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MKom Selbitschka (Subject) / Produktion (Lesson)

Druckverfahren, Proof, Farbe, Rasterverfahren, Papier, Druckschriften, Buch, Papierverendelung

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  • Was versteht man unter Computer-to-print? Die Daten werden auf einen jederzeit lösch- und wiederbeschreibbaren Druckformträger übertragen (z.B. Laserdrucker). → echter Digitaldruck! (Vor der Rasterung definiert der Bediener im RIP (Raster Image Processor) die Rasterwerte und gegebenenfalls die Ausgabeauflösung. In der Regel wird nur die Rasterweite eingestellt, die in lpi oder L/cm angegeben wrd. Mit der Rasterweite ist die Größe der Rasterzelle festgelegt, in der der Rasterpunkt bei der Ausgabe liegt. Nach der Rasterung liegt für jede Farbe eine Bitmap vor, die die Belichtung oder Bebilderung der Ausgabepixel im Ausgabegerät steuert.)
  • Welche Vorteile hat das digitale Druckverfahren? Optimierung der Arbeitsabläufe Verfügbarkeit Flexibiltät Druck exakter Auflagen möglich Inhalt jederzeit änderbar Datensätze können beliebig ausgetauscht werden Individualisierte und personenbezogene Anreden; Druck von Seite zu Seite mit einem anderen Inhalt möglich vorallem bei Kleinauflagen eine kosteneffiziente Option, da jederzeit Nachdrucke möglich sind → Lieferzeiten sind kurz die moderne Datenkommunikation ermöglicht den Austausch von Bild- und Textdaten zwischen Auftraggeber, Agentur, Vorstufenunternehmen und Drucker → dem Ort der Leistung kommt so zunehmend geringere Bedeutung zu. Auflage wird dem momentanen Bedarf angepasst (keine Massenauflage aus Kostengründen) ein Neudruck mit inhaltlicher Korrektur ist jederzeit möglich verkürzte Produktionszeiten, da materielle Datenträger wie Film und Druckplatte nicht mehr hergestellt werden müssen
  • Nenne 4 wichtige Begriffe des Digitaldruckes! Printing on demand = Drucken nach Bedarf Printing just in time = Drucken zur richtigen Zeit Printing on site = Drucken an verteilten Orten Network-Printing = Drucken über Datennetze
  • Wann verwendet man den Digitaldruck? Kleinauflagen Loseblattwerke Kataloge Bücher Preislisten, Verkaufsunterlagen Interne Mitteilungen Schulungsunterlagen Musik- / Notenwerke Handbücher, Bedienungsanleitungen Dissertationen Touristische Publikationen
  • Was wurde durch die Erfindung des traditionellen, drucktechnischen Rasterverfahrens möglich? Die Erzeugung von Halbtönen.
  • Wie löste Frederic Eugene Ives das Problem der Erzeugung von Halbtönen? Er erfand den gekreuzten Glasraster. Fotos und Zeichnungen konnten nun als Muster aus winzigen Punkten dargestellt werden. Große Punkte für dunkle Stellen, kleinere Punkte für hellere Stellen.
  • Warum sind beim traditionellen Rasterverfahren unterschiedliche Rasterwinkel* für die 4 Druckfarben erforderlich? (Schwarz: 45°, Magenta: 75°, Cyan: 105°, Gelb: 90°) Um keine Überlagerungen auftreten zu lassen. (Moire) (sprich: Moree)
  • Wo geschieht die Rasterung einer PostScript-Datei vor Belichtung oder Bebilderung auf Filz, Platte oder Druckzylinder? Im Raster Image Processor (RIP)
  • Was geschieht bei der elektronischen Rasterung im RIP? Es entstehen 4 Bitmaps (Raster oder Pixelgrafiken) für die 4 Druckfarben. Mit Hilfe der Bitmaps wird die Druckform im Ausgabegerät erzeugt. (Auf Film bei Computer-to-film oder direkt auf der eingespannten Druckplatte bei Computer-to-press)
  • Was ist ein Pixel? Es ist die kleinste Bildinformation (Bildpixel), die der Computer speichert bzw. ein Ausgabegerät (Ausgabepixel) belichten oder bebildern kann. Der autotypische Rasterpunkt wird aus mehreren dieser Pixel gebildet.
