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Biwi (Subject) / Entwicklungspsychologie (Lesson)

Einführung

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  • Schreitreflex verschwindet mit 3-4 Monaten, Vorbereitung auf Gehen
  • Schwimmreflex Geburt bis 4-6 Monate, evtl kurzzeitige Überlebensfunktion
  • Moro-Reflex Wenn Säugling erschrickt, Rhythmische Bewegungen der extremitäten, ab 9. Schwangerschaftswoche bis 4 Lebensmonat
  • Entwicklung des Greifens Neugeborenes: Vorstufe 3-4 Monate: Ulnargriff (Fäustlinge) 4-5 Monate: abwechselnd mit beiden Händen 9 Monate: Pinzettengriff
  • allgemeines Prinzip der Motorikentwicklung erlernen Einzelne Bewegungsabfolgen Koordination dieser Abfolgen Integration der Bewegungen in längere Verhaltensketten zunehmende Automatisierung zunehmende Verfeinerung durch Anpassung an Umgebung
  • auditive Wahrnehmung volle Hörfähgikeit erst mit 5-8 Jahren hohe Töne, Mutter, bestimmte Rhythmen
  • Definition Bindung emotionale Beziehung, die räumlich und zeitlich Bestand hat.
  • Bindungstheorie nach Bowlby fordert biologische Veranlagung von Kindern, Bindungen zu Betreuern und Bezugspersonen zu entwickeln
  • Bindungsverhaltensweisen weinen, lächeln, Blickkontakt, Imitationen
  • Charakteristika sensitiver Bezugspersonen konsistente Reaktion richtige Interpretation angemessene Reaktion Prompte Reaktion -> kontrollierbar, vorhersagbar, verlässlich
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  • "Sichere Basis" nach Bowlby Die bloße Anwesenheit einer vertrauten Bezugsperson gibt dem Kleinkind ein Gefühl von Sicherheit, um die Umwelt zu erforschen. Explorationsverhalten und Bindungsverhalten: Antagonistisches Verhältnis
  • Bindungsstile Sichere Bindung Unsicher-ambivalente Bindung Unsicher-vermeidende Bindung Desorganisierte Bindung
  • Sichere Bindung BP=sichere Basis, vermissen BP, Freude bei Wiederkehr, durch fremde Person nicht vollständig zu trösten
  • unsicher-ambivalente Bindung wenig Exploration, bei Trennung: ängstlich, wütend bis aggressiv, bei Wiederkehr: ambivalentes Verhalten
  • unsicher vermeidende Bindung gleichgültig, fremde Person kann auch trösten, vermeiden von Nähe und Interaktion
  • desorganisierte-desorientierte Bindung widersprüchliche Verhaltensweisen, bizarres Verhalten
  • zentrale Entwicklungsstufen nach Piaget 1. sensumotorisch 0-2 2. Präoperational 2-6 3. konkret-operational 7-11 4. Formal-operational 12-
  • definition Objektpermanenz Wissen, dass Objekte auch außerhalb der Sichtweise weiter existieren
  • sensumotorische Entwicklungsphase 0-2 Entwicklung Objektpermanenz Verinnerlichung äußerer Handlungen
  • präoperationale Phase 2-7 Egozentrismus, statisches Denken, mangelnde Perspektivenübernahmefähigkeit, Zentrierung auf einzelne Dimensionen Grundproblem: Tendenz zur Zentrierung (3-Berge-Versuch)
  • Konkret-operationale Entwicklungsphase mehrdimensionales Denken, präoperationales Denken wird aufgehoben,  insgesamt komplexeres Denken, aber noch an konkrete Abläufe gebunden
  • Formal-operationale Phase abstrakteres Denken, Regelhaftes Denken (Pendelversuch), Hypothetisches Durchdenken
  • Komponenten des Langzeitgedächtnisses Semantisches (Faktenwissen), episodisches (Erinnerungen), prozeduales Gedächtnis (automatisierte Fähigkeiten)
  • Vor- und Nachteile der Informationsverarbeitungstheorien Vorteile: wissenschaftlich testbare Annahmen über Mechanismen, neue Erkenntnisse Nachteile: keine in sich geschlossene Entwicklungstheorie
  • Theorien des Kernwissens Annahme, dass Entwicklung in verschiedenen Inhaltsbereichen unterschiedlich erfolgen kann Unterscheidung von privilegierten und nicht privilegierten Wissendomänen Intuitive Physik, Biologie, Psychologie
  • Frühkindliches biologisches Wissen Unterscheidung belebt unbelebt nur Lebewesen können sich eigenständig bewegen Im Kindergartenalter: Verständnis, dass Lebewesen bestimmte biologische Prozesse durchlaufen
  • physikalisches Wissen eines Säuglings Objekte bewegen sich als Ganzes Kontinuitätsprinzip  Soliditätsprinzip Schwerkraftprinzip
  • Theory of mind Vorstellung über die mentale Welt und wie sie funktioniert
  • Komponenten des Selbst Selbstkonzept, Selbstwert
  • Selbstkonzept wissen um das, was die eigene Person ausmacht (kogn. Komponente des Selbst)
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  • Selbstwert Bewertungen der eigenen Person (affektive Komponente des Selbst)
  • Selbst als duales Phänomen (James) Selbst als Subjekt: das unmittelbare Selbsterleben Selbst als Objekt: das Wissen um die eigene Person Materielles Selbst Spirituelles Selbst Soziales Selbst
  • Selbstkonzept nach Erikson Annahme: Jeder muss eine Reihe von psychosozialen Stadien erfolgreich durchlaufen, von denen jedes einen bestimmten Konflikt oder Krise bereithält.
