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Grundbegriffe der Germanistik (Subject) / Grundbegriffe der Germanistik (Lesson)
Zusammenfassung
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- Synopse zwei Texte vergleichend gegenüberstellen Bsp. Hundsposttage
- Verfahren der Textkritik nach Karl Lachmann Sammlung von Textzeugen Vergleich (Kollation) Hierarchisierung/ Filliationen (welcher Text stammt von welchem Text ab?) Stammbuch, Stemma →man möchte möglichst nah an Archetyp herankommen
- Das Höhlengleichnis von Platon (370 v. Chr.) aus Politeia das gefesselte wahrnehmende Subjekt verwechselt Schein mit Wirklichkeit Wirklichkeit wird Realität, solange es gefesselt ist, kann es die Realität nicht richtig wahrnehmen frühes Beispiel für Medienkritik bzw. Erkenntniskritik Kritik am Empirismus: nur sinnliche Wahrnehmung Medialität: Kraft der Medien die Welt zu gestalten/schöpfen, können sogar Sprache prägen, mündl Überlieferung (Oralität)
- Medialität Kraft der Medien, die Welt zu gestalten/schaffen können sogar Sprache prägen mündl. Überlieferung (Oralität)
- Augustinus: Lehre des vierfachen Schriftsinns sensus litteralus: Wortsinn sensus allegoricus: Bildhafter/Übertragener Sinn sensus moralis: Moralischer Sinn sensus anagoricus: Heilsgeschichtliche Deutung
- sensus litteralus Wortsinn
- sensus allegoricus Bildhafter/Übertragener Sinn
- sensus moralis Moralischer Sinn
- sensus anagoricus Heilsgeschichtliche Deutung
- Hermeneutik Lehre des Verstehens
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- Grundaussagen des Hermeneutischen Zirkels von Hans Georg Gadamer (1960) Hermeneutik man nähert sich der konkreten Aussage nur an, es gibt kein Interpretationsende
- Schritte des Hermeneutischen Zirkels von Hans Georg Gadamer Vorverständnis, sehr subjektiv →Text Interpretation A: durch Vorverständnis gestärkt Methoden/Wege: Textauslegung → historisch-kritische Methode Sichtweise des Textes Betrachtung der Textarten, z.B. Vergleich mit Sekundärliteratur 5. Interpretation B. danach hat man ein neues Vorverständnis →Einfluss auf Sprache, Denksituation, (Glaubens-)erziehung
- Hermeneutische Differenz etwas passiert, aber bis das mitgeteilt werden kann, vergeht z.B. Zeit, es ist woanders oder man hat ein anderes Vorwissen
- Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher: Hermeneutik und Kritik (1838) Voraussetzungen, um einen Text auslegen zu können Mitteilung setzt Gemeinschaftlichkeit der Sprache und Kenntnis derselbigen voraus Jede Rede beruht auf früherem Denken Jede Rede ist nur aus dem ganzen Leben zu verstehen →Lebenserfahrungen Gesamtheit seiner Umgebungen: Milieu, Nation, Zeitalter Auslegen ist Kunst: Hermeneutikg ist Kunst, subjektives Moment: es gibt keine eindeutig richtige Auslegung eines Textes
- Roland Barthes: Der Tod des Autors (1968) man sollte keinen eingeren Zusammenhang zwischen Ausdruck der Persönlichkeit des Autors und Werk herstellen Text= Gewebe von Zitaten aus unzähligen Stätten der Kultur →Intertextualität Abkehr von der Suche nach Intentionen →Intentionsmodell mit Hermeneutik verbunden Sobald der Leser d. Text aufnimmt, tritt der Autor in den Hintergrund → "Tod des Autors"
- Intertextualität kein Bedeutungselement – kein Text also – ist innerhalb einer kulturellen Struktur ohne Bezug zur Gesamtheit der anderen Texte denkbar
- Zeichentheorie von Ferdinand de Saussure (1916), Semiotik Sprache ist vom Inhalt gelöst
- Signifikat Inhalt/Bedeutung des Zeichens → das Bezeichnete
- Signifikant äußere Gestalt des Inhalts → das Bezeichnete
- Linguistische Wende Semiotik+Organon Modell
- Was kann man machen, wenn man sich von Intentionsmodellen abwenden will? Dekonstruktion- Strukturen= Strukturalismus
- Rezeptionsästhetik Umberto Eco: "Das offene Kunstwerk"; 1973
- Karl Bühler: Das Organonmodell (1934) Soll aufzeigen, wie Kommunikation funktioniert es gibt Rückkopplung → Antwort, auch Mimik z.B., das nimmt der Sender wieder auf durch Zeichen=Sprache und Medien fließen Infos von Sender zu Empfänger literarische Kommunikation ohne Rückkopplung, Grauzone: Blogeinträge, Zeitungsrezensionen, Leserbriefe
- Wissenschaftlicher Ansatz des Positivismus Ansammeln von Kenntnissen/Werken ohne Interpretation, z.B. Wilhelm Scherer, Gebrüder Grimm: bloße Bestandsaufnahme, Sophienausgabe
- Geistesgeschichte Gegenbewegung zum Positivismus Annahme: im Text gibt es etw. "Geistiges" → versucht man zu finden
- Völkisch-nationalistische Literaturgeschichte (Josef Nadler) Interpretation aufgrund der Herkunft
- Werkimmanente Interpretation/ Analyse Gegenbewegung zur Geistesgeschichte Die Kunst der Interpretation (1955): "Das, was wir begreifen, was uns ergreift"; z.B. Formanalyse, Stilmittel heraussuchen
- Monografie Als Monografie bezeichnet man im Gegensatz zum Handbuch eine umfassende, in sich vollständige Abhandlung über einen einzelnen Gegenstand, also ein einzelnes Werk, ein spezielles Problem oder eine einzelne Persönlichkeit. Eine Monografie kann von einem einzigen Autor stammen, allerdings existieren auch Gemeinschaftsarbeiten.
