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WISO I (Subject) / Politik (Lesson)

Fragen zur Vorlesung

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  • Was versteht man unter externen Effekten und unter welchen Bedingungen liegen sie vor? Beeinflussung von Produktions- und Konsummöglichkeiten, die nicht zur Veränderung relativer Preise führen Interdependenzkriterium: Aktivitäten einer Wirtschaftseinheit haben Nebenwirkungen auf eine andere Wirtschaftseinheit. Unentgeltlichkeitskriterium: Die Nebenwirkungen können nicht über Märkte bewertet und vermittelt werden sondern wirken sich direkt aus Eng verbunden mit öffentlichen Gütern Bedeutenste Ursache für Marktversagen Ursache: Nicht vollständig definierte Eigentumsrechte bzw. Versagen des Ausschlußprinzips
  • Was sind Folgen externer Effekte? Verursacher zahlen nicht für den zugefügten Schaden --> Kosten fallen bei Dritten an und bleiben im Produktionsprozess unberücksichtigt (Schaden höher als im Wohlfahrtsoptimum) Verursacher externer Vorteile werden für ihre zusätzliche Leistung nicht entlohnt --> Nutzen fällt bei Dritten an, die dafür aber kein Entgelt bezahlen (Angebot niedriger als im Wohlfahrtsoptimum)
  • Was wären Anhaltspunkte zur Internalisierung externer Kosten? Internalisierung = Zurechnung externer Kosten auf den Verursacher Voraussetzungen für marktmäßige Lösungen schaffen (Reduktion von Transaktionskosten) Definition und Durchsetzung von Eigentumsrechten Markt schaffen für Handel Finanzielle Anreize setzen Abgaben und Steuern bei negativen externen Effekten (Tabaksteuer) Prämien zur Entlohnung positiver externer Effekte (Vertragsnaturschutz) Verbote und Gebote einführen Emissionsnormen Produktnormen Prozessauflagen Gebot der guten fachlichen Praxis
  • Was sind Konsequenzen des Marktversagensgrunds "asymmetrische Information"? Die Einhaltung der ursprünglichen Vertragsbedingungen kann nach Vertragsabschluß nicht mehr ausreichend überprüft werden Zugang zu vollständigen Informationen über Produktqualität erhält der Kosument erst nach Vertragsabschluß
  • Gegenüber der Wettbewerbssituation ergeben sich im Optimalpunkt des Monopolisten... ein höherer Preis und eine niedrigere Menge
  • Beschreiben Sie die Situation des Monopolisten Grenzerlöse sind kleiner als der Monopolpreis Wenn der Monopolist die Menge erhöht sinkt der Preis, der auf dem Markt zum Absatz der größeren Menge erzielt werden kann Bei gewinnmaximierendem Verhalten gilt Grenzkosten = Grenzerlös Cournot'scher Punkt = Schnittpunkt zwischen GE und GK verschoben auf die Nachfragekurve
  • Welche Auswirkungen hat ein Monopol auf die Wohlfahrt? Wohlfahrtverluste --> Konsumenten verlieren mehr als Monopolist gewinnt --> --> staatliche Eingriffe
  • Was versteht man unter einem "natürtlichen Monopol" Skaleneffekte können bewirken, dass niedrigste Durchschnittskosten in bestimmten Industrien bei nur einem Anbieter auftreten  
  • Gründe für Marktversagen Öffentliche Güter externe Effekte Existenz von Marktmacht
  • Welches Entscheidungsverfahren ist am besten geeigent um kollektive Entscheidungen zu treffen? Es gibt kein "bestes" Entscheidungsverfahren Die letztendlich getroffene Entscheidung hängt vom genutzten Verfahren ab kollektiv rationale Entscheidungen sind nicht immer möglich
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  • Eigenschaften/Kenneichen der Einstimmigkeitsregel als Entscheidungsverfahren Einstimmigkeit ist der maximale Schutz des Individuums vor dem Kollektiv Enge Beziehung zu Pareto-Effizienz: einstimmig getroffene Entscheidungen können keinen schlechter stellen
  • Probleme der Einstimmigkeitsregel als Entscheidungsverfahren Hohe Kosten der Entscheidungsfindung Vetorecht erlaubt jedem Individuum die Entscheidung zu blockieren, egal wie groß der Nutzenzuwachs für die anderen wäre Unbekannte Zahlungsbereitschaft der Individuen (für jeden rational die ZB so gering wie möglich anzugeben)
