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Prüfungsfragen Bef.prüfg. HM (Subject) / 2) Pathologie (Lesson)

Prüfungsfragen Bef.prüfg. HM

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  • A 16) Was ist eine Meningitis? Hirnhautentzündung Entzündung der Pia mater und der Arachnoidea mater bezeichnet. Sie wird durch Bakterien, Viren, Pilze oder auch Parasiten ausgelöst. Die historische Bezeichnung für die Meningitis ist Streckfluss.
  • A 17) Was ist Osteomalazie? Störung des Knochenstoffwechsels, die zu einer Demineralisation und damit Erweichung der Knochen führt. Dabei ist die Mineralisierung des Knochens gestört während die Knochengrundsubstanz ungestört bleibt. Bei Kindern bezeichnet man dieses Krankheitsbild als Rachitis. Symptome Leitsymptom der Osteomalazie sind generalisierte Knochenschmerzen, die häufig fälschlicherweise als rheumatische Beschwerden interpretiert werden. Besonders betroffen sind der Thorax, die Wirbelsäule, die Beckensymphyse und die Oberschenkel. Die Schmerzen haben einen dumpfen und kontinuierlichen Charakter.
  • A 18) Was ist eine Myositis? Seltene entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur, die in den meisten Fällen mit anderen Erkrankungen assoziiert ist. Symptome Die meisten Myositiden äußern sich durch Kraftverlust, vor allem der rumpfnahen Muskulatur mit zunehmender Schwäche. Es kann auch zu Schluckstörungen, Muskelschwund und Muskelschmerz kommen. In einigen Fällen kommt es zu einer Einlagerung von Kalksalzen und einer Metaplasie. Man spricht hier von einer Myositis ossificans (Muskelverknöcherung}. Ursachen Die genauen Ursachen sind nicht geklärt, aber es besteht Gewissheit darüber, dass Autoimmunvorgänge eine Rolle spielen. Oft sind die Myositiden mit anderen Erkrankungen assoziiert.
  • A 19) Welche benignen mesenchymalen Tumore kennen Sie? Fiibrom - Fibrozytentumor Lipom - Fettgewebsgeschwulst Chondrom - Knorpeltumor Osteom - Knochentumor Lymphangiom - Tumor d. Lymphgefäße Neurofibrom - Nerventumor Meningeom - Hirntumor
  • A 20) Was bedeutet CTS? Carpaltunnelsyndrom - Kompressionssyndrom des N. medianus im Bereich der Handwurzel. Typisches Erstsymptom sind nächtlich auftretende Schmerzen oder Missempfindungen, die von der Hand in den gesamten Arm einstrahlen können. Später treten die Beschwerden auch zunehmend tagsüber auf, im fortgeschrittenen Stadium kann es zu einem Muskelschwund im Bereich des Daumenballens, Schwäche beim Greifen und zu einer Minderung des Tastgefühls kommen. Leichte Formen des Karpaltunnelsyndroms können konservativ behandelt werden, in schwereren Fällen muss eine chirurgische Therapie durchgeführt werden.
  • A 21) Klinisches Bild einer Trigeminusläsion? Die Patienten berichten über einseitige, plötzlich auftretende, heftigste Schmerzen, die wenige Sekunden anhalten. Sie treten meist im Versorgungsgebiet des II. oder III. Trigeminusastes auf. Die Schmerzen erreichen auf einer Schmerzskala von 1-10 (VAS) in der Selbsteinschätzung durch den Patienten fast immer den höchsten Wert.   Begleitend zu den Schmerzen können sich Teile der Gesichtsmuskulatur zusammenziehen, ferner treten Hautrötung und Augentränen auf.   Bei länger bestehenden Trigeminusneuralgien kommt es in Folge der massiven Schmerzen häufig zu depressiven Verstimmungen, die bis zum Suizid führen können.
