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Psychologie (Subject) / Testtheorie und Testpraxis (Lesson)
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- Wie kommt ein negatives Cronbachs Alpha zu Stande? Negative Korrelation einiger Items, (z.B. bei invers formulierten Items),→negative Kovarianzen →Summe der Varianzen der m Items werden größerals die Varianzen des Gesamttests →α wird negativ mögliche Ursachen: Vergessen der Rekodierung ungeschickte Itemformulierung →Um-/Neuformulierung oder Eliminierung
- Was passiert mit der internen Konsistenz bei heterogenen Items? Tatsächliche Reliabilität wird unterschätzt, wenn Items nicht alle das gleicheMerkmal messenTrotz geringer Konsistenz kann ein Test eine hohe Retest-Reliabilität haben
- Vergleiche die 4 Methoden der Reliabilitätsschätzung.
- Wovon ist die anzustrebende Höhe der Reliabilität abhängig? •Art des zu vergleichenden Merkmals (Leistungstests höher)•Vergleich mit konkurrierenden Testverfahren• Individual- vs. Kollektivdiagnostik (bei individual höher)• Einsatzbedingungen des Messverfahrens (screening niedriger)• Objektivität als Voraussetzung für Reliabilität• Passung der Homo-/ Heterogenität des Verfahrens und der Methode derReliabilitätsschätzung• Kosten-Nutzen Abwägung
- Welche Probleme gibt es beim Geltungsbereich der Relibilität? • Potentielles Problem bei allen Methoden: erhaltene Werte abhängig vonder Population, der Testperson zugeordnet wird→dasselbe Messergebnis müsste als unterschiedlich genau angesehenwerden• Reliabilität = Gütekriterium für gesamten Test, nicht Kriterium fürGenauigkeit eines einzelnen Testwertes einer bestimmten Person→ Veränderung des Ausmaßes an Messfehlereinflüssen in Abhängigkeitvom wahren Wert der Person→ Aussagen zur Messgenauigkeit des Verfahrens nur mit Vorsicht aufBereiche hoher/ niedriger Merkmalsausprägungen verallgemeinerbar
- Was ist die KTT? Entwickler: Gulliksen (1950)erste Theorie zur Konstruktion und Interpretation von TestverfahrenAxiomatisierung Messfehlertheorie: Messwert einer Person= wahrer Wert + Messfehler
- Nenne die Axiome der KTT. Existenzaxoim Grundaxiom Unabhängigkeitsaxiom (zwischer Items und Personen)
- Was besagt das Existenzaxiom? wahrer Wert eines Probanden existiert als Erwartungswert seiner Messungen
- Was besagt das Grundaxiom? Messwert besteht aus wahrem Wert und einem Fehler
- Welchen Erwartungswert hat der Zufallsfehler? 0
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- Was besagt das Unabhängigkeitsaxiom mit seiner Zusatzannahmen? es gibt keinen Zusammenhang zwischen wahrem Wert und Messfehler 1. Fehlerwerte zweier Messungen mit beliebigen Items i und j sind für dieselbe Person v unkorreliert= unabhängige Items 2.Fehlerwerte zweier Messungen mit gleichem Item i aber unterschiedlichen Personen v und w sind unkorreliert=unabhängige Personen= kein abschreiben Zusatzannahmen zur Schätzung der Reliabilität benötigt
- Wie bestimmt man den wahren Testwert? Mittelwertsbildung zur Neutralisierung der Fehler
- Was sind in einer Datenmatrix die Spalten und Zeilen? Zeilen=Werte der Probanden Spalten= Werte der Items
- Wie stehen Messwert und wahrer Wert in Zusammenhang? Messwertsumme als Punktschätzung deswahren Wertes einer Person Unsicherheit, da Schätzung →Konfindenzintervall bilden→Bestimmung der wahren Varianz und der Fehlervarianz
- Wie setzt sich die Testvarianz zusammen? Testwertevarianz setzt sich zusammen aus wahren Varianzanteil und Fehlervarianzanteil
- Wie kann die Varianz der wahren Werte bestimmt werden? Erschließung der Varianz des wahren Wertes durch zweiten Test
- Wie lautet die Formel der resultierende Reliabilität, falls Testlänge l um Faktor k erweitert wird?
- Was gibt der Standandmessfehler in der KTT an? wie stark Messfehler um wahre Werte streuen je kleiner, desto größer Reliabilität
- Was ist das Konfidenzintervall in der KTT? Vertrauensintervall, innerhalb dessen wahrer Wert erwartet wird (normalverteilt wenn n größer 60)
- Was ist die Minderungskorrektur? Messwerte fehlerbehaftet = mindert Korrelation mit anderer Variable Ziel: durch den Messfehler geminderte Reliabilität (nach oben) korrigieren
- Was ist die kritische Differenz? statistische Bedeutsamkeit von Testunterschieden (wie groß muss Unterschied sein) intraindividuell (zwischen Subtests): Diff krit = z * SD (X) * √ 2 - [Rel (X1) + Rel (X2)] interindividuell (zwischen Personen): Diff krit = z * SD (X) * √ 2 * [1 – Rel (X)] signifikant, wenn
- Nenne Vor- und Nachteile der KTT. Vorteile: Anwendung in Praxis einfach Reliebilitätsschätzung möglich Kriterium der Sparsamkeit Differenzierte, objektive und reliable Beschreibung von Unterschieden Nachteile: Axiome nicht prüfbar und nicht beobachtbar systematische Einflüsse nicht beachtet Eigenschaftsdebatte von zeitlich stabilen Merkmalen Intervallskalierung vorausgesetzt Populations- und stichprobenabhängig Testentwurf nicht nur aus homogenen Items Fehlerwerte verschiedener Tests können korrelieren (Ermüdung, Motivation,...) mögliche Korrelation zwischen Fehlerwerten und wahrem Wert (z.B. bei Intelligenztests: Boden-und Deckeneffekte)