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Psychologie (Subject) / Sozialpsychologie nicht gewusst (Lesson)

Sozialpsychologie

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  • Wonach unterscheiden sich Einstellungen? implizit (automatisch, unbewusst) und explizit (deliberativ, bewusst zugänglich) gespeichert (stabil und überdauernd) und situativ konstruiert (abhängig von Tagesform, Bedürfnissen, Motivation, Stimmung...)
  • Wodurch können Einstellungen entstehen uns verändert werden? genetische Beteiligung Lernprozesse evaluatives Konditionieren operantes Konditionieren Modellernen Selbstwahrnehmung und Bodyfeedback mere exposure Konsistenzstreben Persuasion
  • Wie werden Vorurteile aufrechtgehalten? confirmation bias illusorische Korrelation Annahme eines Zusammenhangs, der objektiv nicht vorhanden ist Subtyping auffällige, widersprüchliche Informationen werden intensiv verarbeitet Bildung von unterkategorien, Ausnahmen machen attributionale verzerrung ultimativer Attributionsfehler blaming the victim Sich selbst erfüllende Prophezeihung
  • Wie unterscheiden sich Verarbeitungsstile? negative Stimmung     bottom-up  (analytisch und genau, besser für Kreativität) positive Stimmung      top-down (konzeptgetrieben, übergeordnete Wissensstrukturen) -          verarbeiten eher global als lokal, -          auf übergeordnetes Wissen zurückgreifen; Verwendung Schemata, Heuristiken; leichter kreative Lösungen finden systematisch (zeitlich aufwendig, hohe Kapazität) heuristisch (Zeitsparend, geringe Kapazität)
  • Wie kommt es zu einer Stereotypaktivierung? Konfrontation mit Gruppenzugehörigkeit Priming im engeren Sinne (beläufige, unterschwellige Darbietung stereotypisierender Reize) Stereotypkosistentes Verhalten
  • Wie kann Aggressionsreduzierung statt finden? -    Aggressionsverschiebung: Bei einer Aggressionsverschiebung wird aggressives Verhalten gegen Personen oder Objekte gerichtet, die nicht Auslöser negativer Gefühle sind-   Karthasishypothese: Annahme, dass Ausführen jeglicher aggressiver Handlungen – gegen Objekte oder beliebige Personen – aggressionsreduzierende Effekte hat     Wissenschaftliche Befunde sprechen dagegen
  • Wie erschließen wir Eigenschaften anderer Personen? assoziativ automatische Schlussfolgerungen Beobachtungen von Verhalten aktiviert damit verbundene Eigenschaften Assoziation der aktivierten Eigenschaft mit handelnder Person attributional Schlussfolgerungsprozess aufgrund der wahrgenommenen Gründe für die Handlung angenommene Grunde entscheiden  über Repräsentativität des Verhaltens Vorhersage von Verhalten möglich
  • Welchen nutzen haben Gruppen? materieller Nutzen gemeinsame Ziele einfacher zu verwirklichen mehrere Personen bieten eher Schutz und Macht psychologischer Nutzen Grundlegendes Bedürfnis anch Kontakt befriedigt (need to belong) Quelle sozialer identität positive Wirkung auf das Selbstwertgefühl
  • Welche Wege zur Selbsterkenntnis gibt es? Introspektion Selbsterkenntnis durch Nachdenken über sich selbst Selbstwahrnehmung Selbsterkenntnis durch beobachtung seiner Selbst Sozialer Vergleich Selbsterkenntnis durch den vergleich seiner Selbst mit anderen
  • Welche Schwächen hat die Laienpsychologie Übersehen von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen Vernachlässigung des sozialen Kontexts Unkenntnis des eigenen Einflusses auf die Wahrnehmung
