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Psychologie Grundkurs I (Subject) / Gegenstand und Methoden (Lesson)
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- Gegenstand und Teilgebiete der Psychologie 1) Grundlagenfragen 2) Anwendungsfragen 1) Wieso? Weshalb? Warum? Wie funktioniert es? Bei wem, und warum nicht? 2) Wozu kann dieses Wissen nützlich sein? Welche praktischen Probleme kann man damit lösen?
- Gegenstand und Teilgebiete der Psychologie Gegenstand Verhalten, Erleben, Bewusstsein Deren Entwicklung über die Lebenspanne Deren innere und äußere Ursachen
- Gegenstand und Teilgebiete der Psychologie Ziele Beschreiben Erklären Vorhersagen Kontrollieren Lebensqualität verbessern
- Gegenstand und Teilgebiete der Psychologie Theorien Theorien sind komplexe Systeme von zentralen Annahmenüber einen bestimmten Gegenstang, die untereinanderverbunden sind.Sie sollen helfen Phänomene zu erklären, die in derVergangenheit geschehen sind. Sie sollen helfen, Phänomene vorherzusagen, diegeschehen werden. Theorien müssen logisch konsistent d.h. widerspruchsfreisein. Sie sollen sparsam sein, d.h. mit möglichst wenigenAnnahmen auskommen, dabei aber möglichst viel erklären. Aus Theorien können Hypothesen abgeleitet werden. hypothetiko-deduktive Methode Als bewährt können sie gelten, wenn sie viele verschiedenestrenge Test bestanden haben. Sie müssen potentiell widerlegbar sein.Aus ihnen müssen sich beobachtbare Sachverhalte ableitenlassen.
- Gegenstand und Teilgebiete der Psychologie Grunddisziplinen Allgemeine Psychologie Differentielle und Persönlichkeitspsychologie(Interindividuelle Unterschiede im Erleben und VerhaltenPersönlichkeit, Geschlecht, Intelligenz, Kultur) Entwicklungspsychologie (Beschreibung von Entwicklungsverläufen über dieLebensspanne. Klärung von Einflussfaktoren) Sozialpsychologie(Einstellungen, soziale Wahrnehmung, Verhalten undErleben in Gruppen, Interpersonelle Beziehungen,Vorurteile, Hilfeverhalten, Aggression.) Biologische oder Physiologische Psychologie Biologische und physiologische Grundlagen des Erlebens undVerhaltens.Aufbau und Funktion der Sinnesorgane und des zentralenNervensystems.Hirnphysiologische Korrelate des Erlebens und Verhaltens,d.h. Zusammenhang des Erlebens und Verhaltens mit Genen,Neurotransmittern, Hormonen, peripherphysiologischenMaßen wie z.B. Herzfrequenz oder Hautleitwert. Psychologische Forschungsmethoden Methoden, die eine zuverlässige, gültige und objektiveErfassung von Untersuchungsgegenständen ermöglichen.Schluss von untersuchten Stichproben auf eine relevanteGrundgesamtheit.Versuchspläne, die Kausalaussagen ermöglichen.
- Gegenstand und Teilgebiete der Psychologie Anwendungsdisziplinen psychologische Diagnostik Konstruktion, Durchführung, Auswertung und Interpretation von Fragebögen und Tests.z.B. Intelligenztests, Persönlichkeitstests, Eignungstests. Arbeits- und OrganisationspsychologieErleben und Verhalten im Kontext von Arbeit undOrganisationen.Arbeitspsychologie z.B. Usability, ErgononmieOrganisationspsychologie z.B. Führung,Arbeitsmotivation, Veränderungsmanagement,Personalauswahl und Personaltraining Pädagogische PsychologieErleben und Verhalten im Kontext von Erziehung undBildungErziehungspsychologieInstruktionspsychologie (Lehr- und Lernforschung). Klinische Psychologie Pathologisches Erleben und Verhalten, Ursachen, Konsequenzen und Behandlungsmöglichkeiten.PräventionWirksamkeit von Therapiemethoden Andere Gebiete Marktpsychologiez.B. Wirksamkeit von WerbungForensische Psychologiez.B. Glaubwürdigkeit von Zeugen, Täterprofile
- Methoden I Forschungsmethoden Alltagspsychologie und wissenschaftliche Psychologie Hypothetische Konstrukte/Operationalisierung Hypothetische Konstrukte müssen in beobachtbare Indikatorenüberführt werden (Operationalisierung) Operationalisierung Hypothetische Konstrukte: Ängstlichkeit• Introversion• Intelligenz• Gedächtnis• Leistungsmotivation• Kreativität Beobachtbare Indikatoren: Schweißtätigkeit Anzahl Sozialkontakte Anzahl gelöster Aufgaben Anzahl erinnerter Wörter Dauer Aufgabenbearbeitung Anzahl ungewöhnlicher Einfälle Indikator darf selbst kein Konstrukt seinAnforderungenz.B. Müdigkeit ® nicht geeignet Konzentrationsverlustz.B. Depression ® nicht geeignet AntriebsverlustZur Operationalisierung braucht man eine Theorie.Mehrzahl der Wissenschaftler müssen der Operationalisierungzustimmen können.
- Methoden I 2. Datengewinnung und Operationalisierungstechniken Dokumentenanalyse folgt?
- Methoden I 2. Datengewinnung und Operationalisierungstechniken Beobachtung Bei der Beobachtung ist der Mensch das Messinstrument.Wahrnehmung ist die Grundlage der Beobachtung.Menschliche Wahrnehmung kann durch verschiedenFaktoren beschränkt und verzerrt sein. Strukturiert vs. unstrukturiertAktiv-teilnehmend, passiv teilnehmend, nichtteilnehmendUnwissentlich vs. wissentlichVermittelt vs. unvermittelt Beobachtungs- und Beurteilungsfehler subjektive Theorien darüber welche Persönlichkeitsmerkmalezusammengehören. Vorurteile. Sichtbare Anzeichen
- Methoden I 2. Datengewinnung und Operationalisierungstechniken Befragung Eine Befragung ist ein Instrument zur Datengewinnung,bei dem aufgrund einer wissenschaftlichenFragestellung planmäßig vorgegangenwird. Befragte werden dabei durch eineReihe gezielter Fragen oder mitgeteilter Stimuliveranlasst, verbale Informationen abzugeben Zur Erfassung von…-Gefühlen - Stimmungen- Einstellungen- Interessen- Bewertungen- Persönlichkeit Klassifikation von Befragungen a) Unstandardisierte Befragung Leitfaden - Reihenfolge situativ - Antwortprotokollb) Teilstandardisierte Befragung Wortlaut und Reihenfolge der Fragen festgelegt –straffe Struktur - Antwortprotokoll c) Standardisierte Befragung Wortlaut und Reihenfolge der Fragen festgelegt –Antwortmöglichkeiten festgelegt.
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- Methoden I Datengewinnung und Operationalisierungstechniken Tests Tests sind standardisierte psychodiagnostische Verfahren,mit denen Leistungen, Fähigkeiten und Kompetenzenobjektiv erfasst werden können. Im Gegensatz zurBefragung braucht die getestete Person hier keine Selbstauskunft zu geben.