75
Medizin (Subject) / HNO (Lesson)
Advertisement
- Sichtbare Strukturen in der Otoskopie Pars tensa des Trommelfells mit vier Quadranten -> Lichtreflex ist vorne unten und dreieckig Pars flaccida (Shrappnell-Membran) Hammerfortsatz und Hammergriff mit Umbo = Trommelfellnabel an Einziehung durch Hammerspitze
- Was testet man mit dem Rinne-Test? Welche Ergebnisse sagen was? Schallleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeit Negativ: Luftleitung ist nicht besser als Knochenleitung = Mittelohrschädigung und somit Schallleitungsschwerhörigkeit des getesteten Ohrs Positiv: Luftleitung ist besser als Knochenleitung = physiologisch oder Schallempfindungsschwerhörigkeit, da beides gleich betroffen ist
- Was testet man im Weber-Versuch und was sagen die unterschiedlichen Ergebnisse aus? Bei einseitiger gesicherter Schwerhörigkeit, Test ob Schallleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeit Keine Lateralisation: physiologisch oder seitengleiche Schwerhörigkeit Lateralisiert der Patient ins kranke (oder Rinne negative) Ohr: Hinweis für Schallleitungsstörung des kranken Ohres bzw. Mittelohrschädigung Ins gesunde (oder Rinne positive) Ohr: Schallempfindungsstörung oder Innenohrschädigung des kontralateralen Ohres
- Was testet man mit dem Gellé-Versuch? Otosklerose, Beweglichkeit des Stapes Stimmgabel angeschlagen auf Kopf -> Gehörgang abdichten -> wird's leiser ist es normal, bleibt's gleich ist der Stapes fixiert und die Luftlietung dadurch schlechter, Knochenleitung aber gleich = Hinweis auf Otosklerose
- Sprachaudiometrie Vorspielen ganzer Wörter und Sätze -> hört der Patient dies bei erreichen einer verstärkten Lautstärke komplett = Schallleitungsstörung, hört es nie komplett -> Schallempfindungsstörung Verlust des Verständnisses = Diskriminationsverlust in %
- Was testet die überschwellige Audiometrie? Funktionalität der äußeren Haarzellen, die das Hörempfinden der Umgebungslautstärke anpassen -> ist es laut, dämpfen sie und ist es leise, verstärken sie = Lautheitsausgleich oder Recruitement Die Spanne zwischen Hörschwelle und Unbehaglichkeitsschwelle wird also durch mangelnde Anpassungsfähigkeit geringer bei cochleärer Innenohrschädigung. Fowler-Test: historisch, Differenzierung von cochleärer und retrocochleärer Schallempfindungs- oder Schallleitungsschwerhörigkeit SISI-Test: Dauerton >40dB wird immer um ein dB erhöht -> nur bei kaputten Haarzellen kann das wahrgenommen werden (positives Recruitement), Normalhörende hören es nicht, retrocochleäre (neurologische) Schallempfindungsschwerhörigkeit hören es selten
- Hörschwellenbestimmung Treshold Tone Decacy Test = Hörschwellenschwundtest: Bei Verdacht auf neuronale Schädigung nach negativem Fowler-/SISI-Test Ton 5dB über Hörschwelle -> bis nciht mehr hörbar -> Erhöhung um 5dB usw Ende: Schwellenschwund von 30dB oder einminütiges Hören des Dauertones Normal: schwellenschwund bis 10dB cochleäre Schädigung: Schwund von 15-25dB = positives Recruitement retrocochleär/neuronal: Schwund >30dB = Hörermüdung Békésy-Audiometrie: Dauerton, wird er gehört, drückt der Patient einen Knopf -> es wird leiser, hört er ihn nicht mehr, lässt er los -> es wird lauter Es entsteht eine Oszillationskurve mit Amplituden Wiederholung mit Impulston Normal: 10-15dB Amplitude, Dauerton und Impulston ungefähr gleich cochleäre Schädigung: Zacken werden im Verlauf kleiner 5dB-1dB (positives Recuritement), gestörte Lautheitsempfindung) retrocochleär: Amplituden bleiben gleich, zunehmend starke Abweichung der Dauerton- von der Impulskurve um 50dB und mehr (da der geschädigte Hörnerv quasi ermüdet)
