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Psychologie (Subject) / Diagnostik (Lesson)

WiSe 2012/13

This lesson was created by mccowsky.

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  • Beschreibe die Schritte des diagnostischen Prozesses. 1. Fragestellung 2. Übersetzung und Differenzierung 3. Hypothesenableitung 4. Operationalisierung, Untersuchungsplanung und -durchführung 5. Auswertung und Interpretation 6. Beantwortung der Fragestellung
  • Was gibt es zu statistischen bzw. klinischen Urteilen zu sagen? Statistische Urteile: festgelegte Algorithmen, Folgerung anhand eines festgelegten Wertes Klinische Urteile: Erfahrung spielt eine Rolle, weitgehend intuitives Urteil, stark am Einzelfall orientiert, Flexibles Eingehen auf Patienten oder Klienten 
  • Unterscheide "Computergestützt", Computerunterstützt", Computerbasiert" Computergestützt: allgemeiner Begriff Computerunterstützt: einige Aufgaben werden mit dem Rechner erstellt oder beim Testen am Computer durchgeführt, prinzipiell ist der Test aber auch als Paper-Pencil-Version durchführbar. Computerbasiert: Test wird am Rechner durchgeführt, würde als Paper-Pencil-Version auch nicht funktionieren, bestimmte adaptive Prozeduren, psychomotorische Tests
  • Allgemeine Vorteile computergestützter Verfahren: Erhöhung der Objektivität Größere Standardisierung Auswertungssicherheit Höhere Akzeptanz des Verfahrens  Schnelle Ergebnisrückmeldung Möglichkeit, neuartiger Items
  • Allgemeine Nachteile computergestützter Verfahren: Höhere Kosten Geringere Verfügbarkeit Fairness eventuell nicht gegeben Hoher Entwicklungsaufwand
  • Wobei kann der Computer behilflich sein in Bezug auf Tests? Testentwicklung: Itemgenerierung, Regeln, regelgeleitete Itemkonstruktion, Matritzentests, Zusammenstellung der Items, Planung und Darstellung am Bildschirm, Zeitsteuerung Testdurchführung: Zusammenstellen bestimmter testabfolge in Testsystemen, Adaptive Instruktion, Adaptive Übungsphasen, Adaptives Testen Testevaluation: Itemanalyse, Gütekriterien, Anlage von Normbanken zum Ziehen
  • Was gibt es zur Äquivalenzforschung in Bezug auf computergestützte Verfahren zu sagen? Insgesamt hohe Präferenz für computergestützte Versionen der tests Computergestützte Leistungstests: größere State-Angst und State-Aggressivität Computergestützte Persönlichkeitstests: Äquivalenz gut Computergestützte Power-Tests: weitgehend äquivalent Computergestützte Speed-Tests: KEINE Äquivalenz    
  • Welches sind äquivalenzgefährdende Faktoren der computergestützten Verfahren? Computerangst Testinstruktionen Computererfahrung Wahrnehmung der Testsituation
  • Vorteile computergestützter Verfahren bei der Testdurchführung? Interaktive Items, Dynamische Items, Sprachausgabe, Multimediale Bearbeitung, Vielschichtige Registrierung des Antwortverhaltens, Präzise Kontrolle über Dauer und Zeitpunkt der Vorführung von Items (z.B. tachistoskopische Items)
  • Vorteile der Testauswertung bei computergestützten Verfahren? Automatisierte Rückmeldung Schnelles Ergebnis Auswertung ist objektiv, verrechnungssicher Identifikation aberranter Bearbeitungen Berechnungen, Transformationen Grafische Darstellungen Befundberichte Assessment
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  • Was versteht man unter adaptivem Testen? Ein spezielles Vorgehen bei der Messung individueller Ausprägungen von Merkmalen, bei der sich die Auswahl der Items am Antwortverhalten orientiert  
  • Was sind Ziel, Methode und Hoffnung des adaptiven Testens? Ziel: Testpersonen bekommen nur Items präsentiert, die maximale diagnostische Aussagekraft haben. Methode: Abstimmung der Itemschwierigkeit mit der Ausprägung des Merkmals Hoffnung: Kürzere, weniger langweilige Tests, weniger Frustration, hohe Präzision (Messeffizienz)
  • Was versteht man unter Messeffizienz? Hohe Präzision eines Tests.
  • Was versteht man unter spezifischer Objektivität im Zusamenhang mit adaptivem Testen? Vergleiche von Personen, die von den Aufgaben unabhängig sind, werden möglich
  • Wie funktioniert die zweistufige Strategie? Kurzer Routing Test zur Klassifikation Test mit entsprechender Schwierigkeit
  • Welche mehrstufige Strategien des adaptiven Testens gibt es und wie sehen sie aus? Fixed Branched: Nach jedem Item wird entsprechend dem Antwortverhalten ein zuvor festgelegtes Item präsentiert. Fest verzweigt. Auch ohne Computer möglich, aber mangelnde Flexibilität. Tailored: Nach jedem Item werden vorläufige Personenparameter berechnet, optimales Item ausgewählt. Exposure Control: nicht das informativste, sondern eines der fünf informativsten Items wird ausgewählt 