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  • Was sind dpi? Die Leistung eines Scanners wird durch die Abtast- und Grauwertauflösung definiert. Die Abtastauflösung legt fest, wie scharf der Scanner sieht und wird in dots per inch gemessen. (Wie viele Punkte kann der Scanner pro Inch, ca. 2,54 cm, erkennen?) Metrische Einheiten: dots per cm, dots per mm
  • Was gibt die Grauwertauflösung an? Die Grauwertauflösung gibt an, wie viele Helligkeitsstufen der Scanner pro Farbe unterscheiden kann. Sie wird in Bit angegeben.
  • Für jede Art von Ausgabegeräten werden Bitmaps benötigt. Was sind Bitmaps? Bitmaps sind große Computerdateien, die wie eine Art Landkarte die Stellen definieren, an denen das Ausgabegerät (Filmbelichter, Plattenbelichter, Laserdrucker, Laserdiode) einen Bildpunkt (Ausgabepixel) setzen soll.
  • Welche Vorteile haben die traditionellen, analogen Druckverfahren gegenüber dem Digitaldruck? Nenne 4 Beispiele! höheres Qualitätspotential höhere Druckgeschwindigkeit es können größere Papierbahnen bedruckt werden höhere Auflagen
  • Bei welchem Druckverfahren tritt der sog. Sägezahneffekt auf? Beim Tiefdruck
  • Welche Maschinentypen des Offsetdruckes gibt es? Bogenoffset und Rollenoffset Rollenoffset bei sehr hohe Auflagen (Zeitungen)
  • Vor der Entwicklung der Schrift wurde menschliches Gedankengut übermittelt. Wodurch? Höhlenmalerei, Felsenzeichnungen Kerbhölzer, Knotenschnüre (Gedächtnishilfen)
  • Wer erfand die Keilschrift? Die Sumerer
  • Die klassische römische Kapitalis kannte nur Großbuchtstaben. Wie wurden diese Großbuchstaben genannt und welchen Begriff gibt es heute dafür? Früher: Majuskel Heute: Versalien
  • Bei welcher Schrift werden erstmals Groß- und Kleinbuchstaben verwendet und welchen Begriff gibt es heute für Kleinbuchstaben? Bei der Halbunziale. Früher: Minuskel Heute: Gemeine
  • Was ist unter dem Begriff Duktus zu verstehen? Schriftzug Linienführung Schriftbild einer Zeile
  • Nach alter Klassifizierung wurden - ausgehend von der Karolingischen Minuskel - 4 Schriftarten unterschieden. Nenne diese 4 Schriftarten! Gotische Schriften Antiqua Schriften Bastard Schriften (Mischung aus 1. und 2.) Künstler Schreib- und Zierschrift
  • Erkläre den Begriff "Serifen" und nenne 3 weitere Merkmale, mit denen nach DIN 16518 heute Schriften unterschieden werden! Serifen: Abschlussstriche an verschiedenen Buchstaben als Fuß-, Kopf- oder Dachstrich. Grund- und Haarstriche Symmetrieachse des Buchstabens "O" Schrägstrich des Buchstabens "e"  
  • Wie viele Schriftgruppen werden nach DIN 16518 unterschieden und in welcher Gruppe sind a) serifenlose Linear-Antiqua-Schriften (auch Groteskschriften), z.B. Futura, Helvetica b) die Schreibschriften c) die gebrochenen Schriften d) die fremden Es werden 11 Gruppen unterschieden. a) Gruppe VI b) Gruppe VIII c) Gruppe X d) Gruppe XI
  • Mit welchem Fachbegriff bezeichnet man die Schriftgröße und welche Maßsysteme finden üblicherweise Verwendung, um sie auszudrücken? Schriftgröße = Schriftgrad Die Schriftgröße kann ausgedrückt werden durch... das typografische Maßsystem nach Didot (1 Punkt = 0,375 mm) das amerikanische Pica-Point-System (1 Pica-Point = 0,351 mm) das DTP-Punkt-System (DTP = Desktop Publishing), (1 typogr. DTP-Punkt, auch PostScript-Punkt genannt = 0,353 mm)
  • Was sind "Brotschriften"? Schriftgrade, mit denen sich Setzer früher ihr Brot verdienten. Heute: geläufige Schriftgrade, bei Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und anderen Druckprodukten (9-12 Punkt)
  • Was sind "Kapitälchen"? Kapitälchen sind Großbuchstaben, in der Höhe der Mittellänge von Kleinbuchstaben.
