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A & O (Subject) / Kapitel 3 (Lesson)

Theoretische Grundlagen der Arbeitspsychologie

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  • Welche Theorie stammt von Volpert und Hacker (bzw. Ulich)? Handlungsregulationstheorie
  • 4 Grundmerkmale menschlichen Handelns nach Volpert - bewusst, zielgerichtet, rückgemeldet - hierarchisch- sequentiell organisiert - gegenständlich, auf Objekte ausgerichtet - gesellschaftlich eingebunden bzw. determiniert
  • Abgrenzung gegenüber dem radikalen Behaviorismus leugnet innerpsychische Prozesse Arbeiter passives Wesen, das nur durch äußere Anreize (Druck) motivierbar ist
  • Kurzform der HRT HAndlungsziel ist durch die Aufgabe festgelegt, man hat jedoch verschiedene Freiheitsgrade und kann zwischen verschiedenen WEgen zur Zielerreichung wählen. Handlungsprozesse sind auch von innerpsychischen Prozessen (Vorstellungen, begriffliche Repräsentationen) abhängig. Umwelt ist gegenständlich und sozial Komplexe Handlungen existieren (Bsp: Zielsetzung, Analyse der Bedingungen, Planung, Ausführung, Motive usw.)
  • Kritik an den Computermodellen des Handelns - Gleichsetzung von mechanischem Denken und maschinellen Prozeduren - Rückkehr zur behavioristischen und tayloristischen Grundposition - Kluft zwischen Kognition und Aktion - Suche nach allgemeinen Organisationsprinzipien des Handelns ist nicht falsch, nur die mechanistischen Vorannahmen
  • Definition Ausführungsregulation Bestimmt, auf welche Weise gehandelt wird. Analyse des Ziels, der Verwirklichungsbedingungen, des Verhältnisses von Zielen und Bedingungen der Tätigkeit zum Zweck der Festlegung, des Einsatzes und der Kontrolle von bedingungsadäquaten Verfahren der Zielerreichung > Ermitteln, Einsetzen und notwendiges Anpassen adäquater Ergebiserzielung kurz gesagt: kognitive Handlungsvorbereitung, -steuerung, -kontrolle  
  • Welche Prozesse gehören zur Ausführungsregulation Wahrnehmungs-, Vorstellungs-, Denk- und Gedächtnisprozesse
  • 4 Ebenen der Ausführungsregulation Intellektuelle Regulationsebene /bsp. problemlösen Wissenbasierte, perzeptiv-begriffliche R. (bsp. Wahrnehmung, Vorstellungen) Automatisierte Regulationsebene nicht bewusst Sensumotorische R.  
  • Definition Handlung eine in sich geschlossene Einheit der Tätigkeit (die umfassenderen Vollzüge sind Tätigkeiten) Zielgerichtetes Verhalten, bei dem Ziel und Bemühungen bewusst sind. Die einzelne Handlung lässt sich ausgrenzen, da sie sich in einem ausgrenzbaren und benennbaren Ziel dient.
  • Leontjews Modell der Makrostruktur Tätigkeiten werden von Motiven initiiert, Handlungen sind bewussten Zielen untergeordnet, Operationen hängen unmittelbar von den Bedingungen zur Erlangung des Ziels ab.
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  • Motive (Leontjew) Oberziele, die den Tätigkeiten persönlichen und gesellschaftlichen Sinn verleihen aufgrund der menschlichen Arbeitsteilung gibt es mehrschichtige Motivierung. sie spiegeln gesellschaftliche Beziehungen wieder Motive realisieren sich in Handlungen
  • Beispiel für ein Motiv, und was es initiiert Motiv: körperliche Fitness initiiert Tätigkeit: Sport
  • Handlungen (leontjew). kleinste psychologische Einheit der Tätigkeit willensmäßig gesteuert. Werden von Zielen initiiert. BSp: Ziel: feste Beinmuskulatur. Handlung: Bewichtsübungen eine Handlung kann verschiedenen Tätigkeiten zugeordnet sein!
