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Tierökologie (Subject) / Tierökologie (Lesson)

Zusammenfassung

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  • Saprodien = Makrozoobenthos - Makrozoobenthos: benthische heterotrophe organismen (mit auge erkennbar) - Saprodien: Organismen, die für verschiedene intensitäten der saprodie charakteristisch sind - Benthos: Gesellschaft der am Gewässerboden lebenden organismen Saprobität: Intensität des abbaus organischer substanz
  • Saprobiensystem Begriffserklärung bei einleitung von organischen stoffen in ein fließgewässer läuft selbstreinigungsprozess ab, dies führt zu typischer zonalen verteilung verschiederer organismengemeinschaften -> zusammenhang zwischen besiedlung und gewässerverunreinigung
  • Saprobiensystem Ziel: Beurteilung der biol. Gewässergüte Grundlagen: Vergleich verschieden stark verunreinigter gewässer mit probennahmen Problem: viele Organismen haben weite ökologische potenz, gewässerzustand kann nur über stenöke organismen bewertet werden  
  • Probennahme zum Saprobienindex 20 Teilproben - steine (60%): 12 Proben - Kies (25%): 5 Proben - Algen (15%): 3 Proben - Holz (bis 5%): 1 Probe
  • Ökologische Aussage des Saprobienindex - je höher, desto höher abbau organischer substanzen = mehr nahrung für makrozoobenthos - hohe abbautätigkeit = sinkender gehalt an gelöster sauerstoff - hohe saprodie = mehr taxa die mit wenig sauerstoff tolerieren - noch höhere sarodie = massenvorkommen von abwasserpilz
  • Berechnung des Saprobienindex S = s(i) x h(i) x g(i) / h(i) x g(i)   S: Saprobienindex der Stichprobe s(i): Saprobienindex der i-ten beobachteten Art h(i): Häufigkeitswert der i-ten beobachteten Art g(i): Indikationsgewicht der i-ten beobachteten Art n: Anzahl der beobachteten Arten
  • Die Weltmeere 3 Ozeane 8 Mittelmeere
  • Meeresdaten 3800m tief (max 11000m Marianegraben) 35% Salz (Wasser, Na, Mg, Ca, K)
  • Zonierung der Meere ·         Benthal Pelagial: Neritische Provinz, Ozeanische Provinz, Schelfmeer (bis 200m)
  • Neritische Provinz: ·        ®       küstennah ®      Supra-, Eu- und Sublitoral ®      Epipelagial, meist euphotisch (Licht) ®      „Vollzirkulation“ ®      Hohe Artenvielfalt des Planktons
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  • Ozeanische Provinz: ·          ®      benthale Tiefsee: Bathyal, Abyssal, Hadal ®      Bathypelagial ®      euphotische und aphotische Zone (Konsumenten) ®      insgesamt einheitlicher   ®      Unterschiede zwischen den Zonen eines Meeres > als zwischen verschiedenen Meeren!