  • Hierarchisches Modell des Selbstkonzepts Shavelson & Marsh geht davon aus, dass Selbstkonzept ein strukturiertes, mehrdimensionales, hierarchisches Gefüge ist, das vor allem auf den hohen Ebenen eine gewisse Stabilität hat und sich mit dem Alter ausdifferenziert
  • Eigenschaften des Selbstkonzepts nach Shavelson et al. mehrdimensionaler Aufbau Hierarchische Organisation zunehmende Ausdifferenzierung im Laufe der Entwicklung Bedeutsame Bezüge zu Drittvariablen strukturiertes Gefüge Stabilität
  • Modell des externalen & internalen Bezugsrahmens ("external/internal frame of reference") positive Korrellation: mathematische und sprachliche Leistung aber: keine Korrellation zwischen mathematischen und sprachlichen Selbstkonzepten
  • externaler Bezugsrahmen interindividuelle Vergleiche (Vergleiche mit anderen Personen) als erklärung für internal/external frame of reference
  • internaler Bezugsrahmen intraindividuelle  Vergleiche (Vergleiche mit sich selbst) als Erklärung für internal/external frame of reference
  • Selbstkonzept - Informationsverarbeitungstheoretischer Ansatz Das Selbst als momentanes Ergebnis der Verarbeitung selbstbezogener Information Modell der selbstbezogenen Informationsverarbeitung
  • fünf Quellen selbstbezogenen Wissens direkte, indirekte, komparative, reflexive, ideationale Prädikatzuweisungen
  • Modell der selbstbezogenen Informationsverarbeitung (Filipp, 1984) Phase 1: Vorbereitung; Diskrimination Phase 2: Aneignung; Enkodierung Phase 3: Speicherung Phase 4: Erinnerung; Abruf selbstbezogener Informationen
  • "Rouge Test" testet die Fähigkeit zur visuellen Selbsterkenntnis ab 2. Lebensjahr
  • Entwicklung Selbstkonzept frühe Kindheit ab 2: visuelle Selbsterkenntnis ab 4: Existenz des autobiografischen Gedächtnisses
  • Entwicklung Selbstkonzept Vorschulalter Diskrepanzen zwischen Real-Selbst und Soll-Selbst, folge: Scham, Schuld unstrukturiert, inkohärent, Alles-oder-Nichts-Denken (schwarzweiß-Denken)
  • Entwicklung Selbstkonzept Schulalter zunehmend soziale Vergleiche, Big-fish-little-pond-Effekt, Lehrer, Struktur, realistischer
  • Entwicklung Selbstkonzept Jugendalter reflexive und ideationale Prädikatszuweisungen, Persönlichkeitskonzept, Körperselbstkonzept Jungen immer positivere Werte als Mädchen
  • psychosoziale Krisen nach Erikson urvertrauen/urmisstrauen, Autonomie/Selbstzweifel, Initiative/Schuldgefühl, Kompetenz/Minderwertigkeitsgefühl (Pubertät), Identität/Rollendiffusion (ab 20), Intimität/Isolation, Generativität/Stagnation, Ich-Integrität/Verzweiflung
  • Kennzeichen Emotion körperliche Reaktion subjektive Gefühle Gedanken zu den Gefühlen Wunsch etwas zu tun
  • Emotionstheoretische Ansätze strukturalistischer (Theorie der diskreten Emotionen), funktionalistischer, soziokultureller Ansatz
  • strukturalistischer Ansatz: Theorie der Basisemotionen Acht als angeboren angenommene Basisemotionen: Furcht, Wut, Freude, Trauer, Vertrauen, Ekel, Überraschung, Neugierde gehen einher mit: subjektiven Erleben (Gefühl), physiologischen Reaktionen, abgrenzbaren Ausdrucksverhalten