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Psychologie (Subject) / Kognition 2 (Lesson)

Gedächtnis, Problemlösen, Denken

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  • Denken Basis: aktuell gegebene InformationenAbleitung neuer Informationen über SchlussfolgerungsprozesseErweiterung der verfügbaren Informationen beinhaltet (bewusste/unbewusste) Verarbeitung interner Gedächtnisrepräsentationennicht immer nach Gesetzen der Logik geistige Produkte schaffen, unabhängige Manipulation von gegebener Wahrnehmungssituation
  • Modus Ponens A (1. Nebenprämisse) gegeben A-->B A B
  • Denial of the antecedent Verneinung der Vorbedingung A-->B -|A ungültiger Schluss
  • Affirmation of the consequence Bestätigung der Folge A-->B B ungültiger Schluss-->mehrere Ursachen möglich
  • Modus Tollens gültiger Schluss, verursacht aber Probleme, da keine Übung mit negierten Aussagen (Rip & Marcus, 1977) A-->B -|B -|A
  • Rip & Marcus, 1977 Befunde Modus ponens kann korrekt eingesetzt werdenModus tollens verursacht Probleme Fehlschlüsse: Denial of the antecedent & affirmation of the consequence Interpretation: Annahme bikonditionaler Aussagen, obwohl Aussage nur in eine Richtung geht Verwechslung von Schluss und Hypothese keine Übung im Umgang mit negierten Aussagen (modus tollens)
  • Erklärungen für Erleichterungseffekte - Vertrautheit inhaltliche Einkleidung, bei der Personen auf Vorwissen zurückgreifen können, verbessert logisches DenkenERFAHRUNG als entscheidender Faktor
  • Theorie pragmatischer Inferenzschemata Erleichterungseffekte basieren nicht auf "Vertrautheit" der Personen mit Aufgabe basieren, dass Personen konkrete Aufgabe unter Nutzung ihres abstrakten Wissens über Verhaltensvorschriften interpretieren Vertrautheit=Aktivierung von Denkschemata, die in Kultur allgemein akzeptierte Regeln über Einhaltung von Verhaltensvorschriften abbilden = pragmatische Inferenzschemata
  • Erlaubnisschema konditionale Erlaubnis = soziale Verhaltensnorm Erlaubnis, bestimmte Handlung H auszuführenn, erfordert Erfüllung einer bestimmten Bedingung
  • Theorie sozialer Verträge Wird Aufgabe als sozialer Vertrag interpretiert, bei der Person Betrugsmöglichkeit hat, dann wird Mechanismus zur Entlarvung von Betrügern aktiviert Dort wo Betrug vorliegen kann wird untersucht
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  • Phasen der Theorie mentaler Modelle Verstehen der Prämissen - Modellkonstruktion Kombination der Modellkomponenten - Konklusion Suche nach Alternativen - valide Schlussfolgerung
  • Theorie mentaler Modelle Befunde Vorhersagen:Inferenzen sind schwieriger falls sie mehrere explizite Modelle umfassen Inferenzen sind einfach, wenn sie aus Ausgangsmodell heraus gebildet werden können Fehler entstehen hauptsächlich durch nicht vollständig/korrekt entwickelte Modelle
  • Bruner et al, 1956 Generieren von Konzepten Paradigma: VP wird Folge geometrischer Figuren präsentiert und Aufgabe gegeben, anzugeben, ob sie mit einer Regel übereinstimmen 4 Dimensionen (Farbe, Anzahl, Zahl der Umrandungen, Form) Konzepte (Konjunktiv, disjunktiv, relational) Rezeptions- (Hypothese nennen) vs. Selektionsparadigma (Karten suchen) Generalisierungkonservativ (1 Element)gewagt (mehrere Elemente) Sukzessive Hypothesenprüfungsimultan (alle H)sukzessive (1H)  
  • a priori Wahrscheinlichkeit bedingte Wahrscheinlichkeit a posteriori Wahrscheinlichkeit Wahrscheinlichkeit des Zutreffens einer Hypothese ohne weitere Informationen Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis unter Voraussetzung, dass anderes Ereignis eingetreten ist Wahrscheinlichkeit, dass Hypothese eintritt gegeben ein bestimmtes Ereignis
  • Base Rate Neglect Vernächlässigung/Ignorieren der Grundrate/Ausgangswahrscheinlichkeit (a priori Wahrscheinlichkeit)
  • Kompetenz und Performanz (N. Chomsky, 1965) abstraktes Sprachwissen, Sprachfähigkeit eines idealen Sprecher-Hörers (soll-Zustand) konkrete Anwendung des Sprachwissens beim Sprechen und Verstehen (ist-Zustand)
  • Lexikalische Ebene Phrasenstruktur Ersetzungsregeln Transformationen lineare Abfolge der Wörter hierarchische Zergliederung eines Satzes in Einheiten (Phrasen bzw. Konstituenten) syntaktische Regeln und Gesetzmäßigkeiten beziehen sich i.d.R. auf Strukturen formale Spezifikationen für die Erzeugung von Sätzen aus Phrasenstrukturen (generative Grammatik) bewegen Elemente aus ihre üblichen Positionen in der Phrasenstruktur
  • Belege für Phrasenstruktur Sprechpausen - zur Planung der nächsten Phase, trennen phrasale Einheiten Sprachliche Fehlleistungen Transformationen, Bewegungen und ihre Beschränkungen Lesezeiten - längere Lesezeiten am Ende von Phrasen
  • Phonem kleinste sprachliche Einheit, deren Veränderung eine Veränderung des Wortes beeinflusst
  • phonetische Merkmale Artikulationsstelle (alveolar, bilabial, labiodental) Artikulationsart (plosiv=Verschlusslaut, frikativ=Reibelaut, nasal=Nasenlaut) Sonarität (stimmhaft, stimmlos)
  • Formanten Formanttransienten auf Vokale bezogen, längere Abschnitte des Frequenzbereichs auf Konsonanten bezogen, kürzere Abschnitte des Frequenzbereichs bevor Vokal kommt - schnelle Frequenzänderungen
  • Wörter Zeichen für Konzepte, beliebige Lautkombinationen, die mit Bedeutungen gepaart sind
  • Konzepte Elemente des deklarativen Langzeitgedächtnisses, kodieren unser Wissen, nicht sprachlich keine 1:1 Korrespondenz zwischen Wort und Konzept
  • Morpheme kleinste bedeutungstragende Einheiten der Sprache
  • Mentales Lexikon sprachspezifisches Wissen über Wörter einer Sprache - Teil des LZG 30000-50000 Einträge Verarbeitungsleistung: 4-5 Wörter pro SekundeEnthält Informationen zur Lautstruktur, zur Morphologie, Orthographie, Zusammensetzung, Wortklasse und Funktion mit konzeptuellen Gedächtnis verknüpft (Bedeutung, Inhalte)
  • Prozess der Worterkennung durchschnittliche Gesamtverarbeitungszeit: 200 ms (bei ca. 300 gelesenen Wörtern pro Minute) Einzelwortidentifikation: ca. 50 ms Wortüberlegenheitseffekt (Reicher Paradigma) Kohorten Modell
  • Inferenzen bei Verstehen implizites Wissen Intention des Autors/Sprechers bestimmter vs. unbestimmter Artikel vorwärts - und rückwärs-Inferenzen (Singer, 1994) lokale Inferenzen: Genus, Numerus Pronomina beziehen sich auf gleiche grammatikalische Rolle Weltwissen globale Inferenzen - Makrostruktur, Geschichten Grammatik