  • Was versteht man im Bezug auf die Mehrheitsregel (=Enscheidungsverfahren) als a) externe Kosten b) Kosten der Entscheidungsfindung Externe Kosten (C) --> enstehen der Minderheit wenn sie überstimmt wurde und sinken, wenn die geforderte Mehrheit  steigt Kosten der Entscheidungsfindung (D) --> steigen mit dem Aufwand der Mehrheitsbeschaffung, also mit der geforderten Mehrheit   Verlauf von C und D ist nicht immer gleich, sondern abhängig von der Art der Entscheidung. Je weiter die Präferenzen auseinander liegen, desto höher sind C und D D steigt auch mit Anzahl der einbezogenen Individuen "Trade off" zwischen C und D, sinkt C steigt D und andersrum
  • Eigenschaften/Kennzeichen der einfachen Mehrheit (K/N = 50%) als Entscheidungsverfahren Minimale Mehrheit, bei der widersprüchliche Entscheidungen verhindert werden Impliziert Kostenvorteile aufgrund eines diskontinuierlichen Verlaufs der Entscheidungsfindungskosten (D) Vorteilhaft, wenn die Entscheidungsfindungskosten dominieren Geforderte Mehrheiten unter 50% implizieren hohe Entscheidungsfindungskosten Geforderte Mehrheiten über 50% sind vorteilhaft wenn bedeutende externe Kosten vorliegen
  • Was versteht man unter dem "Condorce-Paradoxon"? Intransitive kollektive Präferenzen Zyklische Mehrheiten führen dazu, dass die Reihenfolge der Abstimmungen entscheidet welche Alternative gewinnt Sie verhindern eine widerspruchsfreie Aggregation von individuellen Präferenzen Ursache: Mehrgipfelige Präderenzen
  • Welche Axiome beinhaltet Arrow's Forderungskatalog ? Arrow versucht herauszufinden, ob kollektive Präferenzordnungen für jede Kombination individueller Präferenzordnungen zu finden sind, die Minimalanforderungen erfüllen Axiome (P, ND, T, UD, UIA) Pareto-Effizienz Ausschluss von Diktatur Transitivität Unrestricted Domain Unabhängigkeit von irrelevanten Alternativen Gesamtheit der 5 Forderungen ist das was Arrow unter kollektiver Rationalität versteht. Ermöglicht eine Auswahl zwischen verschiedenen effizienten Zuständen
  • Was besagt das Axiom der "Pareto-Effizienz" in Arrow's Forderungskatalog? Wenn eine Alternative existiert, die von allen Individuen anderen vorgezogen wird, dann soll auch die soziale Ordnung diese Alternative vorziehen Es kommen nur soziale Zustände im Nutzenraum in Frage (--> graphische Darstellung der Wohlfahrtstheorie)
  • Was besagt das Axiom "Ausschluß von Diktatur" in Arrow's Forderungskatalog? Es soll kein Individuum existieren, dessen individuelle Präferenzen, ganz gleich wie die Präferenzen der anderen Gesellschaftsmitglieder aussehen, identisch ist mit der sozialen Ordnung Verpflichtung zu demokratischem Verhalten bei sozialen Entscheidungen
  • Was besagt das Axiom "Transitivität" in Arrow's Forderungskatalog? Die soziale Präferenz soll eine transitive Ordnung über die Alternativen sein Transitivität:  a>b und c>d  -->  a>d
  • Was besagt das Axiom "Unrestricted Domain" in Arrow's Forderungskatalog? Alle möglichen individuellen Präferenzordnungen über die Alternative sind auch zugelassen Kein Individuum wird ausgeschlossen Entspricht der Übertragung der Konsumentensouveränität aus der Wohlfahrtstheorie auf die kollektive Entscheidung
  • Was besagt das Axiom "Unabhängigkeit von irrelevanten Alternativen" in Arrow's Forderungskatalog? Die soziale Präferenz bzgl. zweier Alternativen darf nur von den individuellen Ordnungen zwischen diesen beiden Alternativen abhängen, nicht jedoch von der Position einer dritten Alternative. Bei drei Alternativen x,y,z darf die soziale Ordnung von x und y nur von den individuellen Präferenzen in Bezug auf x und y abhängen
  • Was besagt das Diktator-Theorem (impossibility Theorem) im Bezug auf Arrow's Forderungskatalog für rationale Entscheidungen? Jede soziale Wohlfahrtsfunktion, die den Axiomen P, T, UD, UIA genügt ist diktatorisch --> Die Einhaltung aller 5 Forderungen ist also nicht möglich (eine der Forderungen muss immer umgangen werden) --> Es existiert kein ideales Verfahren zur kollektiven Entscheidungsfindung
  • Was ist am Konzept des "wohlwollenden Diktators" als Lösung des Arrow-Paradoxon zu kritisieren? Das Ziel der Gemeinwohlorientierung des wohlwollenden Diktators ist realitätsfern Die Präferenzen der Individuen sind dem wohlwollendem Diktator weitestgehend unbekannt --> Keine Lösung des Arrow-Paradoxons!!
