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Psychologie (Subject) / ADHS (Lesson)
Kapitel ADHS nach Vorlagentext
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- Allgemein ADHS und Hyperkinetische Störungen (HKS) stellen zusammen mit oppositionellen Verhaltensstörungen die häufigsten Störungen im Kindesalter dar. Der Verlauf ist oft chronisch, ist oft mit anderen Störungen assoziiert, führen zu Einschränkungen des psychosozialen Funktionsniveaus (im schulischen, familiären und Freizeitbereich) und sie lösen einen hohen Leidensdruck bei allen Beteiligten aus.
- Charakteristika ADHS Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsstörung, Ablenkbarkeit), Aktivität (Hyperaktivität) und Impulskontrolle (Impulsivität)
- Charakteristika ADHS Auftreten Diese Auffälligkeiten müssen vor dem 6.Lebensjahr auftreten und in mehreren Situationen und Lebensbereichen nachweisbar sein. Am Häufigsten treten sie in Fremdsituationen (Schule, Hausaufgaben) auf. Die Problematik muss auf den Entwicklungsstand bezogen auffällig sein. Bei retardierten Kindern müssen die Symptome deutlich stärker sein als bei Kindern mit normalen Entwicklungsstand.
- Differenzierung von ADHS Es gibt eine Unterscheidung in den gemischten Subtypus der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (Symptome itreten in allen 3 Bereichen auf). Es gibt weiterhin den vorherrschend unaufmerksamen Subtypus und den vorherrschend hyperaktiv-impulsiven Subtypus. Die einzelnen Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die Symptome können auch im Rahmen anderer psychischer Störungen auftreten (z.B. Angst, Depression).
- Auftretenshäufigkeit ADHS Die Auftretenshäufigkeit ist abhängig von der untersuchten Altersgruppe, den dabei angelegten Kriterien, den Informanten (Eltern, Lehrer, Kinder selbst) und den verwendeten Messinstrumenten. 11% der Eltern schätzen ihre Kinder auffällig ein, im Urteil der Erziehrinnen rund 7%. Bei Jungen treten die Verhaltensprobleme häufiger auf als bei Mädchen. ADHS oft Hand in Hand mit anderen Störungen. Am Häufigsten mit oppositionellen, verweigernden und aggressiven Verhaltensweisen. Bei 40% mit ADHS der Fall. Oft auch Ängste, depressive Verstimmungen, Lernstörungen, Schulleistungsdefizite und allg. Intelligenzminderung.
- Genese ADHS Bei ADHS eine Interaktion psychosozialer und biologischer Faktoren. Die Rolle der biologischen Faktoren ist jedoch bedeutend größer, laut Studien. Genetische Dispositionen werden als wesentlicher Faktor für die Entwicklung der Störung angenommen. Einfluss erworbener Hirnschädigungen ist vorhanden, aber geringer. Organische Risiken, wie Alkohol oder Ziggaretten in der Schwangerschaft erhöhen das Risiko von ADHS bei Kindern
- Verlauf ADHS ADHS ist im Kind- und Jugendalter relativ stabil, wenngleich aber das Bild der Störung sich ändert. Im Säuglings- und Kleinkindalter oft Regulationsstörungen und schwierige Temperamentsmerkmale mit Schlaf- und Essproblemen, sowie gereizter Stimmungslage. Bei psysischen Störungen der Eltern, Eheprobleme etc. ist das Risiko für die Entwicklung hyperkinetischer und oppositioneller Verhaltensstörungen erhöht. Im Kindergarten- und Vorschulalter oft hyperkinetische Verhaltensauffälligkeiten, die sich im Grundschulalter weiter verfestigen. Im Jugendalter vermindert sich motorische Unruhe deutlich, Aufmerksamkeitsstörungen und Impulsivität aber nicht. Im Erwachsenenalter noch weniger Symptome, aber 30% leiden unter Restsymptomen.
- Diagnostik ADHS Für die diagnostische Abklärung dienen eine grundlegende Exploration des Kindes und der Eltern, Fragebogenverfahren, Verhaltensbeobachtungen, testpsychologische Untersuchungen und apparative Verfahren. Zur klinischen Einordnung können Diagnose-Checklisten und entsprechende Fremd- und Selbstbeurteilungsbögen herangezogen werden.
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