26
Mündlich Logo Examen (Subject) / Psychologie (Lesson)
Advertisement
- 8) Beschreiben Sie die 5 Axiome nach Watzlawick 1) Man kann nicht nicht kommunizieren Selbst Schweigen lässt sich über die Aspekte: Selbstoffenbarung, Sachaspekt,Beziehung und Appell deuten z.B. das Schweigen einer Schülerin auf die Frage ihres Lehrers hin 2) Jede Kommunikation hat einen Inhalts-und Beziehungsaspekt Schweigen trägt zwar keinen inhaltlichen Aspekt, sagt jedoch oft etwas über die Beziehung aus.(Beziehungsaspekt) 3)Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktionen der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt Verständnis der Kommunikation als Regelkreis, nicht als Kausalitätsprinzip. 4) Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten Digital = Zuordnung eines Wortes zu einem Objekt= Inhaltsaspekt Analog = Verwendung nichtsprachliche Mittel(Mimik, Gestik), viele Interpretationsmöglichkeiten = Beziehungsaspekt 5) Kommunikation verläuft entweder symmetrisch oder komplementär Komplementär = Über-oder Unterordungsverhältnis z.B. Schüler-Lehrerverhältnis Symmetrisch = Betrachtung des anderen als gleichwertigen Gesprächspartner
- 1) Welche psychischen Funktionen kennen Sie? Beschreiben Sie eine genauer! 1. Schlaf 2. Emotion 3. Gedächtnis (Kognition) 4. Lernen 5. Denken und Problemlösen 6. Psychomotorik Genauer: Lernen: Def: Unter Lernen versteht man intentionalen oder impliziten Erwerb von geistigen,körperlichen oder sozialen Kenntnissen und Fertigkeiten. oder aus lernpsychologischer Sicht: Prozess der Veränderung des Denkens, Handelns, Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnen Verständnisses. Potentielle Stötung: Aneignungsstörung Mögliche Krankheitsbilder: Demenzerkrankungen, Prä-peri oder postnatale Einschränkungen, "Lernbehinderungen", Psychotische Zustände
- 2) Prozess der Indikationsstellung in der Psychotherapie,welche Schritte? 1) Beschwerden des P. -> 2) Erstes Hilfssystem:-bewusste Wahrnehmung der Beschwerden,die Leidensdruck hervorruft - Familie & Freunde ( = Ressource zum Coping)Falls dies unzureichend:3) Zweites Hilfssystem-" Selbsttherapie" via Internet, Arzt und Apotheker, der Differenzialdiagnose stellt "seelische" vs. "körperliche" BeschwerdenBei Feststellung v. psychischen Beschwerden-> Indikation zum Psychotherapeuten, falls Leidensdruck/Motivation des P. groß genug
- 3) Welche physiologischen Prozesse liegen Entspannungstechniken zugrunde? Annahme: " Ich bin mein Körper" Körperliche Prozesse: Einfluss auf Psyche und umgekehrt Erkenntnis wird genutzt durch Einflussnahme auf: Atmung, Bewegung und Körperwahrnehmung 1. Atmung: durchschn. 16 bis 20 Atemzüge kann: a) Verlangsamt und vertieft werden :entspannend, körperl. Erwärmung b) erhöht werden: anregend, erzeugt Bilder 2. Bewegung: Veränderung von Bewegungsmustern, Steigerung oder Verlangsamung der pathologischen : z.B. PME 3. Körperwahrnehmung: über Vorstellungen im Körper z.B. bei Autogenes Training über Ersprüren von Körperpartien und deren Beschaffenheit (schwer,warm etc.)
- 4) Wie würden Sie PME anwenden? Anwendungsgebiet: hauptsächlich Kopf,Gesicht, Nacken, Schultern Setting: möglichst stabile Lage (sitzend oder liegend individuell) Beachtung: tiefe,ruhige Stimme,nicht verlesen,bzw. möglichst frei sprechen, gute Wahrnehmung für Dauer der Anspannungs- und Entspannungsphasen
- 5a) Erläutern Sie den Begriff " Übertragung" 1) Übertragung = die vom P. auf den Therapeuten übertragenen Gefühle, Vorstellungen und Wünsche , die oft unangemssen sind, jedoch viel von der psychischen Verfassung des P. preisgeben.