- Was testet man mit akustisch evozierten Potentialen? topographische Angabe über den Läsionsort Bei einseitigen Hörminderunen, da Verdacht auf neuronale Störungen Bei Neugeborenen nach auffälligen OAEs BERA: brainstem evoked respnse audiometry
- Impedanzaudiometrie- welche Tests wofür? Stapediusreflexmessung: ob und ab wann kontrahiert der M. stapedius (normalerweise Schutz vor zu lauten Tönen)?, fehlend bei Otosklerose Tympanometrie: Messung des Drucks im Mittelohr, Rückschlüsse auf Belüftung, Tubenkatarrh, Paukenerguss
- Akute Angina tonsillaris Erreger: meist viral als Erkältung mit Rhinitis/Pharyngitis, wenn bakteriell Streptokokkus pyogenes >Staphylos & Pneumos Symptome bekannt Untersuchung: zervikale Lymphadenopathie (schmerhaft geschwollen Kiefer-LN), stäkre Rötung & Schwellung der Tonsillen, Fibrinbeläge und Stippchen (gelb-weißlich), lakunenartig erweiterte Krypten Blut: Entzündungsparameter, ev. Antistreptolysin-Titer Abstrich: Streptokokkenschnelltest (wenig sensitiv) Therapie: Flüssigkeitsaufnahme steigern, Analgesie Streptos: Penicillin V, alt. Makrolide bei rez. Tonsillitiden oder kissing tonsild oder Peritonsillarabszess -> Tonsillektomie Risiko: Nachblutungen v.a. am Tag nach OP oder am 5.-8. Tag postop aus A. carotis externa -> A. facialis -> Äste KEIN ASS postop!!! Akute Komplikationen: Peritonsillarbaszess, Parapharyngelabszess, Iritis Langzeitkomplikationen: chronische Tonsillitis mit zerklüfteten, schlecht luxierbaren Tonsillen, Narben und Rötung, Rheumatisches Fieber, Poststreptokokken-Glomerulonephritis
- Advertisement
- LeFort-Frakturen Immer mit Okklusionsstörung = Zähne kommen beim Zusammenbeißen nicht aufeinander I: horizontaler Oberkieferbruch, basale Absprengun der Maxilla II: pyramidenförmiger Oberkieferbruch, Absprengung der Maxilla inkl. knöcherner Nase III: transversaler Oberkieferbruch, hohe Absprengung des gesamten Mittelgesichts inkl. knöcherner Nase, auch durch Os ethmoidale This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. Attribution: I, RosarioVanTulpe
- Frontobasale/Rhinobasale Frakturen Monokel- oder Brillenhämatom mmit subkonjunktivaler Einblutung, bei Durazerreißung Rhinoliquorrhö Rhinoliquorrhö: Nachweis mit ß2-Transferrin (ß-Trace-Protein) mittels Immunelektrophorese Einteilung nach Escher: Typ I: hohe, durch Gewalt auf's Stirnbein -> Trümmerfraktur mit Os frontale, Sinus frontalis, vorderer Schädelkalotte Typ II: mittlere, durch Gewalt auf die Stirnnasenwurzel -> Lamina cribrosa, Siebbein- und Beilbeindach Typ III: tief, Gewalt auf Mittelgesicht mit Impression von Nasenwurzel und Siebbein -> Abriss des Mittelgesichts von der Schädelbasis mit LeFort III Typ IV: lateral, Gewalt von seitlich vorne, Orbitadach und Hinterwand des Sinus frontalis
- Jochbeinfraktur Kieferklemme Sensibilitäsausfall N. infraorbitalis Monokelhämatom Diplopie
