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MKom Selbitschka (Subject) / Produktion (Lesson)
Druckverfahren, Proof, Farbe, Rasterverfahren, Papier, Druckschriften, Buch, Papierverendelung
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- Nenne 4 Druckfaktoren! Druckform (nimmt Druckfarbe an und gibt sie weiter) Druckfarbe (=färbende Substanz, die textliche und bildliche Darstellungen überträgt) Bedruckstoff (meistens Papier, auf ihn wird Farbe übertragen, wird zwischen Druckform und Druckkörper mit dem Druckbild versehen/bedruckt) Druckkörper und Gegendruckkörper (ermöglichen eigentlichen Druckvorgang, Druckkörper wird als Fläche oder Zylinder gegen die eingefärbte Druckform gepresst, die Gegendruck ausübt → Durckfarbe wird übertragen und fixiert)
- Nenne 4 Druckphasen und erläutere sie! 1. Anlegen passgenaues Zuführen des Bedruckstoffes an die Druckzone (Ansaugvorrichtung erfasst Druckbogen und befördert ihn an die Stelle, wo er bedruckt werden soll 2. Einfärben durch Walzensysteme, Walzen verreiben die Druckfarbe und färben die Formen ein. 3. Drucken Das Drucken erfolgt als Abdruck der vollen Fläche oder in aufeinanderfolgenden Streifen. 4. Auslegen Geschieht über Auslagesysteme. Stapeln von Bogen, Aufrollen, Zerschneiden, Falzen oder Auslegung von Papierbahnen. Beim Auslegen muss vermieden werden, dass der frische Druck abfärbt (=abliegt). Vermeidung durch: spezielle Pulverbestäubung des Druckbogens Ausdruck nebeneinander auslegen (bei Sieb- oder Stahlstichprägedruck) beheizte Zylinder oder Trockenstrecken (bei Offset- oder Tiefdruck)
- Nenne die 3 Druckprinzipe und erläutere sie! 1. Prinzip: Fläche gegen Fläche Druckform ist flach Druckkörper ist flach → er druckt mir seiner vollen Fläche gegen die Form Verbreitet im Hochdruck bei den Tiegelpressen 2. Prinzip: Zylinder gegen Fläche Druckform ist flach Druckkörper ist zylindrisch → nur ein schmaler Streifen druckt jeweils auf die Form Angriffsfläche verlagert sich ständig Verbreitet im Hochdruck bei Schnellpressen (Flachformzylindermaschinen) 3. Prinzip: Zylinder gegen Zylinder Druckform ist zylindrisch oder auf Zylinder montiert Druckkörper ist zylindrisch Druckabwicklung erfolgt strefienweise Verbreitet im Offsetdruck, Teifdruck, Hochdruck (bei Bogen- und Rollenrotationsmaschinen)
- Was ist der Andruck? Der Andruck ist eine wichtige Zwischenstufe zur Kontrolle der Druckvorlagen und der in der Kopie gefertigten Druckplatten. Durch den ersten Andruck überzeugt sich der Drucker davon, ob die bisherige Arbeit ohne Abweichungen oder Fehler vollzogen wurde und das gewünschte Ergebnis erreicht werden kann. Der Andruck liefert: Abzüge auf Papier Druckmuster mit Farbskala und Kontrollstreifen, bei denen sich der Drucker beim Fortdruck richtet Für den Kunden ein Druckmuster zur Begutachtung (Proof) Der Andruck erfolgt auf Ein- oder Mehrfarben-Andruckmaschinen. Andruck und Fortdruck sind nur vergleichbar, wenn auch die Bedingungen ähnlich sind, insbesondere Bedruckstoff, Druckfarben, Farbreihenfolge und Farbstärke mit dem späteren Fortdruck übereinstimmen. Volltonfärbung, Rastertonwert im Druck und Farbannahme beim Zusammendruck müssen verglichen werden. Die Kontrolle erfolgt visuell oder densitometrisch, vorallem am mitgedruckten Streifen.
- Was versteht man unter Auflagendruck? Dem Andruck folgt der Auflagendruck (=Fortdruck).Umfangreiche Vorarbeiten (=Einrichten) an den Maschinen nötig: Ein- und Ausrichten der Druckplatten Farbmischen Kontrollieren der Farbverreibung Prüfen der Feuchtung bei Offsetmaschinen Papierstapel einlegen Einstellungen am Anlegeapparat, an Greifern, am Auslegeapparat Vorbereitung der Druckbestäubung Prüfen der Druckbeistellung und Druckabwicklung Anfertigen von Probedrucken Beim Fortdruck muss der Drucker immer wieder Kontrollbogen entnehmen und überprüfen. Kontrolle bezieht sich auf: Druckform Anlagegenauigkeit des Papiers gleichmäßige Farbgebung Korrekturen an Maschinen
- Was versteht man unter Imprimatur? Das Imprimatur ist die Druckerlaubnis/Druckfreigabe, die durch z.B. den Grafiker erteilt wird.