- 5b) Gegenübertragung? = Unbewusste Reaktion des Therapeuten auf die Übertragung des Patienten
- 5c) Widerstand = Negative Gefühle des Patienten gegen die Aufdeckung von für ihn peinlicher Themen Ziel: werden vom Th. angesprochen und P. soll sich dessen bewusst werden
- 7) Wie würden Sie eine Angst-Bewältigungs-Behandlung aufbauen? Angstexposition , mit einer Hierarchisierung der Angst weniger beängstigend -> stark beängstigend Lernschritte: 1. Vorstellung der angstbesetzten Situation (verdecktes Konditionieren) 2. Annäherung an Objekt 3. Kurzzeitige Exposition (z.B. Benutzung des Fahrstuhls) plus positive Vorstellungen und Möglichkeiten der Entspannung
- 10) Skizzieren Sie den Verlauf eines Behandlungsgespräches - Begrüßung - Small Talk (um Ankommen zu lassen) - Rückbezug auf Terminvereinbarung - Problemdarstellung - Zielsetzung - Spiegeln - Vermittlung von Faktenwissen - Lösung - Verabschiedung
- Advertisement
- 6a) 3 Lernformen der VT : Klassisches Konditionieren z.B. Pawlowscher Hundeversuch Unkonditionierter Sti. + Neutraler Stimulus -> Unkonditionierte Reakt. Hundeknochen + Glockenläuten -> Speichefluss ->->-> Konditionierter Stimulus -> Konditionierter Reaktion Glockenläuten -> Speichelfluss
- 6b) Operantes Konditionieren Stimulus -> Reaktion -> Konsequenz K+ = Positive Verstärkung K+ = Positive Verstärkung fällt weg K- = Bestrafung K- = Wegfallen der Bestrafung
- 6c) Modelllernen Lernvorgänge beruhend auf Beobachtung des Verhaltens menschlicher Vorbilder -> Aufbau neuer Verhaltensweisen oder -> Modifikation bestehender Verhaltensweisen 1) Aufmerksamkeitsphase 2) Behaltensphase 3) Aktivitätsphase 4) Rückmeldung durch Menschen/Situation Voraussetzungen: Gute Beziehung zum Vorbild, Verstärker: positiver emotionaler Bezug, Eigenlob, Ähnlichkeit der Modellperson mit Beobachter, Erfolg der Modellperson
- 9) Welche Bedeutung haben Empathie , Kongruenz und Wertschätzung im therapeutischen Handeln? Allgemein: Für Aufbau einer guten Arbeitsbeziehung Empathie = Einfühlungsvermögen, Voraussetzung dafür, dass P. sich öfnnen kann und angenommen fühlt, hilft bei allen therapeutischen Schritten Methoden: Spiegeln, Paraphrasieren Kongruenz= Übereinstimmung von verbaler+ nonverbaler Aussage -> große Bedeutung für die Glaubwürdigkeit des Th. und somit für die Arbeitsbeziehung Wertschätzung= P. mit allen Störungen als Mensch wert zu schätzen Arbeitsbeziehung ist in einem wertschätzenden Rahmen besser
- 11) Mit welcher Sinnesausstattung kommt der Säugling auf die Welt? Der "kompetente Säugling" kann: 1. Sehen 2. Hören 3. Riechen 4. Schmecken 5. Fühlen
- 12 a) Was versteht man unter Bindung? Definition: = Biologisches Bedürfnis des Säuglings dieses psychologische Konstrukt zur Bezugsperson einzugehen, um Emotionen,Motivationen und Verhalten des Kindes je nach Situation zu strukturieren. -> notwendig zum Beziehiehungsaufbau zur Bezugsperson Nach Bowlby: beginnt ab 7.-8. Monat eingeleitet durch Objektpermanenz
- 12b) Welche Bindunsstile kennen Sie? Nach Ainsworth 1969: " Fremde-Situations-Test": Wartesituation + Rückkehr der Mutter: Frage: Wie empfängt Kind Mutter?-> 3 Bindungsstile + späterer Bindungsstil 1. Unsicher-Vermeidend gebunden 2. Sicher-balanciert gebunden 3. Ambivalent-unsicher gebunden 4. Desorganisierte Muster
- 13a) Welche Merkmale hat das Spiel? 1. Selbstzweck 2. Wechsel des Realitätsbezuges 3. Wiederholung und Ritual
- 13b) Welche Formen des Spies kennen Sie? 1. Sensumotorisches Spiel 2. Informationsspiel 3. Konstruktionsspiel 4. So-tun-als-ob-Spiel 5. Rollenspiel 6. Regelspiel
- 14a) Wie definiert man Gedächtnis? Definition: Fähigkeit des ZNS von Lebewesen, aufgenommene Infos zu behalten, zu ordnen und abzurufen.
- 14b) Welche Gedächtnisleistungen gibt es im frühen Kindesalter? 1. Wiedererkennungsleistung(von Geburt an) Nach Einprägung kann wenige Tage alter Säugling Gesichter und Dinge wiedererkennen 2. Assioziatives Lernen (ca. 3. LM) Erkennen von Zusammenhängen 3. Imitationslernen (ca. 9. LM) Reproduktion früherer Handlungen, die in aktueller Situation nicht gegeben sind 4. Skripts = schematisierte "drehbücher" zu häufi vorkommenden Ereignissen -> Erwartung, Kontrolle 5. Spezifische Erinnerungshilfen bei Erinnerung einzelner Ereignisse auf Abrufebene 6. Lokationsgedächtnis
- 15) Psychosexuelle Entwicklung- Welche Veränderungen? 1. Längen-und Breitenwachstum + Veränderung der Proportionen 2. Veränderung des Hormonhaushaltes 3. Äußere Geschlechtsorgane (+Schambehaarung) 4. Sexualerfahrungen + Verhütungsmittel
- 16) Welche Formen der Identitätsstadien nach Marcia? 1. Übernommene Identität 2. Diffuse Identität -> Hinterfragung von Werten, Ablehnung v. Anforderungen,neue Ideen der Selbstdarstellung 3. Moratorium -> Ausleben verschiedener Werte 4. Erarbeitete Identität -> Autonome Entscheidung
- 8b) Wie erweitert Schulz-von Thun das Modell von Watzlawick? Um die Aspekte der Selbstoffenbarung und Appell. Bspe!
- 19) Was gehört zu einer umfangreichen Anamnese? -harte Daten - weiche Daten: Befindlichkeit, Krankheitsverarveitung, soziales Umfeld... - Eigenanamnese - Fremdanamnese - Therapieziele (shared decision making) - Ressourcen
- 20) Angehörige haben vielfältige Sorgen und Redebedarf. Aufbau eines entsprechenden Beratungsgespräches 1) Auftragsklärung 2) Zielsetzung 3) Ressourcen des A. 4) Lösungsstrategien/ Handlungsempfehlungen