- Welche Komplikation gibt es bei Nasenbeinbruch, was sieht man, was macht man? Septumhämatom -> Nasenschleimhaut ist nciht zerrissen und Blut sammelt sich darunter, doppelseitige Atmungsbehinderung Prallelastische, ballonartige Vorwölbung der Schleimhaut Immer umgehend chirurgische Inzision, anschließende Kompression durch Tamponade
- Otitis externa duch Pseudomonas aeruginosa (Schwimmbad-Otitis/ältere Diabetiker), Staph. aureus, Protezs mirabilis, E. coli, Pilze Prädisposition: Verletzungen, chron. Otitis media, Malignom, Cerumen obturans Symptome: stechende Schmerzen, Schwerhörigkeit, Juckreiz mgl. Diagnostik: Tragusdruckschmerz, geschwollener & geröteter Gehörgang, Abstrich zur Erregerbestimmung Therapie: Gehörgang säubern, lokal mit Alkohol und AB behandeln, bei Immunsuppression oder DM Ciprofloxacin systemisch Maligna/Necroticans: meist Pseudomonas aeruginosa bei älteren Diabetikern, Immunsuppression starke Ohrenschmerzen, Otorrhö, Schallempfindungsschwerhörigkeit, Ausfall von Hirnnerven (Fazialis), Übergreifen auf Knochen mgl. normale Therapie (lokal) + sofort und für mehrere Wochen Piperacillin mit Tobramycin, ev. OP
- M. Menière Endo- & Perilymphe vermischen sich durch Einriss der Reissner-Membran -> Depolarisation der Hörnervenfasern Trias: akut, Minuten bis Stunden mit Drehschwindel, Tinnitus, Hörminderung tiefer Frequenzen Hörvermögen nimmt mit Anfallshäufigkeit ab, bei etwa 30% ist zweites Ohr betroffen, Frequenz der Anfälle nimm im Alter ab DD Lermoyez-Syndrom: genauso, nur steigt das Hörvermögen im Anfall Diagnostik: Nystagmus zu beiden Seiten mgl, kann fehlen Rinne beidseits positiv, Weber ins gesunde Ohr Tonschwellenaudiometrie: Tieftonschwerhörigkeit überschw. Audiometrie: positives Recruitement EEG: akutisch evozierte Potentiale normal
- Cholesteatom verhornende Plattenepithelzellen kommen in den Gehörgang -> chron. Entzündungsreiz -> kann Umgebung destruieren, ist aber KEIN Tumor Primär: bei geschlossenem Trommelfell Sekundär: bei vorher bestehendem Defetk (chron. Otitis media) Kongenital: embryonale Keimversprengung Symptome: einseitige fötide Otorhhö, progredienter Hörverlust (erst Schallleitung), ev. Fazialisparese, Ohrenschmwerz, Schwindel, Tinnitus mgl. Therapie: OP Komplikationen: Hirnabszess, Sepsis, Meningitis
- Akustikusneurinom/-schwannom Frühsymptome durch Druck auf N. vestibulocochlearis: zunehmende einseitige Schwerhörigkeit (Hochton) Gangunsicherheit Schwindel Tinnitus Spontannystagmus Hörsturz Spätsymptome: periphere Fazialislähmung, Hypästhesie im 1.+2. Trigeminusast Kleinhirnbrückenwinkel-Syndrom: Schädigung von Vestibulodochlearism Trigeminus, Fazialis, Abduzens Lokalisation: meist intradural und extramedullär, 20% extradural als Sanduhr-Neurinome Klinik: ev. radikuläre Symptomatik, Sensibilitätsstörungen wie Parästhesien & Schmerzen, Paresen Diagnostik: Hörtests mit den logischen Ergebnissen Lumbalpunktion: Eiweiß hoch EEG: verzögerte Latenz der AEP MRT: KM-Enhancement im Meatus acusticus internus Histo: palisadenartige Anordnung der Zellkern CAVE an Neurofibromatose II denken bei beidseitigem Akustikusneurinom! Therapie: Exstirpation mit Monitoring der HN VII und VIII Gute Prognose!
