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Arbeits- und Organisationspsychologie III (Subject) / Wirtschaftspsychologie (Lesson)
In dieser Kartei-Karten-Sammlung sollen wichtige wirtschaftliche Begriffe abgefragt werden und in Zusammenhang mit dem Konsumverhalten und Werbestrategien gebracht werden.
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- wirtschaften Wirtschaften ist das ... planmäßige und effiziente Entscheiden über knappe Ressourcen für eine bestmögliche Bedürfnisbedfriedigung.
- Spannungsverhältnis der Ökonomie Die Wirtschaftswissenschaft geht davon aus, dass 1. menschliche Bedürfnisse unendlich und 2. die zur Bedürfnisbefriedigung zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt sind (Knappheit der Güter).
- 10 grundlegende Regeln der Volkswirtschaft (Mankiw&Taylor) 1. Alle Menschen stehen vor abzuwägenden Alternativen. 2. Die Kosten eines Gutes bestehen aus dem, was man für den Erwerb eines Gutes aufgibt. 3. Rational entscheidende Leute denken in Grenzbegriffen. 4. Die Menschen reagieren auf Anreize. 5. Durch Handel kann es jedem besser gehen. 6. Märkte sind gewöhnlich gut für die Organisation des Wirtschaftslebens. 7. Regierungen können manchmal die Marktergebnisse verbessern. 8. Der Lebensstandard eines Landes hängt von der Fähigkeit ab, Waren und Dienstleistungen herzustellen. 9. Die Preise steigen, wenn zu viel Geld in Umlauf gesetzt wird. 10. Die Gesellschaft hat kurzfristig zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit zu wählen.
- Opportunitätskosten Opportunitätskosten bezeichnen die Kosten, welche bei einer Wahlentscheidung aus dem Verzicht auf eine Alternative entstehen. Mit dem Entscheid für eine Alternative verzichtet man dem entsprechend automatisch auf die anderen Alternativen. "Was aufgegeben werden muss, um etwas anderes zu erlangen" = Kosten entgangener Gewinn
- Grenzkosten Marginalkosten sind jene Kosten, die durch die Erstellung zusätzlichen Leistungseinheiten über die bisherigen Kosten hinaus entstehen. Um wieviel verändern sich die Kosten,wenn ein ztusätzliches Stück produziert wird?
- Grenznutzen Der marginale Nutzen ist der Nutzenzuwachs aus der jeweils letzten konsumierten Einheit eines Gutes. Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen: Der Konsum eines Gutes hat mit zunehmender Menge einen immer geringeren Zusatznutzen.
- Marktversagen Marktversagen liegt vor, wenn es einem sich selbst überlassenen Markt nicht gelingt, die Ressourcen effizient zu zu teilen. Dies kann durch Externalität und Marktmacht verursacht werden.
- Externalität Auswirkung der Handlung einer Person auf die Wohlfahrt eines unbeteiligten Dritten (z.B. Luftverschmutzung).
- Marktmacht Die Fähigkeit eines Einzelnen oder einer kleinen Gruppe den Marktpreis maßgeblich zu beeinflussen (z.B. Monopol).
- Bruttoinlandsprodukt (BIP)/Bruttonationaleinkommen Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Es misst den Wert der Produktion innerhlab der geographischen Grenzen eines Landes. Im Unterschied zum Bruttonationaleinkommen werden bei der Berechnung des BIP die Leistungen von In- und Asländern erfasst.
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- Wirtschaftswachstum Zunahme des (realen) BIP von einer Periode zur nächsten
- Nominales & Reales BIP Beim nominalen BIP bezieht sich das BIP auf die Marktpreise Beim realen BIP werden die Waren und Dienstleistungen zu den Preisen des festgelegten Basisjahres bewertet.
- Inflation Teuerungsrate = Anstieg des Preisniveaus einer Volkswirtschaft
- Phillipskurve Die Phillips-Kurve stellt einen gegensätzlichen Zusammenhang von Inflation und Arbeitslosigkeit fest. Auf eine steigende Inflation folgt eine niedrigere Arbeitslosigkeit und umgekehrt. Der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation besteht nur auf kure Dauer, da sich die Teilnehmer an eine veränderte Inflation anpassen und deswegen zur ursprünglichen Arbeitslosigkeit zurück kehren.
