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Entwicklung und Funktionen menschlichen Denkens und Wissens (Subject) / 10 - Alter II (Lesson)
Entwicklung und Funktionen menschlichen Denkens und Wissens
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- Zentrale Annahme der Processing-Speed theory: - kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit verringert sich im Alter - Folge: Einbußen in Performanz in verschiedenen kognitiven Aufgaben
- Selektive Aufmerksamkeit erfordert: (3) - zielgerichtete Verarbeitung relevanter Information - Inhibition irrelevanter Reize - Reaktionstendenzen
- Defizit in inhibitorischer Kontrolle hat drastische Konsequenzen für: (2) - Informationsverarbeitung - zielgerichtetes Handeln
- Zentrale Annahme der Inhibitionsdefizit-Theorie: - Inhibitionsprozesse regulieren Information im Arbeitsgedächtnis
- Zugangsfunktion (access function): - begrenzt Zugang von (irrelevanten) Informationen zum Arbeitsgedächtnis
- Löschfunktion (deletion function): - löscht Informationen, die nicht länger relevant sind
- Unterdrückung (restrain function): - verhindert, dass Denken und Handeln durch dominante Informationen und Verhaltenstendenzen bestimmt werden
- Kognitives Altern: Im höheren Lebensalter sind alle drei Inhibitionsprozesse beeinträchtigt: - bei älteren Erwachsenen ist Arbeitsgedächtnis stärker mit irrelevanter Information gefüllt --> Reduktion der Kapazität für relevante Information - weitreichende Konsequenzen für verschiedene kognitive Funktionen, einschließlich Sprache, Gedächtnis und Aufmerksamkeit
- Neurobiologische Ursache Inhibitionsdefizit-Theorie: (2) - Strukturelle Veränderungen -Veränderungen in Neurotransmittersystemen
- Veränderung Neurotransmittersystem: (1) - Veränderung Dopaminsystem (Schlüsselrolle in selektiver Aufmerksamkeit und Kontrolle)
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- Strukturelle Veränderungen: - alterskorrelierte Veränderungen im Frontalkortex - vor allem in Regionen, die mit Arbeitsgedächtnis und Kontrolle in Verbindung gebracht werden (dorsolateral und präfrontal)
- Empirische Befunde Inhibitionsdefizit-Theorie: (1) - Interferenzparadigmen
- Interferenzparadigmen: ältere Erwachsene immer dann schlechter, wenn mit relevanten Zielreizen Distraktoren präsentiert werden, die explizit als irrelevant gekennzeichnet sind
- Einflussfaktoren auf altersbedingte Veränderungen: - Geschlechtsunterschiede bleiben im Laufe des Lebens stabil - Genetische Faktoren bleiben im Laufe des Lebens stabil - Bildungsstand spielt eine Rolle -->Bedeutung tritt ab 80 in Hintergrund - Rolle des Gesundheitsstatus wird mit zunehmendem Alter bedeutsamer