  • Bilanz des adaptiven Testens? Messeffizienz: nur 40-60 % der Items werden benötigt, um genauso präzise zu messen wie herkömmliche Tests. Schwierigkeiten sollten sich gleichverteilen, nicht wie in der KTT, in der möglichst viele Items mittlerer Schwierigkeit gefordert werden.  Motivation: Motivationale Vorteile stehen in Frage, immer Items mit 50% Lösungswahrscheinlichkeit = 50 % Chance demotivierender Ereignisse unabhängig von eigener Anstrengung, keine Eisbrecher, kein Zurückblättern, kein Überspringen Psychologisches Bedürfnis nach stressreduzierter Diagnostik Lösung: Motivations-Items mit 80% Lösungswahrscheinlichkeit
  • § 53 StPO? Zeugnisverweigerungsrecht, Psychologen sind nicht aufgeführt
  • Grundgesetz? Art. 1, Absatz 1: Würde des Menschen Art 2, Absatz 1: Entfaltung der Persönlichkeit Art 2, Absatz 2: Unversehrtheit
  • 132 StGB? 203 StGB? 132: Missbrauch von Titeln. Psychologen nicht aufgeführt. 203: Verletzung des Privatgeheimnisses - Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr
  • BDSG? HPG? FeV? Bundesdatenschutzgesetz: Datenschutz. Weitergabe erfordert Einverständnis, Ergebniseinsicht wird im Bundesdatenschutzgesetz geregelt.  Heilpraktikergesetz: Nur Ärzte und Heilpraktiker dürfen der heilkundlichen Tätigkeit nachkommen. §11 Fahrerlaubnisverordnung: Medizinisch Psychologisches Gutachten im Zusammenhang mit der Fahrerlaubnis
  • PsychThG? Psychotherapeutengesetz regelt: Ausbildung: 1800 Stunden Praxis, 600 Stunden Patientenbehandlung, 150 Stunden Supervision, 120 Stunden Selbsterfahrung Psychologischer Psychotherapeut nur wer das Dipl./MSc-Studium Psychologie und die Ausbildung absolviert hat Möglichkeiten: Analytische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychothrapie, Verhaltenstherapie
  • BGB? Schadensersatzpflicht
  • Welche Kenntnisse sollte ein Psychologe mitbringen? Konzepte und Regeln der Gesprächsführung Psychologische Diagnostische Verfahren rechtliche Rahmen Spezielle Testbedingungen spezieller Populationen Allgemeiner Bedingungszusammenhänge zur Hypothesenbildung Kenntnisse der Bildunsginstitutionen Kenntnisse zu selbstständigen Kompetenzgewinnung in Anwendung diagnostischer Verfahren
  • Fertigkeiten Fragestellungen zu Fragen umzuformulierenAnforderungsprofil erstellenDarstellung der Ergebnisse Objektivität in der Darstellung der ErgebnisseInterpretation der ErgebnisseUmsetzung in FachgutachtenKompetenz in der Abfassung und Diktion der Gutachten
  • § 203 StGB? Schweigepflicht gilt gegenüber jedem. Psychologen haben auf ihre Schweigepflicht hinzuweisen. Aufzeichnungen zu erstellen.  
  • DGP und BDP Ethische Richtlinien? Psychologen müssen Klienten über alle Maßnahmen aufklären, unterrichten und sich ihrer Einwilligung vergewissern Klienten haben das Recht, ohne Anwesenheit eines Dritten vom Psychologen behandelt zu werden. Psychologen sind loyl, tolerant und hilfsbereit Arbeitgeber bekommen eine Ausfertigung der ethischen Richtlinien ausgehändigt Größtmögliche, wissenschaftliche Fundiertheit, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit: Gutachten nachvollziehbar, dürfen eingesehen werden, falls dies ausgeschlossen sind Begutachtete bereits vorher darauf hinzuweisen BDP: Bemühen, Objektivität, Freiwilligkeit, Wahrung des Gesetzes  
  • Die DIN 33430 dient dem Schutz des Kandidaten vor falscher oder missbräuchlicher Anwendung von Verfahren Schutz des Personalverantwortlichen bei der Qualitätssicherung und Optimierung von Personalentscheidungen 
  • Minimalanforderungen nach DIN 33430? Dipl.-Psych. / M.Sc. Psychologie
  • Wie sieht es mit der Rechtsverbindlichkeit von DIN-Normen aus? Keine Rechtsverbindlichkeit, es sei denn die Parteien haben sich vertraglich auf die Einhaltung der Richtlinien geeinigt, dann kann Schadensersatz geltend gemacht werden. 
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  • Was spiegelt die DIN 33430 wieder? Die objektiv anerkannten und aktuellen wissenschaftlichen Regeln.
  • Forderungen der DIN 33430 Verfahren auf Grundlage von Arbeits- und Anforderungsanalysen festgelegt Normwerte entsprechen der Referenzgruppe Verfahren und Normwerte wird alle 8 Jahre auf Gültigkeit überprüft Gültigkeit ist nachgewiesen Es liegen Manuale vor Regeln der Auswertung und Interpretation und Entscheidung werden vorab festgelegt.
  • Welche Bedeutung hat Reliabilität? Bei wiederholter Messung gleicher Personen unter gleichen Bedingungen kommt es zu den gleichen Ergebnissen Grad der Genauigkeit, mit dem das Verfahren ein Merkmal misst, gleichgültig ob er dieses Merkmal zu messen beansprucht
  • Welche Reliabilitäten gibt es? Paralleltest-Reliabilität Korrelation mit einem Test, der ähnliches Merkmal erhebt Retest-Reliabilität Kurzzeitige Wiederholung des Tests (Idee mittlerweile aufgegeben) Innere Konsistenz Korrelation der Items untereinander, jedes Item als Paralleltest behandelt, Bsp. Split-Half-Reliabilität (Spearman-Brown anwenden), Odd-Even Intervallskalierte Items: Cronbachs Alpha Dichotom: Kuder Richardson    
  • Konfidenzintervall: Formel X ± za * s * √1-rtt
  • Standardmessfehler: Formel √s2*(1-rtt)
  • Standardmessfehler: Formel √s2*(1-rtt)
  • Interne Konsistenz: Formel N*r / 1+(N-1)*r
  • Interne Konsistenz: Formel N*r / 1+(N-1)*r