Neuro (Subject) / Neuro (Lesson)
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- Ventrikeldoktrin o Ventrikel= Sitz der Seele (eig nur aus Spinalflüssigkeit)
- Lokalisation der Seele Zirbeldrüse Sitz der Seele angeblich
- Neuronen Doktrin Golgi erfand neue Methode Zellen zu färben mit Silbernitrat, einzelne Neurone können differenziert werden
- • Phrenologie o Gehirn beinhaltet eine Reihe von separaten Organen, jedes kontrolliert distinkte, angeborene Fähigkeit und erzeugt einen Abdruck bzw. Ein- oder Ausbuchtung im Schädel o Besonders ausgeprägte Fähigkeiten -> stärkere Ausprägung dieser Region im Schädel
- Äquipotentialhypothese o Nicht Lokalisation, sondern Ausmaß des entfernten Gewebes ist verantwortlich in wie weit Funktion gestört ist Gehirn ist äquipotential, jeder Teil des Gehirns kann Funktion übernehmen
- • Somatotopie o Zuweisbarkeit von Körperregion und Hirnrindenarealen-> sensorischen Kortex
- • Kartographie o Brodmann Areale: Gehirn Kartographiert , 51Nummern
- • Phineas Gage o Orbitofrontalkortex-> Übereinstimmung mit Verhalten anderer mit ähnlichen Hirnschädigungen: Beeinträchtigung Fähigkeit, rationale Entscheidungen zu treffen, Emotionsverarbeitung und Impulsivität § Konnektom von Phineas Gage: Sehr viele Verbindungen im Frontalen Kortex zerstört
- Netzwerktheorie o Kann nicht sein dass alle verknüpft sind, sonst wären alle erregt oder keins o Starke Erregung-> mehr Netzwerke angesprochen, bei schwacher Erregungen werden die 2. Und 3. Grades garnicht angesprochen
- Tierexperimentelle Studien · induzierte Läsionen, Vorübergehende Funktionsblockierung (z. B. durch Pharmaka, Unterkühlung) o Beispiel: Ratten können Labyrinth Aufgabe vor Läsion des Hippocampus (räumliches Gedächtnis) sehr gut lernen, danach nicht mehr
- Vorteile Einzelfallstudien · Läsionen können im Gehirn bei Menschen nicht experimentell induziert werden · Hirnschädigung könnte Funktion der geschädigten Region hervorheben
- Nachteile Einzelfallstudien · vorherige Leistungsfähigkeit nicht bekannt, Konfundierende Faktoren, individuelle Varianz
- EEG · Elektroden auf Kopfhaut messen Potentialschwankungen, die durch elektrische Aktivität der Nervenzellen erzeugt wird
- Vorteile EEG · Kann sowohl in gesunden als auch klinischen Populationen gut angewandt werden · Hohe zeitliche Auflösung (z.B. wenn zeitliche Abfolge von kognitiven Mechanismen interessiert , nicht die Lokalisation) · Deutliche kostengünstiger als z.B. MRT
- Nachteile: EEG · Die Bedeutung mancher Komponenten ist nicht bekannt · geringe räumliche Auflösung · Nur Erfassung der elektrischen Aktivität kortikaler Nervenzellen
- MEG · Elektrische Ströme erzeugen magnetischen Felder, werden auf der Oberfläche des Kopfes gemessen
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- Vorteile: MEG · Nicht-invasiv (wie EEG, MRT), Besser als EEG in der räumliches Auflösung · Signale sind nicht stark beeinträchtigt durch die Spannung zwischen Schädel und Sensor
- Nachteile: MEG · Proband kann sich während der Messung nicht bewegen · Sehr teuer, macht magnetisch abgeschirmten Raum notwendig
- • Technik zur EEG und MEG-Datenanalyse : Ereigniskorrelierte Potentiale o Vielzahl von Durchgängen nötig, gemittelt, sonst gehen Signale im Rauschen unter