- Welche Druckarten gibt es? Gib eine kurze Beschreibung dazu! Hochdruck (Buchdruck): Nur die erhabenen Teile werden eingefärbt und geben die Farbe an das Papier Tiefdruck: Nur die Vertiefung in der Platte nehmen die Farbe auf und geben sie an das Papier Flachdruck / Offsetdruck: druckende und nichtdruckende Teile liegen in einer Ebene. Die druckenden Teile sind präpariert und nehmen Farbe an, die nichtdruckenden Teile nehmen Feuchtigkeit an und stoßen die Farbe ab. Durchdruck / Siebdruck: Die zu bedruckenden Stellen sind in der Schablone ausgespart. Eine Gummirakel reibt die Farbe durch die Schablone auf das Papier.
- Wonach werden die Druckverfahren benannt? Gib dazu ein Beispiel! Nach den Druckformen. Zum Beispiel spricht man von Hochdruck, wenn die druckende Stelle der Druckform höher ist, als die nicht druckende Stelle.
- Beschreibe das Prinzip des Offsetdruckes! Offsetdruck (=industr. Form, "to set off"=absetzen) ist das Hauptverfahren des Flachdruckes Flachdruck: druckende Stellen und nicht druckende Stellen sind gleich hoch Das Flachdruckverfahren wurde aus dem Steindruck entwickelt, den Alois Senefelder erfand Es ist ein chemisches Druckverfahren, das auf dem Prinzip der Abstoßung von Fett und Wasser beruht. Druckende Stellen stoßen Wasser ab und nehmen Fettfarbe an, nicht druckende Stellen nehmen Wasser an und stoßen die Fettfarbe ab. Die befeuchtete Druckplatte wird eingefärbt. Das Druckbild wird von der Platte auf den Gummizylinder und von dort auf das Papier gebracht. Der Offsetdruck ist ein indirektes Druckverfahren
- Wo wird der Offsetdruck eingesetzt? Gib 6 Beispiele! Bücher Prospekte Kataloge Plakate Zeitungen Zeitschriften
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- Nenne 4 Spezialverfahren im Flachdruck! Steindruck (Lithografie) Lichtdruck Blechdruck Direkter Flachdruck
- Wodurch unterscheidet sich der direkte Flachdruck vom Offsetdruck? Di-Litho ist ein Verfahren, für den Druck von Zeitungen. Spezielle Flachdruckplatten drucken direkt auf das Papier.
- Welche wirtschaftliche Bedeutung hat der Flachdruck gegenüber dem Hochdruck? Der Flachdruck hat das Hochdruckverfahren (Buchdruck) fast völlig verdrängt. Vor allem im Bereich des Mehrfarbendruckes. Er ist kostengünstiger.
- Wo wird der Offset-Rotationsdruck eingesetzt? Da, wo Bogenoffset zu unwirtschaftlich / zu langsam, der Tiefdruck zu teuer bzw. zu zeitaufwendig ist.
- Beschreibe das Prinzip des Siebdruckes! Der Siebdruck ist ein sogenanntes Durchdruckverfahren Wesentlicher Unterschied zu anderen Druckverfahren: Kein Anpressdruck durch flache oder zylinderförmige Druckkörper Die Druckform (Sieb) besteht aus einem Holz- oder Metallrahmen, der mit einem feinmaschigen Natur-, Chemie-, oder Metallgewebe bespannt ist. (Siebdichte 15-200 Fäden pro cm²) Um drucken zu können, werden auf manuellem oder fotomechanischem Wege die Maschen des Siebes geschlossen, die nicht drucken sollen Die druckenden Stellen des Netzes sind geöffnet Der Siebrahmen liegt direkt über dem Bedruckstoff. Wenn die zähflüssige Farbe im Sieb mit einer Rakel über das Sieb gezogen wird, gelangt durch die geöffneten Stellen Farbe auf das Papier. Hinter der Rakel hebt das Sieb wieder vom Berdruckstoff ab (Siebabsprung) Danach wird das Sieb abgehoben und der Bogen zum Trocknen abgenommen.
- Wofür eignet sich der Siebdruck vor allem? Für Arbeiten, die herkömmliche Druckverfahren schlecht oder überhaupt nicht leisten können.