  • Alle Schriftzeichen haben ihres Charakters und ihrer Größe entsprechend einen bestimmten Raumbedarf. Dazu zählt die Breite des Schriftzeichens und der Leerraum vor und hinter dem Zeichen. a) Mit welchem Begriff bezeichnet man diesen Raumbedarf? b a) Den horizontalen Raumbedarf bezeichnet man als Dickte. b) Wenn alle Buchstabenabstände einer Schrift gleichmäßig vergrößert oder verkleinert werden, wird die Laufweite der Schrift verändert.
  • Was ist ein "Schriftschnitt" (auch Schriftstil)? Ein Schriftschnitt ist eine Variation einer Schriftart. Das Wort stammt noch aus dem Bleisatz. (Die Stahlvorlagen für die Bleiletter mussten noch geschnitten werden) Üblicherweise variieren Schriftschnitte die drei folgenden Auszeichnungsmerkmale einer Schrift: Schriftbreite (z.B.: "schmal") Schriftstärke (z.B.: "mager") Schriftlage (z.B.: "kursiv")
  • Was ist unter der "Schriftfamilie" zu verstehen? Der Begriff Schriftfamilie bezeichnet  eine Gruppe zusammengehörender Schriftschnitte mit: unterschiedlichen (Schrift-)Breiten: Ultraschmal Extraschmal Schmal Halbschmal Normal Halbbreit Breit Extrabreit Ultrabreit unterschiedlichen Strichstärken: Ultraleicht Extraleicht Leicht Halbleicht Normal Halbfett Fett Extrafett Ultrafett unterschiedlichen Schriftlagen: normal kursiv Viele Schriften für den Alltagsgebrauch stehen nur in 4 Standart-Variationen zur Verfügung: Normal, Fett, Kursiv und Fettkursiv - alle mit normaler Schriftbreite      
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  • Wofür steht der Begriff "Schriftgarnitur"? "Schriftgarnitur" ist der Sammelname für alle Schriftgrößen, die zur gleichen Schrift gehören.
  • Mit welchem Fachbegriff bezeichnet man eine typografische Möglichkeit, Worte oder Textteile besonders hervorzuheben? Nenne 5 Möglichkeiten! → Schriftauszeichnungen Unterstreichen farblich unterlegen unterschiedliche Schriftarten Versalschrift verwenden fett, kursiv...schreiben
  • Unter Satzausrichtungen versteht man die Ausrichtung von Textzeilen einer Textspalte. Man spricht auch von Satzausschluss. Wie heißen sie? Blocksatz linksbündiger Flattersatz rechtsbündiger Flattersatz Rausatz freier Zeilenfall Formen- / Figurensatz Mittelachsensatz (auch Satz zur Mitte, zentrierter Satz)
  • Typografische Regeln und ästhetische Gesichtspunkte lassen es ratsam erscheinen, die Schriftwahl von bestimmten Kriterien abhängig zu machen. Welche Kriterien sollten beobachtet werden? Nenne 3 Beispiele! Art und Zweck der Druckerzeugnisse Eigentümlichkeiten des Auftraggebers, der Branche oder der Firma Die Lesbarkeit der Schrift
  • Was waren die Vorläufer von Papier? Wer erfand das Papier? Pergament und Papyrus. Tsai Lun, 105 n. Chr.