- PET · radioaktive Glukose wird injiziert, von metabolisch aktiven Zellen aufgenommen, radioaktiven Partikel setzen Positronen frei · wenn sie mit Elektronen kollidieren erzeugt dies Gamma-Strahlen, die den Kopf verlassen und so erkannt werden · Region mit hoher metabolische Aktivität-> mehr Gamma-Strahlen, da sie mehr (radioaktive) Glukose aufnehmen
- Vorteile: PET · Kann mit klinischen und gesunden Populationen verwendet werden, Hohe räumliche Auflösung · Stellt eine dreidimensionale Repräsentation der regionalen Aktivität bereit
- Nachteile: PET · Invasive Methode, Sehr geringe zeitliche Auflösung (Aufgaben müssen länger als 1min. dauern), Sehr teuer
- MRT (Wirkung) · basiert auf Veränderungen der magnetischen Eigenschaften von Atomen und dem natürlicher Spin der Atomkerne (Eigendrehimpuls), torkeln auch um eigene Achse-> Präzession, Geschwindigkeit = Präzessionsfrequenz o Spin besitzt magnetisches Moment, Kernspins reagieren wie Kompassnadel im Magnetfeld · Gibt hochfrequente Radiowellen drauf -> Resonanz, zwei Wirkungen: o Longitudinal Wirkung: einige Atomkerne, die vorher parallel ausgerichtet waren klappen andersrum, upspin <-> downspin -> Energieniveau wird erhöht, für antiparallele Ausrichtung mehr Energie nötig o Transversal Wirkung: erfolgt Synchronisation der Präzession -> alle taumeln jetzt gleich
- MRT Konsequenz · wollen in Ausgangszustand -> „Relaxation“ , zwei Prozesse: o Longitudinale Relaxation -> T1 § antiparallel ausgerichtete Atome-> parallele Richtung, Energieniveau wird niedriger § graue Substanz dunkel, sieht gut (sub)kortikale Hirnstruktur (innen dunkel) o transversale Relaxation -> T2 § Rückgang der transversalen Richtung, geraten wieder durcheinander in asynchronen Zustand § graue Substanz heller / weiße Substanz dunkler (innen hell)
- Vorteile MRT · Nicht-invasiv und nicht-toxisch, keine bekannten biologischen Risiken, beste räumliche Auflösung (1-2 mm)
- Nachteile MRT · Viele Ausschlusskriterien für Untersuchung (Klaustrophobie, Metall, Fettleibigkeit) · Manche Regionen sind schwerer abzubilden (z.B. in der Nähe der Nasennebenhöhlen)
- fMRT · HB ist magnetisch wenn mit O2 angereichert, sonst nicht-> Unterschied im MR Signal · Anreicherung ist höher bei hoher neuronaler Aktivität -> BOLD Signal o Anteil /Unterschiede der Sauerstoffanreicherung im HB wird gemessen
- Vorteile fMRT · keine Injektion radioaktiver Marker nötig · Besser zugänglich und billiger als PET und eine bessere zeitliche Auflösung
- Nachteile fMRT · Schlechte zeitliche Auflösung, anfällig für Bewegungsartegfakte · Manche Gehirnregionen möglichweise effizienter als andere in Bereitstellung von Blutsauerstoff
- DTI Diffusions-Tensor-Bildgebung · Methode, mit der man die Integrität der Faserstränge in der weißen Substanz sichtbar machen und quantifizieren kann · in weißer Substanz hoher Anteil von Wasser , freie Wasserdiffusion ist isotrop (Anisotropie 0) o -> Barrieren ( z. B. Axone, Dendriten) verursachen Diffusionsanisotropie o Alte Menschen, Kranke -> in weißer Substanz weniger intakte Axone-> Wasserdiffusion isotroper · Voxel-weise Berechnung der Anisotropie , berechnet einen Tensor, der das dreidimensionales Diffusionsverhalten o Kortex hat zb wenig Axone= nicht geeignet
- TMS · starker Strom in Magnetspule erzeugt Magnetfeld-> im Kortex werden elektrische Ströme induziert o löst Aktionspotentiale von Neuronen aus-> Reizung von motorischen Arealen-> unwillkürliche Bewegungen · trägt zu Lokalisation von kognitiven, sensorischen oder motorischen Funktionen bei · Durch stereotaktischen Neuronavigation ermöglicht präzise Positionierung der Magnetspule, nur der Kortex · Effekt: von einigen Sekunden über Minuten bis hin zu wenigen Wochen