- Nenne 7 Siebdruckprodukte! Plakate Verpackungsmittel Buchumschläge Radioskalen Zifferblätter Leiterplatten Abziehbilder
- Was ist unter dem Begriff Serigrafie zu verstehen? Historisch überlieferte Bezeichnung für Siebdruck. Heute: Küntlerisch Siebdruck
- Nenne das älteste Durckverfahren! Der Buchdruck.
- Wer ist der eigentliche Erfinder des Buchdruckes? Johannes Gensfleisch zum Gutenberg
- Zu welchem der 4 klassischen Druckverfahren gehört der Buchdruck? Zum Hochdruck.
- Beschreibe das Hochdruckverfahren! direkter Hochdruck: Buchdruck, Flexodruck indirekter Hochdruck: Letterset Das Druckbild liegt erhaben auf dem Druckträger. Die erhöhten Bildteile werden mittels Farbwalzen eingefärbt. In der Druckmaschine wird der Druckkörper (als Fläche oder Zylinder) gegen die eingefärbte Druckform gepresst, die Gegendruck ausübt. Druck und Gegendruck ermöglichen den eigentlichen Druckvorgang, dabei wird... der Bedruckstoff zwischen Druckform und Druckkörper mit dem Druckbild versehen.
- Wo wird das Hochdruckverfahren heute noch angewendet? Vereinzelt bei Zeitungen, Zeitschriften, Büchern.
- Welchem der 4 wichtigen Druckverfahren ist der Flexodruck zuzuordnen und warum ist der Flexodruck eine Sonderform dieses Druckverfahrens? Dem Hochdruck zwar Hochdruckverfahren, die Druckformen bestehen jedoch aus Gummi oder Plastik (elastische Druckoberfläche)
- Wofür eignet sich der Flexodruck? Gib 5 Beispiele, wo dieses Druckverfahren eingesetzt werden könnte! für mehrfarbige Massendrucksachen Kunststofffolien Etiketten Vordrucke Tragetaschen
- Nach dem Vorbild des Kupferstiches wurde gegen 1890 der Tiefdruck entwickelt. Beschreibe dieses Druckverfahren! Das Druckbild wird direkt von der Druckform auf den Bedruckstoff übertragen. Die Druckform ist ein Zylinder, der mit einer Kupferschicht überzogen ist. Durch Gravierverfahren werden in der Kupferschicht farbaufnehmende Vertiefungen erzeugt (Näpfchen) Der gravierte Zylinder taucht rotierend in einen Kasten dünnflüssiger und schnelltrocknender Farbe ein (es gibt auch andere Verfahren) Die Näpfchen nehmen die Druckfarbe auf. Vor dem eigentlichen Druckvorgang muss die Druckform von der überschüssigen Druckfarbe befreit werden. Dazu dient ein starkes, elastisches Stahlband (Rakel), das die Farbe abstreicht, so dass nur noch in den Näpfchen Farbe zurückbleibt. Beim Druckvorgang wird das Papier mit Hilfe eines gummiüberzogenen Gegenzylinders an die Druckform gepresst. Die Farbe in den Näpfchen gelangt auf das Papier durch: die Saugfähigkeit des Bedruckstoffes die Rotation des Zylinders die Sogwirkung beim Ablösevorgang des Papiers vom Formzylinder
- Wo wird das Tiefdruckverfahren vor allem eingesetzt? Für mehrfarbige Illustrierte, Zeitschriften, Zeitungsbeilagen, Versandhauskataloge
- Wovon ist die Wahl des Druckverfahrens bei der Herstellung eines Buches abhängig und welche Punkte sind u.a. zu berücksichtigen? von den Kosten bzw. Druckqualität zu berücksichtigen sind z.B.: Auflagenhöhe, Anzahl der Farben, Satzverfahren, Bedruckstoff
- Welche Angaben benötigt der Drucker vom Auftraggeber? Druckverfahren Buchformat Druckfarben Auflagenhöhe Falzart
- Wie nennt man den jeweils 1. und 2. Druckgang bei allen Druckverfahren? 1. Druckgang = Schöndruck 2. Druckgang = Widerdruck (auf der Rückseite des Schöndruckes)
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- Wo setze ich welches Druckverfahren ein? - Hochdruck - Flexodurck: Verpackungsmittel aus: Kunststoff, metallisierte Folien, Papier, Karton, Pappe Getränkeverpackungen Klebefolien Isolationspapier Servietten Zeitungen (Italien, England) Buchdruck: handwerklich sehr anspruchsvolle Druckgrafiken oder künstlerisch gestaltete Bücher Prägung Stanzung Todesanzeigen (in Kartenform)