  • A 22) Einteilung der Kopf- und Gesichtsschmerzen? Migräne (mit und ohne Aura) Spannungskopfschmerzen Clusterkopfschmerzen Idiopathische Trigeminusneuralgie Kopfschmerzen infolge von o    Nackenschmerzen (degenerativ bedingt oder nach Schleudertrauma) o    Zahn- und Kieferschmerzen o    entzündlichen Allgemeinerkrankungen o    Ohrenschmerzen o    Medikamentenmissbrauch (sog. medikamenteninduzierte Kopfschmerzen) o    Bluthochdruck o    Sehstörungen o    Tumorerkrankungen
  • A 23) Ätiologie der cerebralen Ischämie? Einem Hirninfarkt können Thrombosen, Embolien oder Stenosen präzerebraler Arterien (A. carotis, A. vertebralis und A. basilaris), zerebraler Arterien (A. cerebri media, A. cerebri anterior, A. cerebri posterior und Aa. cerebelli) oder eine nichteitrige Hirnvenenthrombose zugrunde liegen. Zu den auslösenden Ursache zählen unter anderem: o    Thrombose oder Embolie bei atherosklerotischer Stenose der großen hirnversorgenden Arterien, insbesondere A. cerebri media (MCA), A. cerebri anterior (ACA), A. cerebri posterior (PCA), A. carotis interna (ICA), A. basilaris (BA), Aa. cerebelli oder A. vertebralis. Ursächlich beteiligt sind fast immer die typischen Risikofaktoren der Arteriosklerose: Hypertonie, Diabetes mellitus, Hyperlipoproteinämie und Adipositas (metabolisches Syndrom) sowie Nikotinabusus. o    Embolie aufgrund einer kardiogenen oder aortogenen Streuquelle (Kardioembolie). Die wesentlichen Ursachen für eine kardiale Thrombenbildung sind Myokardinfarkt, Herzklappenerkrankungen oder Ersatzklappen, Herzrhythmusstörungen (v.a. Vorhofflimmern) und Endokarditiden. Als seltenere Ursachen kommen Kontraktilitätsstörungen, Wandaneurysmen, intrakavitäre Thromben, Rechts-Links-Shunts (PFO) und atriale Septum-Aneurysmen in Frage. o    Verschiedene Formen der Mikroangiopathie:   Erworbene Formen: subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie (SAE) mit histologisch feststellbarer Lipohyalinose der kleinen Arteriolen im Bereich der Stammganglien und des Hirnstammes, zu deren gesicherte Risikofaktoren arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus und Hyperhomozysteinämie zählen. Genetische Formen: CADASIL, Non-CADASIL, MELAS-Syndrom oder Fabry-Krankheit. Nur teilweise geklärter oder heterogener Genese sind cerebrale Amyloid-Angiopathien, retinozerebrale Vaskulopathien (z.B. Susac-Syndrom, Eales-Krankheit) oder Toxämische Vaskulopathie in der Schwangerschaft. o    In Ausnahmefällen können andere Vaskulopathien, Vaskulitiden und hämatologische Erkrankungen (Koagulopathien, Anämie, Thrombophilien, Hyperviskositätssyndrome, myeloproliferative Erkankungen), Gefäßverkrampfung bei Migräne, Gefäßkompression durch Tumoren, Gefäß-Dissektionen, die Einnahme von Kontrazeptiva oder iatrogene Interventionen (z.B. Koronarangiographie, zerebrale Angiographie oder Carotis-Stenting) zu einem Hirninfarkt führen.
  • A 24) Definition Lymphödem? Dellbare Schwellung der Haut und Unterhaut (Ödem) durch die eingeschränkte Transportkapazität von Lymphgefäßen.
  • A 25) Beschreibe das Ödemstadium 1. Reversibles Stadium: Eiweißreiches Ödem, nur wenige, kleine, lokal begrenzte fibrosklerotische Gewebsveränderungen. Das Ödem ist noch teigig-weich, es kann mit dem Finger noch leicht eine „Delle“ eingedrückt werden. Ein Hochlagern des Ödems (soweit möglich) reduziert in gewissem Maße die Schwellung. Das Stemmersche Zeichen ist (meist) positiv. (Wenn die Hautfalte über der zweiten und dritten Zehe bzw. Finger verbreitert, verdickt, schwer oder überhaupt nicht abhebbar ist, dann ist das Stemmersche Zeichen positiv. Bei einem positiven Stemmerschen Zeichen ist ein Lymphödem vorhanden. Allerdings schließt ein negatives Stemmersches Zeichen ein Lymphödem nicht aus, d.h. es kann falsch negativ  1sein.) [1Falsch negativ: Der Patient ist krank, aber der Test hat ihn fälschlicherweise als gesund eingestuft.]
