Emotion (Subject) / Emotion (Lesson)

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Emotionstheorien basierend auf "Einführung in die Emotionspsychologie" nach Meyer, Schützwohl und Reisenzein

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  • Was ist "common-sense" Psychologie? Alltagspsychologie fehlerbehaftet, aber gibt und Auskunft über Wahrnehmung von Emotionen, aber es passieren oft Interpretationsfehler
  • Was sind soziale Emotionen? Emotionen, bei denen eine andere Person anwesend sein muss, um sie zu empfinden (z.B. Eifersucht, Schadenfreude)
  • Welche Kriterien müssen erfüllt sein um eine Definition einer Emotion abgeben zu können? Häufigkeit (Emotion muss bekannt sein) persönliche Bedeutsamkeit handlungsleitende Funktion
  • Welche Aspekte von Emotionen gibt es? Erleben Verhalten physiologische Reaktionen
  • Wie lautet die Arbeitsdefinition von Emotionen? Emotionen: sind aktuelle psychische Zustände einer Person haben eine bestimmte Qualität, Intensität und Dauer sind in der Regel Objektgerichtet haben vorauslaufende Bedingungen (warum Emotion auftritt) haben handlungsbezogene Konsequenzen rufen meist physiologische Reaktionen hervor
  • Definiere Stimmung. genereller (positiver oder negativer) Zustand man kennt meist den Urspung der Stimmung nicht (nicht objektbezogen) dauern meist länger an schwächere Intensität, als Emotionen
  • Welche evolutionären Gegebenheiten waren Darwin bereits bekannt? Exponentielles Wachstum der Population Gleichgewicht der Population Begrenztheit der Ressourcen Einzigartigkeit des Individuums Erbkichkeit der individuellen Variation  
  • Welche Schlussfolgerungen zog Darwin aus den ihn bereits bekannten evolutionären Grundlagen? Kampf ums Dasein Unterschiedliches Überleben (Selektion) Evolution über die Generationen hinweg  
  • Womit beschäftigte sich Darwin hauptsächlich in seiner Emotionstheorie? mit dem Ausdruck von Emotionen, insbesondere dem mimischen Ausdruck glaubte, Emotionsausdruck könnte eine "zweckmäßige assoziierte Gewohnheit" sein, die in der Ontogenese erworben und dann weiter vererbt wird
  • Welcher Teil von Emotionen ist vererbbar? emotionale Dispositionen (Verhaltenstendenzen), die mit physiologischen Reaktionen und Verhaltensmerkmalen (Mimik, Gestik) einhergehen
  • Definiere "biologische Funktion". ist das Merkmal eines Lebewesens, dessen Auswirkung dafür verantwortlich war, dass dieses Merkmal gegenüber seinen Alternativen selegiert wurde.
  • Beschreibe die Aktualgenes einer Emotion nach Darwin. kognitive Bewertung eines Ereignisses emotionale (interne) Gefühle extern beobachtbarer Emotionsausdruck Kommunikation des Gefühls und entsprechender begleitender Absichten Rückwirkungen des Emotionsausdrucks auf die Emotion selbst (intensivieren oder abschwächen)
  • Welche Einwände gibt es, dass der mimische Ausdruck kein äußerliches Anzeichen für ein Gefühl ist? Willentliche Kontrolle des mimischen Ausdrucks Nicht nur Emotionen, sondern auch Gedanken und Handlungsabsichten können einen mimischen Ausdruck finden (nachdenklich, neugierig) "organismische Funktionen" --> Emotionsausdruck wirkt auch auf die emotionale Befindlichkeit zurück (Pencil- Study)    
  • Welche Forschungsmethoden verwendete Darwin? Interkulturelle Beurteilung des Emotionsausdrucks Intrakulturelle Beurteilung des Emotionsausdrucks
  • Welche Vorteile hat die Beobachtung des Emotionsausdrucks von Kindern? (Darwin) Kinder bringen Emotionen mit besonderer Kraft zum Ausdruck kontrollieren Emotionen oftmals nicht bei Kindern wahrscheinlichkeit geringer, dass Emotionsausdruck erlernt
  • Ist nach Darwin auch das Erkennen von bestimmten Emotionsausdrücken erlernt? Ja
  • Welche Erklärungsmöglichkeiten gibt es für die von Darwin gefundenen Daten? Prinzip der zweckmäßig assoziierten Gewohnheit (lamarck) Organismische Effekte bzw. Funktionen (physiologische Reaktionen) kommunkikative Effekte bzw. Funktionen (Kommunikation des Gefühls und damit einhergehende Gedanken, Gefühle und Wünsche)
  • Welche Kritik gibt es an Darwin's Werk? mangelnde Systematik und Kontrolle Versuchleiter kannten Darwins Hypothesen Untersuchungen beschränkten sich vor allem auf intra- und interkulturelle Allgemeingültigkeiten des Emotionsausdrucks Studierende und "Experten" als Probanden Verwendung von gestelltenund vorausgewählten  Emotionen bei der von Darwin verwendeten "Forced-Choice-Procedure" Kontext- Einbettung der Befragung in entsprechende "Geschichten"
  • Systematisch-kontrollierte Erforschung der Frage der Universalität des mimischen Audrucks etwa ab Ende der 60er. Was untersuchten Ekman et al. (1987)? Ermittlung des Prozentsatzes von Personen in verschiedenen Ländern, die bei Volage von Fotos die jeweils vorhergesagten Emotionen wählten.
