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Psychologie (Subject) / Zwang (Lesson)

Heilpraktiker Psychotherapie

This lesson was created by karin_kd.

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  • Definition von Zwangstörung Eine Zwangsstörung ist gekennzeichnet durch unangenehme Gedanken Handlungsimpulse oder Handlungen, die sich einem Menschen aufdrängen. Per Definition liegt eine Zwangsstörung vor, wenn diese Zwangsvorstellungen und Zwangshandlungen mindestens zwei Wochen lang an den meisten Tagen bestehen und die Betroffenen sie als zur eigenen Person gehörig und als sinnlos empfinden, weshalb sie sich zumindest teilweise dagegen wehren. Obwohl Menschen mit einer Zwangsstörung die sich aufdrängenden Gedanken oder Handlungsimpulse als unsinnig erkennen und versuchen, Widerstand dagegen zu leisten, können sie ihr Auftreten nicht verhindern: Geben sie dem Zwang nicht nach, empfinden sie meist unerträgliche Anspannung und Angst.   
  • Ursachen von Zwangsstörungen An ihrer Entstehung wirken mehrere organische und psychologische Faktoren zusammen. zB biologische Faktoren; Besserung durch Medikamente, die die Wiederaufnahme von Serotonin hemmen chirurgische Unterbrechung der Verbindung zwischen zwei der beteiligten Hirnregionen Außerdem: ausgeprägte familiäre Häufung von Zwangsstörungen
  • Zwangsstörung: psychoanalytische Erklärungsmodelle In der Psychoanalytik gilt als möglicher Auslöser einer Zwangsstörung die Fixierung auf die anale Phase. Als anale Phase bezeichnet man eine Entwicklungsstufe von Kindern (etwa im zweiten oder dritten Lebensjahr). In dieser Zeit erlangen Kinder die willkürliche Beherrschung des Schließmuskels; die Ausscheidung erleben sie als lustvoll. In diese Phase fällt auch die Sauberkeitserziehung. Dabei lernen die Kinder, wie sie Befriedigung aufschieben und Kontrolle über triebhafte Bedürfnisse gewinnen können. Erfahren Kinder auf dieser Stufe nicht genug Befriedigung, beispielsweise aufgrund einer sehr strengen Sauberkeitserziehung durch die Eltern, kann es zu einer Fixierung auf der analen Entwicklungsstufe kommen. In diesem Fall haben nach dem psychoanalytischen Erklärungsmodell Menschen mit einer Zwangsstörung (zumindest unbewusst) auch später noch mit den unbefriedigten Bedürfnissen aus der analen Phase (z.B. mit dem Wunsch, mit dem eigenen Kot zu spielen) zu kämpfen. Da sie (oder die Umgebung) die Befriedigung dieser Bedürfnisse aber nicht zulassen, treten Abwehrmechanismen auf, um diese Bedürfnisse zu unterdrücken. Auf diese Weise kann sich der eigentliche Wunsch (z.B. nach Beschmutzung) in das genaue Gegenteil, wie beispielsweise penible Sauberkeit, umkehren.
  • Zwangsstörung: lerntheoretische Aspekte Die Lerntheorie geht davon aus, dass eine Beziehung zwischen Zwängen und Angst besteht. Demnach ist die Entstehung einer Zwangsstörung als eine Form der Angstbewältigung anzusehen.
  • Zwangsstörung: Diagnose Diagnose durch kliinische Interviews + Selbstbeobachtung, Fragebögen ggf Beobachtung des symtomatischen Verhaltens. Voraussetzung: Auftreten von Zwangsstörungen mindestens zwei Wochen lang an den meisten Tagen aufgetreten, die von Betroffenen als quälend erlebt wurden oder die ihre normalen Aktivitäten gestört haben. Differentialdiagnose: depressive Störungen Ängste hypochondrische Störungen oder beginnende Schizophrenie. Nur wenn die Zwangssymptome die vorliegende Störung dominieren und daneben keine andere psychische Erkrankung vorliegt, spricht man von einer Zwangsstörung.
  • Zwangsstörung: Therapie Kombination aus  Medikamenten (Hemmung des Botenstoffs Serotonin) und Psychotherapie (Konfrontationsmethode oder kognitive Verhaltensmethode mit "Gedankenstopp"-Technik)
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