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  • A 26) Definition: lymphodynamisches Ödem? Das Lymphgefäßsystem ist in Ordnung, durch ein Überangebot von Lymphflüssigkeit aber nicht in der Lage, diese abzutransportieren (eiweißarmes Ödem).
  • A 27) Was versteht man unter einem primären Lymphödem? Lymphgefäße und/oder Lymphknoten aufgrund einer Entwicklungsstörung nicht oder nur teilweise oder mit einer Fehlbildung angelegt. Ganze Extremitäten oder Körperregionen können hier betroffen sein. Das völlige Fehlen der Lymphgefäße einer ganzen Körperregion ist nicht mit dem Leben vereinbar und führt schon im Mutterleib oder kurz nach der Geburt zum Tod.
  • A 28) Definition: sekundäres Lymphödem? Abflussbahnen mechanisch insuffizient als Folge von entweder pathologischen Veränderungen wie z.B. Tumorerkrankungen, Traumata, Lymphangitiden (Entzündung aufgrund von Viren, Bakterien, Pilzen, Parasiten, etc., auch im rheumatischen Formenkreis), chronisch venöse Insuffizienz (CVI), Diabetes, etc., oder aufgrund von iatrogenen Eingriffen wie z.B. OP-Narben, radiologischen Bestrahlungen, Entfernung von Lymphknoten nach Tumorentfernung, Venenentnahme zur Bypass-OP, etc.
  • A 29) Was besagt ein positives "Stemmer" Zeichen? Lymphödem vorhanden; allerdings schließt ein negatives Stemmersches Zeichen ein Lymphödem nicht aus, d.h. es kann falsch negativ1sein.) [1Falsch negativ: Der Patient ist krank, aber der Test hat ihn fälschlicherweise als gesund eingestuft.]
  • A 30) Wo treten die ersten Fibrosen bei einem Armödem auf?   Ellbogengelenk (und des Kniegelenkes) bei entsprechender Indikation werden, da sich in diesen Gelenksbereichen aus anatomischer und funktioneller Sicht meistens die ersten Fibrosen bilden.  
  • A 31) Was versteht man unter einem malignen Lymphödem? Lymphstauung durch eine metastatische Blockade in den Lymphknoten
  • A 32) Was versteht man unter einem benignen Lymphödem? Die häufigste Form benigner sekundärer Lymphödeme sind postoperative (z.B. nach Mastektomie) und postradiogene Lymphödeme. 50% entstehen nach Axillarevision und Bestrahlung nach Brustkrebs im ersten postoperativen Jahr, 50% in den Jahren danach. KANN passieren, aber auf keinen Fall passieren muss - also bitte keine Angst. Weitere gutartige Lymphödemformen sind das o    posttraumatische (z.B. nach offenen Brüchen, Verbrennungen, Schnittwunden), o    postinfektiöse (nach wiederholter viraler bzw. bakterieller Entzündung von z.B. Lymphknoten oder –bahn oder aufgrund einer Tropenkrankheit), o    postentzündliche (z.B. nach rezidiven Phlebitiden) Lymphödem.
  • A 33) Was ist eine Lumbo-Ischialgie? = lumbosakrales Wurzelreizsyndrom, bei dem Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und im Versorgungsbereich des N. ischiadicus auftreten.
  • A 34) Was ist Morbus Bechterew? Die Spondylitis ankylosans ist eine chronisch entzündliche, seronegative Systemerkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis. Die bevorzugte Manifestation liegt im Bereich der distalen Wirbelsäule und der Iliosakralgelenke.
  • A 35) Was ist Achillodynie? = Schmerzzustand im distalen Anteil der Achillessehne. Der Schmerz kann sowohl lokalisiert im Sinne einer Insertionstendopathie, als auch diffus auftreten. Insertionstendopathien sind durch Reizungen am Übergang zwischen Sehnen und Knochen, d.h. im Bereich der Insertion entstehende Schmerzzustände. Anmerkung: Die Begriffe "Insertionstendopathie" und "Myotendinose" werden von einigen Autoren synonym verwendet, andere verstehen darunter getrennte Entitäten. In letzterem Fall soll unterstrichen werden, dass der vor allem der Übergang zwischen Muskel und Sehne betroffen ist. Klinisch ist diese Differenzierung in der Regel ohne Belang. Als Insertion bezeichnet man in der Medizin den innigen, d.h. nur unter Aufbringung mechanischer Kraft lösbaren Ansatz einer anatomischen Struktur in einem Gewebe.
