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Human Resources - Org. Behavior (Subject) / 1. Sem. Org. Beh. / Aspekte Orga-Begriff / Aspekte Orga-theorien (Lesson)
Aspekte des Organisationsbegriffes
Zentrale Ansätze der Organisationstheorie
This lesson was created by LEJ2010.
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- Begriff Organizational Behavior = Verhaltensorientierung
- Definition Organisationen Organisationen sind alle sozialen Gebilde, die dauerhaft ein Ziel verfolgen und eine formale Struktur aufweisen, um das Verhalten der Mitglieder auf das verfolgte Ziel auszurichten.
- Merkmale Organisation Ziele Ziele IN Organisationen: persönliche Ziele Ziele für die Organisation Wunschvorstellungen Ziele VON Organisationen: Zielvorstellungen von Mitgliedern werden durch einen formalen, legitimierten Prozess zu offiziellen Organisationszielen - meist Zielbündel zum anzustrebenden Zusatnd - Ziele sollen Verhalten steuern
- Merkmale Organisation Typen von Zielen operationalisierte Ziele (Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterschulungen etc.) nicht-operationalisierte Ziele ( "Kundenzufriedenheit steht an erster Stelle)
- Merkmale Organisation: dauerhaft Zusammenschluss: Menschen verfolgen Ziele, die sie allein nicht verwirklichen können, mit der Hilfe Dritter Interesse am Erhalt des Zusammenschlusse = Abgrenzung von anderen sozialen Gebilden allg. Ziele weitgehend unabhängig von einzelnen Personen Wandel/Anpassung als Überlebenserfordernis ENTSCHEIDEND: Dauerhaftigkeit muss geplant sein
- Merkmale von Organisationen Mitglieder mögliche Kriterien für Organisationsmitglieder: Arbeitsstunden, Entlohnung, Einfluss auf Entscheidungen... allgem. Kriterium in Organisationen: formale Mitgliedschaft EXPLIZITE BEDINGUNGEN: Verträge IMPLIZITE BEDINGUNGEN: kulturell vermittelte Erwartungen der Organisation (Loyalität, Pflichtgefühl etc.) VERSTOß gegen diese Bedingungen: Ausschluss Mitgliedschaft als soz. Einbindung: freiwillig vs. unfreiwillig Mitgliedschaft bestimmt nicht die Grenzen der Organisation
- Merkmale von Organisationen formale Struktur Alle formalen Regeln zur Festlegung der Arbeitsteilung und der Koordination. Aber: Nicht alle Regeln werden offiziell festgelegt: kollektive Lernprozesse, Handlungsmuster (informelle Struktur)
- Merkmale von Organisationen Funktion von formalen Strukturen Steuerung von Leistung und Verhalten der Organisationsmitglieder Leistungssicherung und Herrschaftssicherung
- Merkmale von Organisationen Mitgliederverhalten Vernachlässigung der Perspektive der Betroffenen Organisationsmitglieder sind Steuerungsobjekt vielfältige Rückwirkungen des Mitgliederverhaltens auf die Organisationsstrukturen und Regeln
- Merkmale von Organisationen Zweck der Organisation für Mitglieder Erzeugung und Förderung regelkonformen Verhaltens
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- Merkmale der Organisation Kernfragen der Organisationstheorie Welches Verhalten unter welchen Bedingungen? Welche Strukturen wirken leistungsfördernd oder leistungshemmend?
- Definition Unternehmen als Organisation Jedes Unternehmen... ist auf Dauer angelegt verfolgt ein oder mehrere Ziele hat Mitarbeiter (=Mitglieder) weist eine formale Struktur (Hierarchie, Regeln) auf beeinflusst das Verhalten der Mitarbeiter über die formale Struktur ist eine Organisation! Jedes Unternehmen ist auch ein soziales System.
