48
Psychologie (Subject) / Klinische II (Lesson)
Advertisement
- Was ist die Psychogenese? Entwicklung und Veränderung einzelner seelischer Fähigkeiten sowie der seelischen Struktur (Psyche) eines Individuums im Verlauf seiner Lebensgeschichte (Ontogenese).
- Wie therapierte Freud und wen therapierte er hauptsächlich? - Gespräche - Therapeut hilft Patient Einsicht in Konflikte zu halten - dadurch Überwindung dieser Probleme (Karthasis) - hauptsöchlich relativ mäßige Störungen (Neurosen)
- Was hat B.F. Skinner postuliert? - operantes Verstärken (Übertragung auf Erziehung, Psychotherapie= - Stimulus verstärkt die Reaktion (Verhalten tritt häufiger auf bei positver/ weniger auf bei negativer/ Belohnung/ Bestrafung)
- Defintion Klinische Psychologie Klinische Psychologie ist diejenige Teildisziplin der Psychologie, die sich mit psychischen Störungen und den psychischen Aspekten somatischer Störungen/ Krankheiten befasst
- Welche Themen gehören zur klinischen Psychologie? Ätiologie und Pathogenese (Ursachen und Entstehung von Krankheiten) Bedingungsanalyse Klassifikation Epidemiologie (beschäftigt sich mit Ursachen, Folgen und Verbreitung von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen) Intervention
- Was sind klinisch-psychologische Interventionsverfahren? umfassen alle wissenschaftlich begründbaren und empirisch wirksam nachgewiesenen psycholgischen Interventionen, die bei psychischen Störungen und Problemen zum Einsatz kommen können Psychotherapie eine Komponente
- In welchen Versorgungsbereichen werden klinisch-psychologische Interventionen eingesetzt? Gesundheitsförderung/Primärförderung (Aufklärung, Beratung, Ernährung, Vorbeugung) Kuration/Sekundärprävention (Psychotherapie, Stressbewältigung, Entspannungstraining) Rehabilitation/Tertiärprävention (Krankheitsbewältigung, Patientenschulung)
- Warum hat die klinische Psychologie ein kritisches Verhältnis gegenüber der Psychotherapie? geringe Betreuung wissenschaftlicher klinisch-psychologischer Erkenntnisforschung ungenügende Evidenzbasierung (kaum Leitlinien, ungenügend geprüfte Verfahren) willkürliche Zusammenstellung und Umsetzung therapeutischer Interventionsverfahren fehlende Qualitätssicherung und Intervention
- Gründe für mangelnde Verknüpfung zwischen Forschung und Praxis in der Klinischen Psychologie/ Psychotherapie? historisch getrennte Entwicklung (Psychotherapie ist unabhängig von der klinisch-psychologischen Wissenschaft entstanden) Überhang tiefenpsychologischer Verfahren keine einheitlichen Standards auf wissenschaftlicher Grundlage
- Welche Disziplinen gibt es neben Psychotherapie? Klinische Psychologie (Teildisziplin der Psychologie, die sich mit psychischen Störungen befasst) Klinische Neuropsychologie (beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Erkrankung und Verletzungen des Gehirns auf Erleben und Verhalten) Psychiatrie (Teildisziplin der Medizin, die sich mit psychischen Krankheiten befasst) Psychosomatik (Zusammenhang zwischen geistigen und körperlichen Krankheiten) Verhaltensmedizin Medizinische Psychologie (Anwendung der Erkenntnisse und Methoden der Psychologie auf medizinische Probleme) Gesundheitspsychologie Public Health (Forschungs- und Praxisfeld zur Vorbeugung der Gesundheit)
- Advertisement
- Worin unterscheiden sich die psychologischen Disziplinen? Sie unterscheiden sich nach ... ihrer theoretischen Orientierung ihrer empirischen Fundierung ihrer Interventionsziele ihrer praktischen Interventionsverfahren ihres Anwendungsspektrums