  • A 36) Was wissen Sie über Polymyositis? = Wenn bei systemischen Erkrankungen die Hautbeteiligung fehlt. (Polymyositis) Die Dermatomyositis ist eine generalisierte, mesenchymale Erkrankung, die die Skelettmuskulatur, die Haut und die inneren Organe (Niere, Lunge, Herz) befällt.
  • C 1) Welche Ödeme durch Unterfunktion des ableitenden Systems kennen Sie? Varizen, Linksherzinsuffizienz (Lungenödem), Rechtsherzinsuffizienz (Beine), Lymphödeme (Lymphknotenresektion, Lymphangitis
  • C 2) Formen der Anämie? verminderten Hämoglobin-Gehalt des Blutes oder einen zu niedrigen Anteil der Erythrozyten am Blutvolumen (Hämatokrit).
  • C 3) Was ist eine Nekrose? Tod einer Zelle durch Schädigung der Zellstruktur, z.B. infolge mechanischer Verletzungen, Kontakt mit Toxinen, Hypoxie, Hypothermie oder Infektionen mit Krankheitserregern. Bei der Nekrose kommt es zu Membrandefekten, die dazu führen, dass der Zellinhalt unkontrolliert in die Umgebung der Zelle austritt. Die Folge ist eine Entzündungsreaktion.
  • C 4) Was ist eine Arteriitis? Entzündung von Arterien bezeichnet. Ursache für eine heute eher seltene akute Arteriitis kann eine akute Infektion, z. B. Typhus sein. Chronische Formen werden auch bei HIV-Infektionen, Tuberkulose und Syphilis beobachtet. Im Wesentlichen handelt es sich jedoch um Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Bekanntestes Beispiel ist die Arteriitis temporalis im Rahmen der Polymyalgia rheumatica. Zwei Sonderformen der Arteriitis lassen sich nicht eindeutig einordnen: Endangiitis obliterans[1] und Morbus Behcet[2]. [1] Die Endangiitis obliterans oder Thrombangiitis obliterans ist eine segmentale Gefäßentzündung (Vaskulitis) kleiner und mittelgroßer Arterien und Venen überwiegend der unteren Extremität. Innere Organe sind in der Regel nicht betroffen. Synonyme sind Morbus Winiwarter-Buerger oder Winiwarter-Buerger-Syndrom, benannt nach Felix von Winiwarter und Leo Buerger. [2] Der Morbus Behçet (oft auch Morbus Adamantiades-Behçet) ist eine schubweise verlaufende immunologisch vermittelte Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis. Gehäuft sind türkische oder südostasiatische Männer betroffen, der Krankheitsgipfel liegt jenseits des dritten Lebensjahrzehnts. Aber auch Jugendliche können erkranken, bei ihnen verläuft der Morbus Behçet lange monosymptomatisch. Die Inzidenz liegt bei < 1/100.000. Die Krankheitsursache ist nicht abschließend geklärt. Man vermutet, dass eine genetische Disposition in Kombination mit exogenen Faktoren (virale oder bakterielle Entzündung) zu einer Störung der Immunregulation und damit zum Ausbruch der Erkrankung führt.