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  • Welche Judostrategien gibt es? Nutzung situativer gegebenheiten Prinzip sozialer Bewährtheit (was alle tun, ist richtig) Prinzip der Knappheit (was schwer zu bekommen ist, erscheint attraktiver) KontrastprinzipUrteilsobjekt wir in Abhängigkeit vom vergleichstandart bewertet) Nutzung von Personeneigenschaften Sympathie Autorität Nutzung von Verpflichtungsgefühlen Reziprozität (That's not all Prinzip, Door in the face- Prinzip) Commitment (Foot in the door- Prinzip, low Ball prinzip)
  • Welche Funktionen hat das Selbst? strukturierende Funktion Infos, die mit dem Selbst in Bezug stehen, werden besonders gut verarbeitet (self relevance effect) Personen wenden sich automatisch selbstrelevanten Reizen zu und präferieren diese emotionale Funktion Bedürfnis ein stabilies positives Selbstkonzept zu haben Selbstwertgefühl Regulation von Erleben und Motivation ausführende Funktion Selbstregulation Einfluss auf Verhalten, Entscheidungen und Zielsetzung
  • Welche Funktionen haben Einstellungen? kognitive Funktion praktische Zusammenfassung von Überzeugungen Strukturierung unseres Wissens Einstellungen als Heuristiken motivationale Funktion funktional bei der Erreichung von Zielen Verhaltenvorhersage
  • Welche Arten der sozialen vergleiche gibt es, erläutere diese kurz. aufwärtgerichteter Vergleich Vergleich mit überlegenem Standart dient der Selbstmotivation abwärtsgerichteter Vergleich Vergleich mit unterlegenem Standart dient der Selbsterhöhung lateraler Vergleich Vergleich mit ähnlichem Standart dient der Selbsterkenntnis
  • Was wirkt beim ersten Eindruck? äußere Merkmale (Attraktivität, Kleidung, Gesicht, Körpergröße, Haut- und Haarfarbe) nonverbales Verhalten automatischer, unbewusster, schneller Prozess Voreinstellungen als Einfluss auf den Eindruck
  • Was versteht man unter dem fundamentalen Attributionsfehler` Tendenz, den Einfluss dispositionaler Faktoren auf das Verhalten anderer Personen zu über- und den Einfluss situativer Faktoren zu unterschätzen
  • Was sind Quellenverwechslungen und wodurch entstehen sie? Erinnerungsverfälschung Suggestivfragen mehrmaliges Nachfragen Aktivierung ähnlicher Erinnerung
  • was sind Judostrategien? Strategien sozialen Einflusses, um andere zum Ausführen oder Unterlassen eines Verhaltens zu bringen
  • Was sagt Heiders Balance-Theorie aus? Konsistenzstreben geistige Harmonie von der Balanciertheit der kognitiven Triaden bestimmt bei Ungleichgewicht finden Ausgleichshandlungen statt (Einstellungsänderung)
  • Was sagt die theorie der Selbstwahrnehmung nach Bem aus` Einstellungen, Motive und Empfindungen können aus der Beobachtung des eigenen verhaltens geschlossen werden
  • Was kann Aggression auslösen? Angriffe gegen die eigene Person Zielerreichung wird blockiert situative Bedingungen
  • Was ist Trittbrettfahren (Free riding) welche Aufgaben? Leistungsreduktion, wenn der pers. Beitrag als für das Gruppenergebnis nicht wichtig angenommen wird bei konjunktiven (= Leistung des fähigsten Mitgliedes entscheidend) und disjunkte (= Leistung des schwächsten Mitgliedes entscheidend)
  • Was ist Stimmungskongruenz und welche versch. Vorteile gibt es dabei? Stimmungskongruenz: Informationen, die zur aktuellen Stimmung des Individuums passen, haben einen Verarbeitungsvorteil a) bei der Erinnerung: Mood-dependent memory b) bei der Wahrnehmung: mood congruent encoding Vorteile bei der Geschwindigkeit, Aufmerksamkeitsrichtung und Ursache