- Was ist der theoretische Hintergrund, das Ziel und die Interventionsmethode von klinischer Psychologie? Theoretischer Hintergrund: Teildisziplin der Psychologie konsequent emprische Orientierung und Fundierung Ziel: Erforschung und Behandlung psychischer Störungen und psychischer Aspekte somatischer Störungen Interventionsmethoden: Spektrum psychologischer Interventionsverfahren und Therapietechniken keine pharmakologische Behandlung
- Was ist der theoretische Hintergrund, das Ziel und die Interventionsmethode von Psychiatrie? Theoretischer Hintergrund: medizinische Fachdisziplin Integration naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und Ansätze (Neurologie, Neurophysiologie, Biophysiologie) Ziel: individuelle Behandlung krankheitswertiger Störungen Interventionsmethoden: medikamentöse Therapie ärztliches Gespräch
- Was ist der theoretische Hintergrund, das Ziel und die Interventionsmethode von Psychosomatik? Theoretischer Hintergrund: medizinisches Fachgebiet auf körperliche Krankheiten bezogen kaum empirische Fundierung in der Konzept- und Modellbildung schwache empirische Evidenz ur Effektivität und Effizienz Ziel: Kausale Konfliktbehandlung statt Symptombehandlung Heilung statt Linderung Interventionsmethoden: Beschäftigung mit der Rolle vin emotionalen Belastungen und Konfliktverarbeitungsprozessen bei der Entstehung funktionaler Krankheiten ergänzend medizinisch-medikamentöse Behandlung
- Was ist der theoretische Hintergrund, das Ziel und die Interventionsmethode von Verhaltensmedizin? Theoretischer Hintergrund: Forschungs- und Praxisfeld mit konsequent empirischer Orientierung Integration der Erkenntnisse und Techniken unterschiedlicher Krankheite und Gesundheit relevanter Wissenschaften Ziel: Prävention, Therapie und Rehabilitation mit multimethodalen Ansätzen Interventionsmethoden: Anwendung verhaltenstherapeutischer bzw. klnisch-psychologischer Konzepte und Verfahren bei der Behandlung körperlicher Krankheite und organmedizinischer Fragestellungen
- Was ist der theoretische Hintergrund, das Ziel und die Interventionsmethode von medizinische Psychologie? Theoretischer Hintergrund: medizinisches Fach, aber häufig auch von Psychologen ausgeübt Anwendung von Erkenntnissen udn Methoden der klinischen Psychologie auf Probleme der Medizin basiert hauptsächlich auf medizinischem Krankheitsverständnis Ziel: Nutzung psychologischer Erkenntnisse für Verbesserungen innerhalb der medizinischen Behandlungsrahmen Interventionsmethoden: Klinisch-psychologischer Verfahren (vor allem verhaltenstherapeutische Techniken)
- Was ist der theoretische Hintergrund, das Ziel und die Interventionsmethode von Gesundheitspsychologie? Theoretischer Hintergrund: Teildisziplin der Psychologie, die Erkenntnisse und Kompetenzen psychologischer Anwendungsfächer für Gesundheitsbereich nutzbar machen primär bevölkerungsbezogener Ansatz Ziel: primär Förderung und Erhaltung von Gesundheit Interventionsmethoden: Vorgehen mehr auf psychoedukativ (Informierung, Aufklärung) als therapeutisch orientiert richtet sich eher an Personengruppen als Individuen
- Was ist der theoretische Hintergrund, das Ziel und die Interventionsmethode von Public Health? Theoretischer Hintergrund: Forschungs- und Praxisfeld bevölkerungs- und systembezogener Ansatz (gesellschaftliche Bedingungen von Gesundheit und Krankheit und Gesundheitssystemsforschung) Ziel: primär Schaffung gesundheitsförderlicher sozialer und materieller Lebensbedingungen, d.h. auf strukturelle Veränderungen in Arbeits- und Lebensumwelt ausgerichtet Interventionsmethoden: interdisziplinäres und multimodales Vorgehen (Sozialwissenschaften, Psychologie, Medizin)
