtschweiß 3. Gewichtsverlust > 10% des Körpergewichtes in < 6 Monaten
- Wie wird das Hodgkin-Lymphom klassifiziert? Ann-Arbor-Klassifikation Stadium I - IV Stadium I: Befall einer LK-Region/extralymphatischen Region Stadium II: Befall auf einer Seite des Zwerchfells Stadium III: Befall auf beiden Seiten des Zwerchfells Stadium IV: diffuser Befall, Befall von Leber, beiden Lungenflügeln, oder Knochenmark Zusatzbezeichnungen:B: mit B-SymtomenA: ohne B-SymtomeX: Bukly Disease - LK > 10 cm, Mediastinaldrittel > 1/3 d. ThoraxweiteE: Befall einer einzelnen extranodalen Region
- Wie ist die Prognose für Patienten mit einem Hodgkin-Lymphom? -bei allen Patienten erfolgt kurative Zielsetzung-eine stadiengerechte Therapie führt in 80% d.F. zu einer Heilung-bei Rezidiv ist Prognose schlechter: Heilungsrate bei Frührezidiv 30%, bei Spätrezidiv 50%-20% der geheilten Patienten entwickeln eine Zweitneoplasie
- Was sind Risikofaktoren bei einem Hodgkin-Lymphom? -großer Mediastinaltumor (>1/3 der Thoraxweite)-extranodaler Befall-massiver Milzbefall-≥ befallene LK-Areale-beschleunigte BSG
- Was sind bei M. Hodgkin wirksame Zytostatika und welche Schemata werden angewendet? Adriamycin, Bleomycin, Cyclophospamid, Dacarbacin, Etoposid, Prednison, Procarbazin, Vinblastin, Vincristin ABVD, BEACOPP
- Non-Hodgkin-Lymphome 1. Definition 2. Häufigkeitsgipfel 3. Ätiologie 4. Klinik 5. Klassifikation 1. gehen meist von B- aber auch von T-Zellen aus, verbreiten sich häufiger als Hodgkin-Lymphome in extralymphatische Organe aus 2. Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu (bei Hodgkin-Lymphomen 2 Häufigkeitsgipfel) 3. Viren, Chromosomenaberrationen, Immunsuppression 4.-LK-Schwellung, B-Symptome-extranodaler Befall--Haut: kutanes T-Zell-Lymphom = Sézary-Syndrom--GIT: v.a. B-Zell-Lymphome--ZNS-KM-Infiltration: Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie-Splenomegalie-Befall der Tränen- und Speicheldrüsen (Mikulicz-Syndrom) 5. nach Ann-Arbor
- Chronisch lymphatische Leukämie CLL 1. Definition 2. Epidemiologie 3. CLL-Zellen Morphologie 4. Klinik 5. Diagnostik 6. Stadieneinteilung 7. Therapie 1. =indolentes B-NHL, leukämisch verlaufen, LK-Schwellung, Hepatosplenomegalie 2. häufigste Leukämie des Erwachsenen, Durchschnittsalter 70-75 a, gutartigste Leukose 3. CLL-Zellen ähneln reifen B-Zellen, d.h. recht klein -> keine Leukostase 4. schleichender, uncharakteristischer Verlauf, Lk-Schwellung, Splenomegalie, B-Symptome, Infektionen, Autoimmunphänomene (Autoimmunhämolytische Anämie, idiopathische Thrombozytopenie: Zerstörung der Erythrozyten und/oder Thrombozyten durch IgG-Wärmeautoantikörper oder IgM-Kälteagglutinine) 5.BB: Lymphozytose mit mind. 5000 B-Lymphozyten/μl im peripheren Blut-Blutausstrich: CLL-Zellen, Gumprecht-Kernschatten-FACS-Analyse: Oberflächenmarker CD5, CD19, CD23 6. nach Binet - berücksichtigt KU und BBStadium A: max. 2 LK-Regionen/Organe betroffen Stadium B: mind. 3 LK-Regionen/Organe betroffen Stadium C: fortgeschrittene Erkrankung - Hb < 10 g/dl oder Thrombozyten < 100 000/μl 7. Indikation: Binet C, A oder B + aktive Erkrankung, ansonsten watch-and-wait -meist palliativ (Ausnahme ist allogene Tx)-fitte Patienten bekommen aggressive Therapie:Chemo-Immun-Therapie Fludarabin + Cyclophospamid+Rituximab = FCR-Regime oderBendamustin+Rituximab = BR-Regime-komorbide Patienten:Chlorambucil/Bendamustin ggf. + Rituximab
- multiples Myelom, Plasmozytom 1. Definition 2. Warum treten Osteolysen auf? 3. Was sind Bence-Jones-Proteine? 4. Klinik? 5. Diagnostik 6. Einteilung 7. Therapie 1. maligne Proliferation eines Plasmazellklons, aggressives NHL, multiples Myelom = diffuse Ausbreitung im KM und Knochen, Plasmozytom = solitärer Tumor aus Plasmazellen90% progredient, 10% langsam 2. Weil die entarteten Plasmazellen die Osteoklasten stimulieren 3. Leichketten, die im Urin nachgewiesen werden können - die malignen Plasmazellen produzieren ein nichtfunktionsfähiges monoklonales Immunglobulin: 55% IgG, 25% IgA, 1% IgD, 20% inkomplette Ig 4.B-Symptome70% Knochenschmerzen, die bei Bewegung zunehmenpathologische FrakturenHyperkalzämie durch Knochenabbauerhöhte InfektanfälligkeitNiereninsuffizienz (durch Hyperkalzämie + Ausscheidung der Leichtketten)AnämieHyperviskositätssyndrom: Synkopen, Hör- und Sehstörungen, Zyanose, Parästesien, Durchblutungsstörungen 5. definitite Diagnose stützt sich auf:1. Nachweis einer Plasmozytose im KM (Anteil 10%, Plasmazellnester) oder eines Plasmozytoms2. Nachweis von monoklonalem Protein in Elektrophorese (M-Gradient) und Urin (Bence-Jones-Proteine)3. Osteolysen (v.a. WS, Becken, Ober- und Unterarm, Schädel (Schrotschussschädel) und oder Vorliegen einer Hyperkalzämie, Anämie, Niereninsuffizienz 6. nach Salmon und Durie - berücksichtigt Konzentration der monoklonalen Ig in Serum und Urin, Ausmaß der Anämie und Hyperkalzämie, Anzahl der Osteolysen Stadium I: niedrige TumorzellmasseStadium II: weder I noch IIIStadium III: hohe Tumorzellmasse 7. Stadium I: bei asymptomatischen Patienten keine TherapieindikationStadium II/III: Chemo, Radiatio von frakturgefährdeten Knochen, mechanische Stützung (Korsett) Stammzell-Tx, supportive Therapie, Bisphosphonate (Hemmung der Osteoklastenfunktion)
- Was ist der Morbus Waldenström? = Leukämie/lymphoplasmozytisches Lymphom, das mit einer monoklonalen Vermehrung einer einzelnen entarteten B-Zelle einhergeht, welche große Mengen an IgM bildet -ähnlich wie as das multiple Myelom, bessere Prognose -Hyperviskositätssyndrom und hämorrhagische Diathese -50% Bence-Jones-Proteine nachweisbar
- Was ist die Haarzell-Leukämie? -namensgebend ist die charakteristische Morphologie der Lymphozyten (ausgefranst und haarig) =niedrig malignes B-NHL -80% Männer -Hepatosplenomegalie, Panzytopenie -Therapie: Purin-Analoga (Cladribin), Rituximab
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