  • Operationen (LEontjew) Teilhandlungen, der unselbstständig ist ihr Resultat ist als Ziel nicht bewusst hängt direkt von der Bedingung zur Erlanung des Ziels ab: Bsp: unwegsames Gelände: Bedingung. langsames Laufen: Operation
  • Unterscheidung Operation- Handlung Ohne Kenntnis des Ziels nicht möglich.z. B. laufen beim Sportler: Handlung, da direkt vom Ziel abhängig (Beherrschung einer Lauftechnik). Laufen beim Polizisten: Ziel: VErbrecher erwischen. Laufen nur Operation im Zuge der Handlung (Verfolgung)
  • Struktur allg. DEf. relativ isoliertes Ganzes (System), das aus einer Menge von Teilen (Elementen) und deren wechselseitigen Beziehungen (Relationen) besteht. Elemente und Relationen des Ganzen können verschieden gewichtet sein. bei großen Mengen müssen/können Zuordnungsregeln identifiziert werden.Anwendung bestimmter Relationen auf bestimmte Elemente werden dadurch festgelegt.
  • äußere Oberflächenstruktur das, was man von außen sehen kann. Sie ist vermittelten Ursprungs, also nicht beeinflussbar, aus sich selbst verständlich, analysierbar. > reicht also nicht aus, um eine Arbeitstätigkeit verstehen zu können
  • Psychische Tiefenstruktur Gefüge und Beschaffenheit der psychischen Sachverhalte, die zur Erfüllung einer Arbeitsaufgabe durch den ARbeitenden in einer bestimmten Ablauforganisation wirksam werden. Sie gergibt sich aus der Aufgabenstellung und ähndert sich mit ihr (zielgerichtet, hängt von den Zielen ab.) Dadurch ist sie inhaltlich bedingt! sie reguliert die äußerlich sichtbare Tätigkeit in einer organisierten Form und ist nach den Erfordernissen des praktischen Handelns entstanden und organisiert. Dadurch ist sie funktionell bedingt (operativer Charakter der STruktur)
  • was ergibt sich noch aus der Zielgerichtetheit der psychischen Tiefenstruktur? sie ist eine inhaltlich bedingte ordnung.
  • Bestandteile der Tiefenstruktur - Entwerfen von Handlungsprogrammen - Orientierung zum Ziel (Antizipieren des Endergebnisses) - Auswahl der Mittel und Wege - Kontrollprozesse (rückkopplung) - Ziel
  • Kritik am behavioristischen Elementarismus Operationsketten und Handlungsabfolgen können nicht ohne Bezug auf den Plan  (Das psychische) verständlich werden. Bewegungsanalysen und folgen von Elementarbewegungen können eine Handlung nicht ausreichend charakterisieren
  • 5 Komponenten der psychischen Regulation von Arbeitstätigkeiten (Handlungsphasen) 1. Richten (bilden eines Ziels als Vorwegnahme und vornahme) 2. Orientieren( über Aufgabe, Ausführungsmöglichkeiten, Handlungsbedingung) 3. Entwerfen der Aktionsprogramme (Bilden eines ERgebnis- und Tätigkeitsmodells) 4. Entscheiden (über Ausführungsweisen und Herbeiführen des Entschlusses) - Übergang zum Verwirklichen 5. Kontrollieren des Ausführens (rückkoppelndes Vergleichen mit dem Ergebnis- und Tätigkeitsmodell - kann Ausgang für neues orientieren usw. sein und schließt den Kreis. die phasen sind nicht abgegrenzt, sondern vermischte Vorgänge.
  • Was sind operative Abbilder? tätigkeitsregulierende psychische Repräsentationen, an denen das Handeln orientiert ist. an ihnen erfolgt die Bewertung des aktuellen Zustandes und die Maßnahmen und Ziele. Ihr Aufbau ist erforderlich und leistungsbestimmend.