- Prinzipien TMS Zwei elektromagnetische Prinzipien: 1. Ampere‘s Gesetz: ein magnetisches Feld kann durch Wechselstrom erzeugt werden 2. Faraday‘sches Gesetz: Elektrischer Strom kann durch ein magnetisches Wechselfeld erzeugt werden
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- Nutzen der TMS-Technologie · Kann nicht-invasiv vorübergehende Verbesserung/ Verschlechterung sensorischer, motorischer oder kognitiver Funktionen hervorrufen (Visueller Kortex-> Skotome (Gesichtsfeldausfälle)) · Antidepressive Wirkung o Tiefenhirnstimulation, aktiviert hypoaktive Arealen, überbrückt Zeit bis Antidepressiva wirken · Broca-Aphasie o Stimulation des Broca Areal-> Patient verbessert sich im Test, große Verbesserung in Sprache
- Methodenanwendung MRT Taxi Fahrer · Haben mehr graue Substanz im Hippocampus (Region für räumliches Gedächtnis) EEG Auditive Reize bei Blinden · Höhere Amplitude -> stärkere Erregbarkeit neuronaler Netzwerke -> Areale haben sich verändert „Cross-modal-plasticity“ · > aktivieren der Sehrinde beim Lesen der Braille-Schrift (diese Plastizität besteht nur während des Braille-Lesens (nicht bei Fingerbewegung) -> hat Funktion übernommen
- Präfrontaler Kortex Dorsolateraler PFC Medialer PFC Orbitofrontaler Kortex Anterior cingulärer Kortex
- Dorsolateraler PFC · Arbeitsgedächtnis, Repräsentation zukünftiger Handlungen o N Back Aufgabe-> Aktivierung bei 2 Back im Vergleich zu keiner bei 0 Back · (moralische) Entscheidungsfindung (Überhaupt entscheidungsverhalten) o Dilemma-> Schalter betätigen oder Mann von der Brücke stoßen-> Aktivierung
- Medialer PFC · Soziale Kognition, Mentalisierung · die Perspektive Anderer einnehmen (posterior), Selbstreferenzialität (anterior) o Schuld/ Ärger auf anderen/ Mitleid: Aktivierung o Schmerz beobachten: aktiviert (3. Person Perspektive , stärker je Empathischer man ist)
- Orbitofrontaler Kortex Emotions- und Impulskontrolle, Entscheidungsfindung · Belohnungsverarbeitung und Lernen von Kontingenzen o Kartenspielexperiment, Regel ändert sich-> Vor allem OFK aktiv o signifikante Aktivierung im OFC, bei eigenem Baby im Vergleich zu anderen oder Erwachsenen ·
- Anterior cingulärer Kortex · Reaktionsinhibition, Schmerzverarbeitung, Mentalisierung · empirische Evidenz legt nahe: gibt trennbare kognitive& affektive Anteile
- Parietaler Kortex Inferiorer Parietallappen Superiorer Parietallappen Precuneus
- Inferiorer Parietallappen · Räumliches Denken, "quasi-räumliche" Prozesse (Rechnen, Lesen), Reaktionsinhibition o Rechnen mit emotionalem Bild-> nicht mehr Fehler-> mehr Ressourcen-> PC stärker aktiviert (korreliert mit Zeit)
- Superiorer Parietallappen · Visuelle Steuerung von Bewegungen, räumliche Aufmerksamkeit (Wechsel von Reiz auf anderen)
- Precuneus · Selbstbild, Selbstreferenz, (1. Person-Perspektive), Körperrepräsentation (Anorexie-> spielt Rolle) o Wie stark trifft Adjektiv auf dich zu vs. wie wichtig findest du es? Selbstbezug erhöhte Aktivierung
- Amygdala · Furchtkonditionierung, Empathie · Emotionserkennung und –generierung o Ohne Amygdala: erkennt keine Angst/ Überraschung, fixiert/ scannt Gesichter anders-> erkennt es vll deshalb nicht?
