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Grundbegriffe der Germanistik (Subject) / Grundbegriffe der Germanistik (Lesson)
Zusammenfassung
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- Merkmale des Brotgelehrten Zweck- und Nutzenorientiert trennt Wissenschaft in Tiele, Gewinnbringendes<-> Wissenschaft aus Interesse kritisch gegenüber neuen Wissenschaften gegen wissenschaftliche Revolution
- Merkmale des philosophischen Kopfs Wahrheit ist wichtiger als System das neue Richtige besser als das alte Falsche Bildung der Persönlichkeit vgl. Bildungsprogramm v. Wilhelm v. Humboldt
- Ziele des Brotgelehrten Klare Abgrenzung seines Faches möchte ein geschlossenes System möchte Ruhm und Anerkennung passt gut zum absolutistischen System
- Ziele des philosophischen Kopfs alte Begriffe in harmonisches Ganzes fügen betreibt Wissenschaft um seiner selbst Willen steht für Autonomie, akademische Freiheit und bürgerlichen Staat
- Autor und Enstehungszeit von "Sinn und Nutzen der Universalgeschichte" Friedrich Schiller, im 18. Jhd
- geschichtlicher Hintergrund von "Vom Sinn und Nutzen der Universalgeschichte" Vorher ganz rationaler Absolutismus, dann Franz. Revolution 1789
- Bibliographie erhebt den Anspruch, dass man alles, was zu diesem Thema erschienen ist, aufgelistet hat
- Literaturverzeichnis Das, was man zu diesem Thema findet, auflisten
- Angaben im Literaturverzeichnis, allg. Nachname, Vorname:Titel.ggf. Untertitel.Verlagsort:Auflage (hochgestellt) Verlag.
- Verfasserschrift von einem oder mehreren Autoren verfasste Einzelschrift→ muss aber selbstständig als Buch erscheinen
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- Monographie das Gleiche wie Verfasserschrift, assozieren jedoch innere Geschlossenheit des behandelten Gegenstandes als Einzelleistung eines Autors
- Schema für die Titelangabe bei Verfasserschriften Verfassername, Vorname: Titel. Untertitel, Auflage (falls nicht 1. Auflage) Ort: Verlag Jahr(=Reihentitel). z.B. Mayer, Matthias: Hugo v. Hoffmansthal. Stuttgart/ Weimar: Metzler 1993.
- Schema für die Titelangabe bei Sammelwerken (Herausgeberschriften) Titel. Untertitel. Hg. v. Vorname Name. Auflage. Ort: Verlag Jahr (=Reihentitel). z.B. Hirnwelten funkeln. Literatur des Expressionismus in Wien. Hg. v. Ernst Fischer u. Wilhelm Haefs. Salzburg: Müller 1988.