  • 3 hauptsächliche Inhalte der Abbildsysteme. 1. Ausgangszustände und Ausführungsbedingungen von Arbeitstätigkeiten zur Erreichung der Ziele (BSP. Rohstoffeigenschaften, Eingriffsmöglichkeiten bei Fehlerursachen) (Wissen) 2. Transformationsmaßnahmen des Ist- und des Soll-Zustands, z. B. Pläne zum Erreichen des Ziels (Prädiktoren und erinnertes Wissen) 3. Ziele und Teilzielhierarchien (als Folgenkritisch bewertete Antizipationen, z. B. Arbeitsergebnis, Zwischenergebnis)
  • Wie wirken OAS? Operative Abbildsysteme: wirken aufwandreduzierend - besseres Behalten von Infos - Regulation der ARbeitstätigkeiten durch Erwartungen - Hypothesen - aus Erfahrungen werden Regeln  
  • Bedeutung der OAS: Die Richtigkeit des OAS bestimmt die Güte des an ihm orientierten Handelns. Dh. Arbeitstätigkeiten sind umso effektiver, je adäquater das ihnen zugrunde liegende OAS ist!
  • Planende Strategie DEF - aufgabenadäquate Antizipation auf der Basis eines hoch entwickelten Abbildsystems - Ausrichtung auf die Herbeiführung bestimmter zukünftiger Zustände Wesentlicher Anteil vorbereitender und vorbeugender Tätigkeiten
  • Kognitive Grundlagen der planenden Strategie 1. Fernzielorientierung 2. Schema des gesamten Tätigkeitsablaufes 3. Umfassendes Signalinventar.
  • was nutzen planende STrategien? Sie stellen einen wesentlichen Anteil vorbereitender Tätigkeiten dar Sie bewirken höhere Leistungen und geringere Belastungen - höhere Effektivität
  • Merkmale des vorausschauenden Vorgehens: - Nutzung von Vorsignalen - Durchführung vorbeugender Maßnahmen (bsp. regelmäßige WArtungen)
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  • Vorsignale Def. kündigen z. B. Veränderungen an. Sie ermöglichen eine antizipierende Regulation der physiologischen Erregung, Kognition etc.
  • Modell der hierarchisch- sequentiellen Handlungsorganisation: aus was besteht ein komplexer Handlungsverlauf? Zielsetzungen, Analyse der Bedingungen, Planung, Vornahmen (Motive, Bedürfnisse), Ausführung und Kontrollen.
  • Teilhandlungen (hierarch.-sequentielle Handlungsorgan.) sind vom übergeordneten Ziel hierarchisch gegliedert - Ziel, einzelne Ziele, Teilaufgaben, kleinste Unteraufgaben
  • Welche HAndlungssequenzen gibt es? Horizontal: was wird nachher erledigt, wie beeinflussen die einzelnen Ziele sich gegenseitig) von außen beobachtbar Vertikal: kognitive Prozesse und Motive. Vorwegnahme des Ziels, Analyse, planung, Kontrolle usw. nicht von außen sichtbar  
  • Verhältnis der neben- und untergeordneten einheiten in der Handlungssequenz Kognitiv: Sie können relativ selbstständig wirken und rückmeldungen über das Funktionieren der übergeordneten Einheiten geben. Motivational: Unterziele besitzen Bedeutung für Oberziele
  • Funktionen von Zielen für die Handlungsregulation (4) Sie sind ein Modell des zu erreichenden Ergebnisses. Sie steuern die VErdichtung auf das Ergebnis hin und dienen als gespeicherte Sollwerte für den Vergleich mit den Resultaten. Sie sichern das Handeln Sie dienen als Quasi-Bedürfnisse Sie sind ein Ausgangspunkt des Selbstwerterlebens - bekräftigung durch erreichen Ich-naher Ziele
  • 3 Kennzeichen des Entschlusses 1. Vorsatz, Absicht. Sie entsteht im Übergang vom Wünschen zum Wollen. (sich zu etwas entschließen) 2. Entschluss zu einem bestimmten Weg. (sich entschließen, wie) 3. Verknüpfung mit der Organisation der gesamten Tätigkeit. (organisieren, wie)
  • Funktion des entschlusses (3) - Qualitativer Wandel: Programm zum Handeln entsteht aus unverbindlichen Freiheitsgraden als Handlungsmöglichkeiten (werden aufgehoben) - Quantitative Verringerung der Sachverhalte durch Auswahl: Orientierungshilfe - Informationsverdichtung  
  • Def. Aktionsprogramme regulierende hierarchische Prozesse des organismus, Liste von Befehlen wie eine folge von Operationen ablaufen soll.