- Angina agranulocytica bei Agranulozytose schmutzige Nekorsen der Gaumenmandel starker Foetor ex ore Tonsillektomie KONTRAINDIZIERT
- Herpangina durch Coxsackie A herpesähnliche Bläschen mit rotem Hof (oder nachfolgend fibrinbedeckte Ulzerationen, wenn das IMPP ein Arschloch ist) im gesamten Rachenraum und an Tonsillen besonder betroffen sind vordere Gaumenbögen grippeartiger Verlauf mit hohem Fieber und Halsschmerzen
- Angina Plaut Vincent Borrelia vincenti, Fusobacterium fusiforme ausgeprägter Lokalbefund, immer einseitig an Tonsille ulzeröse Veränderung mit Schlukcbeschwerden starker Foetor ex ore geringe Allgemeinsymptomatik
- Angina Ludovici Im Anschluss an Infekt der oberen Atemwege oder Zungengrundtonsillitis Mondbodenabszess oder -phlegmone Schluckbeschwerden, Kieferklemme Schwellung und Bewegungseinschränkung der Zunge
- Angina durch Candida Bei Immunschäwche Weißliche, abstreifbare Beläge
- Tuberkulöse Angina Mycobacterium tuberculosis verkäsend-ulzerierende Gaumentonsillen sehr selten
- Angina specifica (Syphilis) Treponema pallidum Stadium 1: Bläschen in Mudhöhle, ulzeriert im Verlauf Stadium 2: Schwellung und Rötung der Tonsillen, kleine dunkelrote Enantheme, später Papeln Stadium 3: schmerzlose Gummen (granulomatös mit Gewebedefekten)
- Angina durch Mononukleose EBV fieberhaft vergrößerte rote Tonsillen mit weiß-gräulichen Belägen oder Pharyngitis generalisierte LN-Schwellung, ev. Haot-/Organbeteiligung KEINE Ampicillingabe!
- Angina bei Diphtherie Corynebacterium diptheriae Angina tonsillaris mit Pseudomembranen (weißlich-gräulich) Entzündung überschreitet Tonsillen und blutet leicht faulig-süßer Foetor ex ore
- Sinusitis <12 Wochen akut, >12 Woche chronisch meist Viren, möglich auch Pneumkokken und Haemophilus influenzae Risikofaktoren: dentogener Infekt (einseitig im S. maxillaris) Rhinitis: Aszension der Erreger Ventilationsstörungen: Hypertrophie der Nasenmuscheln, Nasenpolypen, Nasenseptumdeviation Concha bullosa: Luftgefüllte Zellen in einer Nasenmuschel Apparativ: NNH-Rö mit Transparenzminderung, CTmit NNH-Verdichtung Therapie Akut: Sekrolytika, Xylometazolin-Nasentropfen ggf. AB wie Amoxi nur bei hohem Fieber oder Etzündungswerten GKK-Nasenspray bei allerg. Genese Therapie Chronisch: GKK-Nasenspray heilungsfördernd ggf. AB wie Aminopenicillin mit Betalaktamaseinhibitor oder Cephalosporin ggf. minimalinvasive endoskopische OP (CAVE Verltzugn der A. carotis int. mgl.) Komplikationen: Oritaödeme bis -phlegmone v.a. bei Sinusitis ethmoidalis im Kindesalter Meningitis, Enzephalitis intrazerebrale Abszesse Sinusvenenthrombose
- Chronisch-polypöse Sinusitis Mit multiplen Nasenpolypen Risikofaktoren: CF, assoz. mit Asthma bronchiale, Analgetikaintoleranz Symptome: Sekretabfluss über den Rachen, Hyposmie bis Anosmie Choanalpolyp: meist isolierter weicher Nasenpolyp, entseht in Kieferhöhle, wächst über mittleren Nasengang in Nasopharynx -> endoskopisch komplett entfernen! DD Papillom Diagnositk: Eosinophilie, Biopsie in Nasenendoskopie Therapie: systemisch und lokal GKK, Resektion ggf. in Pansinus-OP Hohe Rezidivneigung
- Kartagener-Syndrom autosomal-rezessive Störung des mukozellulären Transports Trias: Situs inversus, Bronchiektasen, chron. Sinusitis mit Nasenpolypen
- Advertisement
