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B18 - Produktionsprozesse (Subject) / 1.Teilprüfung (Lesson)
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- Reinheitsprüfung und Aufbewahrung für aromatische Wässer *freies Alkali aus Aufbewahrungsglas *EtOH *Schwermetalle *Verdampfungsrückstand (Sollte nicht vorhanden sein, da ÄÖ flüchtig) Wenn EtOH vorhanden -> bis zu 2% ÄÖ, wenn Tensidzusatz -> bis zu 10% ÄÖ in Wasser möglich Aufbewahrung: kühl, dicht und vor Licht geschützt, nicht länger als 6 Monate haltbar
- Offizinelle Arzneiwässer Aqua carminativa (Windwasser ggen Blähungen) Aqua carminativa regia (rotes Windwasser (mit aromatischem Spiritus) Aqua Foenculi (Fenchelwasser; Expectorans und Carminativum) Aqua Menthae (Pfefferminzwasser; Geschmackskorrigens)
- Aromatische Spiritusse - Definition und Prüfungen Spiritus aromatici echte Lösungen von ÄÖ in EtOH Prüfungen: MeOH und Schwermetalle
- Offizinelle Spiritusse: Spiritus aromaticus compositus (Melissengeist; Karmelittengeist) Spiritus Anisi compositus (zusammengesetzter Anisspiritus) Spiritus Menthae (Pfefferminzspiritus)
- nicht offizinelle Spiritusse Spiritus vini gallico (Franzbranntwein) Spiritus e vino (Weinbrand; Cognac) Spiritus coloniensis (Kölnischwasser) Spiritus Juniperi (Wacholderschnaps) Spiritus Lavandulae (Lavendel Spiritus) Spiritus e saccharo (Rum; im helvitschen AB)
- Seifen im AB 2 Seifen (Sapo Kalinus und Sapo durus; Natronseife) 3 Solutiones (Solutio saponis spirituosa, Solutio saponis kalini spirituosa, Solutio formaldehydi saponata) 1 Gallerte (Gallerta saponata camphorata -> Opodeldok)
- Anwendung von Seifen Waschen: Tenside emulgieren lipophile Stoffe Nt: schlecht für Säureschutzmantel -> Hautreizung Systemische Verwendung: äußerlich: alkalische Reaktion -> Hautreizend -> durchblutungsfördernd peroral: stark verdünnt als Laxans und bei Vergiftungen mit Säuren 1Desinfektion & 2Keratolyse: 1früher Kresolseife 2Schwefelseife
- Parameter für die Konsistenz von Seifen 1) Kationen K+: groß und Hygroskopisch -> weiche, flüssige Schmierseifen, gut löslich Na+: kleiner, weniger Hygroskopisch -> harte, feste creme-Seifen, gut löslich Ca2+: sind H2O unlöslich, weil sie Dimere ausbilden Pb2+: Pb-Seifen sind H2O und EtOH unlöslich, thermoplastisch (werden in der Wärme flüssig -> früher Pflaster für Verbände 2) Länge und Sättigungsgrad der Fetts.: lang, gesättigt -> Hart kurz, ungesättigt -> Weich 3) Reinheit bzw. Herstellungsart sehr rein -> hart Zwischenkomponenten (Glycerin, H2O, Spaltprodukte und FS) -> weich
- Herst. von Seifen Verseifung im Autoklaven: Triglycerid wird bei 180°C Hydrolysiert und die frei FS wird mit NaOH oder KOH versalzt. Glycerin bestimmt weichheit Verseifung mit Lipasen: enzymatisch bei 37°C, Lipase bleibt aber erhalten Verseifung mit Alkalihydroxiden: im Wasserbad bei 70°C in einer Patene (Edelstahlschale) -> Fett wird mit Alkalihydroxiden verseift Da wasser sich mit Fett nicht mischt, wird am Anfang EtOH als Lösungsvermittler zugesetzt, dieser verdampft und die Seife dient danach als Emulgator. Reinigung: NaCl hinzu -> Seife wird über Ionenstärke ausgesalzt -> Seifenleimschicht schwimmt oben
- Einteilung von Seifen Neutralseifen: kein Überschuss an FS oder Säure -> pH leicht Alkalisch Alkaliseifen: Überschuss an Alkali -> stark Hautreizend Überfettete Seifen: nach der neutral Seife wird noch Fett hinzugefügt -> weniger Hauttrocknung -> Schmier und glanzeffekte. Manchmal können basische Proteine herausgewaschen werden -> LÖSUNG: Syndets (Synthetische Detergentien) -> positive und negative Ladung -> Betainstruktur Vt: *pH höchstens 7 *keine Quellung der Haut *keine Loslösung der Proteine *waschwirkung mit harten oder weichem Wasser gleich