  • Was ist sozialer Einfluss? Beachsichtigte oder unbeabsichtigte Einflussnahme einr oder mehrerer Personen auf Einstellungen, Überzeugungen, Wahrnehmungen oder Verhalten einer oder mehrerer Personen Einfluss durch tatsächliche oder implizite Anwesenheit möglich
  • Was ist Persuasion und von welchen Faktoren ist die Persuasionswirkung abhängig? = Bemühen, die Einstellung einer anderen Person durch den Einsatz diverser Botschaften zu verändern   abhängig von: Merkmalen des Kommunikators (Glaubwürdigkeit, paraverbale Merkmale, Attraktivität, Sympathie) Merkmale der Botschaft ( Beeinflussungsabsicht, Reihenfolge der Argumente, Zweiseitigkeit, Verpackung der Botschaft) Merkmale des Rezipienten (Ablenkung, Intelligenz, Alter, kulureller Hintergrund)
  • Was ist mood-state- dependent-memory? vom Stimmungszustand abhängige Erinnerung (Inhalte werden besser erinnert, wenn sie zur Stimmung des Abrufs passen)
  • Was ist Mood congruent encoding? Stimmungskongruente Erinnungen: Inhalte, die zur Stimmung des Abrufs passen, werden besser erinnert  
  • Was ist Gruppendenken? -    Eine Art zu denken, bei der das Aufrechterhalten der Kohäsion & Solidarität der Gruppe wichtiger ist als die Fakten realistisch zu beurteilen-     Kohäsive Gruppen, bei denen Mitglieder miteinander verbunden sind, haben die Tendenz zum Gruppendenken (=einheitliche Sicht)
  • Was ist Erregungstransfer? Erregung aus einer vorausgegangenen Aktivität kann auf eine neue Erregungssituation übertragen werden In diesem Sinne kann fehlattribuierte aversive Erregung die Aggressionsbereitschaft erhöhen
  • Was ist eine Verankerung? Der selbstgewählte Wert wirkd als Ausgangspunkt für die Schätzungen festgelegt
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  • Was ist eine Korrespondenzverzerrung (correspondence bias)? Tendenz, aus dem Verhalten anderer Personen stabile Persönlichkeitsmerkmale (Dispositionen) zu erschließen, selbst wenn das Verhalten stark durch situative Faktoren bedingt ist
  • Was ist eine Adjustierung? Der Schätzwert wird von diesem Ankerwert aus nach oben oder unten korrigiert/ adjustiert
  • Was ist der IAT? Implizier Assoziationstest (Reaktionsverfahren, welches anhand der Assoziationsstärke Einstellungen misst)
  • Was ist der Gimpel Effekt (Sucker effect) welche Aufgaben? Leistungsreduktion, wenn man denkt, dass die anderen sich nicht so sehr wie man selbst anstrengen additive, konjunktive und disjunkte Aufgaben
  • Was ist Deindividuation? sind Personen Teil einer Masse, kann ein Verlust normaler Verhaltensbeschränkungen auftreten und dadurch ein Anstieg impulsiven und abweichenden Verhaltens bewirken
  • Was ist das Selbstwertgefühl? der Wert, den wir uns selbst und unseren Fähigkeiten subjektiv zumessen
  • Was ist Bodyfeedback und welche Arten gibt es? Rückmeldungen aus dem Körper an das Gehirn, welche Informationsverarbeitung und Stimmung beeinflussen können facial feedback (Rückmeldung von mimischer Muskulatur) postural feedback (Rückmeldung der Körperhaltung)
  • Was besagt die Konversionstheorie von Moscovici? Einfluss von Mehr- oder Minderheiten basiert auf unterschiedlichen Prozessen Abweichende Mehrheit führt zu Vergleichsprozessen WAS sagen die anderen? direkte, kurzfristige Beeinflussung öffentliche Angleichung Abweichende Minderheit führt zu Validierungsprozessen WARUM sagen sie das? indirekte, langfristige Beeinflussung private Angleichung
  • Was besagt die Karthasishypothese in Bezug auf Aggression? Annahme, dass jegliche aggressive Handlung (gegenüber Objekten, Personen) zu einer Minderung der Aggression führt.
