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Biologie (Subject) / Verhaltensbiologie (Lesson)

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This lesson was created by EvaSchnitzel.

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  • Was ist Verhalten? Unter dem Verhalten eines Tieres versteht man seine Bewegungen,Lautäußerungen und Körperhaltungen;  äußerlich erkennbare Veränderungen, die der gegenseitigen Verständigung dienen und beim Partner Verhaltensweisen auslösen (z.B. Farbveränderungen oder Absonderung von Duftstoffen) Verhalten entsteht aus Gen-Umwelt-Interaktionen
  • Ethogramm Verhaltensinventar, Aktionskatalog. Eine möglichst genaue, detaillierte Bestandsaufnahme aller bei der betreffenden Art vorkommenden Verhaltensweisen. Grundlage für die Planung und Durchführung jeder experimentellen Untersuchung und ihrer Deutung. Um Verhaltensweisen zu benennen und zu kategorisieren
  • 4 Erklärungen für das Verhalten Ein Buchfink singt. 1. kausale, Mechanismus ( Frühlung + Weibchen -> Sexualhormon, führt zum Gesang)  2. lebensgeschichtliche, Ontogenese (vom Vater in sensibler Phase gelernt) (1 und 2 Steuerung des Verhaltens) 3. funktionale, Funktion (Weibchen anlocken, Männchen vertreiben) 4. stammesgeschichtliche, Phylogenese (Gehört zu den Singvögeln, auch Vorfahren haben schon gesungen) (3 und 4 Evolution des Verhaltens)
  • Periphere Filterung Die periphere Filterung wird bestimmt durch die Kapazität eines Sinnesorgans (z.B. wahrnehmbarer Schallwellenbereich) sowie der Reizstärke, die wahrgenommen werden kann (z.B. Menge an ausgeschüttetten Pheromonen, die wahrgenommen wird)
  • Zentrale Filterung Bestimmte Schlüsselreize rufen eine bestimmte Reaktion hervor, wobei Nebenaspekte dann häufig eine untergeordnete Rolle spielen, z.B. bei den rotbäuchigen Stichlingsattrappen, deren Form irrelevant war, solange ihr Bauch rot gefärbt war.
  • Kindchenschemareaktion Reaktion des "Süßfindens" und des Mutterinstinkts (sich Kümmern, auch bei Männern) auf Schlüsselreize wie hohe Stirn, Große Augen, runde Wangen, Stupsnase... Im Gehirn werden Areale zur Emotionsverarbeitung, Aufmerksamkeit,Gesichterverarbeitung und Motivation/Belohnung angesprochen
  • Klassifikation von Aussenreizen bezüglich ihrer Wirkung auf das Verhalten (4) - auslösende Reize- richtende Reize- motivierende Reize- hemmende Reize
  • Reize: Taxis und Kinesis es gibt (hier) vier wichtige Reize: - Fototaxis - Chemotaxis - Geotaxis - Kinesis
  • Beispiel: Plattwurm im Tank Plattwürmer in einem nur auf der einen Hälfte beleuchteten Tank sammeln sich im dunkelen Bereich. Dies geschieht nicht, weil sie Licht vermeiden, sondern weil sie sich im Dunkelen langsamer bewegen und seltener die Richtung wechseln.
  • Formen der Kommunikation (5) - taktil / vibratorisch- chemisch / olfaktorisch- akustisch- optisch- elektrisch
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  • Mimikry nachahmen einer anderen Tierart, Beispiel: Die Eisvogelart (auch ein Schmetterling) Limenitis archippus ahmt den Monarchen nach, von dem Vogel sich erbrechen müssen und so schnell lernen, Schmetterlinge dieser Färbung nicht zu verspeisen.
  • Hormone: Testosteron männliche Hunde heben das Bein; nach Kastration und äußerer Zugabe von Testosteron steigert sich das Sexualverhalten von Meerschweinchen erneut
  • Hormone: Oxytocin Mutter- Kind Bindung, auch bei Männchen- Weibchen Bindung, z.B. bei monogamen Präriewühlmaus. Wenn man bei diesen Mäusen die Oxytocinzufuhr  blockt, kommt es nicht zu einer Bindung. Appliziert man Oxytocin, obwohl keine Paarung stattgefunden hat, gibt es trotzdem eine Bindung.
  • Hormone steuern das Verhalten durch: 1. aktivierende Effekte (Hormone greifen später ins Sexualverhalten ein, ändern die Anatomie nicht mehr) 2. organisierende Effekte (bei der Embryonalentwicklung, in der Pubertät..)
  • (Labor)Methoden der Verhaltensgenetik - Kreuzungsexperimente durchführen - Selektive Züchtung - Künstlich Mutanten herstellen
  • Domestikationsmerkmale bei selektiver Züchtung (6) - verstärkte Variabilität bzgl. Körpergröße, Körpergestalt, Färbung- Abnahme des Hirngewichtes- Reduktion aggressiven Verhaltens- Reduktion der Aufmerksamkeit- Zunahme von Sexualverhaltensweisen- Zunahme der Vokalisation
  • Experiment mit Alzheimer Mäusen In reizvoller Umgebung machten auch transgene "Alzheimer- Mäuse" weniger Fehler in einem Labyrinthtest als in normaler Umgebung. Zusätzlich bildeten sich bei solchen transgenen Mäusen, die in reizvoller Umgebung aufwachsen auch weniger Plaques.
  • Die innere Uhr Orientiert sich am Sonnenlicht, wie ein innerer Schrittmacher, wirkt sich aus auf Bewegungsmuster, Essverhalten, Hormonausschüttung und andere tageszeitabhängige Funktionen
  • Pränatale Beeinflussung des Verhaltens beim Meerschweinchen Es werden Nachkommen von trächtigen Weibchen aus jeweils stabiler und instabiler Umwelt verglichen. Dabei bedeutet instabile Umwelt, das sowohl die trächtigen Weibchen, als auch andere Meerschweinchen oft den Käfig wechseln. Töchter von Weibchen instabiler Umwelt zeigen männchentypisches Werbeverhalten wie Rumba und Analschnuppern (vermehrte Androgenrezeptoren wg. Stress der Mutter) Söhne von Weibchen instabiler Umwelt zeigen eine Infantilisierung (weniger Androgenrezeptoren)
  • Frühe postnatale Beeinflussung des Verhaltens, maternale Programmierung Mütterliches Verhalten verändert die Genexpression in spezifischenGebieten des limbischen Systems. Beispiel Ratte: Merkmale der Nachkommen (bei viel mütterlichem Verhalten):- geringere hormonelle Stressreaktionen- geringere Ängstlichkeit- verbesserte kognitive Fähigkeiten
  • Evolution altruistischen Verhaltens Gesamtfitness = direkte Fitness + indirekte Fitness- Bedingung unter der „altruistisches“ Verhalten evolvieren kann:  KA < NE x r    (Hamiltonformel ?) KA = Kosten für Altruisten NE = Nutzen für Empfänger r = Verwandtschaftsgrad der Beiden
  • Reziproker Altruismus Ein Tier macht etwas Selbstloses in Erwartung einer zukunftigen, gleichwertigen Leistung ihm gegenüber. Die einzelnen Hilfestellungen sind weniger aufwändig als der Nutzen den sie insgesamt haben
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