  • Nenne möglcihe Kritikpunkte an der Studie von Ekman et al. und ähnlichen Studien. fast immer Studierende als Probanden fast immer mimischer Ausdruck gestellt und daher eventuell übertrieben oder besonders "gut" gelungen besonders typische Darstellungen gewählt Probanden können nur aus einer Recht kleinen Zahl von Emotionswörtern wählen
  • Welche Weiterentwicklungen der Darwin'schen Theorie gibt es? "neurokulturelle Theorie des mimischen Ausdrucks" (Ekman) Basisemotionen, die durch ein spezifisches Gefühl, eine physiologische Änderung und einen speziellen mimischen Ausdruck gekennzeichnet sind "verhaltensökonomische Theorie mimischer Veränderungen" (Fridlund) zweckdienlichkeit des mimischen Ausdrucks für soziale Motive
  • Was ist das Ziel des evolutionären Psychologie nach McDougall? vollständige und zutreffende Beschreibung der fundamentalsten Bausteine unserer Konstitution zu liefern -> angeborene Tendenzen zum Denken und Handeln
  • Was gilt laut McDougall für Instinkte als angeborene bereichsspezifische Dispositionen? Instinkte sind allen Mitgliedern einer Art gemeinsam resultieren aus evolutionären Anpassugsprozessen sind weder er- noch verlernbar haben eine hohe Bereichsspezifität haben hohen motivationalen Bezug
  • Welche Komponenten beinhaltet das Instinktverhalten nach McDougall? instrumentelles, zielgerichtetes Verhalten vegetative Reaktionen emotionaler Ausdruck (kein notwendiges Kriterium)
  • Wovon ist nach McDougall das Instinktverhalten deutlich abzugrenzen? eigentlich sichtbaren Verhalten zugrunde liegenden psychologischen Prozessen Dispositionen
  • Was ist der Unterschied zwischen Angst und Furcht`? Angst= allgemeinses Unwohlsein, unspezifisch, kein Objekt vorhanden Furcht= ich weiß wovor ich mich fürchte
  • Nenne die Teilprozesse des Instinktprozesses nach McDougall. Kognitiver Teilprozess (Erkennen des Objekts) Affektiver Teilprozess (Spezifische Gefühlsqualität) Konativer Teilprozess (Handlungen oder Handlungstendenzen)
  • Definiere den Instintmechanismus. Afferentes, zentrales und efferentes Teilsystem, die jeweils instinktspezifisch sind, Sorgt dafür, dass: Objekte (bevorzugt) wahrgenommen werden Objekte eine emotionale Erregung ganz bestimmter Qualtiät hervorrufen in Bezug auf das Objekt auf bestimmte Weise gehandelt wird oder zumindest ein Impuls zu handeln erlebt wird
  • welche 2 Alternativen schlug McDougall zur Definition von Emotionen vor? Affektiver Teilprozess des Instinktmechanismus Einschluss kognitiver und konativer Teilprozesse (Syndrom- Definition)  
  • Welche Funktionen schrieb McDougall den (primären) Emotionen zu? Lösung von Anpassungsprozessen Bereitstellung geeigneter Handlungsoptionen
  • Welche Instinkte gibt es nach McDougall? Fluchtinstinkt Vermeidungsinstinkt Neugierinstinkt Kamsinstinkt Dominanzinstinkt Unterordnungsinstinkt Elterninstinkt
  • Welche modifizierten und erlernten Auslöser der Emotion Furcht unterscheid McDougall? Assoziierte Auslöser (Klass. Kond.) Objekte oder Ereignisse, die vormals keine Furcht auslösten, lösen aufgrund einer Assoziation nun Furcht aus Ähnliche Auslöser (Reizgeneralisierung) Objekte oder Ereignisse, sie einem natürlichen oder konditionierten Auslöser ähnlich sind, lösen nun ebenfalls Furcht aus spezialisierte Auslöser (Reizdiskrimination) von verschiedenen Varianten eines natürlichen Auslösers verursachen aufgrund von Diskriminationslernen nur noch bestimmte Varianten Furcht
  • Was sind nach McDougall sekundäre Emotionen? Vermischung primärer Emotionen zu sogenannten komplexen oder zusammengesetzten Emotionen, analog zu einer Art von "Farbmischungslehre" Abgeleitete Emotionen aus konativem Faktor und kognitivem Faktor
  • Warum ist McDougall wie kein anderer Psychologe in Vergessenheit geraten? Mangelnde experimentelle Belege seiner Theorie keine Ablehnung des Lamarckismus Analyse parapsychologischer Phänomene kein Sinn für Statistik Positive Haltung zur Eugenik