  • Was folgt aus dem Verszicht auf das Axiom der "Pareto-Effizienz" von Arrow? Fällt wegen der Bedeutung schwer völlige Indifferenz zwischen den Alternativen es existiert eine Person, deren umgekehrte Präferenzordnung auch die soziale Ordnung ist ("negativer Diktator")
  • Was folgt aus dem Verzicht auf das Axiom "Unabhängigkeit von irrelevanten Alternativen" von Arrow? Notwendige Bedingung um strategisches Verhalten bei Wahlabstimmung zu verhindern Strategisches Verhalten führt dazu, dass gut informierte Wählergruppen größeres Gewicht bekommen Anreiz zur Angabe falscher individueller Präferenzen besteht
  • Was folgt aus dem Verzicht auf das Axiom "Transitivität" von Arrow? Beim Verzicht auf I-Transitivität bestimmt nur noch eine kleine Gruppe soziale Entscheidungen Akzeptanz der Entscheidungsfähigkeit des Kollektivs Ersetzt man das T-Axiom durch Ausschluß zyklischer Mehrheiten, verbleibt Vetomacht für einzelne Wähler
  • Was folgt aus dem Verzicht auf das Axiom "Unrestricted Domain" von Arrow? Repräsentiert den Gleichheitsgrundsatz ("one man one vote") --> Verzicht kaum akzeptabel
  • Was besagt das Median-Theorem? Bei einem eindimensionalen Entscheidungsgegenstand und eingipgeligen Präferenzen, kann der Medianwähler bei paarweiser Abstimmung nicht verlieren setzt eindimensionale Entscheidungsgegenstände voraus setzt eingipfelige Präferenzen voraus Eine entsprechende Erweiterung auf mehrdimensionale Abstimmungsgegenstände gibt es nicht --> auch kein idealer Ausweg zur Entscheidungsfindung Bsp. der Anwendbarkeit: rechts oder links Entscheidungen
  • Was sind Begründungen der hohen stattlichen Eingriffsintensität im Agrarsektor? hoher Anpassungsdruck der Landwirtschaft große Bedeutung der heimischen Nahrungsmittelproduktion aus Gründen nationaler Sicherheit großer Anteil an Landnutzung Positive und negative Umweltexternalitäten Rolle in wirtschaftlicher Entwicklung Rolle bei Entwicklung ländlicher Räume
  • Politikbereiche der Agrarpolitik Markt- und Preispolitik Agrarstrukturpolitik Agrarumweltpolitik Agrarsozialpolitik (in Verantwortung des Bundes)
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  • Nennen Sie die zwei Säulen der GAP (=gemeinsame Agrarpolitik) der EU 1. Säule: Markt-  und Preispolitik Direkt- und marktbezogene Zahlungen 2. Säule: ländliche Entwicklung und Ökologie Förderung der Wettbewerbsfähigkeit Agrarumweltpolitik Entwicklung ländl. Räume
  • Woraus resultiert der spezielle Anpassungsdruck im Agrarsektor? Unproportional wachsende Nachfrage nach Nahrungsmittel Engel'sches Gesetz: Mit steigendem Einkommen sinkt der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel an den Gesamtausgaben Auslagerung von Funktionen in vor- und nachgelagerte Wirtschaftsbereiche hohe Raten technischen Fortschritts --> Bei Beibehaltung der Anzahl der Beschäftigten, kann Einkommen pro Person nicht mit Rest der VW mithalten --> Strukturwandel (Tretmühlentheorem)
  • Beschreibe kurz den Entwicklunspfad in anfänglich dicht besiedelten Ländern Relation von Nutzfläche und Anzahl Arbeitkräfte (LN/AK) klein Erst Intensivierung, dann Mechanisierung mit der Mechanisierung steigt LN/AK (weil ausscheidende Betriebe Land an verbleibende abgeben)  