  • C 5) Welche Herzleistungsstörungen kennen Sie? Muskelzelle Druck- und Volumenüberlastung - Hypertrophie koronare Herzkrankheit - Sauerstoff- u. Energiemangel Stoffwechselstörungen - Elektrolyte, Säure-Basen, Kohlenhydrat- Fettstoffwechsel Komata Altersveränderungen - Sportlerherz Myokard Entzündungen, Kardiomyopathie, Ischämie, Infarkt, Traumata Endokard Endokarditis, sekundäre Endokardveränderungen, erworbene Herzfehler Perikard Perikarditis, Panzerherz, Perikardtamponade Transport koronare Herzkrankheit, Fehlbildungen, extrakardiale Transportstörungen Innervation Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen, Herzrhythmusstörungen Herztumoren benigne und maligne Tumoren des Herzen
  • C 6) Was ist eine Ösophagusstenose? Verschluss des Ösophagus
  • C 7) Was sind Hämorrhoiden? sind arteriovenöse Gefäßpolster, die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegt sind und dem Feinverschluss des Afters dienen. Wenn von Hämorrhoiden gesprochen wird, sind damit aber meist vergrößerte oder tiefer getretene Hämorrhoiden im Sinne eines Hämorrhoidalleidens gemeint, die Beschwerden verursachen. = anale Blutungen und anales Nässen, quälender Juckreiz und Stuhlschmieren.
  • C 8) Was ist eine Leberzirrhose? = Endstadium chronischer Leberkrankheiten, gilt als irreversibel.
  • C 9) Was ist eine Cholecystitis? Entzündung der Gallenblase, die in den meisten Fällen (90–95 %) durch Gallensteine verursacht wird.
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  • C 10) Was ist eine Thyreoiditis? Entzündung der Schilddrüse. Der Begriff umfasst mehrere Erkrankungen verschiedener Ursache, die sich in ihrem klinischen Verlauf und der Prognose teilweise stark unterscheiden.
  • C 11) Was ist eine Pneumonie?     akute oder chronische Entzündung des Lungengewebes. Meist durch Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen verursacht, selten auch toxisch durch Inhalation giftiger Stoffe oder immunologisch. Bei deutlicher Beteiligung der Pleura (Rippenfell), einer sog. Pleuritis, wird im klinischen Sprachgebrauch von Pleuropneumonie gesprochen. Die Entzündung nach einer Strahlentherapie wird meist als Strahlenpneumonitis bezeichnet.  
  • C 12) Was ist Asthma bronchiale? = oft vereinfachend nur Asthma genannt; chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege mit dauerhaft bestehender Überempfindlichkeit. Bei entsprechend veranlagten Personen führt die Entzündung zu anfallsweiser Luftnot infolge einer Verengung der Atemwege – einer sogenannten Bronchialobstruktion (Definition des international consensus report). Diese Atemwegsverengung wird durch vermehrte Sekretion von Schleim, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Bildung von Ödemen der Bronchialschleimhaut verursacht, sie ist durch Behandlung rückbildungsfähig (reversibel). Eine Vielzahl von Reizen verursacht die Zunahme der Empfindlichkeit der Atemwege (bronchiale Hyperreaktivität oder auch Hyperreagibilität) und die damit verbundene Entzündung. Fünf Prozent der Erwachsenen und sieben bis zehn Prozent der Kinder leiden an Asthma bronchiale.
  • C 13) Wie wird die Mukoviszidose noch bezeichnet? Zystische Fibrose
  • C 14) Was ist eine Cystitis? =Entzündung der Harnblase. (Im weiteren Sinne Entzündung einer Blase, z.B. Gallenblase Cholezystitis.)
  • C 15) Was ist eine Urethritis? Schleimhaut-Entzündung der Harnröhre, allgemeinläufig auch als Harnröhrenentzündung bekannt, wie Blasenentzündung zu den unteren Harnweginfektionen gehört. Typische Symptome: Juckreiz, Brennen beim Wasserlassen (Algurie) sowie eitriger Ausfluss (Fluor urethralis), häufig auch Dysurie sowie Pollakisurie. Man unterscheidet die beiden Formen Urethritis gonorrhoica und Urethritis non gonorrhoica.
  • C 16) Was ist eine Ischialgie? Schmerzen in einem Teil des Versorgungsgebietes des N. ischiadicus, streng genommen handelt es sich aber um das Areal einer lumbalen Nervenwurzel (fast immer L5 oder S1, wobei L5 den fünften und letzten Lumbal- oder Lendenwirbel und S1 den darunterliegenden Sakral- oder Kreuzbeinwirbel bezeichnet).
  • C 17) Was ist Osteoporose? Häufige Alters-Erkrankung des Knochens, die ihn für Brüche (Frakturen) anfälliger macht. Die auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist durch eine Abnahme der Knochendichte durch übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und -struktur gekennzeichnet. Die erhöhte Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett betreffen.