- Selbstreferenzialität Die Selbstreferenzialität ist ein Begriff aus der Systemtheorie in der Kommunikationswissenschaft, der beschreibt, wie ein Symbol auf sich selbst Bezug nimmt.
- Kontext Kontext bezeichnet in der Sprachwissenschaft (Linguistik), insbesondere in der Kommunikationstheorie, alle Elemente einer Kommunikationssituation, die das Verständnis einer Äußerung bestimmen.
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- Welche Autoren sind nicht eindeutig einer Epoche zuzuordnen? Heine, Romantik↔ Frühes Deutschland Kleist Hölderlin
- Historizität Das Eingehen auf die Geschichte, Geschichtlichkeit
- Hans Blumenberg: Epochenschwelle Epochenschwelle ist ein von Hans Blumenberg geprägter Begriff zur Bezeichnung des Zeitraums zwischen zwei Epochen. Sie ist Teil der Periodisierung von Geschichte. Blumenberg bezeichnet Epochenschwellen als "unmerklichen Limes", der nur in der ex post Betrachtung erkennbar wird und somit eine historiographische Kategorie bildet. Im Gegensatz zu einer distinkten Epochengrenze ist die Schwelle eine Zone des Übergangs
- Merkmale offenes Drama Vielzahl von Orten, weite Zeitstreckung, Zeitsprünge (Räumliche Veränderungen gehen mit zeitlichen einher) mehrere Handlungsstränge Das ganze Stück wie auch einzelne Szenen oft mitten im Geschehen und enden ebenso abrupt, Selbstständigkeit der Einzelteile, Zusammenfassung thematischer Schwerpunkte in Akte oder gänzliche Aufgabe der Akteinteilung Keine Zahlen- und standesgemäße Beschränkung, Vielzahl von Nebenfiguren Hauptfigur, meist niedrigen Standes, steht zentral ohne direkten Gegenspieler Heterogene Sprachbehandlungen (verschiedene Berufs- und Standessprachen, Umgangssprache) Augenblicks- und situationsbezogen, assoziationsoffen Bsp: Woyzeck von Georg Büchner
- Merkmale geschlossenes Drama Symmetrische Komposition: pyramidale Struktur (5 Akte, Mittelakt kennzeichnet Höhepunkt), Hierarchie der Teile kaum Raumwechsel, knappe Zeit-, Geschehnisspanne Kongruenz von Erzähl- und Spielzeit Eindeutige Haupthandlung, linear und kontinuierlich voranschreitend, Szenen bauen kausal aufeinander auf, Personenkette Geringe Anzahl der Personen, Nebenfiguren operieren als "Abspaltungen" der Hauptpersonen Ausgewogenheit von Spiel und Gegenspiel (Protagonist, Antagonist Einheitliche Sprache von Haupt- und Nebenpersonen (dialogisch geführter Monolog, Rededuelle, Hochsprache) Logische Folgerung, Reflexionsorientiert
- Textgenese Unter der Textgenese versteht man den Prozess der Werkentstehung von der ersten Notiz bis zur späteren Druckfassung. Die Rekonstruktion der Textgenese ermöglicht einen ›Blick in die Werkstatt‹ des Autors.
- Editor Herausgeber
- Autograph ist die eigenhändige Niederschrift eines Verfassers, meist einer berühmten Persönlichkeit
- Lemma Als Lemma bezeichnet man den Teil des edierten Textes, zu dem es Varianten gibt und der im Apparat als Zuordnungshilfe wiederholt wird.
- Variantenapparat Verzeichnet die objektiv feststellbare Änderung einer Textstelle im Laufe der Texttradierung, d.h. der Entstehungs- bzw. Überlieferungsgeschichte (Entstehungsvarianten gehen auf den Autor selbst zurück, Überlieferungsvarianten ergeben sich z.B. durch Schreiber).
- Kollation nennt man in der Textkritik und Editionsphilologie den genauen Abgleich mehrerer abweichender Exemplare eines Textes (Handschriften oder Drucke). Dazu wird der Wortlaut aller Überlieferungsträger miteinander verglichen und die verschiedenen Lesarten (Varianten des Wortlauts) gesammelt.
- Literaturwissenschaftliche Methoden Positivismus Geistesgeschichte/ Ideengeschichte völkisch-nationalistische Literaturgeschichte werkimmanente Analyse Sozialgeschichte Psychoanalyse marxistische Literaturkritik Feminismus: Gender-Theorie Intertextualität Rezeptionsästhetik Strukturalismus
- editio princeps Ausgabe erster Hand
- Variante Vom Autor selbst erzeugte Abweichung in der Textgestalt
- Lesearten Vom Autor unabhängige Veränderungen eines Textes (Nach- u. Doppeldrucke)
- Ausgabe letzter Hand Editionswissenschaftlicher Begriff für die letzte von einem Autor zu Lebzeiten autorisierte Ausgabe seines Textes.
- Gender-Theorie Verhalten der Menschen ist sozialbestimmt
- Rezeptionsästhetik Richtung in der modernen Literatur-, Kunst- und Musikwissenschaft, die sich mit der Wechselwirkung zwischen dem, was ein Kunstwerk an Gehalt, Bedeutung usw. anbietet, und dem Erwartungshorizont sowie der Verständnisbereitschaft des Rezipienten 1 befasst