  • Was ist relative Eugenik? geplante Heiraten um Nachwuchs die "bestmöglichen Gene" mitzugeben Führte in Japan zu einer erheblichen Steigerung des IQs
  • Nenne die typischen Merkmale des Behaviorismus? Experiment als Methode S-R- Modell kein Bewusstsein keine Homöostase Hedonismus Beschränkung auf intersubjektiv zugängliche Daten Ablehnung der Introspektion
  • Definiere Emotionen aus behavioristischer Sichtweise. ein erbliches Reaktionsmuster, das tief greifende Änderungen des körperlichen Mechanismus als Ganzem beinhaltet
  • Welches Experiment führten Watson und Rayner 1920 durch? der kleine Albert
  • Wie kann erlernte Furcht durch Konditionieren rückgängig gemacht werden. Gegenkonditionieren (Lieblingsspeise) systematische Desenisbilisierung anhand einer erstellten Angsthierachie
  • Was besagt der Garcia-Effekt? es gibt eine angeborene Präferenz für bestimmte Paarungen, die sich besonders gut lernen lassen. Geschmack- Übelkeit Ton, Licht - Schmerz
  • Welche Grenzen und Möglichkeiten des klassischen Konditionierens von Emotionen gibt es? Konzept der "Prepardness" nach Seligman Bereitschaft zu phobischen Reaktionen ist nicht für alle Arten von Reizen identisch Vermeidungsreaktionenlassen sich nicht an alle Reize koppeln (z.b. Angst vor Steckdosen eher unwahrscheinlich) Reize auf die wir vorbereitet sind, sind eher geeignet Furcht zu erlernen (wenn Ton, dann kommt xyz)
  • Nenne Kritikpuntke an Watsons Emotionstheorie. Definition der Emotion als "chaotisches Reaktionsmuster" ist nicht haltbar Genese und Weiterentwicklung der Emotionen bleiben unklar, da die Lerngeschichte des Individuums niemals vollständig bekannt ist Furcht ist nicht die einzige Emotion und KK nicht die einzige Möglichkeit diese zu erwerben bestimmte Reize sind leichter konditionierbar als andere (Preparedness)
  • Wie ist die Common-Sense Auffassung zur Entstehung vin Emotionen? Stimulus --> Feeling --> Arrousal
  • Was sagt die James-Lange- Theorie zur Entstehung von Emotion? Stimulus --> Arrousal --> Feeling Wahrnehmung der Erregung ist die Emotion
  • Was sagt die Cannon-bard Theorie der Emotion zur Entstehung der Emotion? Stimulus --> Gehirn -->Arrousal                                   --> Feeling parallele Verarbeitung des Stimulus im gehirn führt zur Erregung, sowie Erleben der Emotion
  • Was sagt Schachters 2-Faktoren Theorie der Emotion zur Emotionsentstehung? Stimulus --> Arrousal --> Appraisal --> Feeling Erregung im autonomen Nervensystem regt gleichzeitig kognitive Bewertung des Stimulus an, auf diese Weise wird die Erregungskomponente als eine Emotion bewertet
  • Nenne Merkmale der Emotionstheorie von William James. Unterscheidung in gröbere Emotionen mit starker körperlicher Auswirkung und feinere Emotionen mit geringfügiger körperlicher Auswirkung James widmete sich hauptsächlich den gröberen Emotionen auch das ERLEBEN der Emotion ist ein wichtiger Bestandteil der Theorie
  • Was ist das zentrale Postulat von William James? körperlichen Veränderungen folgen unmittelbar aud die Wahrnehmung der erregenden Tatsache, und die Empfindung eben dieser Veränderung zum Zeitpunkt ihres Auftretens ist die Emotion Wir weinen nicht, weil wir traurig sind, sondern wir sind traurig weil wir weinen
  • Beschreibe die zeitliche Sequenz der Emotionsentstehung nach James. Auslösung einer Emotion Art der körperlichen Veränderung beinhaltet unwillkürliche Reaktionen (ansteigen des Herzschlages) sowie Willkürreaktionen (Davonlaufen) Wahrnehmung der körperlichen Veränderung (=Emotion)
  • Wie wurde die ursprüngliche Theorie von James weiterentwickelt? hinzufügen einer  bewertenden Komponente, statt der bloßen Wahrnehmung eines Stimulus. Idee des lebenwichtigsten Elementes einer Gesamtsituation (Tiger hinter Gittern, = ungefährlich) Stärkere Gewichtung der unwillkürlichen Reaktionen bei der Emotionsentstehung willkürhandlungen können viele vorauslaufende Ursachen haben, die nciht notwendiger Weise emotionaler Natur sein müssen