106

Organizational Behavior (Subject) / III Individuelles und kollektives Verhalten (Lesson)

III Individuelles und kollektives Verhalten

This lesson was created by hannemac.

Learn lesson

  • Psychische Beanspruchung (Din 100075-1) Psychische Beanspruchung wird verstanden als die individuelle, zeitlich unmittelbare und nicht langfristige Auswirkung der psychischen Belastung im Menschen in Abhängigkeit von seinen individuellen Voraussetzungen und seinem Zustand
  • Sender-Empfänger-Modell der Kommunikation ein Sender möchte einer anderen Person (Empfänger) eine Nachricht übermitteln. Diese Nachricht besteht aus verschlüsselten Zeichen (Symbole oder Signale), die vom Empfänger entschlüsselt und danach als Nachricht empfangen werden. Der Empfänger gibt wiederum eine Rückmeldung darüber, dass und wie die Nachricht angekommen ist (Feedback).
  • VIE-Modell von Vroom   Dem VIE-Modell zufolge wählt der Mensch als Nutzenmaximierer bei vorliegen mehrerer Handlungsalternativen mit jeweils ungewissen Ausgang und unterschiedlichen Folgen diejenige Alternative aus, die das Produkt aus Wertschätzung und Auftretenswahrscheinlichkeit maximiert. Das Erwartungs- mal Wertmodell von Vroom: §  Valenz (V): Der Mensch erwartet nach einer Zielerreichung einen bestimmten Befriedigungswert infolge der Erreichung seines Ziels. §  Instrumentalität (I): ist ein Ausdruck der Verknüpfungsgrade zwischen einem Handlungsergebnis und einer Handlungsfolge. §  Erwartung (E): entspricht einer subjektiven Erfolgswahrscheinlichkeit Ein Mitarbeiter wird dann zu Leistungen motiviert sein, wenn er eine hohe Wahrscheinlichkeit darin sieht, dass seine Anstrengungen wirklich zu einer hohen Arbeitsleistung führen (Erwartung), mit hoher Arbeitsleistung ein erwünschtes Ziel erreicht wird (Instrumentaliät) und die Erreichung dieses Ziels einen hohen Befriedigungswert aufweist (Valenz).
  • Volition nach Kehr Kehr geht davon aus, dass zur Überwindung entstehender Konflikte bei Nichtüberlappung impliziter und expliziter Motive Willensanstrengungen nötig werden. Implizite Motive stellen hier bereits besprochene Leistungs-, Macht- und Anschlussmotive dar. Mit expliziten Motiven hingegen sind die Gründe gemeint, welche Personen für ihr Handeln angeben. Für den Überschneidungsbereich impliziter, expliziter Motive und der Fähigkeitswahrnehmung postuliert Kehr ein so genanntes Flowerleben.
  • Ressourcen Als Ressourcen werden personale sowie situative Potentiale bezeichnet, welche einen direkten Effekt auf Gesundheit und psychisches Befinden haben können oder auch dabei helfen, mit Belastungen umzugehen. Sie können (a) einen direkten Effekt auf Wohlbefinden und Gesundheit haben, (b) reduzieren Stressoren, deren Wahrnehmung oder deren Stresscharakter und (c) moderieren die Stressor-Outcome Beziehung. Personale Ressourcen sind Kontrollüberzeugungen, Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, dispositionaler Optimismus und soziale Unterstützung.
  • Risikowahlmodell von Atkinson   Nach dem Risikowahlmodell von Atkinson ist die Leistungsmotivation dann besonders hoch, wenn die zu erfüllende Aufgabe subjektiv einen mittleren Schweregrad besitzt und somit die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs bei einem gleichzeitig vorliegenden Anreiz des Erfolgs gegeben ist. Das Erwartungs- mal Wert Modell verknüpft die Erfolgswahrscheinlichkeit und Erfolgsanreiz. Misserfolgsmotivierte Menschen wählen häufiger sehr einfache oder aber auch sehr schwierige Aufgaben, da hier ein Misserfolg keine Selbstwertbedrohung darstellt. Erfolgsmotivierte schreiben Erfolge eher sich selbst zu, während sie Misserfolge eher external attribuieren. Misserfolgsmotivierte hingegen neigen bei Misserfolgen zu einer internalen Attribution.  
Advertisement