- Wo setze ich welches Druckverfahren ein? - Tiefdruck - 1. hohe Auflagen und Seitenanzahl (ca. 300.000 Exp.): Wochenzeitschriften TV-Zeitschriften Kataloge 2. Dekor-, Textil- und Wertpapierdruck 3. Faltschachteln 4. Tetra-Paks
- Wo setze ich welches Druckverfahren ein? - Flachdruck - 1. Akzidenzdruck Prospekte Visitenkarten Eintrittskarten Briefe Formulare 2. Bücher 3. Zeitungen 4. Veredlung bei Verpackungen
- Wo setze ich welches Druckverfahren ein? - Durchdruck (Siebdruck) Flache und geformte Materialien bedruckbar. Relativ geringe Druckgeschwindigkeit → nur für kleinere Auflagen günstig. Papiererzeugnisse Folien Platten Flaschen Keramik Textilien Holz Metall Glas Gerätegehäuse
- Welche Farbarten gibt es? Kurze Erläuterung! Lichtfarben (z.B. Blitz, Feuer, Sonne, Leuchtstoffröhre, Glühbirne) → sie sind selbstleuchtend Körperfarben (z.B. Druckfarben) → sie werden beleuchtet
- Was versteht man unter additiver Farbmischung? Wird rotes, grünes und blaues Licht (RGB=Lichtfarben) übereinander projiziert, entsteht weißes Licht. Diese Lichtgrundfarben addieren sich zu Weiß = additive Farbmischung. Die Mischfarben Gelb, Cyan und Magenta (=Komplementärfarben) entstehen, wenn jeweils 2 Grundfarben des Lichtes übereinander strahlen. Rot + Grün = Gelb Rot + Blau = Magenta Grün + Blau = Cyan
- Was versteht man unter subtraktiver Farbmischung? Ein Körper erscheint schwarz, wenn er alle Lichtstrahlen verschluckt. Er absorbiert (verschlingt) das gesamt Licht. Absorbiert ein Körper grüne und blaue Lichtstrahlen, erscheint er rot. Von weißem Licht (RGB) werden einzelne Farbanteile subtrahiert = subtraktive Farbmischung. Gelb + Cyan = Grün Magenta + Cyan = Blau Gelb + Magenta = Rot Cyan + Magenta + Gelb = Schwarz
- Was ist die Opazität? Opazität = Lichtundurchlässigkeit Gegenteil = Transparenz
- Für einen Fotobildband sollen vorhandene Dias, verwertbarer Qualität, als Druckvorlage dienen. Um welche Vorlagenarten handelt es sich? reprofähige Vorlage Durchsichtsvorlage Halbtonvorlage
- Was ist der Unterschied zwischen Lichtfarben und Körperfarben? Lichtfarben sind leuchtend (z.B. Sonnenlicht), Körperfarben benötigen Licht, um sichtbar zu werden (z.B. Druckfarben)
- Nenne die 3 Grundfarben in Sicht von Lichtfarben und Mischfarben! Lichtfarben: Rot, Grün, Blau Mischfarben: Cyan, Magenta, Gelb
- Welchen Filter muss man vorschalten, um einen Cyan-, Magenta- und Gelbauszug zu erhalten? Es wird immer der im Farbkreis gegenüberliegende Filter vorgeschaltet. Cyan = Rotfilter Magenta = Grünfilter Gelb = Blaufilter
- Welche Aufgabe hat Schwarz? Schwarz soll die Kontrastwirkung der dunklen Farbtöne verstärken.
- Im Hoch-, Flach- und Siebdruck können keine echten Halbtöne wiedergegeben werden. Wie können dem Auge Halbtöne vorgetäuscht werden? Durch das Zerlegen der Halbtonwerte einer Vorlage durch einen Raster in unterschiedlichen Punktgrößen.
- Worauf bezieht sich beim analogen Raster die Rasterweite? Sie bezieht sich auf die Anzahl der Punktreihen / Linien je Zentimeter, gemessen entlang des Rasterwinkels.
- Wovon ist die Rasterweite abhängig? Sie ist z.B. vom Druckverfahren oder vom Bedruckstoff abhängig.
- Welche Computer-to Verfahren gibt es? Computer-to-film Computer-to-plate Computer-to-press Computer-to-print
- Was versteht man unter Computer-to-film? In einem Laserbelichter werden nacheinander 4 Filme belichtet, diese werden entwickelt, montiert und anschließend auf die Druckplatten kopiert. Im Vergleich zu anderen Computer-to...-Verfahren geschieht die Filmmontage und Plattenkopie noch manuell.
- Was versteht man unter Computer-to-plate? Die einzelnen Druckplatten werden außerhalb der Maschine nacheinander belichtet und anschließend entwickelt.
- Was versteht man unter Computer-to-press? Die 4 Druckplatten werden in der Maschine simultan und registergenau bebildert. Es müssen weder Filme noch Druckplatten belichtet und entwickelt werden.