Arbeits- und Organisationspsychologie (Subject) / M8 03424 - Arbeitspsychologie Kapitel 5 (Lesson)

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Wirkungen und Folgen von Arbeit und psychischer Arbeitsbeanspruchung

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  • 01. Wie lautet die Definition von Gesundheit nach der WHO? die Fähigkeit und Motivation, ein wirtschafltich und sozial aktives Leben zu führen
  • 02. Was sind nach Richter Fehlbeanspruchungen? Beanspruchungen, die sich aus einer Diskrepanz zwischen den individuellen Leistungsvorausstzungen und den durch die Arbeitsaufgabe und den objektiven Ausführungsbedingungen resultierenden Anforderungen ergeben
  • 03. Welche Fehlbeanspruchungen unterscheidet Richter? - Monotonie - Psychische Sättigung - Psychische Ermüdung - Herabgesetzte Wachsamkeit (Vigilanzproblematik)
  • 04. Was ist Stress im Sinne des transaktionalen Konzepts nach Lazarus und Launier? „eine Person-Umwelt-Auseinandersetzung, bei der die Anforderungen die ei-genen Handlungsmöglichkeiten infrage stellen oder übersteigen. Situations- und Selbsteinschätzung entscheiden darüber, in welchem Maße Stress subjek-tiv erlebt wird, welche Bewältigungsformen zum Einsatz gelangen und wie das Selbst und das Handeln prozeßhaft reguliert werden.“
  • 05. Was ist der Life Experience Survey (LES)? dt. Kurzfragebogen zur Erfassung und Einschätzung von Lebensereignissen und allgemeiner Stressoren im Lebenskontext
  • 06. Welche weiteren Modelle befassen sich neben dem von Lazarus mit Stress - vor allem in Bezug auf die Arbeitsbedingungen? - Person-Environment Fit Theory (P-E-Fit Theory) von Harrison - Effort-Reward Imbalance Model oder auch Modell beruflicher Gratifikationskrisen nach Siegrist - Job Strain Model (bzw- Demands-Control- oder Anforderungs-Kontroll-Modell) nach Karasek und Theorell - Vitamin-Modell von Warr
  • 07. Was wurde in einer Längsschnittstudie von Theorell als pathogene Trias bezeichnet? das gleichzeitige Auftreten von hoher Arbeitsintensität, niedrigem Handlunsspielraum und geringer sozialer Unterstützung, da unter dieser Bedingung das Risiko der Herz-Kreislauf-Mortalität bei über 50-jährigen Arbeitern dramatisch anstieg
  • 08. Wie wird Burnout beschrieben? ein Syndrom emotionaler Erschöpfung, Depersonalisation und persönliche Leistungsrestriktionen
  • 09. Was ist emotionale Erschöpfung? physische und psychische Reaktionen, die sich in negativen Emotionen gegenüber der Arbeit ausdrücken, Gefühl des emotio-nalen Ausgelaugtsein
  • 10. Was ist Depersonalisation? gefühllose und abgestumpfte Reaktionen und zynische Einstellungen gegenüber Klienten, Kunden oder Patienten
  • 11. Was wird unter persönlichen Leistungsrestriktionen verstanden? reduzierte persönliche Erfüllung und Leistungsfähigkeit: Tendenz, eigene Arbeit negativ zu bewerten, verminderte Selbstwirksamkeit, ausbleibende Er-folgserlebnisse in der Arbeit mit anderen
  • 12. Was wird meist zur Messung von Burnout eingesetzt? das Maslach Burnout Inventory (MBI)
  • 13. Was kann als Gegenentwurf zum transaktionalen Konzept von Lazarus betrachtet werden? die Theorie der Ressourcenerhaltung von Hobfoll
  • 14. Wie kann Hobfolls COR-Theorie bewertet werden? nach Hobfoll sollen eine ressourcenorientierte Stresskonzeption sowie das multiaxiale Copingmodell die jeweiligen Umweltfaktoren und soziale Dimensionen besser berücksichtigen und damit das Verständnis von Stress- und Copingsprozessen erweitern bzw. die autonom bestimmte Bewältigung sogar in Frage stellen