- Organisation als soziales System in Organisationen agieren Menschen Menschen sind eine eigenwillige Ressource (nur begrenzt rational, steuerbar, sind emotional)
- Organisation als soziales System Bedeutung sozialer Prozesse und Phänomene in Organisationen Freund-, Feind- und Seilschaften Bedürfnisse und Motivation Macht und Kultur Große Relevanz für die Steuerbarkeit von Organisationen
- Orga als Instrument der UN-führung Die instrumentelle Sicht von Organisationen besteht aus einer Struktur mit einer Ordnung zwischen den Elementen (Mitglieder und Teilbereiche) ihre Ordnung wird durch ein System aus Regeln gebildet Regeln wurden formal festgelegt die Gesamtheit aller Regeln bildet die Organisationsstruktur, welche das Verhalten der Orga-mitglieder steuern und auf das gemeinsame Ziel ausrichten soll die Orga soll der effizienten Führung von Unternehmen dienen
- Orga als Instrument der UN-führung Elemente der Regeln in Organisationen Die Regeln von Orgainsatione bestehen aus: statischen (Aufgaben- und Kompetenzverteilung) und dynamischen (Arbeitsprozesse und Leistungserstellung) Elementen.
- Orga als Instrument der UN-führung Definition Emergente Struktur Eine Struktur, die sich nicht allein durch die Eigenschaften/Handlungen einzelner Elemente erklären lässt, sondern durch ihr Zusammenspiel entsteht.
- Orga als Instrument der UN-führung Emergente Prozesse Fragen an die instrumentelle Perspektive: Sind organisatorische Beziehungen tatsächlich alle planmäßig und rational gestaltet? Ist das Verhalten der Orgamitglieder vorhersehbar?
- Orga als Instrument der UN-führung Emergente Prozesse in Organisationen viele Handlungsweisen, Praktiken, Routinen etc. bilden sich autonom beeinflussen Prozesse und Verhalten außerordentlich nicht vollständig steuerbar: - Entscheidungen als Resultat von Orgaprozessen - Politische Prozesse in Orga - symbolische Prozesse (Unternehmenskultur)
- Orga als Instrument der UN-führung Arten von Entscheidungen in emergenten Prozessen echte Entscheidungen Routineentscheidungen
- Orga als Instrument der UN-führung Routineentscheidungen Ziele/Präferenzen und alle Rahmenbedingungen sind bekannt Verfahren zur Bestimmung der besten Alternative ist bekannt sind programmierbar
- Orga als Instrument der UN-führung Echte Entscheidungen in emergenten Prozessen Unklarheit über Ziele und/oder Rahmenbedingungen oder optimales Entscheidungsverfahren ist unbekannt
- Orga als Instrument der UN-führung Entscheidungen und emergente Prozesse die meisten Entscheidungssituationen sind geprägt von Uneindeutigkeit, Ungewissheit und Unschlüssigkeit organisatorische Handlungsfähigkeit muss sichergestellt werden große Bedeutung von emergenten Prozessen für die Entscheidungsfindung
- Orga als Instrument der UN-führung Organisatorische Differenzierung und Emergenz Modell der organisatorischen Differenzierung: Strukturierung durch formale und informale Regeln hierarchisches Koordinationssystem mit Abteilungen - intensivere Kooperation/Kommunikation in den Abteilungen - eingeschränkter Austausch zwischen den Abteilungen formal: Dienstwege informal: Beziehungen, Netzwerke Bildung von Teilsystemen (Abteilungen) Die Teilsysteme entfalten eine Eigendynamik, da sie aufgrund der Arbeitsteilung autonom sind.
- Orga als Instrument der UN-führung formale Organisation repräsentiert die definierte und kommunizierte Organisationsstruktur Stellenbeschreibungen, Abteilungen, Organigramme
- Orga als Instrument der UN-führung informale Organisation ergänzt die formale um ein inoffizielles, nicht geplantes und nicht planbares Netzwerk aus sozialen Beziehungen das Netzwerk kann formale Organisationen beeinflussen und verändern, im Extremfall auch ersetzen große Bedeutung bei Veränderungsprozessen
- Orga als Instrument der UN-führung Der "Beziehungseisberg" besteht aus: formalen Aspekten: rationale, beobachtbare Aspekte informalen Aspekten: affektive, verdeckte Aspekte
- Orga als Instrument der UN-führung Formale Aspekte Planung Organigramm Stellenbeschreibung Richtlinien Handbücher etc.
