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Psychologie Grundkurs I (Subject) / Lernen (Lesson)
- Klassisches Konditionieren Neutraler Stimulus usw., Prinzip, Formen, Anwendungsaspekte Klassisches Konditionieren ist AssoziationslernenEs werden zwei Reize miteinander verknüpft, die zeitlich zusammen auftreten.Dadurch kann ein vormals neutraler Reiz reaktionsauslösende oder emotionsauslösende Qualitäten erhalten. Neutraler Stimulus (NS)� Reiz, der keine spezifische reflexartige oderemotionale Reaktion auslöst.Unkonditionierter Stimulus (UCS)� Stimulus, der ungelernt eine spezifische Reaktionauslöst.Unkonditionierte Reaktion (UCR)� Reaktion die durch den UCS ungelernt ausgelöstwird. Konditionierter Stimulus (CS)� Vormals neutraler Reiz, der nach der Konditio-nierung eine spezifische Reaktion auslöst.Konditionierte Reaktion (CR)� Reaktion, die nach der Konditionierung durch denkonditionierten Reiz ausgelöst wird. Prinzip: Kontiguität (gemeinsames Auftreten) reicht zur Konditionierung nicht aus.Ein Reiz muss den anderen zuverlässig ankündigen -7Signallernen.Es muss also Korrelation oder Kontingenz bestehen. Formen: Konditionierung emotionaler Reaktionen Gelernte Geschmacksaversion Gegenkonditionierung Evaluative Konditionierung Anwendungsaspekte AngstDurch klassisches Konditionieren versucht man Phobien zu erklären.Dispositionell ängstliche Personen koppeln leichter negative Reize an neutrale Reize als nicht ängstliche.AutismusAutisten sind sehr schnell konditionierbar auf alle möglichen Reize. Bei ihnen scheint Overshadowing nicht zu funktionieren. AlzheimerAlzheimerpatienten sind bereits vor Ausbruch der Krankheit deutlich schlechter konditionierbar als gesunde Probanden. Konditionierung Physiologischer Vorgänge
- Instrumentelles Konditionieren THORNDIKE‘s Gesetz der Auswirkung(Law of effect; Psychology of learning, 1913) • Reaktionen, die kurz vor einem befriedigendenZustand gezeigt werden, werden mit höherer Wahrscheinlichkeit wiederholt.• Reaktionen die kurz vor einem unbefriedigenden Zustand auftreten, werden mit großerWahrscheinlichkeit nicht wiederholt. Effekte von Verstärkerplänen• Kontinuierliche Verstärkung schneller Verhaltensaufbau• Intermittierende Verstärkung größere Löschungs-• Intermittierende Verstärkung größere Löschungsresistenz• Fixe Intervallpläne Verhaltenshäufigkeit steigt kurz vorder Verstärkervergabe sprunghaft an.• Variable Pläne gleichmäßige Häufigkeit des Verhaltens Anwendungsgebiete: ADHS/Neuroprogrammierung/Neurofeedback Das Problem mit der Bestrafung Verhalten wird durch Bestrafung unterdrückt, aber:… es wird kein alternatives Verhaltenaufgebaut.…Bestrafung ist ethisch bedenklich.
- Lernen durch Beobachtung Imitation Soziale ErleichterungVerhalten eines Individuums löst bei anderen ein Verhalten aus, welches diese schon in ihrem Verhaltens-repertoire haben.Lokale ErleichterungNeues Verhalten wird schneller gelernt als durch Versuch und Irrtum, indem die Aufmerksamkeit explizit auf relevanteMerkmale in der Situation gelenkt wird. Echte ImitationFür eine Spezies eher unwahrscheinliches Verhalten wird von Individuum zu Individuum weitergegeben. Formen der Imitation EmulationMan verfolgt das gleiche Ziel, wie jemand, den man beobachtet, aber mit anderen Mitteln. Rationale ImitationKleinkinder imitieren häufiger, wenn der Zweck des beob. Verhaltens nicht ersichtlich ist. Sie scheinen dem Modell zu unterstellen, dass es einenGrund für die Handlung gehabt haben muss.Ist der Zweck ersichtlich, emulieren sie, wenn möglich. Spiegelneuronen sind Nervenzellen, die im Gehirnwährend der Betrachtung eines Vorgangs bei anderen die gleichen Aktivitäten auslösen, wie sie entstünden, wenn dieser Vorgang aktiv ausgeführt würde.Spiegelneurone sind wahrscheinlich auch an der Fähigkeit Spiegelneurone sind wahrscheinlich auch an der Fähigkeitbeteiligt, sich in andere einzufühlen.Bei Autisten ist die Aktivität der Spiegelneurone deutlichreduziert. Sozialtheorie: Verstärkung ist für das Lernen nicht wesentlich,sondern nur dafür, ob oder wann und in welchem Maße das Verhalten ausgeführt wird Reproduktionseffekte Enthemmungs- und Hemmungseffekte Enthemmungseffekt: Beobachtung der Belohnung einesVerhaltens, das zuvor bestraft wurdeHemmungseffekt: Beobachtung der Bestrafung einesVerhaltens, das zuvor belohnt wurde GeneralisierungseffektVom beobachteten Verhalten aus wird auf ähnlicheVerhaltensweisen generalisiert. Kognitive Prozesse AneignungAufmerksamkeitsprozesse: Die Aufmerksamkeit muss auf die zu imitierenden Verhaltensweisen gelenkt werden.Gedächtnisprozesse: Durch Beobachtung gewonnene Information muss im Gedächtnis gehalten werden AusführungMotorische Reproduktionsprozesse: Beobachtetes Verhalten muss in ein koordiniertes Muster von Muskelbewegungen umgesetzt werden.Anreiz und Motivationsprozesse: Das gelernte Verhalten wird erst dann gezeigt, wenn eine positive Konsequenz dafür zuerwarten ist oder eine negative verhindert werden kann