  • C 18) Wie werden peripheren Nervenläsionen klassifiziert? Schweregrade nach Seddon (1975) o    Neurapraxie - leichteste Form - Leistungsblock binnen einiger Wochen reversibel, keine Spätschäden o    Axonotmesis - Läsion des Axons, Hüllstrukturen sind kontinuierlich erhalten geblieben, aussprossende Nervenfasern können wieder Anschluss ans Endorgan finden und meist befriedigendes Ergebnis der Reinnervation. o    Neurotmesis - nicht nur Achsenzylinder, sondern auch Hüllstrukturen geschädigt o. häufig durchtrennt, selbst bei operativer Nervenversorgung meist keine vollständige Reinnervation möglich ð neurologisches Defizit.
  • C 20) Beschreiben Sie das klinische Bild einer Peroneusparese? Folge einer Schädigung des N. peroneus communis (Synonym: N. fibularis communis, gemeinsamer Wadenbeinnerv). Entweder gesamter Nerv oder einzelne Anteile betroffen. ð Lähmung der Muskeln, die die aktive Fuß- und Zehenhebung ermöglichen. Nur N. peroneus superficialis Sensible Ausfälle an Unterschenkelvorderseite, Fußrücken und Streckseite der ersten bis vierten Zehe. Die Sensibilität bleibt allerdings im Bereich zwischen erster und zweiter Zehe erhalten. Der Funktionsverlust der Mm. peronei hat zur Folge, dass der seitliche Fußrand nicht aktiv gehoben werden kann (gestörte Pronation), deshalb steht der Fuß in Supinationsstellung, d. h. die Fußaußenkante ist gegenüber der Innenkante abgesenkt. Heben und senken der Fußspitze ist möglich. Nur N. peroneus profundus (tiefe Ast) Fußspitze nicht durch Bewegung im Sprunggelenk heben (gestörte Dorsalextension). Auch Anheben der Zehenspitzen in den Zehengelenken (Extension) ist nicht möglich. Fuß- und Zehenspitzen hängen herab, weshalb beim Laufen in der Schwungbeinphase der gesamte Fuß so weit angehoben werden muss, dass die hängende Fußspitze nicht am Boden schleift. Dies geschieht durch verstärkte Beugung des Hüft- und Kniegelenkes. Daraus resultiert das Gangbild des "Steppergangs" (weitere umgangssprachliche Bezeichnungen sind "Hahnentritt" und "Storchengang"). Mit der Zeit kann sich unbehandelt ein "Spitzfuß" entwickeln und außerdem ist die Sensibilität der Haut zwischen der ersten und zweiten Zehe gestört. Gesamter N. peroneus communis Beide Ausfallmuster kombiniert. Je nach Ort der Läsion fällt zusätzlich die Hautsensibilität an einem mehr oder weniger großen zusätzlichen Bereich am seitlichen Unterschenkel aus.
  • C 21) Klinik bei der peripheren Facialisparese? Schädigung des N. facialis in seinem Verlauf vom Kerngebiet im Hirnstamm bis zur Verästelung im Bereich der Ohrspeicheldrüse. Meist gesamte mimische Muskulatur der zugehörigen Gesichtshälfte gelähmt ð Stirnfalten fehlen, Nasolabialfalte verstrichen ist, Mundwinkel hängt und Mund kann nicht gespitzt werden. Fehlender Lidschluss ð Gefährdung für's Auge ð da nicht mehr ausreichend feucht gehalten werden kann ð Entzündung der Bindehaut. Vergrößerung der Lidspalte auf der betroffenen Seite durch die Bildung eines Unterlidektropiums (Auswärtskehrung des Lides). Durch die fehlende Aktivität der hebenden Stirnmuskeln auf der kranken Seite kann es zu einer Senkung der Augenbraue kommen. Je nach Lokalisation der Schädigung in Bezug auf die abgehenden Äste des N. facialis sind Störungen der Geschmacksempfindung in den vorderen 2/3 der Zunge, Hörstörungen oder Störungen der Tränenproduktion möglich. Da der N. facialis in seinem Verlauf im Fazialiskanal verschiedene Nervenäste abgibt, kann der Ort einer Läsion (= Verletzung, Störung) recht gut bestimmt werden. So treten zusätzlich folgende Symptome auf, je zentraler die Läsion lokalisiert ist: Liegt die Läsion o    vor dem Abgang der Chorda tympani, ð seitengleiche Geschmacksstörung in den vorderen zwei Dritteln der Zunge und verminderten Speichelsekretion in Ruhe (Glandula sublingualis und Glandula submandibularis). o    vor dem Abgang des N. stapedius ð Geräuschempfindlichkeit (Hyperakusis) auf der kranken Seite (fehlender Stapediusreflex). o    vor dem Abgang des N. petrosus major ð Tränensekretion vermindert (Diagnose mit Schirmer-Test).