  • woraus bestehen Aktionsprogramme? Unterprogrammen. Sie werden eingesetzt, wenn das Ziel mehrere Zwischenschritte erfordert
  • 2 Funktionen von Aktionsprogrammen: - sie stellen eine Entwurf der nachfolgenden Operationen dar, der mittels einer Folge von Dekodierungsschritten realisiert wird - an dem Entwurf wird der Verwirklichungsvorgang fortlaufend kontrolliert (schließen Kontrollprozesse mit ein)
  • Regulationsebenen der Aktionsprogramme - Bewegungsentwurf (nicht bewusstseinspflichtig, nicht verbalisierbar; herumgehen während telefonieren) - Handlungsschema (zielbezogene Zusammenschlüsse von Bewegungsstereotypien und kognitiven Routinen zu Programmen) - Plan (Festlegung, welche Teilziele abgearbeitet werden müssen) - Strategien (allgemeinere Pläne; nach welchen REgeln müssen Entscheidungen über das Vorgehen getroffen werden? - Heuristisches Regelsystem (fortschrittlichste und nützlichste Form; Erzeugen neuer Strategien und Plänen (Metapläne)
  • wovon hängt das Niveau der kognitiven Handlungsvorbereitung, Handlungssteuerung, Kontrolle und Ausführung ab? Kompliziertheit, Neuartigkeit der Aufgabe; verfügbare Bewusstseinskapazität
  • wie können Prozesse sein? unbewusst (automatisiert) und bewusst.
  • Drei Regulationsebenen und ihre Aktionsprogramme - Automatisierte Regulationsebene - Perzeptiv-begriffliche Regulationsebene - Intellektuelle Regulationsebene
  • Automatisierte Regulationsebene: Programm: nicht bewusstseinspflichtige Stereotypien, Routinen, Bewegungsentwürfe. Implizites Wissen treten oft bei gleichbleibenden manuellen Bewegungen auf bewegungsorientierte Abbilder lenken unselbstständige Komponenten von Handlungen einschließlich automatisierter Vollzüge (Bsp. gehen wenn man spricht)
  • Perzeptiv-begriffliche Regulationsebene: Programm: bewusstseinspflichtige Handlungsschemata zur Handlungsvorbereitung. es entstehen warhnehmungsgebundene Urteils- und Klassifikationsvorgänge Informationsintegration und Bewertung nach gespeicherten Regeln gehört dazu. >> Urteil, Klassifikation und Bewertung auf der Grundlage von Wahrnehmnung und gespeicherten Regeln.
  • Intellektuelle Regulationsebene Programm: bewusstseinspflichtige Heuristiken, Strategien und Pläne. Analyse und Synthese ist nötig um Handlungen vorzubereiten Bildhaft- anschauliches oder begrifflich-symbolisches Denken Explizites Wissen
  • Was bedeutet VERA? Verfahren zur Ermittlung von Regulationserfordernissen in der Arbeitstätigkeit
  • Ziel von VERA objektive Regulationserfordernisse von Arbeitsaufgaben erfassen; keine individuellen Merkmale von Personen! Analyse von Planungs- und Denkprozessen in der Produktion