- Vollkommener Markt Erfüllung der 4 Bedingungen: 1. Vollkommene Markttransparenz: Jeder Marktteilnehmer ist über alle Güter, Preise, Mengen etc. vollständig informiert 2. Homogenität der Güter: Alle auf dem Markt angebotenen Güter (einer Klasse) sind gleich 3. keine räumlichen, zeitlichen, persönlichen und sachlichen Präferenzen 4. unendlich schnelle Reaktionen
- Nachfrage DIe Nachfragemenge ist jene Gütermenge, die Käufer erwerben wollen und können.
- Gesetz der Nachfrage Bei sonst unveränderten Randbedingungen sinkt die nachgefragte Menge eines Guts bei steigendem Preis des Guts und umgekehrt.
- Bestimmungsgrößen der Nachfragemenge Preis Einkommen Preise verwandter Güter Vorlieben, Geschmack Erwartungen Anzahl der Käufer
- Einkommenseffekte 1. Bei einem normalen Gut steigt gewöhnlich die Nachfrage mit dem Einkommen. 2. Bei einem inferiorenGut fällt gewöhnlich die Nachfrage mit steigendem Einkommen. 3. Bei steigendem Einkommen wechseln Menschen häufig von inferioren Gütern zu superioren Gütern. Sie "substituieren".
- Substitutionsgüter Substitutionsgüter (Substitution = Ersatz, Austausch, Stellvertrung) sind Güter, die sich ganz oder teilweise gegenseitig ersetzen können. Zwei Güter bei denen der Preisanstieg des einen Gutes einen Nachfrageanstieg des anderen Guts auslöst. Eis & Pudding
- Komplementärgüter Komplementärgüter (komplementär = ergänzend) sind solche Güter, die bei Produktion oder Verbrauch sinnvollerweise zusammen eingesetzt werden. Die Verwendung des einen Gutes (Briefpapier) bedingt die Verwendung des anderen (Briefumschlag). Steigt der Absatz des einen Gutes (Schuhe), so steigt auch der Absatz des anderen (Schuhputzmittel). Steigt der Preis des einen ,sinkt die Nachfrage bei dem anderen Gut.
- Angebot Die Angebotsmenge ist jene Gütermenge, die Verkäufer veräußern wollen und können.
- Gesetz des Angebots Bei sonst unveränderten Randbedingungen steigt die angebotene Menge eines Guts bei steigendem Preis des Guts und umgekehrt.
- Bestimmungsgrößen des Angebots Preis Input- oder Einkaufspreise Technologie (Fortschritt) Erwartungen Anzahl der Anbieter
- Angebotsüberschuss Ein Angebotsüberschuss liegt in einer Situation vor, bei der die angebotene Menge größer ist als die nachgefragte Menge. Die Anbieter reagieren mit Preissenkungen, die zu einem Ansteig der Nachfrage und einem Rückgang des Angebots führen.
- Nachfrageüberschuss Ein Nachfrageüberschuss herrscht, wenn in einer Situation die nachgefragte Menge größer ist als die angebotene Menge. = Güterknappheit Anbieter werden ihre Preise erhöhen und es entsteht eine Bewegung in Richtung Marktgleichgewicht* *Marktgleichgewicht: Situation, in der die angebotene und nachgefragte Gütermenge durch Preisanpassungen angeglichen sind.
- Volkswirtschaftslehre Die Volkswirtschaftslehre untersucht die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge der von den einzelnen Wirtschaftsteilnehmern ausgehenden Aktivitäten. Das Wesen der Wirtschaft soll aus einer ganzheitlichen Sicht erkannt und ihre Strukturen und Abläufe gestaltet werden. Im Vordergrund steht also der Makrokosmos und die Maximierung der Gesamtwohlfahrt.
- Betriebswirtschaftslehre Die Betriebswirtschaft beschäftigt sich mit einzelwirtschaftlichen ENtscheidungen. Das einzelne Unternehmen steht im Mittelpunkt, dessen Unternehmensziel durch optimale Entscheidungen erreicht werden soll. Bei Betrachtung des Mikrokosmos steht zudem die Maximierung des Eigennutzens im Vordergrund.