- Sialadenose rezidiverende, nciht entzündliche Schwellung einer Speicheldrüse meist Gl. parotis Auslöser: DM, Alkoholabusus, Hungerdytsrophie, Clonidin Klinik: beidseitige schmerzlose Schwellung -> Hamsergesicht Therapie: Grundkrankheit beseitigen
- Sialadenose rezidiverende, nciht entzündliche Schwellung einer Speicheldrüse meist Gl. parotis Auslöser: DM, Alkoholabusus, Hungerdytsrophie, Clonidin Klinik: beidseitige schmerzlose Schwellung -> Hamsergesicht Therapie: Grundkrankheit beseitigen
- Akute eitrige Sialadenitis akute bakterielle Entzündung einer Kopfspeicheldrüse v.a. druch Staphylos Risikofaktoren: Kachexie auf ITS, verminderter Speichelfluss bei Nahrungskarenz, Sondenernährung, Immunschäwche, Speichelsteine meist Gl. parotis Klinik: meist einseitige geschwollene schmerzhafte Speicheldrüse, Rötung der Mündung, ev. Eiterabgang Therapie: AB, Speichelfluss anregen
- Sialolithiasis meist Gl. submandibularis, nur 20% Parotis plötzl. Schmerzen bei Nahrungsaufnahme, teils Drüsenschwellung Sono, Sialographie mgl. Therape: Dilatation des Ausführungsgangens oder Lithotripsie
- Ranula Retentionszyste der Gl. sublingualis meist Mädchen 12.18. LJ Klinik: bläulich-schimmernde Schwellung unter Zunge, ev. Schluck- & Sprechstörungen Therapie: Exstirpation inkl. Gl. sublingualis, Marsupialisation
- Larynxkarzinom Nikotinabusus, Alkoholabusus, Asbest, Präkanzerosen: Leukoplakien, Larynxpapillom Einteilung nach Lage zur Stimmlippe: Supraglottis-Ca 60%, Glottis-Ca 40%, Subglottis selten Wichtig bei TNM: T1a einseitig, T1b beidseitig! Frühsymptome: Heiserkeit bei Stimmlippenbefall, bei Befall darüber ist es bereits ein Spätsymptom Spätsymptome: Fremdkörpergefühl, Dyspnoe, Dysphagie -> Heiserkeit >3 Wochen immer larnygoskopieren! Therapie: OP, ggf. RX Ruktusstimme = Ösophagusersatzstimme
- Lärmgrenzen Verzehnfachung der Schalleistung wird doppelt so laut gehört und erhöht Schallpegel um 10dB Lärmgrenze bei höherer geistiger Tätigkeit 55dB Lärmgrenze bei Routinetätigkeit 70dB ab 80dB muss Gehörtschutz zur Verfügung gestellt werden
- Akustisches Trauma zu hoher Schalldruck -> schädigt Haarzellen des Innenohres -> Schallempfindungsstörung akut: durch einmaliges Ereignis chronisch: durch jahrelange Exposition Diagnose: C5-Senke in Tonschwellenaudiometrie: Hörverlust v.a. der hohen Frequenzen, Knochen- und Luftleitung betroffen Überschwellige Audiometrie: positives Recruitment als Hinweis auf cochleäre Schallempfindungsstörung Akut - Knalltrauma: akute Schwerhörigkeit und Tinnitus, keine vestibulären Symptome C5-Seke, Trommelfelle intakt HAES-Infusionen, hochdosierte GKK keine Progredienz zur Schwerhörigkeit zu erwarten Akut - Explosionstrauma: akute Schwerhörigkeit, Tinnitus, Schwindel & Übelkeit, Blutungen aus dem Gehörgang häufig Trommelfellriss -> kombinierte Schallleitungs- und -empfindungsstörung HAES & GKK, ev. Trommelfellaufirchtung, Tympnaoplastik keine komplette Heilung, Progredienz zur Schwerhörigkeit möglich Chronisch: meist Berufskrankheit, jahrelang über 85dB Schallempfindungsschwerhörigkeit C5-Senke beidseits keine Therapie möglich