- Striatum · Ventrales Striatum: Vorbereitung, Initiation und Exekution von belohnungsbezogenen Verhaltensreaktionen, Antizipation von Belohnung (Nucleus accumbens) Antizipation=Davon ausgehen, dass man Belohnung erhalten wird o hohe Aktivierung bei Geldbelohnung vs. Neutral, höher je mehr man erwartet gewinnen zu können (Sucht) · Dorsales Striatum: Belohnungssystem, Anpassung nach Belohnungen o Verhalte mich so, lege Karte nochmal wenn die Belohnung gab
- 3 Ebenen des sprachlichen Verarbeitens (nach denen man Störungen abgrenzen kann) Ebene 1: · Emotion Kognition -> sprachliches eng mit Gedanken/ Gefühlen verbunden o Störungen mit Sprachauffälligkeiten wie z.B. Schizophrenie Ebene 2: · Enkodierung: formulieren, kognitiv& emotionale Inhalte in motorische überführen · Dekodierung : verstehen, akustische& visuelle Muster analysieren, interpretieren o Arbeitsgedächtnis-> Abgleiche mit Dingen aus Gedächtnis machen -> Zwischenspeicher o Aphasien (Broca und Wernicke) Ebene 3: · sprachliche Modalitäten,keine Aphasie · Enkodieren ↓ o Graphomotorik: -> Schreiben (Agraphie) o Sprechmotorik: -> Sprechen (Sprechapraxie, Dysarthrie) · Dekodieren ↑ o Auditiv-phonetische Analyse : <- Hören (Verbale auditive Agnosie: Worttaubheit) o Visuell- Graphische Analyse: <- Lesen (Alexie)
- Dysarthrie · Beeinträchtigung des Sprechens aufgrund Störung im motorischen System-> Schwächung, Dyskoordination betroffener Muskulatur-> auch Beeinträchtigungen beim Kauen, Schlucken, Mimik o => Keine Störung höheres kogn. System, Sprechstörung und keine Störung der Sprache
- Sprachapraxie: reine Outputstörung) -> (nicht alle Muskeln betroffen) o Abgrenzung Dysarthrie: keine Beeinträchtigungen bei nichtsprachlichen Aufgaben Schreib- und Leseleistung) völlig intakt
- Reine Worttaubheit · Links temporale Läsionen( wenn Wernicke Zentrum unzerstört bleibt) o Unterbrechung der Bahnverbindung zwischen akustischem Kortex und Sprachregion · Symptomatik o Kein Verständnis gesprochener Sprache (nur verbales können sie nicht verstehen, akustische, nicht-verbale Stimuli können analysiert werden o Intaktes Sprechen, Lesen und Schreiben (-> Abgrenzung Wernicke, da auch lesen gestört)
- Aphasie · Aphasie = vollständiger Verlust der Sprache (Eigentlich nie vollständig), Dysphasie = teilweise Verlust/Beeinträchtigung · = multimodale Störung des Sprachsystems o Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben o je nach Hirnschädigung/ Aphasietyp einzelne Bereiche jeweils mehr/ weniger stark betroffen · Ursachen: ~ 85% durch Schlaganfall in Sprachregionen des Gehirns · Abgrenzung o sensorische Beeinträchtigungen (schlechtes Seh- Hörvermögen), Wahrnehmungsstörungen (Agnosie), Denkstörungen (z. B. Autismus, Demenz oder Schizophrenie).
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