  • Wer gilt als der erste Papierhersteller aus Nürnberg? Ulman Stromer (1390)
  • Welche Bestandteile hat Papier? Faserstoffe Hilfsstoffe
  • Nenne 4 Faser- und 4 Hilfsstoffe! Faserstoffe: Hadern / Lumpen Holzschliff Zellstoff Altpapier (synthetische Stoffe) Hilfsstoffe: Füllstoffe Optische Aufheller Farbstoffe Leimstoffe Wasser
  • Welche 2 wesentlichen Eigenschaften entstehen bei der Herstellung von Papier? Faserorientierung Zweiseitigkeit (Siebseite = unten, Filz- / Schönseite = oben)
  • In welche 4 Arten teilt man Papier ein? (Auch g/m² nennen!) Papier (25 - 135 g/m²) Halbkarton (135 - 200 g/m²) Karton (200 - 500 g/m²) Pappe (≥ 500g/m²)
  • Nenne 3 Papiere nach Unterscheidung der verwendeten Rohstoffe! Holzhaltiges Papier (besteht aus Holzschliff und geringem Zelluloseanteil) Holzfreies Papier (besteht aus  Zellulose oder Zellulose mit Hadernbeimischung) Hadernpapier (bestehen aus Lumpen →Fasern sind länger)
  • Nenne 4 Papierarten unterschieden nach der Ausrüstung! Maschinenglattes Papier Satiniertes Papier (Kalandriertes Papier) Gestrichenes Papier (z.B.: Kunstdruckpapier, Chromopapier) Kunststoffbeschichtetes Papier
  • Wie unterscheidet sich satiniertes von gestrichenem Papier? Satiniertes Papier ist Papier, das in einem zusätzlichen Walzglättwerk (im Kalander) unter hohem Druck besonders geglättet wird. (zusätzliches Glätten = satinieren, Papier nimmt im Volumen ab)   Gestrichenes Papier: Eine besondere Form der Veredelung ist das Streichen des Papiers. Auf Streichmaschinen wird eine Schicht aus Weißpigmenten aufgetragen und getrocknet. Bsp.: Kunstdruckpapier (beidseitiges gestrichenes Papier), Chromopapier (= gussgestrichenes Papier, einseitig gestrichenes Papier)
  • Nenne 6 Papierarten unterschieden nach der Verwendung! Werkdruckpapier (Bücherdruck) Flachdruckpapier (Offsetdruck) Tiefdruckpapier Zeitungsdruckpapier Schreibpapier Karton
  • Was muss eine Papierbestellung enthalten? Papiersorte Format oder Rollenbreite Papiergewicht in g/m² Menge in kg / Anzahl der Bogen Laufrichtung (SB, BB oder 70 x 100) → Hier: SB = 70, BB = 100 → SB = Schmalbahn →Lange Bogenkante läuft parallel zur Laufrichtung → BB = Breitbahn → Kurze Bogenkante läuft parallel zur Laufrichtung
  • Worauf ist beim Versand von Papier zu achten? Richtiges Temperieren, deshalb ist eine sorgfältige Verpackung  (Teerpapier, Kunststofffolie) nötig.
  • Welche Prüfverfahren gibt es, um die Laufrichtung von Papier festzustellen? Reißprobe (1x längs und 1x quer einreißen → glatterer Riss zeigt Laufrichtung an; geeignet für Papier, nicht für Karton oder Pappe) Falzprobe (1x längs und 1x quer falzen → Laufrichtung ist parallel zum glatten Falz; für dickere Papiere und Karton geeignet) Fingernagelprobe (Mit dem Daumennagel mehrmals am Papierrand der Längs- und Querkante entlang fahren → Laufrichtung zur weniger gewellten Kante; geeignet für nicht zu dünnes Papier) Feuchtstreifenprobe (Streifen an der Läng- und Querkante anfeuchten → Laufrichtung parallel zur weniger gewellte Kante; geeignet für fast alle Papiere und Karton) Wasserprobe (Eine Seite des Papiers mit Wasser befeuchten → Papier rollt sich ein → Achse zeigt Laufrichtung an; Nicht geeignet für wenig geleimt Papier → sonst Wasserdruchdringung) Biegeprobe (Quadratisches Blatt Papier: in Längs- und Querrichtung leicht biegen: Schwächerer Widerstand = parallel zur Laufrichtung; geeignet für Karton und Pappe)
  • Nenne die Bezeichnungen der Papierformate und gib das Endformat in mm für A0, A1 und A4 an! A0 = Vierfachbogen (841 x 1189) A1 = Doppelbogen (594 x 841) → Plakat (Bogentagepreis wird nach A1 benannt) A2 = (Einfach-)Bogen A3 = Halbbogen A4 = Viertelbogen (210 x 297) A5 = Blatt / Achtelbogen A6 = Halbblatt → Postkarte A7 = Viertelblatt  
  • Gib 4 DIN Formate und Beispiele dazu an! Reihe A: Broschüren, Zeitschriften, Briefbogen Reihe B: Schnellhefter, Ordner, Bücher, Hüllenformat für C-Reihe Reihe C: Hüllenformat für A-Reihe Reihe D: Sonderformate   Bsp.: Ein D4 Einlegeblatt passt in ein A4 Heft. Ein A4 Briefbogen passt in einen C4 Umschlag und dieser passt in eine B4 Mappe. D<A<C<B
  • Was versteht man unter Piktographie und Ideographie? Piktographie = Bilderschrift Ideographie = Abstrakte Bilderschrift (babylonische Keilschrift und ägyptische Hieroglyphen)