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Diätetik (Subject) / 3 Proteine in der Ernährung (Lesson)
Fragen zum Vortrag
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- Wie leitet sich die Empfehlung für die Proteinzufuhr ab? Bedarf (0,6g/kgKG/Tag) Bestimmung mit einem Referenzprotein (hohe biol. Wertigkeit): Faktorielle Methode (N-Bedarf = N-Verlust) N-Bilanz ( N-Aufnahme - N-Ausscheidung) + Sicherheitszuschlag für ind. Schwankungen (0,15g/kgKG/Tag) 2 STABW + Sicherheitszuschlag wegen der geringeren Verdaulichkeit (0,05g/kgKG/Tag) von Nahrungsprotein im Gegensatz zum Referenzprotein = Empfehlung 0,8g/kgKG/Tag Bedarf einer Bevölkerungsgruppe zu 97,5 % gedeckt
- Was ist bei der Berechnung von Empfehlungen für übergewichtige/adipöse Menschen zu beachten? Aufgrund des erhöhten Fettanteils im Körper sollte der Bedarf anhand der fettfreien Masse ermittelt werden D-A-C-H-Werte sind nicht anwendbar, da diese nur für gesunde Menschen gelten und sich auf ein Referenzgewicht im Normalbereich und wünschenswerten BMI beziehen
- Wie leitet sich die Empfehlung der Proteinzufuhr für Sportler ab? Innerhalb eines Jahres kann maximal eine Vergößerung der Muskelmasse um 2 kg erfolgen. Dazu müssen 400 g Protein eingebaut werden, also täglich 1,1g. unter Berücksichtigung von Sicherheitszuschlägen (100%) täglich nicht mehr als 2,2g/Tag zusätzlich nötig entspricht bei ca 70kg Körpergewicht gerade mal 0,03g/kgKG/Tag --> 0,83g/kgKG/Tag Obergrenze für Proteinzufuhr liegt bei 2g/kgKG/Tag, sonst stärkere Belastung der Niere durch vermehrte Harnstoffbildung
- Wie nennt man den zusätzlichen Bedarf an Nährstoffen in bestimmten physiologischen Situation (z.B. Schwangerschaft) Mehrbedarf
- Wie würdest du die Proteinzufuhr/-versorgung in D. beurteilen? Gute Versorgung Durch NVS II ermittelter Medianwert (1,2 - 1,4 g/kg/Tag) liegt über der Empfehlung Nur wenige (11% Männer, 14% Frauen) liegen unter der Empfehlung
- Hauptquellen für Proteine in Deutschland Fleisch, Wurst Milch, Käse Brot --> insg. tier. LM eher als pflanzliche
- Vulnerable Bevölkerungsgruppen bei der Proteinversorgung Veganer (insb. Schwangere, Stillende und Kleinkinder) Alte (insb. Männer) und Kranke Diätverhalten (Frauen die ständig auf Diät sind) Schwangere Jugendliche
- Welche ungünstigen Begleitstoffe finden sich oft in proteinreichen tierischen LM Cholesterin Purine ges. FS Arzneimittelrückstände Schwermetalle Pflanzenschutzmittel NaCl, Nitrat/Nitrit, Notrosamine (gepökeltes Fleisch)
- Welche ungünstigen Begleitstoffe finden sich oft in pflanzlichen proteinreichen LM? Glykoside Lektine (Proteine) Protease-Inhibitoren Tannine Alkaloide Aflatoxine Pflanzenschutzmittel
- Proteinreiche a) tierische b) pflanzliche LM a) Eier, Milch/-produkte, Fleisch, Wurst, Fisch, Innereien b) Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte, best. Gemüse
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- Welche wertvollen Stoffe liefern proteinreiche tier. LM, die in pflanzlichen nicht enthalten sind? Vitamin A Vitamin B12 Dafür in pflanzl. LM: Vitamin K, sek.Pflanzenstoffe, Ballaststoffe!!
- Biologische Wertigkeit ...Anzahl g Körpereiweiß, die durch 100g des entsprechenden Nahrungsproteins ersetzt werden kann... Beurteilung der Proteinqualität Verdaulichkeit AS-Zusammensetzung Verfügbarkeit der freigesetzten AS Je höher die Qualität, desto geringer die Proteinmenge die zugeführt werden muss
- Biologische Wertigkeit ...Anzahl g Körpereiweiß, die durch 100g des entsprechenden Nahrungsproteins ersetzt werden kann... Maß wie effizient ein Nahrungseiweiß in körpereigenes umgesetzt werden kann Beurteilung der Proteinqualität Verdaulichkeit AS-Zusammensetzung Verfügbarkeit der freigesetzten AS Je höher die Qualität, desto geringer die Proteinmenge die zugeführt werden muss
- Welche Bedeutung haben tierische LM für die Proteinzufuhr + höhere biol. Wertigkeit - ungünstige Begleitstoffe (Purine, Chol., ges.FS,...) --> Kombination von pflanzlichen und tierischen LM erhöht die biol. Wertigkeit und ist gesünder
- Bei welchen Erkrankungen ist eine streng eiweißarme Diät induziert? Niereninsuffizienz --> Absenkung des Kreatinin- und Harnstoffwertes im Blut bei gleichzeitiger Verhinderung eines Proteinmangels Mindestbedarf: 0,34g/kg/Tag muss gedeckt sein
- Worauf ist der Mehrbedarf an Protein bei Schwangeren und Stillenden zurück zu führen? Es gibt keinen Speicher für Proteine im Körper Fetale Proteine werden aus AS der Mutter synthetisiert --> Sicherstellung der Versorgung Steigerung des Blutvolumens der Schwangeren Vergrößerung der Gebärmutter und der Brüste Erhöhter Bedarf erst ab 4. Monat! Kind muss über Milch mit Protein versorgt werden Synthese von 1g Milchprotein benötigt 2g verfügbares Protein
- Wie ermittelt sich empfohlene Proteinzufuhr während der Schwangerschaft Empfehlung: ab dem 4.Monat eine tägl. Zulage von 10g/Tag Errechnung des steigenden N-Bedarfs durch N-Bilanz (ca. 0,52 g/Tag = 3,3g Protein/Tag) + 30% Sicherheitszuschlag + 30% Korrektur durch Umwandlungsrate + 30 % biol. Wertigkeit berücksichtigt = Mehrbedarf Protein in g/Tag
- Wie leitet sich die Empfehlung der Proteinzufuhr bzw. der Mehrbedarf für Stillende ab? 0,75 l/d durchschnittl. vom Säugling aufgenommene tägl. Milchmenge 13 g/l Proteinmenge pro Liter Milch 70 % Effizienz der Proteinverwertung (biol. Wertigkeit) (0,75 l/d x 13 g/l) /0,7 = 14 g/Tag
- Unterschied zwischen Harnstoff und Harnsäure Harnstoff entsteht beim Abbau von Protein Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen
- Welchen Anteil sollten Proteine an der Gesamtenergiezufuhr haben? 9-11 %
- Physiologische Funktionen von Proteinen Lieferung der essentiellen AS Lieferung von N, S, Se zum Aufbau körpereigener Proteine und metabolisch aktiver Substanzen zur Energiegewinnung (Enzyme, Hormone, Transportproteine, Rezeptorproteine, Immunproteine,...)