- Bedürfnisse Als Bedürfnisse eines Menschen bezeichnet man das Empfinden eines Mangels, gleichgültig ob dieser objektiv vorhanden oder nur subjektiv empfunden wird. Man spricht auch von einem unerfüllten Wunsch. Ziel ist es, diesem Wunsch Abhilfe zu verschaffen. = Motor der Wirtschaft
- Einteilung der Bedürfnisse nach Dringlichkeit Existenzbedürfnisse: Auch Primärbedürfnisse, dienen der Selbsterhaltung, sind lebensnotwendig - z.B. Nahrung, Wasser, Luft Grundbedürfnisse: nicht existenznotwendig, ergeben sich aus kulturellem und sozialem Leben/ allgemeiner Lebensstandard - z.B. Kleidung, Haushaltsgegenstände, Sport Luxusbedürfnisse: können in der Regel nur mit hohem Einkommen befriedigt werden - z.B. Schmuck, Zweitwohnung, Luxusauto
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- Bedarf Als Bedarf wird im wirtschaftlichen Sinn nur jener Teil der Bedürfnisse bezeichnet, den der Mensch mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln befriedigen kann.
- Klassifizierung von Gütern 1. Verfügbarkeit: Freie Güter (Wasser, Luft), knappe Güter (Gold) 2. Stellung im Transformationsprozess: Inputgüter (Rohstoffe), Outputgüter (Nahrungsmittel) 3. Art der Bedürfnisbefriedigung: Produktionsgüter (Maschinen), Konsumgüter (Schuhe) 4. Beschaffenheit: Verbrauchsgüter (Zahnpaste), Gebrauchsgüter (Kochtopf) 5. Physikalische Eigenschaft: materielle Güter (Holz), imaterielle Güter (Schulungen, Rechte) 6. Beziehung zueinander: Substitutionsgüter (Bier/Wein), Komplementärgüter (Ski/Skischuhe)
- Wertschöpfung Unter Wertschöpfung wird die Differenz zwischen den von einem Unternehmen abgegebenen Leistungen und den von dem Unternehmen übernommenen Leistungen verstanden. Beispiel:Ein Müller kauft Getreide vom Bauern um 50€, das er zu Mehl zermahlt. Das Mehl verkauft er um 90€ = 40€ Wertschöpfung!
- Wirtschaftssektoren Primärer Sektor: Urerzeugung, z.B. Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau Sekundärer Sektor: Weiterverarbeitung, z.B. Industrie, Bau, Handwerk Tertiärer Sektor: Dienstleistungen, z.B. Handel, Banken, Bildung, Verkehr
- Ökonomisches Prinzip Das ökonomische Prinzip besagt, dass zwischen den eingesetzten Mitteln/Anstrengungen und dem resultierenden Ertrag/Ergebnis ein optimales Verhältnis herzustellen ist. Es existiert in drei Versionen: 1. Maximum-Prinzip: Bei gegebenem Mitteleinsatz soll ein maximales Ergebnis erzielt werden. 2. Minimum-Prinzip: Ein bestimmtes Ergebnis soll mit minimalem Mitteleinsatz erzielt werden. 3. Optimum-Prinzip: Es soll ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen Mitteleinsazu und Ergebnis realisiert werden.
- Konsumentenverhalten Im engeren Sinne: Das beobachtbare "äußere" und das nicht beobachtbare "innere" Verhalten von Menschen beim Kauf und Konsum wirtschaftlicher Güter. Im weiteren Sinne: Das Verhalten der Letztverbraucher von materiellen und immateriellen Gütern in einer Gesellschaft, also auch das Verhalten von Wählern, Museumsbesuchern oder Patienten. vollkomm
- Aktivierende Prozesse Aktivierende Prozesse sind Vorgänge, die mit inneren Erregungen und Spannungen verbunden sind und das Verhalten antreiben. Zum Beispiel: Emotion, Trieb, Motivation, Einstellung
- Kognitive Prozesse Kognitive Prozesse sind Vorgänge, durch die das Individuum Informationen aufnimmt, verarbeitet und speichert. Zum Beispiel: Wahrnehmung, Lernen, Gedächtnis, Entscheidung, Bewerten
- Aktivierung Unter Aktivierung versteht man den Erregunsvorgang, durch den der menschliche Organismus in einen Zustand der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft versetzt wird.
