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Organisationspsychologie (Subject) / 2.1 Theorien (Lesson)
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- Funktionen einer Theorie Präzise Beschreibung einer Forschungsgegenstands Erklärung der Existenz, Entstehung oder Veränderung des Forschungsgegenstands (Ursachen-Wirkungs-Zusammenhang) Vorhersage von zukünftigen Entwicklungen oder Efeekten Steuerung der Interventionen Wesentliche Kriterium der Qualität einer Theorie ist die hinreichende empirische Bewährung
- Was sind die zentralen theorien der Organisationspsychologie? Theorie auf Organisationsebene : Klassische und neuere Ansätze Theorie auf Interaktionsebene: Human Relations Bewegung, Führungstheorie Theorie auf Mitarbeiterebene: Lerntheorie, Motivationstheorie, Entscheidungstheorie Theorie auf Tätigkeitsebene: Handlungstheorie
- Was besagt die klassische Organisationstheorie des Scientific Management? nach Taylor 1911 Durschnittsmenschen handelt nach der Maxime des größten Gewinns Arbeiter hauptsächlich durch monetäre Anreize motivierbar Betreib ist ein technisches System, an das der Mensch angepasst werden muss Bestgeeigneste MA werden ausgewählt und geschult Unterscheidung zwischen Kopf- und Handarbeit Arbeitstätigkeit wird in kleinste Elemente zergliedert
- Klassische Organisationstheorie: Bürokratietheorie nach Max Weber Pyramidenform der Hierarchie, zentrale Steuerung Arbeitsteilung: Zuständigkeiten und Pflichten mit notwendiger Befehlsgewalt Kompetenzen durch Regeln unabhängig von Person festgelegt Jedes Mitgleid der Struktur ist austauschbar Amtshierachie: Festes System der Über- und Unterforderung Amtsführung nach Regeln und Normen Aktenkundigkeit
- neue Organisationstheorien: Lernende Organisation nach Agyris und Schön Dynamisches Organisationsverständnis Anpasuung an Umweltbedingungen Bisherige Praktiken infrage stellen Lernen auf Organisationseen übertragen 3 Lernprozesse: Deutero-learning ((Miss-)Erfolge) Single-loop-learning (Vergleich mit Umwelt) Double-loop-learning (interne Überprüfung auf Angemessenheit)
- Neue Organisationstheorie: Systemische Ansätze Orga als Soziotechnisches System besteht aus: Sozialem Subsystem (Mitarbeiter, Beziehungen) Soziotechnischem Zusammenspiel (Mensch-Maschine-Interaktion) Technischem Subsystem (Betriebsmittel, technische Interaktion) alle Bereiche müssen gestaltet werden Systemregulation: Systemerhaltung, -steuerung und -optimierung
- neue Organisationstheorien: Konstruktivistische Ansätze Konstruktivismus (objektivie Realität gibt es nicht, konstruieren der Umwelt) Orga als autopoietisches Systeme (Luhmann) agieren: Selbstreferentiell operativ geschlossen über strukturelle Kopplung mit Umwelt Gegen Theorie zu Lernenden Organisation, weil geschlossene Systeme schlecht lernen
- Theorie auf Interaktionsebene: "Human Relations" Paradigmenwechsel: motivationale und emotionale Bedeutung sozialer Beziehungen in Organisationen Grundannahmen: Mensch von sozialen Motiven geleitet Soziale Beziehungen definieren seine Identität und seine Zugehörigkeit zur Organisation Materielle Be- und Entlohnung spielen eine untergeordnete Rolle z.B. Hawthrone-Effekt
- Theorie auf Mitarbeiterebene: Lerntheorie Klassisches und operantes Konditionieren Lernen am Modell und Selbstregulationstheorei (Bandura) Selbstbeobachtung Selbstüberwachung Selbstbekräftigung Menschen verhalten sich in Orga, wie es von Orga vorgegeben ist
- Welche zwei Blickwinckel gibt es bei den Motivationstheorien auf Mitarbeiterebene? Inhaltstheorien: Theorie der Bedürfnishierarchie (Maslow) Zwei-Faktoren-Theorie (Herzberg) Prozesstheorie: Erwartungs-mal-Wert-Theorie (z.B. Vroom) Zielsetzungstheorie (Locke & Latham)
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- Inhaltstheorie der Motivation: Maslows Bedürfnispyramide Selbstverwirklichungsmotive Selbstachtungsmotive soziale Bindungsmotive Sicherheitsmotive physiologische Motive
- Inhaltstheorie der Motivation: 2-Faktoren-Theorie Untersuchung welche Anreize wirken und was deren Kosequenzen sind entdecken zwei Kategorienklassen: Kontextfaktoren - Hygenefaktoren - extrinsisch - machen nicht unzufrieden Knotenfaktoren - Motivatoren - intrinsisch - machen zufrieden Artefakt: Neigung extrinsische Faktoren für Unzufriedenheit und intrinsische Faktoren für Zufriedenheit verantwortlich zu machen
- Prozesstheorie der Motivation: Erwartungs-mal-Wert-Theorie Auswahl der Handlung, dessen Produkt von Valenz und Erreichbarkeit maximal ist Daraus ergibt sich psychische Kraft F (Motivation): Fi= ƒ(∑ EijVj) Valenz des Handlungsergebnisses = Summe der Produkte von Instrumentalität und Handlungsfolgen Entscheidung für eine Handlung = Produkt von Erwartung und Valenz des Ergebnisses VIE-Theorie
- Prozesstheorie der Motivation: Zielsetzungstheorie Basiert auf zwei Aussagen: Schwierige, herausfordernde Ziele führen zu besseren Leistungen als mittlere oder leicht zu erreichende Ziele Herausforderunde und präzise Ziele führen zu besseren ERgebnissen als unpräzise Zielsetzung → Wirkungsmechanismen (Richtung, Anstrengung, Ausdauer, Strategie) + Moderatoren der Zielsetzungswirkung (Rückmeldung, Zielspezifität, Komplexität, Zielbildung) → Leistungsergebnisse
- Theorien auf Mitarbeiterebene: Entscheidungstheorien Normative Entscheidungstheorien: objektivierbar und optomierbar machen subjective expected utility (Edwards), Erwartungs-mal-Wert-Theorie Deskriptive Entscheidungstheorien: Bedeutung von Entscheidungsroutinen, Heuristiken, bounded rationality prospect theory (Tversky & Kahneman)
- Entscheidungstheorien: Prospect Theory Wertfunktion gibt an, welche psychologieschen Werte (Nutzen) objektiven Entscheidungsergebnissen zugeordnet werden Ausmaß an Risikoscheue vs. Ausmaß an Risikofreude höhere Motivation Verluste zu vermeiden
- Theorien auf Tätigkeitsebene: Handlungstheorie Zielerreichungsprozess als Regelkreis: TOTE Handlung so lang bis Ist-Wert = Soll-Wert ist Vergleich zwischen Soll-und Ist-Wert bei Diskrepanzen Analyse von Handlungsalternativen (Test), dann Handlung (Operate)