- Schema für die Titelangabe bei Aufsätzen in Herausgeberschriften Verfassername, Vorname: Titel. Untertitel. In:Titel. Untertitel. Hg. v. Vorname Name. Auflage. Ort: Verlag Jahr(=Reihentitel). S. xy-xy z.B. Gockel, Heinz: Mythos als Ontologie. Zum Mythosbegriff im 19. Jahrhundert. In: Mythos und Mythologie in der Literatur des 19. Jahrhunderts. Hg. v. Helmut Koopmann. Frankfurt: Klostermann 1979 (=Studien z. Philosophie u. Literatur des 19. Jahrhunderts 36). S.25-58
- Merkmale von Aufsatztiteln "In:" Angabe der Seitenzahl Jahrgangsnummer plus gesetzte Jahreszahl in Klammern keine Angabe eines Ortes
- Schema für die Titelangabe bei Zeitschriftenaufsätzen Verfassername, Vorname: Titel. Untertitel. In: Zeitschriftentitel Jahrgangsnummer. (Jahr). S. xy-xy Bsp: Loiperdinger, Martin: Nathan der Weise: Faschistische Filmzensur, Antisemetismus und Gewalt anno 1923. In: Lessing Yearbook XIV (1983). S.61-69
- Wie fange ich eine Seminararbeit an? UB-OPAC Handbuch, Bibliographie Biographie Literaturliste, weiterführende Links bei Wikipedia Rezension: Zur Überprüfung, ob das Werk wirklich nützt
- Welche Kriterien sollte eine Quelle erfüllen, damit sie verwendbar ist? Wissenschaftlichkeit →Überprüfbarkeit der Quelle muss gegeben sein, müssen also ein Literaturverzeichnis haben, es müssen bzw. Fußnoten angegeben sein Lexikonartikel sind zu allgemein, hier fehlt der Leitfaden/ die These Aufsätze als Druckausgabe, nicht als Internetseite angeben bei Internetseite Adresse+Datum, ggf. Uhrzeit angeben
- Möglichkeiten zur Literaturrecherche OPAC BVB DNB DBIS BDSL MLA
- BVB Bibliotheksverband Bayern
- DNB Deutsche Nationalbibliothek
- DBIS Datenbank-Infosystem der Unibib-WÜ
- MLA International Bibliography
- Primärliteratur Primärliteratur: Texte, die selbst Gegenstand de Untr eigenen Untersuchung sind. Wenn man über einen literarischen deutschen Text schreibst, ist der deutsche Originaltext die Primärliteratur, nicht die chinesische Übersetzung. Bei einem landeskundlichen Thema können z. B. Zeitungsartikel, Gesetze, Statistiken oder auch Interviews, die Du selbst führen, die Primärliteratur sein.
- Sekundärliteratur Sekundärliteratur: Texte, die Informationen über die Primürliteratur geben. Sekundärliteratur sind demnach z.B. Werke über Goethes Werke, also Fachbücher und Artikel, die sich mit Goethes Faust befassen (z. b. "Goethes Faust im Wandel der Zeiten" o. ä.)
- Thesen aus Hans Magnus Enzensberger: Kursbuch 15 Nov. 1968 "Sterbeglöcklein für die Literatur, bald wird die Zeit kommen, wo ihr letzter Pfiff ertönt und verstummt", "Was bleibt, stiftet das Fernsehn" → ein Medium verdrängt das andere er distanziert sich von Romantik und Klassik "eine revolutionäre Literatur existiert nicht" → es gibt keine brauchbaren Kriterien für diese Beurteilung "Wer Literatur als Kunst macht, ist damit nicht widerlegt, es kann aber auch nicht mehr gerechtfertigt werden" →man braucht keine unterhaltende Literatur mehr (Fernseher) → Literatur sollte z.B. Politik zum Thema haben
- Jean Paul Sartre (1905-1980): Essay: "Was ist Literatur?" (1947):littérature engangée Mensch ist frei und unabhängig Mensch ist verantwortlich, Freiheit und Verantwortung gehören zusammen umso kunstvoller ein Werk, desto weniger Inhalt Inhalt ↔ Form, Gestaltung Forderung: Welt nicht als Kunstwerk, sondern realitätsnah darstellen
- Hugo Ball: Karawane (1917) Dadaismus, Unterform des Expressionimus wollte nach 1. WK bewusst etwas anderes machen → Form der Ideologiekritik
- Merkmale von Literatur Fiktionalität vs. Realität Form Medium Kontext Ideologiekritik historische, kulturelle, soziale Abhängigkeit Selbstreferentialität, Literatur verweist immer auf sich selbst Kreisbewegung vorhanden