- Emotion Emotionen sind innere Erregungsvorgänge, die als angenehm oder unangenehm empfunden und mehr oder weniger bewusst erlebt werden. Emotion = zentralnervöse Erregunsmuster + (kognitive) Interpretation
- Motivation Als Motivationen bezeichnet man Emotionen, die mit einer Zielorientierung in Bezug auf das Verhalten verbunden sind. Motivation = Emotion + (kognitive) Zielorientierung
- Einstellungen Einstellungen sind Motivationen, die mit einer kognitiven Beurteilung eines Gegenstades verknüft sind. Einstellung = Motivation + (kognitive) Gegenstandbeurteilung
- tonische Aktivierung Die tonische Aktivierung bestimmt die länger anhaltende Bewusstseinslage und die allgemeine Leistungsfähigkeit. Dieser Art der Aktivierung verändert sich nur langsam. Sie ist häufig von tagesperiodischen Einflüssen oder lang andauernder/intensiver externer Reizeinwirkung abhängig.
- phasische Aktivierung Die phasische Aktivierung beschreibt die kurzfristigen Aktivierungsschwankungen als Reaktion auf bestimmte Reize, die die spezielle Leistungsfähigkeit des Individuums bei der Stimulusverarbeitung anzeigen. Diese Form der Aktivierung ist eng mit der selektiven Aufmerksamkeit und Orientierungsreaktionen verbunden.
- Aufmerksamkeit = Bereitschaft eines Individuums, Reize aus seiner Umwelt aufzunehmen
- frühe Selektion & späte Selektion In der frühen Selektion wird eine Informaion aufgrund physikalischer Eigenschaften zu einem frühen Zeitpunkt der Verarbeitung selektiert. Die späte Selektion wählt INformationen aufgrund semantischer Kriterien aus.
- Subtypen der Aufmerksamkeit nach Brent A. Coull (1998) 1. Orientierende Aufmerksamkeit: Lenkung der Aufmerksamkeit in eine bestimmte Richtung des Raumes oder auf zeitlichen Verlauf, z.B. beim Suchen eines Produktes im Supermarkt 2. selektive oder fokussierte Aufmerksamkeit: Lenkung der Aufmerksamkeit innerhalb einer bestimmten Richtung eines Raumes auf einen bestimmten Ort oder Stimulus, z.B. im Supermarktregal wird nur eine einzige Marke angesehen, ffür alle anderen Marken ist man "blind" 3. geteilte Aufmerksamkeit: gleichzeitige Verarbeitung mehrerer einströmender Reize, z,.B. Multitasking 4. dauerhafte Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeit wird Sekunden bis Minuten aufrechterhalten, z.B. langes Betrachten der Schaufensterauslage
- Somatic-Marker-Hypothese (Damasio) Die Somatic-Marker-Hypothese besagt, dass der menschliche Körper sich (emotional) bedeutsame Ereinisse als angenehm oder unangenehm "merkt". Diese werden im emotioaneln Erfahrungsgedächtnis gespeicert und bei ähnlicen Situationen wird mit antizipatorischen Aktivierungsreaktionen reagiert. Dadurch etstehen (unbewusst) Vorentscheidungen, wodurc der Mensch vor Gefahren gewarnt werden kann oder die Aufmerksamkeit auf etwas Wichtiges gelenkt wird.
- Reize für die gezielte Auslösung von Aktivierung Affektive Stimuli kollative Stimuli intensive Stimuli
- Affektive Stimuli Auslösung von angenehmen/unangenehmen Emotionen durch angeborene Reizreaktionsmechanismen oder Konditionierungen Schlüssereize lösen biologisch vorprogrammierte Reaktionen aus, z.B.: Kindchenschema/Augen, Erotik/Brüste Nutzung von Attrappen, Zeichnungen/Modelle