  • Was besagt die Drive theory of social facilitation nach Zajonc? Anwesenheit anderer Personen führt zu physioligischer Erregung Auftretenswahrscheinlichkeit der dominanten Reaktion erhöht (gewohnte Verfügbarste Handlung) Soziale erleichterung bei gut geübten (einfachen) Aufgaben Soziale Hemmung bei ungeübten (schwierigen) Aufgaben
  • Ausmaß von Korrespondenzverzerrungen abhängig von: Blickwinkel                                                        Akteur-Beobachter-Effekt Salienz                                                            Motivation und Kapazität   
  • Arten selbstwertdienlicher Atrribution •    Egocentric bias (eigener Anteil an der gemeinsamen Leistungungen wird überschätzt) •    Defensive Attribution (Erklärung für Verhalten ist, dass wir verletzlich oder sterblich sind. Spezialform: „unrealistischer Optimismus“: Gutes widerfährt einem selbst häufiger als anderen Menschen)•    Self-handicapping (Um schon im Vorfeld drohender Enttäuschungen entgegenwirken wird ein „Hindernis“ geschaffen, das für Misserfolg verantwortlich gemacht werden kann)•    Sandbagging (Leistungsmöglichkeiten werden vorher heruntergespielt, um Erwartungshaltung anderer niedrig zu halten  Anteil an der gemeinsamen Leistungungen wird überschätzt)   
  • Ultimativer Attributionsfehler = selbstwertdienliche Attributionstendenz auf Gruppenebene:§         Eigengruppe: Positives Verhalten wird auf guten Charakter geschoben, negatives auf situationale Zwänge§         Fremdgruppe: Positives Verhalten wird auf Situation geschoben, negatives auf den schlechten Charakter.
  • Gehe genauer auf die Judostrategien ein, die sich das Verplichtungsgefühl zu nutze machen. Reziprozität (Geben und Nehmen mpssen ausgeglichen sein) That's not all Prinzip (Zugabe eines Extras erhöht die Wahrscheinlichkeit der Annahme des ursprünglichen Angebots, Werbegeschenk) Door in the Face Prinzip (eine erste große Forderung abzuweisen erhöht die wahrscheinlichkeit der Zustimmung einer späteren kleineren Forderung) Commitment (Streben anch Konsistenz) Foot in the Door Prinzip ( Einwilligung in einen kleinen Gefallen erhöht wahrscheinlichkeit späteren größeren Gefallen auch zuzustimmen) Low Ball Prinzip (zunächst vorhandener äußerer Anreiz führt zu bestimmten Verhalten, dass auch nach Wegfall des Anreizes noch stabil bleibt
  • Folgen sozialer Kategorisierung   Folgen sozialen Kategorisierung: ·         Fremdgruppenhomogenitätseffekt (outgroup homogeneity effect) = Tendenz, Mitglieder der Fremdgruppe als einander ähnlicher wahrzunehmen als diese tatsächlich sind und als die Mitglieder der Eigengruppe. Je homogener eine Gruppe wahrgenommen wird, desto mehr negative Eigenschaften (z.B. Aggressivität) werden ihr beispielsweise zugeschrieben. „BWL-Studenten sind alle gleich! Wir Psychologiestudenten sind alle ziemlich unterschiedlich!“ ·         Eigengruppenaufwertung (ingroup favoritism) = im Intergruppenvergleich sowie bei der Zuteilung von Belohnungen schneidet die Eigengruppe besser ab. Dabei reicht bereits die Mitgliedschaft in willkürlichen und völlig bedeutungslosen Gruppen (minimal group paradigm) „Wir sind besser als die!“  
  • Effekt der Überrechtfertigung (overjustification effect)  Für Aktivitäten, die mit Belohnung oder extrinsischen Gründen assoziiert werden, nimmt die intrinsische Motivation ab
  • Definiere Selbstkonzept. bezeichnet die Inhalte unseres Selbst (Selbstaspekte), d.h. Wissen darüber, wer wir sind ist kontextgebunden und daher dynamisch/veränderbar ist sowohl chronisch als auch temporär aktivierbar
  • Definiere Einstellung mentale Repräsentation, die aus einer zusammenfassenden bewertung eines Einstellungsobjekts besteht
  • Definiere Aggression. Welche Unterscheidungen gibt es diesbezüglich? = absichtsvolles Verhalten mit dem Ziel eine andere Person bzw. einen Gegenstand  oder sich zu schädigen   Unterscheidung: Instrumentelle Aggression (Agg. als Mittel um Ziel, dass über die Schädigung hinausgeht, zu erreichen) feindselige Aggression (Agg erfolgt aus Emotionen heraus und dient dazu, jemandem zu schaden, heißte Agg.)
  • Verfügbarkeitsheuristik: Die Verfügbarkeit von Inhalten wird beeinflusst von... der Art der Suche im Gedächtnis die Auffälligkeit (Salienz) und Lebhaftigkeit (vividness) häufige (frequency) und kürzliche Aktivierung (recency) Ereignisverknüpfungen (Konjunktionen)