- Seromukotympanon Akut: Sekret in der Paukenhöhle >3 Monate, v.a. Kleinkinder durch physiolog. Tubeninsuffizienz bis 7.LJ (Achsknickung, weicher Knorpel, kurze Tube) sowie Hyperplasie der Rachenmandel Druckgefühl im Ohr, Schallleitungsschwerhörigkeit Transparenzminderung und gelblich schimmerndes intaktes Trommelfell, radiäre Gefäßinjektion, retrahiertes TF Xylometazolin-Nasentropfen, Paukendrainage durch Paukenröhrchen nach Parazentese Chronisch: durch Nasopharynx-Ca, Rhinitis, Sinusitis, Paryngitis, rez. Otitis media Druckgefühl im Ohr, Schallleitunsschwerhörigkeit retrahiertes TF, radiäre Gefäßinjektionen, Transparenzminderung und gelblich schimmernd Endoskopie des Nasopharynx zum Ca-Ausschluss immer wichtig! Grundkrankeit behandeln
- Otitis media chronica mesotympanalis häufig durch akute Mittelohrentzündung im Kindesalter und Tubenfunktionsstörung keine Schmerzen, rez. Otorrhö (geruchlos, schleimig, bei Exazerbation eitrig, Hörminderung durch Schallleitungsstörung Verbot von Wassersport! Audiometrie, zentraler Trommelfelldefekt, keine Tympanometrie Therapie: Tympanoplastik
- Otosklerose v.a. Frauen zwischen 20.-40.LJ, oft während/nach SchwaScha Symptome: zunehmende Schwerhörigkeit, Patienten sprechen oft sehr leise da sie sich über die Knochenleitung lauter hören, Tinnitus, keine Schmerzen, im Verlauf bei 70% beidseits Diagnostik: Weber/Rinne: betroffenes Ohr Rinne negativ, Lateralisation dorthin Otoskopie unauffällig Tonschwellenaudiometrie: herabgesetzte Luftleitung v.a. der tiefen Töne Carhart-Senke: bei etwa 2000 Herz fehlender Stapediusreflex (ist schon fixiert) Therapie: Stapedotomie (teilweise) oder Stapedektomie (komplett), Ersatz des Stapes durch eine Prothese Cochlea-Implantat bei beidseitiger Ertaubung
- Pharynx-Ca v.a. Männer, 50.-70.LJ RF: Rauchen, Alkohol, EBV beim Nasopharynx-Ca, HPV beim Oropharynx-Ca Nasopharynx = Epipharynx, Oropharynx = Mesopharynx, Laryngopharynx = Hypopharynx (v.a. Rec. piriformis) meist Plattenepithel-Ca, bei Holzarbeitern als Berufskrankheit Adeno-Ca, Schmincke-Tumor = undifferenziertes, lymphoepitheliales Ca (EBV) Symptome/Klinik: keine Frühsymptome Nasopharynx: indolente Hals-LN-Schwellung, Tbenventilationsstörung mit Schallleitungschwerhörigkeit durch rez. Otitiden & Seromukotympanon, behinderte Nasenatmung, Epistaxis, kaudale Hirnnerven-Ausfälle -> Halbbasis-Syndrom Oro-&Hypopharynx-: Dysphagie, stechende Ohrenschmerzen, Globusgefühl, kloßige Sprache, cervicale LN-Metastasen (Erstsymptom) Therapie: Op, Rx und/oder Cx je nach Art, schlechte Prognose
- Mundboden- & Tonsillen-Ca meist Plattenepithel, v.a. Männer > 60. LJ RF: Rauchen, Alkohol, schlechte Mundhygiene, Druckstellen durch Zahnprothesen etc., HPV (16, 18, 31, 33) ulzerös: wächst endophytisch nach innen verrukös: wächst exophytisch nach außen Symptome: Mundgeruch, Schmerzen (auch Ohren), Dysphagie Metastasierung: früh cervicale lymphogene Metastasierung, spät Metastasen in Lu, Le, Knochen Therapie: je nach Lokalisation & Prognose Resektion & Neck Dissection, Rx, Cx, HPV-positiv sprechen besser auf Cx und Rx an
- Wo liegt das Zenker-Divertikel? Im dorsalen Hypopharynx, genaer Kilian-Dreieck im M. cricopharyngeus
