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Geschichte (Subject) / Alteuropa (Lesson)
Stände
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- Alteuropa Epochenbegriff Merkmale Ende Dynamik
- Alteuropa Epochenbegriff geprägt Otto Brunner angewendet nach dem Zweiten Weltkrieg von 750 v. Chr. bis 1789 (Beginn Franz. Revolution) strukturelle Einheit - sozioökonomische Verfasstheit - übergreifende Denktraditionen
- Alteuropa Merkmale agrarische Prägung nichtvorhandensein moderner Staatlichkeit - Wirtschaft und Politik waren nicht voneonander getrennt - Personenverband nach Mayr (familia) Grundherr - Herrschaft ohne Staat nach Althoff ständische Gesellschaft - Ordnung durch Ungleichheit (Oexle) - gottgewollt - Garant für gesellschaftliche Harmonie - Erhalt des sozialen Friedens
- Alteuropa - Ende Doppelrevolution (nach Hobsbawm) um 1800 Französische Revolution - stößt den Wandel von Ordnung durch Ungleichheit zu Ordnung durch Gleichheit an Industrielle Revolution - Wandel von der Ständegesellschaft zur Klassengesellschaft
- Alteuropa - nicht statisch Statik - impliziert durch Ständemodelle Ständegrenzen waren überwindbar - nicht zu allen Zeiten gleich einfach und nicht für alle schriftliche Selbstdeutung - gedachte Norm einer Elite kein empirischer Befund Entwicklungsdynamik innerständische Binnendifferenzierung interständische Mobilität
- soziale Mobilität - Alteuropa - Überblick Statik? Deutungsschemata schriftkundiger Elite ihrer Zeit Ständemodelle bilden Weltbild ab, zugewiesener Platz höherer Gewalt Stände galten als hierarchisch gegeneinander abgeschlossen Oexle prägte Begriff "Ordnung durch Ungleichheit" Garant für sozialen Frieden kein empirischer Befund Standesgrenzen waren überwindbar, nicht zu allen Zeiten gleich einfach und nicht für alle Wirklichkeit: - alteuropäische Entwicklungsdynamik - Binnendifferenzierung - zwischenständische Mobilität
- soziale Mobilität Alteuropa - Binnenhierarchie interständische Hierarchie, Binnendifferenzierung - Ständemodelle verschleiern tatsächliche Vielfalt innerhalb Stände - gilt für horizontale und vertikale Rang- oder Positionsunterschiede - innerhalb Stände Unterscheidung nach, Geld, Rang, Ansehen Nobilität - Senatorenstand (römischen Antike) Adel - verschiedene Titel (Rangunterschiede) Spätmittelalter - laterale Ordnungsstruktur Verbände prinzipiell Gleichrangiger Bruderschaften Genossenschaften Dorf-, Stadt- oder Pfarrgemeinden
- soziale Mobilität Alteuropa - Entwicklungsdynamik Zeiten der Starre wechselten sich mit Zeiten der Dynamik ab keineswegs gleitend und unmerklich Starre: - Kaiserzeit - 10. Jahrhundert - 17./18. Jahrhundert Dynamik: - Völkerwanderung 4. Jahrhundert - enormes Städtewachstum 11./12. Jahrhundert
- soziale Mobilität Alteuropa - interständische Mobilität zwischenständische Mobilität existentieller Faktor für den Erhalt der ständischen Gesellschaft teilweise zwingend notwendig Aufnahme aus anderen Ständen. - Klerus, hatte keine eigenen Nachkommen - Zöllibat - Adel war zunächst auch kein Geburtsstand laterale Mobilität vorherrschend zwischen geistlicher und weltlicher Hierarchie vereinzelt durch geistliche Bildung einfacher Bauernsohn zum Klerus Adel im Frühmittelalter durch: militärische Gewalt geschickte Bündnisse Heiratspolitik Erhebung für treue Untertanen durch König konnte ebenso wieder formell ausgeschlossen werden
- Stand als Forschungsbegriff Unter Stand in der Forschung verstand man eine Großgruppe von Menschen, die durch Geburt oder Privileg einen Anspruch auf die von der Gruppe monopolisierten Lebenschancen besitzen. Sie gelten den Theorien der Ständemodellen nach als gegeneinander abgeschlossen, stehen in einem hierarchischen Verhältnis zueinander und werden durch verbindliche Weltdeutungen fixiert.
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- Ständemodelle Unter Ständemodellen versteht man theoretische Modelle, mit denen die schriftkundige Elite Alteuropas versuchte, die gesellschaftliche Wirklichkeit zu beschreiben.
- Rechtsstände Rechtsstände waren gesellschaftliche Großgruppen, die durch Geburt oder Privileg einen Anspruch auf Sonderrechte hatten und Lebenschancen für sich monopolisierten.