- Orga als Instrument der UN-führung Informale Aspekte Machtverteilung Persönliche Beziehungen Werte Einstellungen Bedürfnisse Erwartungen Motivation Unternehmenskultur etc.
- Orga als Funktion der UN-führung Inhalt Änderung von Regeln alle Aktivitäten im Kontext von der Planung, Einführung und Durchsetzung von organisationalen Regeln Organisationsentwicklung/-gestaltung Managementfunktion
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- Orga als Funktion der UN-führung Aufgaben Arbeitsteilung/Differenzierung Koordination/Integration
- Unterteilung des Organisationsbegriffes Institution: Was ist eine Organisation? Funktion: Wie gestaltet/verändert man eine Organisation? Instrument: Wie kann man eine Organisation nutzen?
- Unterteilung des Organisationsbegriffes Institution Was ist eine Organisation? zielgerichtetes, offenes soziales System mit einer formalen und informellen Struktur
- Unterteilung des Organisationsbegriffes Funktion Wie gestaltet/verändert man eine Organisation? Organisationsgestaltung zur Veränderung von Strukturen
- Unterteilung des Organisationsbegriffes Instrument Wie kann man eine Organisation nutzen? Organisationsstrukturen zur Zielerreichung
- Zentrale Ansätze der Orga-theorie Ziel und Funktion deskriptiver Ansatz: Beschreiben und Verstehen, wie Organisationen entstehen und funktionieren präskriptiver Ansatz: Vorschläge für die Gestaltung effektiver und effizienter Organisationsstrukturen entwickeln
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Problem der Komplexität Komplexität verhindert einheitliche, durchgängige Beschreibung je nach Erkenntnisinteresse werden nur bestimmte Aspekte erfasst Übersichltichkeit sollte gewahrt bleiben Unterscheidung in Kategorien: Betrachtungsebene (Makro-, Meso- und Mikrotheorien) und Leitfragen (ökonomische Effizienz, Außenbeziehungen etc.)
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Orga-theorien als Kartierung schaffen "Karten" der analysierten Aspekte von Theorien diese betonen bestimmte Aspekte und vernachlässigen andere Risiko: Die Karte als das Territorium anzusehen
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Analyseebenen von Orga-theorien Makrotheorien: Beziehungen zwischen Organisationen Mesotheorien: Die Organisation als Ganzes Mikrotheorien: Das "Innenleben" der Organisation
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Makrotheorien Fragestellungen Wie funktionieren Kooperationen von Organisationen? Wie organisieren sich Netzwerke
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Makrotheorien Aufgabengebiet Soziologie und BWL
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Makrotheorien Was stellt es dar? Beziehungen zwischen Organisationen
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Mesotheorien Aufgabengebiet Soziologie und BWL
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Mesotheorien Was stellt es dar? Die Organisation als Ganzes
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Mesotheorien Fragestellungen Welche Struktur weisen unterschiedliche Organisationen auf? Wovon hängt die Strukturwahl ab? Welche Bedingungen führen zu Strukturänderungen? Wie beeinflussen Strukturen das Verhalten von Organisationen?
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Mikrotheorien Aufgabengebiet Psychologie
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Mikrotheorien was stellt es dar? Das "Innenleben" von Organisationen
- Zentrale Ansätze von Orga-theorien Mikrotheorien Fragestellungen Unter welchen Bedingungen sind Organisationsmitglieder motiviert oder demotiviert, zufrieden oder unzufrieden? Welche Konflikte sind typisch für Organisationen? Wie entscheiden/verhalten sich Individuen?
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien historische und disziplinäre Einordnung Anfänge: Ende des 19. Jahrhunderts Beeinflussung des Erkenntnisinteresses durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen und disziplinären Ursprung der Forscher auch heutzutage gilt "Erkenntnis durch Vielfalt"
- Zentrale Ansätze der Orga-theorien Welche Ansätze gibt es? klassische Ansätze verhaltensorientierte Ansäte entscheidungsorientierte Ansätze systemorientierte Ansätze ökonomische Ansätze situativer Ansatz