14
Psychologie (Subject) / Einführung in die Psychologie und ihre Geschichte (Lesson)
Modul 01
This lesson was created by schatzilein222.
This lesson is not released for learning.
Advertisement
- Wie lautet die Standarddefiniton von Psychologie? Die Psychologie ist die Wissenschaft von Erleben und Verhalten.
- Was ist die Erste-Person-Perspektive? Selbstbeobachtung/ Eigenbeobachtung durch sich selbst Methode der Forschungsgegenstände Bewusstsein/Erleben Ich-Perspektive Meine Gefühle, meine Gedanken etc.
- Was ist die Dritte-Person-Perspektive? Fremdbeobachtung Methode für den Forschungsgegenstand des Verhaltens Außenwahrnehmung Verhaltensbeobachtung Verhaltenseinschätzung
- Worin liegt die Problematik in der Anwendung der psychologischen Methode der "Selbstbeobachtung/ Erste-Person-Perspektive"? es gibt keine vollständige Objektivität es kann nicht geklärt werden, wie Selbstbeobachtung funktioniert das "zu Beobachtende" und "die Beobachtung" werden simultan vom Beobachtenden in dessen Vorstellung erzeugt und müssen deshalb kritisch beäugt werden
- Nennen Sie Beispiele für den Beweis der Realität des Psychischen. diskrepante Erfahrungen Konstanzleistungen optische Täuschungen
- Was versteht man unter diskrepanten Erfahrungen? Diskrepante Erfahrungen sind dadurch charakterisiert, dass sie nicht durch die Gesetzmäßigkeiten im Außen erklärt werden können und so auf einen inneren produktiven Faktor schließen lassen. Ein und derselbe Gegenstand (phänomenales Außen) kann so z.B. verschiedene Innere Wahrnehmungen auslösen, abhängig von den eigenen Erfahrungen und Einstellungen (Beispiel: Umspringfiguren wie der Rubinsche Pokal).
- Erläutern Sie den Begriff der Konstanzleistungen. Konstanzleistungen beschreiben die fortlaufend stattfindende, unbewusste Verrechnung der aufgrund unserer Bewegung im Raum veränderten Größeneindrücke. So wird uns die (räumliche) Orientierung in unserer Umgebung erleichtert. Diese psychische Leistung basiert im wesentlichen auf Erfahrungswerten. Also auf Erkenntnissen, die man über bestimmte Dinge und ihre Größenverhältnisse zueinander und zu sich selbst erworben hat und darüber, wie sie sich in Abhängigkeit der Entfernung zueinander und zu sich selbst darstellen.
- Erläutern Sie den Umstand der optischen Täuschungen. Optische Täuschungen beruhen auf der Tatsache, dass die Wahrnehmung subjektiv ist und vom Gehirn beeinflusst wird. Die Täuschung entsteht in diesem Fall dadurch, dass das Bild (oder der Gegenstand etc.) etwas darstellt, was in Konflikt mit unserem Wissen und unseren bisherigen Erfahrungen steht. Aufgrund dieser Beeinflussung durch unsere Psyche, nehmen wir das Bild dann anders wahr, als es in Wirklichkeit ist (Bsp.: Müller-Lyer-Figur).
- Durch welche Verhaltensweisen kann man die kausale Wirksamkeit der mentalen Zustände im Alltag erkennen? Wir erkennen die kausale Wirksamkeit der mentalen Zustände im Alltag an Sozialer Interaktion/Beeinflussung der eigenen Psyche oder die Anderer durch bestimmte Bewegungsmuster Bm (manipulieren, täuschen, schleimen, loben, freuen, bevorzugen, schreien, weinen, lachen, uvm.).
- Was versteht man unter einer bewusstseinsunabhängigen Außenwelt? Die Beispiele der Diskrepanzerfahrungen, Konstanzleistungen und optischen Täuschungen zeigen uns, dass es einen Unterschied zwischen einer Innen- (die Welt/ Dinge wie ich sie wahrnehme) und einer Außenwelt (die Welt/ Dinge wie sie wirklich sind) gibt. Diese Erkenntnis ermöglicht uns die Außenwelt als bewusstseinsunabhängig wahrzunehmen und zu aktzeptieren, dass die Dinge eine Art "Doppelstatus" haben können. Z.B. der Tisch wie ich ihn wahrnehme und der Tisch wie er wirklich ist (physisch).
- Advertisement
- Nennen Sie verschiedene Begriffe für Psychisches, die gleichzeitig die diskrepanten Erfahrungen verdeutlichen. Vergleichsurteil Erinnerung Einstellung Erwartung Überraschung
- Welche verschiedenen Deutungen sind mit dem Begriff "Seele" verbunden? - Bewusstseinspsychologie: Seele gleichgesetzt mit Denkseele (res cogitans), Begriff "Seele" durch "Bewusstsein" ersetzt (Descartes)- Positivismus: Seele metaphysisch verstanden (Kant), d.h. für empirische Psychologie auszuschließen- im Abendland: Seele als der unsterbliche Teil des Menschen; Seele als ethisches Zentrum des Menschen- in der erfahrungswissenschaftlichen Psychologie zu einem logischen Begriff für seelischen Eigenschaften und Funktionen zusammengefasst (Wundt, Bretano, James)- in moderner psychologisch-wissenschaftlicher Begrifflichkeit Umwandlung der Bezeichnung "seelische Eigenschaften und Funktionen" in "psychische Eigenschaften und Funktionen"; Annahme der Realität von Seelischem, weißt aber nicht zwangsläufig auf das Vorhandensein "der Seele" hin; "Seele" als logischer Kollektivbegriff, die Seele als das Insgesamt der seelischen Eigenschaften und Zustände, somit kann Psychologie auch als die Lehre von der Seele bezeichnet werden (wird gegenwärtig kaum verwendet); System Seele als ein Teil der menschlichen Person - Seele als kein metaphysischer Begriff: der erst durch genaues Nachdenken und Reflektieren entstanden ist und weiter Veränderungen unterworfen sein kann
- Was bedeutet der Ausdruck "Psychologie ohne Seele"? "Psychologie ohne Seele" bedeutet nicht, dass der Begriff Seele komplett abgelehnt wird.Der Satz weist vielmehr darauf hin, dass für eine empirisch ausgerichtete Psychologie das Arbeiten mit dem (vieldeutigen) Begriff Seele nicht zweckmäßig sei - weil sie im Sinne einer strengen Erfahrungswissenschaft keinen Raum mehr lässt für "metaphysische Spekulationen".
- Durch welchen Begriff wurde in der modernen psychologischen Wissenschaft der Begriff der Seele ersetzt? die Begrifflichkeit "seelische Eigenschaften und Funktionen" wurde durch "psychische Eigenschaften und Funktionen" ersetzt