- Kehlkopflähmung Parese des N. laryngeus superior: über Schädigung des N. vagus oder bei Strumektomie versorgt motorisch mit Ramus externus den M. cricothyroideus Schlaffe Stimmlippe auf betroffener Seite, Stimmlippen normal beweglich Dysphnoe mit Störung der hohen Töne Parese des N. larnygeus inferior oder N. recurrens: nach SD-OP, nach Lobektomie beim Bronchial-Ca mit Ausräumung der LN im aortopulmonalesn Winkel, durch Aortenaneurysma N. laryngeus inf. ist Endast des N. recurrens, rechter N. laryngeus recurrens läuft um A. subclavia dextra, linker um Aortenbogen-> versorgt Stimmritzenöffner! einseitige Parese: ipsilaterale Paramedianstellung der Stimmlippe, Heiserkeit, keine Atemnot -> spontane Rückbildung möglich, Logopädie, OP mgl. beidseitige Parese: Paramedianstellung beider Stimmlippen, Atemnot, inspiratorischer Stridor, kaum Heiserkeit -> Tracheotomie meist nötig, danach glottiserweiternde Eingriffe Internusschwäche: beidseitige Schwäche der Mm. vocales (durch N. recurrens versorgt) ungeüngender Stimmlippenverschluss mit länglichem, ovalen Stimmlippenspalt in Phonationsstellung Dysphonie
- Rhinitis acuta meist viral, auch sekundär bakteriell eitrig (Streptos, Staphylos, Pneumos), einseitig auch durch Fremdkörper (Kinder) Therapie: Xylometazolin-Tropfen oder Phenylnephrin -> abschwellend, durchblutungfördernd, ev. AB wenn keine Symptomlinderung, ev. Fremdkörper raus Sonderformen: Ozaena (Stinknase, R. atrophicans) v.a. Frauen, idiopathisch oder sekundär nach OP in Nasenhöhle, Tumoren im Nasopharynx oder Xylomtazolin-Missbrauch eitriges borkiges Sekret, gelbgrüne Krusten, aashafter Gestank aus der Nase, der wegen Atrophie der Regio olfactoria nciht wahrgenommen wird verschiedene OPs möglich, Heilung nicht sicher Allergische Rhinitis ev. +Konjunktivitis, Atopie saisonal oder nicht-saisonal (Hausstaub...) Prick-, Intrakutantest, IgE geamt oder spezifische IgE durch Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST) Therapie: Antihistaminika (Ceterizin), GKK lokal (Budesonid) jahrelange spezifische Immuntherapie mit kontrollierter gabe des Allergens in steigender Dosierung-> Heilung v.a. bei durch einzelne Allergene ausgelöste Rhinitis
- Cerumen obturans mangelnde oder unsachgemäße Ohrpflege -> zur Pfropfbildung -> Gehörgangsverschluss -> plötzliche Schallleitungsschwerhörigkeit -> Spülung mit warmem Wasser oder Ausräumen mit Häckchen/Kürette
- Hörgeräte und Cochlea-Implantat Hörgerät HNO-Arzt stellt die Indikation nur wenn eine operative Hörverbesserung nicht möglich ab Hörminderung von min. 30dB im Bereich von 500-3000 Hertz Diskriminationsverlust von min. 20% bei EInsilbern und 65dB Sprachlautstärke Kinder -> immer so schnell wie möglich wegen Sprachentwicklung Cochlea-Implantat bei Ausfall des Innenohrs und noch intaktem Hörnerv und Hörbahn bei beidseitiger cochleärer Taubheit bei Hörresten, die trotz Hörgeräten für Sprachverständnis und -erwerb nicht ausreichen möglichst immer beidseits sehr selten Läsionen des N. facialis möglich
- Dekompressionskrankheit / Caisson-Krankheit zu schnelles Auftauchen aus zu großer Tiefe bzw. zu kurzen Sicherheitssstopps RF: Übergewicht Ausperlen gelöster Gase (Stickstoff) im Gewebe und in Gefäßen -> Gasembolie Typ I: typischerweise Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Pruritus Typ II: Gasblasen im Gehirn, Myelon, Innenohr -> Paralysen, Sprachstörungen, Hörminderung, Schwindel Therapie Rekompression in Druckkammer
- Myoarthropathie des Kiefergelenks bei struktureller, funktioneller oder psychischer Fehl-/Überbelastung der Kiefergelenke v.a. Frauen zw. 30.-50. LJ Knacken oder Reiben der Gelenke, eingeschränkte Kieferöffnung, ev. schmerzhaft, Schmerzen der Gelenke mit Ausstrahlung in Ohr, Kopf, Nacken