- Drei Naturformen (Goethe) Epik: erzählend, berichtend, objektiver Dramatik: Schauspiel, Trauerspiel Lyrik: subjetktive Darstellung, Sonett
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- Martin Opitz: Buch von der deutschen Poeterey (1624) → Barock Regelpoetik bezieht sich auf Aristoteles und beschreibt die Untergattung zum Sonett: es werden genaue Merkmale des Sonetts genannt →14 Verse →Reime →Endungen
- Andreas Gryphius: Alles ist eitel (1663) → Barock, im Bezug auf Opitz' Werk passt genau zu Opitz' Regelwerk "Verweis ins Jenseits"
- Georg Heim: Der Irre (1910) im Vergleich zu Gryphius' Werk "Alles ist eitel" "Krisenhafte Welt" Inhaltl. sind Gryphius und Heym na beieinander Gattung (Sonett) bleibt ähnlich, aber Veränderungen sind schon erkennbar
- Kanon Auswahl an Literatur, erfolgt aufgrund verschiedener Kriterien wie Autorität, typische Merkmale v. Gattungen, Epochen Liste um darauf hinzuweisen, welche Werke gelesen werden sollten nach Jhd, nicht nach Epochen gegliedert sehr subjektive Auswahl
- Textkritik nach Karl Lachmann (1793-1851) grundsätzliche Aufgabe von Textkritik: klären, welche Fassung vom Autoren intendiert war, diese rekonstruieren Grundproblem: Edition besteht in der unzuverlässigen Überlieferung eines Textes → verschiedene Fassungen eines Textes liegen aufgrund von Varianten und Lesearten vor Varianten: vom Autor selbst erzeugte Abweichungen in der Textgestalt Lesearten: vom Autor unabhängige Veränderung eines Textes (Nach- o. Doppeldrucke)
- Grundsätzliche Aufgabe von Textkritik, nach Karl Lachmann klären, welche Fassung vom Autoren intendiert war, diese rekonstruieren
- Arbeitsschritte der Textkritik Heuristik, Sammlung möglichst aller unterschiedlicher Überlieferungsträger eines Textes o d. Texterzeugung ggf. Transkription, handschriftli. Texte des Autographen Recensio, kritische Sichtung aller Überlieferungsträgers eines Textes Stemmaerstellung, chronologischer Stammbaum der überlieferten Fassungen Archetypen, Rekonstruktion eines Archetypen aus der Überlieferung Examinatio, kritische Überprüfung aller Textfassungen Textkonstitution, Herstellung einer zu edierenden textkritisch begründeten Textfassung
- Heuristik Sammlung möglichst aller unterschiedlichen Überlieferungsträger eines Textes oder der Textzeugen
- Recensio kritische Sichtung aller Überlieferungsträger eines Textes
- Stemma chronologischer Stammbaum der überlieferten Fassungen
- Examinatio kritische Überprüfung aller Textfassungen
- Textkonstitution Herstellung einer zu edierenden textkritisch begründeten Fassung
- Arten von Textfassung Ausgabe letzter Hand vom Autor autorisierte Fassung Ausgabe erster Hand (Editio princeps)
- Editionsgattungen Studienausgaben Historisch-kritische Ausgabe Leseausgabe
- Merkmale der Studienausgabe Wissenschaftl. fundierter Text Rechenschaft über Textentstehung und -überlieferung zum Teil zur Wirkungsgeschichte Bibliographien Forschungsberichte Kommentare Erläuterungen Interpretationen
- Aufbau einer Studienausgabe Anmerkungen/Erläuterungen Text Nachwort → Jean Paul Werke, Bd. 2, dt. Klassiker-Verlag
- Merkmale der historisch-kritischen Ausgabe möglichst Vollständigkeit textrkitischer Apparat: Varianten- bzw. Leseartenverzeichnis zeigt Textebene Dokumente zur Entstehungsgeschichte, zur Überlieferungsgeschichte, zur Rezeption (Wirkungsgeschichte) Erläuterungen Worterklärungen Stellenkommentar Bibliographie
- Aufbau der Historisch-kritischen Ausgabe Text Kommentar/ Erläuterung authentischer Text
- Merkmale der Leseausgabe stellen lediglich Text zur Verfügung oft kein kritischer Text zur Grundlage
- Aufbau der Leseausgabe Text Nachwort →Insel-Verlag