  • Beschreibe kurz den Entwicklungspfad in anfänglich dünn besiedelten Ländern Relation der landw. Nutzfläche und Anzahl der Arbeitskräfte (LN/AK) hoch Erst Mechanisierung, dann Intensivierung  
  • Was besagt das "Tretmühlentheorem" nach Willard Cochrane? Landwirt ist bemüht sein Einkommen durch technischen Fortschritt zu erhöhen Einzellandwirt kann diese Strategie erfolgreich umsetzten, aber wenn alle Landwirte diese Strategie verfolgen, kommt es zu einer Ausweitung des Angebots auf den Agrarmärkten Angebotskurve verlagert sich nach rechts Nachfrage bleibt aufgrund des Sättigungsgrades konstant oder steigt weniger schnell als das Angebot Preissenkungen Der einzelne Landwirt steht damit in einer Tretmühle: er kann seine Situation verbessern, indem er das Rad der Mühle tritt, wenn die anderen das auch tun, verschlechtert sich seine Einkommenslage und er muss noch schneller treten.
  • Welchen Einfluss haben technischer Fortschritt und Einkommenelastizität auf die Preissenkungen im "Tretmühlentheorem"? Die Preissenkungen sind umso größer je größer die Raten des technischen Fortschritts je kleiner die Einkommenelastizität der Nachfrage
  • Beschreibe kurz das Instrument der Mindestpreispolitik zur Einkommenstützung der Landwirte Mindestpreis = ein administrativ fetsgelegter Preis oberhalb des Gleichgewichts- bzw. Weltmarktpreises Instrumente: Schwellenpreis = Einfuhr nur oberhalb des Mindestpreises Interventionspreis = Interventionsaufkäufe durch Staat, wenn heimischer Preis unter Minimalpreis sinkt Absatz überschüssiger Mengen durch subventionierten Absatz auf dem Weltmarkt
  • Wie ist die Mindestpreispolitik Wohlfahrtspolitisch zu bewerten in Hinblick auf Export- oder Importsituation des Landes? Gesamtgesellschaftlich ergibt sich in der Export- und Importsituation die gleiche Änderung der Wohlfahrt (Wohlfahrtsverluste) Die Änderung der Konsumentenrente ist in Exportsituation geringer im Vergleich mit dem Anstieg der Produzentenrente Der Staat verbessert seine Position in der Importsituation (Zolleinnahmen) und verschlechter seine Position in der Exportsituation (Exportsubventionen)
  • Was versteht man unter Modulation bezogen auf die GAP? Ein verpflichtender Budgetransfer von der ersten auf die zweite Säule des GAP
  • Was bedeutet Cross Compliance bezogen auf die GAP? Cross-Compliance bedeutet, dass Landwirte sich an verpflichtende Auflagen halten müssen um Direktzahlungen zu erhalten   Wesentliche Komponente ist, dass das Agrarland durch die Landwirte in gutem landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand zu halten ist.
  • Was sind die EU Ziele der GAP nach 2013? Wettbewerbsfähigkeit Nachhaltigkeit Effektivität
  • Was sind die Bestandteile der Umweltzahlung im Zuge der GAP nach 2013? Anbaudiversifizierung min. 3 versch. Feldfrüchte (jeweils min 3% max 70% der Anbaufläche) Dauergrünland Land das für min. 5 Jahre nicht als Ackerland verwendet wurde Flächen die 2014 als Dauergrünland klassifiziert werden Ökologische Vorrangflächen aus ökologischen Gründen stillgelegte Flächen (7% der landw. Flächen) auch Ackerstreiffen, Hecken, Bäume
  • Was ist das CAPRI? Ein Simulationsmodell zur Einschätzung von Folgen politischer Maßnahmen in der Zukunft Vergleicht zwei Situationen miteinander