- Was ist der Unterschied zwischen Berufs- und Sozialrecht? Das Berufsrecht regelt was ein Psychotherapeut ist (sichert den Namen vor Missbrauch) Das Sozialrecht regelt die Versorgung und Vergütung von psychotherapeutischen Leistungen im Gesundheitssystem
- Was besagt das Psychotherapeutengesetz? formuliert einheitliche Kritierien zur Zulassung zum Beruf des Psychotherapeuten Schutz der Berufsbezeichnung Übergangsvorschriften Krankenversicherungsrechtliche Gleichstellung von Psychotherapeuten und Ärzten
- Fasse die wichtigsten rechtlichen Bedingungen zur Ausübung von Psychotherapie zusammen. Approbation (staatliche Lizenz zur Ausübung eines Berufes) wird benötigt keine körperlichen Beschwerden und keine Verbrechen Ausbildung und staatlich bestandene Prüfung Hochschulstudium
- Was ist bei der Behandlung des Patienten zu beachten? Behandlungsfehler Sorgfalt und Sachkunde bei der Behandlung Orientierung am Stand der medizinischen Kenntnisse Verletzung des Sorgfaltsmaßstabes (erfahrene Vertretung des Fachgebiets) grober Behandlungsfehler (Arzt verstößt gegen Behandlungsregeln oder medizinische Kenntnisse)
- Was schließt die Aufklärungspflicht mit ein? Jeder Heilangriff stellt juristisch zunächst eine Körperverletzung dar, rechtswidrig ist sie nicht, wenn der Patient einwilligt = informierte Aufklärung (informed consent) Versäumte oder unzureichende Aufklärung ist rechtswidrig alles dokumentieren!
- Welche Pflichten und Rechte hat der Psychotherapeut allgemein? Aufklärungspflicht Schweigepflicht Dokumentationspflicht Zeugnisverweigerungsrecht
- Was sollten die Aufklärungsinhalte sein? Persönliche Vorstellungen Diagnose Erläuterung des eigenen Therpieverfahrens Art, Umfang, Aufwand und Ablauf der Behanldung Erfolgsaussichten Behandlungsalternativen Mögliche Folgen eines Behandlungsabbruchs Rechtsrahmen
- Welche zwei Arten von Aufklärung werden unterschieden? Erläutere diese genauer! Therapeutische Aufklärung: Gesundheitsschutz Selbstbestimmungsaufklärung: Patient hat eine freie, eigenverantwprtloche Entscheidung zur Einwilligung inn bestimmten Heileingriff
- Ausnahmen von der Schweigepflich Informierungspflicht besteht bei Auskunft gegenüber der Krankenkassen, Berichtserstattung bei Überweisung zu anderem Arzt) Weitergabe von Patientenangaben ist zulässig bei Bewusstlosigkeit, Offenabrungspflicht (Anzeige, Geschlechtskrankheit, Seuche) rechtfertigender Notstand Schutz eines höherrangigen Rechtsgutes (Kenntniss von Kindesmisshandlung) Selbstschutz des Therapeuten (Schadenersatzklage) Rechtfertigender Notstand (bei Drohung einer unmittelbaren Gefahr für Leib und Leben des Patienten oder Dritter
- Welche Inhalte umfasst die Schweigepflicht? Tatsache der Behandlung alle persönlichen Daten des Patienten alle therapierelevanten Daten therapiebezogene Akte, Befundunterlagen schriftliche Informationen und verbale Mitteilungen des Patienten fremdanamnestische Angaben (von einem anderen Arzt)
- Nenne die grundlegenden Prinzipien der Sozialgesetzgebung! Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit Schutz bzw. Wiederherstellung der Gesundheit und Vermeidung, Heilung oder Linderung von Krankheiten unbeschränkter Zugang zu einer bedarfsgerechten Versorgung Höchstmaß an Freiheit und Eigenverantwortung Herstellung, Sicherung und Verbesserung der Berufs- und Erwerbsfähigkeit solidarische Finanzierung einzelwirtschaftliche Effizienz der Leistungserbringer und gesamtwirtschaftlich vertretbare Höhe der Beitragssätze
- Was steht im Sozialgesetzbuch (SGB I), § 1? Wer einen Gesundheitsschaden erleidet, hat ein Recht auf die notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit angemessene wirtschaftliche Versorgung (auch Hinterbliebene)
- Advertisement