  • 15. Wie ist Stress im Sinne der COR-Theorie definiert? "als eine Reaktion auf die Umwelt, in der (1) der Verlust von Ressourcen droht, (2) der tatsächliche Verlust von Ressourcen eintritt oder (3) der adäquate Zugewinn von Ressourcen nach einer Ressourceninvestition versagt bleibt"
  • 16. Wie klassifiziert Hobfoll Ressourcen? - Objektressourcen (materielle Dinge) - Bedingungsressourcen (nicht-materielle Merkmale wie Familienstand, Alter, gesundheit, Arbeitsplatz) - persönliche Ressourcen (Fähigkeiten und Eigenschaften der Person) - Energieressourcen (Zeit, Geld, Wissen)
  • 17. Wie sieht das multiaxiale Copingmodell nach Hobfoll aus? danach können Copingstrategien hinsichtlich der dei Dimensionen: - aktiv/passiv - prosozial/antisozial - direkt/indirekt eingeordnet werden
  • 18. Wofür steht die salutgenetische Perspektive von Antonovsky? er vertritt die Ansicht, dass es keine spezifisch krankmachenden Stressoren gibt, sondern das die Art der Erkrankung „von einer individuellen dispositionellen Vulnerabilität (überdauernde Verletzlichkeit) bestimmt wird und nicht von dem Profil der belas-tenden Einflüsse“ er fragt also danach, was die Menschen gesund hält und nicht, was sie krank macht
  • 19. Was ist "Sense of Coherence" nach Antonevsky? die psychische und physische Gesundheit vor allem auch von der individuellen Ausprägung der Überzeugung beeinflusst, dass das eigene Leben und auch die eigene Umwelt – das impliziert auch die Arbeitsbedingungen oder auch die sonstigen Stressoren – nachvollziehbar, vorhersehbar und handhabbar und grundsätzlich sinnhaltig ist - dieses Köherenzgefühl wirkt wie eine gesundheitsförderliche persönliche Ressource
  • 20. Aus welchen drei Komponenten besteht der Sense of Coherence? - Comprehensibility / Verstehbarkeit: die Welt wird als relativ geordnet, strukturiert, vorhersehbar und konsistent erlebt - Manageability / Handhabbarkeit: die Anforderungen sind zu bewältigen, die Res-sourcen zur Bewältigung von Aufgaben sind vorhanden bzw. werden realistisch ein-geschätzt - Meaningfulness / Bedeutsamkeit: das Leben hat einen Sinn, Aufgaben und Anforde-rungen sind es wert, Einsatz und Engagement zu zeigen
  • 21. Was ist die sanogenetische Perspektive nach Hacker? Handlungsregulationstheorie - er fragt danach, welche Bedingungen in der Arbeit die Menschen gesund erhalten
  • 22. Was steht hinter dem Begriff der Life domain balance? die Frage, wie und wodurch es gelingt, die zentralen Lebensbereiche Arbeit, Freizit und Familie in Einklang zu bringen um im Sinne der WHO ein gesundes Leben zu führen
  • 23. Wovon geht die Generalisationshypothese im Bezug auf life domain balance aus? dass Arbeit sich je nach Gestaltung positiv oder negativ auf das Privatleben auswirkt
  • 24. Wovon geht die Kompensationshypothese im Bezug auf life domain balance aus? dass z.B. negative Effekte durch die Arbeit durch positive Erfahrungen im Privatleben kompensiert werden können
  • 25. Welches ist das gängigste Konzept zur Untersuchung von Life domain balance? work family conflict nach Bakker et al. - hier handelt es sich um einen intrapersonellen Konflikt, der durch den Übertrag von Belastungen und Beanspruchungen aus einem Lebensbereich in einen anderen Lebensbereich erfolgt