  • C 22) Synonym Multiple Sklerose? Encephalomyelitis disseminata, Polysklerose, Charcot Krankheit; engl. "multiple sclerosis" oder "disseminated sclerosis"
  • C 23) Was versteht man unter einem apoplektischen Insult? = Schlaganfall (auch Gehirnschlag, zerebraler Insult, apoplektischer Insult, Apoplexia cerebri, Ictus apoplecticus, in der medizinischen Umgangssprache häufig verkürzend auch Apoplex oder Insult) wird eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns bezeichnet, die oft zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des Zentralnervensystems führt und durch kritische Störungen der Blutversorgung des Gehirns verursacht wird.
  • C 24) Was ist die Sicherheitsventilfunktion? Beispiele aufzählen Es ist die Fähigkeit des LGS, bei Anstieg der lymphpflichtigen Last mehr zu arbeiten Wann: - Erhöhung des Nettoultrafiltrats - Erhöhung des Eiweißgehaltes im Interstitium - Gefahr einer Lymphostase
  • C 25) Beschreibe das Ödemstadium 3. Betroffene Gliedmaße werden unförmig verunstaltet, eventuell kommt es zu zusätzlicher Fettgewebswucherung: die Elephantiasis.
  • C 26) Definition: lymphostatisches Ödem? nicht nur Lymphgefäß, sondern auch andere Gefäße betreffend
  • C 27) Welche anatomischen Ursachen gibt es für ein primäres Lymphödem? o    Hypoplasie - Minderanlage der LG, entweder zu schmal (Mikroplasie) o. zu geringe Zahl (Oligoplasie) oder beides kombiniert ð immer vermind. Transportkapazität. o    Lymphangiektasie - Erweiterung d. LG (bis zu 15mm), dadurch valvuläre Insuff., da Klappen der L.angiome nicht mehr schließen können ð Pendelströmung, zusätzlich L.zystenbildung möglich. Entspricht Varikosis. o    Primäre Lymphknotenfibrose - Fehlanlage von LK dr. mangelnde embryonale Ausreifung mit dadurch bedingter Durchflussbehinderung bei normal ausgebildeten LG.
  • C 28) Zähle die Unterschiede zwischen einem primären und sekundären Lymphödem auf? Sekundären Lymphödeme beginnen meist zentral d.h. am Oberarm und Oberschenkel im Gegensatz zum primären Lymphödem das zunächst körperfern auftritt.
  • C 29) Zählen die Ursachen für ein sekundäres Lymphödem auf? o    Operationen o    Röntgenbestrahlung o    Unfällen o    Entzündungen (Erysipel) o    Parasiten (Fillariosis) o    Tochtergeschwulste (Metastasen) o    Selbstschädigung
  • C 31) Was versteht man unter dem Phlebolymphödem? Ausgangspunkt CVI, daraus Zunahme der interstitiellen lymphpflichtigen Substanzen Gleiche morphologischen Merkmale wie für Ly.ödeme anderer Art ð interstitielle Fibrose, Vermehrung von Fibroblasten u. fibroblastenartiger dendritischer Zellen, chronisch entzündliche Infiltrate, Alternationen der LG. Betroffen sind Lymphkapillaren - degenerative Veränderung der Endothelien Ly.kollektoren sind erweitert + ebenf. deg. verändert. Fibrosierung - regionären LK bei langjährigem Verlauf LG können auch von entzündlichen Vorgängen im Rahmen einer bakt. Lymphangitis oder Thrombophlebitis betroffen sein.