- Was sind die für Psychologen relevanten Sozialgesetzbücher und was sagen sie aus? SGB I: regelt die grundlegenden Sozialrechte- Leistungen und die zuständigen SGB V: bildet die rechtliche Grundlage für die GKV und die Beziehungen zwischen Versicherten, Krankenkassen und Leistungserbringern SGB VI: bildet den Rahmen für die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) SGB VII: regeld weitgehend das Recht der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) SGB IX: Regelung der Rehabilitation SGB XI: gesetzliche Pflegeversicherung
- Was sind die Aufgaben des Sozialgesetzbuches? menschenwürdiges Dasein sichern Voraussetungen zur Entfaltung der Persönlichkeit Familie schützen Erbens des Lebensunterhalts durch eine frei gewählte Tätigkeit ermöglichen besondere Belastungen des Lebens, auch durch Hilfe zur Selbsthilfe abwenden und ausgleichen Soziale Dienste sollen rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen
- Was sind die Regelungen der Sozialversicherung? jeder hat ein Recht auf Zugang zur Sozialversicherung jeder hat ein Recht auf notwendige Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung, zur Besserung und zur Wiederherstlelung der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit wirtschaftliche Sicherung bei Krankheit, Mutterschaft, Minderung der Erwerbsfähigkeit und Alter
- Welche Störungen dürfen nur pschotherapeutisch behandelt werden? Affektive Störungen (depressive Episoden, rezidivierende depressive Störungen, Dysthymie) Angststörungen/ Zwangsstörungen Somatoforme Störungen Anpassungsstörungen Essstörungen Nichtorganische Schlafstörungen Sexuelle Funktionsstörungen Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn der Kindheit und Jugend Abhängigkeit von Drogen Seelische Krankheiten aufgrund frühkindlischer emotionaler Mangelzustände Seelische Krankheit als Folge schwerer somatischer chronischer Krankheitsverläufe Psyschische Beigleitfolgen psychotischer Erkrankungen
- Wie lauten die drei Phasen der diagnostischen Beurteilung? Wahrnehmung von Krankheits- oder Störungsanzeichen Bewertung dieser Zustände als krank, gestört oder abweichend Überprüfung der Krannkheits-/ Störungshypothese
- Wie wird das moderne Störungsmodell angewendet? Beobachtung einer Abweichung gibt es eine Abweichung im Zustand und Verhalten? (ist Zustand "anders" als bei anderen Personen?) plötzlich auftretender abweichender Zustand, unmerklicher Veränderungsprozess 2. Bewertung Ist die Abweichung relevant, abnorm und behandlungsbedürftig? 3. Überprüfung objektive Befunde (unabhängig von der Aussage des Patienten) Beobachtung und Bewertung
- Was sind die Kritieren für Therapiebedürftigkeit? Therapiewunsch von Seiten der Betroffenen selbst akute Selbst- oder Fremdgefährdung sozial inakzeptables Verhalten erhebliche Beeinträchtigungen ... des subjektiven Wohlbefindens der beruflichen Leistungsfähigkeit des Alltagsaktivitäten der sozialen Beziehung
- Wie lauten die fünf allgemeinen Aufgaben der Diagnostik? Beschreibung: Probleme/ Störungen hinsichtlich ihrer spezifischen Merkmale (Art, Dauer, Verlauf, Ausprägung) erfassen Klassifikation: Zuordnung der Probleme/ Symptome zu diagnostischen Einheiten auf Basis von Klassifikationssystemen (ICD-10, DSM-IV) mittels Zuordnungsregeln Erklärung: präzise Bereitstellung von Daten zur Überprüfung von Verursachungshypothesen und ätiologischen Erklärungsmodellen Prognose: Vorhersage von Verläufen psychischer Störungen mit/ohne Behandlung, Erfolgswahrscheinlichkeit der Therapie Evaluation: Bewertung des Erfolges einzelner Interventionen, Gesamttherapie, Versorgungssysteme