  • Das Globale Förderband: ·      Temperatur und Salzgehalt als Motor ·       Kaltes Wasser bewegt sich  entlang der Kontinente auf der Westseite der Ozeanbecken (getrieben durch die Erdrotation) ·         Start: Absinken von kaltem, salzreichem Wasser im Nordatlantik ·         Kalter Tiefenstrom Richtung Ausgang im Südatlantik und dann Richtung Indischer Ozean = Zirkumpolarstrom ·         Kaltes Wasser beginnt aufzusteigen und wird windgetrieben vermischt, dadurch erwärmt und steigt schließlich zur Oberfläche auf ·         Das Wasser wird an der Oberfläche stark erwärmt und fließt zunächst äquatorial als Oberflächenstrom Richtung Golfregion Mittelamerikas ·         Als Golfstrom fließt warmes Wasser Richtung Norden, kühlt ab und beginnt erneut zu sinken. (Klima in Westeuropa)
  • • Humboldtstrom ®      Kalter Meeresstrom von der Antarktis Richtung Norden (7-8 0C kälter) ®      Westküste Südamerikas parallel zu den Anden ®      Südlich von Ecuador äquatorial Richtung Westen ®      Erwärmung des Wassers ·         Auslöser: ®      Südost-Passat bläßt das Wasser nach Nord-Westen ®      Hoch nahe der Osterinseln ®      Wasser trifft als Südäquatorialstrom auf den Nordäquatorialstrom und fließ letztlich durch das Eis der Antarktis getrieben nach Süden zurück  
  • La Niña Phase des Humboldtstromes: ·         ®      Über den Wassermassen an der Westküste Südamerikas kühlt sich die Luft ab ®      An der Westseite des Kontinents entstehen niederschlagsarme Wüstengebiete (Atacama, Chile) ®      Kaltes Wasser enthält viel Sauerstoff = starkes Phytoplanktonwachstum (Nahrungsketten) ®      Die Fisch- und Guanoindustrie profitieren ®      kaltes Wasser steigt an der W-Seite Südamerikas auf (Aufquellströmung) ®      Nährstoffkonzentration steigt an ®      enormer Anstieg der Primärproduktion ®      Nahrungsketten generieren
  • El Niño Phase des Humdoldtstromes: ·          ®      Um die Weihnachtszeit (El Nino) ®      Ein Tiefdruckgebiet entsteht nahe der Galapagos Inseln ®      Der Südost-Passat lässt nach ®      Der Humboldtstrom ebbt ab ®      der Humboldtstrom kommt zum Erliegen ®      Nährstoffarmut, Erwärmung des Oberflächenwassers ®      Absterben des Planktons ®      Zusammenbruch ganzer Nahrungsketten
  • Gezeiten (Litoral): ·         rhythmisches Steigen (Flut) und Fallen (Ebbe) des Meeresspiegels ·         Auslöser: Anziehungskraft des Mondes (der Sonne) ·         ein Mondtag beträgt 24h 50min: von Flut zu Flut vergehen 12h 25min (Ebbe zu Ebbe); tägliche Verschiebung um 50min ·         Tiden: periodische Wasserbewegung (Gezeitenkräfte) ·         pringtiden, Nipptiden
  • * Gezeiten: ·         großer Einfluss auf das Litoral als Lebensraum ·         abhängig von Küstenform, Gestein, Sedimenten ·         zusätzlicher Nährstoffgehalt, Temperatur etc.
  • * Standort Felsküste:        Standort Felsküste: ·         Wechsel mariner und atmosphärischer Einflüsse ·         mechanische Belastung (Wellenschlag, Wind) ·         extreme Schwankungen von Temperatur und Salzkonzentration ·         Land-See Gradient erfordert starke Anpassungen ·         Gliederung in Weiße, graue und Schwarze Zone
  • * Felsküste, Weiße Zone: ·         Sprühwasser, Salzeintrag ·         Halophytenzone, „dickfleischige“ Blätter als Wasserspeicher       
  • Felsküste, Graue Zone: ·         Supralitoral ·         Graufärbung: Cyanobakterien (endolithisch/epilithisch) ·         beeinflusst durch Spritzwasser, Spritzwassertümpel
  • Felsküste, Schwarze Zone:         ·         Eulitoral (Gezeitenzone) ·         nur bei Ebbe sichtbar; Bereich zwischen Niedrig und Hochwasser ·         Organismen müssen sich an den Wechsel zwischen totaler ·         Überspülung und stundenlanger Trockenheit anpassen  
  • Lebewelt Litoral:        Lebewelt Litoral: ·         Blaualgen; Makroalgen: Braunalgen (mit Tangen), Rotalgen, Grünalgen ·         Wenige Insektenarten, Polychaeten (Vielborstige Würmer), Krebstiere, Schnecken, Muscheln ·         Schwämme (Porifera), Nesseltiere (Cnidaria), Stachelhäuter (Echinodermata), Manteltiere (Tunicata)