7

Wiwi Makro (Subject) / Kapitel 1+2: Beschäftigung (Lesson)

Einführung in die Wiwi

This lesson was created by Alixobert.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

  • Klassische Theorie der Beschäftigung Beschäftigung und Lohnsatz in einer Volkswirtschaft werden auf dem Arbeitsmarkt determiniert aus der Arbeitsnachfrage und dem Arbeitsangebot
  • Arbeitsnachfrage gibt die Menge an Arbeit LD an, die Unternehmen bei gegebenem Rallohn (w/p) nachfragen leitet sich aus der Gewinnmaximierung eines kompetitiven Marktes ab es wird die Menge nachgefragt, bei der die Grenzproduktivität der Arbeit (fallend) dem Reallohn entspricht
  • Herleitung Arbeitsnachfragefunktion kompetitives U produziert ein Gut der Menge x und zum gegebenen Preis p Produktionsfunktion: x = x(LD)LD ist ArbeitsinputGrenzproduktivität (1. Abl. Produktionsfkt.) > 0Grenzproduktivitätsänderung (2. Abl.) > 0 gegebener Lohnsatz w Gewinn: ∏(LD) = px(LD) - wLD
  • Arbeitsangebot LS(w/p) streng monoton steigend; abhängig vom Reallohn Individuum bietet die Menge an Arbeit an, bei dem es seinen Nutzen maximiert Konsum durch Lohneinkommen möglich; Arbeit verursacht aber Oppurtunitätskosten in Form von Freizeit Verlust an Freizeit ist Arbeitsleid marginales Arbeitsleid und marginaler Nutzen aus Konsum Arbeiter leisten mehr Arbeit nur bei steigendem Reallohn
  • Arbeitslosigkeit (Klassik) Lohnsatz ist flexibel, sorgt also für ein Gleichgewicht von Arbeitsangebot und -nachfrage (Markträumung) Arbeitslosigkeit entsteht bei Preisrigiditäten: Löhne nicht vollkommen flexibel durch Vorschriften (bspw. Mindestlohn) oder Tarifverhandlungen werden Löhne über dem Gleichgewichtslohn festgesetzt kann durch Lohnflexibilisierung beseitigt werden
  • Keynesianische Theorie der Beschäftigung Annahmen Unternehmen haben Marktmacht: setzen Preise fest (nicht durch Angebot und Nachfrage gegeben) Monopolistische Konkurrenz um Gesamtnachfrage Preise sind Aufschlag (Mark-Up) auf Grenzkosten der Arbeit Unternehmen können bei Senkung des Lohnsatzes ihre Arbeitsnachfrage nicht ausdehnen (weil Mehrproduktion keinen Sinn macht) ginge nur mit überproportionalen Preissenkung, um Marktanteile auf Kosten von Konkurrenten hinzuzugewinnen das würden alle Unternehmen machen Lohnsenkung führt also zu einer Preissenkung bei allen Unternehmen die Arbeitsnachfrage bleibt konstant und ist daher unabhängig vom Lohn (Parallele zur y-Achse) Grenzproduktivität der Arbeit und Arbeitsnachfrage bestimmt den Reallohn (Klassik: Reallohn bestimmt Nachfrage)
  • Arbeitslosigkeit Keynes ensteht durch starre Arbeitsnachfrage, bzw. Preisrigiditäten auf dem Gütermarkt kann nicht durch Beseitigung von Lohnrigiditäten verhindert werden, da die Arbeitsnachfrage nicht auf eine Senkung von Nominallöhnen reagiert:- Lohnsenkung führt nicht zu Erhöhung der Arbeitsnachfrage Grund: - Unternehmen müssen ihre Preise aufgrund des Konkurrenzdrucks nach unten anpassen- Reallöhne bleiben konstant um Arbeitslosogkeit zu verhindern, bedarf es einer Erhöhung der aggregierten Nachfrage (Fiskalpolitik) oder einer expansiven Geldpolitik
Advertisement