- Wie lauten die drei Grundarten von Diagnostik? Eigenschaftsdiagnostik (Vorhersage von Verhalten aufgrund von vorliegenden stabilen Persönlichkeitseigenschaften Verhaltensdiagnostik (Analyse des Problems und den Aufrittsbedingungen, Verhaltensanalyse) Verknüpfungen (Persönlichkeitsmodell, das Ansätze der Eigenschaftsdiagnostik und Verhaltensdiagnostik kombiniert)
- Wie lauten die vier Formender klinischen Diagnostik bei psychsischen Störungen? Klassifikatorische Diagnostik (Störungstyp): Zuweisung von Diagnosen zum Symptomkomplex der Person Strukturdiagnostik (Eigenschaften und Patientenpersönlichkeitstyp): Zuweisung von Patientem Typ zu Störungs und Behandlungskonstruktion Funktionale Diagnostik (Verhalten und Situation): Bedingungsanalyse zur Therapie Prozessdiagnostik (Verlaufsmessung und Adaption)
- Wie lauten die fünf Ziele interventionsbezogener Diagnostik? Indikation: Entscheidung über allgemeine Indikation (Therpaie ja/nein) und differenzielle Indikation (Welcher Therapeut, welches Verfahren?) Therapieplanung und Legitimation: Planung, Begründung und Rechtfertigung der Indikationsentscheidungen und des konkreten therapeutischen Vorgehens Verlaufskontrolle und Prozesssteuerung: permanente Überprüfung der Veränderungsprozesse im Therapieverlauf und ggfs. Anpassung/ Modifikation des Vorgehens Qualitätskontrolle/ -sicherung: abschließende Überprüfung des Therapieerfolges, Stabilität des Effekts mittels objektivierbarer Methoden Dokumentation: nachvollziehbare Dokumentation des Einzelfalles und Therapieprozesses
- Was könnten Hilfsmittel zur Erstellung von Diagnosen sein? DSM-IV Entscheidungsbäume DIA-X/ M-CIDI (Composite Internional Diagnostic Interview - PC gestützt) DIPS (Diagnostisches Interview psychischer Störungen - paper/ pencil)
- Wie lauten die Grundfragen interventionsbezogener Diagnostik? Welche Verhaltensmuster bedürfen Änderungen? (Zielanalyse) Was sind die Bedingungen, unter denen das Verhalten erworben wurde, welche Faktoren halten es aufrecht? (Problemanalyse) Was sind die therapeutischen Mittel, um die gewünschte Veränderung zu erzielen? (Therapieplanung)
- Worin unterscheiden sich die Klassifikationssysteme DSM-IV und ICD-10? DSM-IV: homogener, konsistenter, expliziter und ausführlicher - in der Regel von Psychologen benutzt ICD - 10: internationales Kompromissprodukt
- Was ist DIPS (Diagnostisches Interview für psychische Störungen)? Diagnoseerstellung mittels DSM-IV und ICD-10 Paper-Pencil Verfahren (einfache Handhabung, ökonomisch) Übungsfälle und Glossar psychische Störungen, Informationen zur Entstehung von Störungen und Planung/ Durchführung therapeutischer Behandlung Nachteile: weniger reliable als CIDI, nicht computerbasiert
- Warum ist eine formalisierte standardisierte Diagnostik notwendig? um reliable Diagnosen erstellen zu können um besser kommunizieren zu können um den Patienten sicherer aufzuklären unstrukturierte Diagnostik zu unsicher Qualitätssicherung
- Nenne die Definition von Psychotherapie! Psychotherapie ist ein bewusster und geplanter interaktionaler Prozess zur Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen (in einem Konsens), die für behandlungsbedürftig gehalten werden in Richtung eines gemeinsam erarbeitenden Ziels. Tragfähige emotionale Beziehung notwendig.
- Nenne drei interventionsrelevante Wissensarten! Tatsachenwissen (Faktenwissen): Beschreibung von Merkmalsverteilungen in einer Person, einem Individuum Nomologisches Wissen (Bedingungswissen): Erkenntnisse über gesetzmäßge psychologische Zusammenhänge Nomopragmatisches Wissen (technologisches Handlungswissen: Generierung von Handlungswissen und Ableitung von Handlungsempfehlungen