12
Psychologie (Subject) / PS 2.1 / 2.2 Sitzung 5 (Lesson)
Advertisement
- soziale Komplexität vs. Informationsmangel einerseits Informationsüberfluss durch Umweltreize --> Reduzierung der sozialen Komplexität mittels Kategorisierungs- prozesse anderseits Informationsmangel in Bezug auf tatsächliche Persöhnlichkeitsmerkmale von Personen im sozialen Umfeld --> Schlussfolgerungen aufgrund von Gruppenzugehörigkeiten Prozesse laufen überwiegend unbewusst ab
- soziale Kategorisierung: Allgemeines Menschen haben die Fähigkeit, Ähnliches zu kategorisieren & von Unähnlichem zu unterscheiden Kategorisierungen strukturieren die (nicht-)soziale Umwelt & geben Dingen eine Bedeutung, weil sie das Wissen, das auf einer Kategorie beruht, zur aktuellen Wahrnehmung in Beziehung setzen
- Soziale Kategorisierung II soziale Kategorien = Anzahl von Menschen, die im sozialen Miteinander häufig als zusammengehörig erlebt & somit zusammengefasst gesehen, diskutiert & bewertet werden. Grundlage: äußerlich sichtbares Merkmal (Hautfarbe, Geschlecht) geteilte Überzeugungen (Religion, Parteizugehörigkeit) Ähnlichkeit mit einem best.Menschentyp ('Karrierefrau')
- Prozess der Kategorisierung (implizite) Verknüpfung von z.B. äußeren Merkmalen mit bestimmten Eigenschaften Verwendung kognitiver Schemata respektive impliziter Persönlichkeitstheorien zur Komplexitätsreduktion (durch Sozialisation erworben) --> Stereotypisierung
- Wahrnehmung sozialer Gruppen Stereotype & Vorurteile Stereotype: sozial geteilte Wissensstrukturen kognitive Schemata, die einhergehen mit vereinfachenden Verarbeitungs- & Urteilsheuristiken (Lehre von den Verfahren Probleme zu lösen) Vorurteile: ablehnende / feindselige Haltung gegenüber einer Person, die zu einer Gruppe gehört & deswegen dieselben zu beanstandenen Eigenschaften haben soll, die man der Gruppe zuschreibt.
- Eindrucksbildung nach Salomon Asch (1946) Informationen über die Person & ihre Umwelt Selektion & Verarbeitung von Informationen Eindrucksbildung generell: Eigenschaften, die wir wahrnehmen können, sind wichtig bei der Eindrucksbildung, wie äußeres Erscheinen, Stimme.... Primacy-Effekt: zuerst erlange Informationen werden länger behalten (1. Eindruck ist schwer zu ändern)Recency-Effekt: die letzten Informationen werden länger behalten
- zentrale / periphere Merkmale nach Asch zentrale Merkmale: hervorstechende Merkmale, die den Eindruck sehr stark prägen (kalt / warm) periphere Merkmale: verändern sich entsprechend dem zentralen Merkmal
- Bedeutung von Merkmalen der Situation: Kontrast-Effekt / Ausstrahlungseffekt Kontrast-Effekt: eine Person, wird positiver bewertet, wenn sie sich von unattraktiven Personen distanziert. Ausstrahlungs-Effekt: Cheerleader-Effekt: Person wirkt attraktiver, wenn sie von attraktiven Personen umgeben ist
- implizite Persönlichkeitstheorien Laientheorien über die Verknüpfung von Persönlichkeitseigenschaften Einführung des Begriffs von Bruner & Taguiri zur Beschreibung naiver Annahmen in der Personenwahrnehmung, denen eine wahrgenommene Beziehung zwischen Eigenschaften & anderen Informationen über Personen (wie Verhaltensweisen & Rollen) zugrunde liegt
- Eindrucksbildung: Konfigurationsmodell ganzheitlicher Ansatz (holistisch) aktives Konstruieren eines Gesamtbildes durch den Wahrnehmenden individuelle Gewichtung & Akzentuierung der Einzelinformationen Vertreter: Bruner & Taguiri (1954)
- Advertisement
- Eindrucksbildung: Modell der kognitiven Algebra Annahme, dass Einzelinformationen addiert oder gemittelt werden Verrechnung der Einzelinformationen Vertreter: u.a. Anderson (1981)
- Selbsterfüllender Prophezeiung eigenes Urteil vom Gegenüber beeinflusst das eigene Verhalten eigenes Verhalten beeinflusst das Verhalten des GegenübersReaktion des Gegenübers auf eigenes Verhalten bestätigt eigenes Urteil