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- Arzneilösungen - Definition Solutiones medicinales Arzneilösungen sind Lösungen in Wasser, EtOH, deren Mischung oder fetten Ölen. Sie können äußerlich und innerlich
- Arzneilösungen im ÖAB Herst. + Anwendung Solutio Aluminii acetico-tartarici (Essigsaure-Weinsaure Tonerdelösung) Aluminium Sulfat + CaCO3 -> CaSO4 (Gips) + Al2(OH)4CO3 + CO2 Al2(OH)4CO3 + 4 HAc -> Al(OH)(Ac)2 + CO2 Herstellung: Rundkolben+ angeriebene Masse -> Gasentwicklung -> Hac langsam zusetzen! Wärme lässt Monoacetat entstehen Das 2/3 Acetat könnte in 1/3 Acetat zerfallen -> deshalb mit Weinsäure Aluminium-aceto-tartrat-Komplexes stabilisiert. Grund für die Aufwendige Herst. -> Al2O3 geht ins AlOH3 über -> reizend Anwendung: Al3+ -> Proteinfällend -> Entzündungshemmend Nasensalben gegen Quetschungen Nie auf offene Wunden bringen -> sonst Gewebswucherung
- industrielle Extraktion Mazeration: Bewegungsmazeration mit Änderung der Drehrichtung -> Röhnradmischer mit schrägen Fässern Perkolation: Riesenperkolation unter Druck -> bis 1,5t Reperkolation mit Batterien Gegenstromextraktion über Schnecken- oder Karussel-extraktor Schneckenextraktor Leicht schräges Rohr, bei dem die Droge sich nach oben bewegt und das LM geht hinab. Vt.: Fast vollständige Extraktion kontinuierliches Prinzip geringer Zeitbedarf (kein Perkolator füllen) geringer LM-bedarf, da max. gesättigt Nt.: nur für nicht quellende Drogen, da diese stecken bleiben Karussell-Extraktor: Einzelne Perkolatoren die im Kreis angeordnet sind, das LM wird gegen den Uhrzeigersinn auf den nächsten Perkolator aufgebracht und die Droge bewegt sich im Uhrzeigersinn. Vt: auch für stark quellende Drogen konischer Aufbau nach unten, leicht auswerfbar
- Industrielles Abpressen Willmes - Presse: Siebtrommen wird mit Droge befüllt, im Zentrum ist ein aufblasbarer Gummiballon, welcher auspresst. Nt.: diskontiuierlich Schneckenpresse: Im inneren eines konisch geformten perforierten ist eine Schnecke. Der Raum für die Droge wird immer kleiner und das LM wird ausgepresst
- Industrielle Defäkation im Kühlraum oder mit Kühlschlangen
- Industrielle Filtration Dekanter: eine liegende Vollwandzentrifuge mit einer schlammaustragenden Schnecke. Prinzip ähnelt einer Waschmaschiene. Schnecke ist nur die direkt an der Wand und erfasst nur die Feststoffe. Sie wandern in eine Richtung und das Zentrifugat in die Andere. Filterpressen: Rahmenfilterpresse -> Filterplatten, dahinter Rahmen Kammerfilterpresse -> Zwischen 2 Platten eine Kammer geschaffen -> Druck!! Nt.: diskontinuierlich, Filter muss gereinigt werden
- industrielles Eindampfen für Trockenextrakte Selbstumlaufverdampfer nach Bauart Robert: Boiler mit eingesetzten Heizstäben. LM kondensiert am Boilerkopf und der eingedickte Extrakt wird abgesaugt. Vt.: Kontinuierlich; geringe therm. Belastung Zwangsumlaufverdampfer (mit Hilfe von Pumpen) => Vakuum: Vt.: kontnuierliches Arbeiten; kaum therm. Belastung Dünnschichtverdampfer: Rohextrakt wird in senkrechtes Heizrohr gebracht und fließt durch verschied. Wischer. Vt.: sehr effizient geringe Kontaktzeit = geringe Belastung kontinuierlich Wischerausführungen: feste Wischer Pendelwischer Schabwischer Wischer mit Gleitschuhen
- industrielle endgültige Trockung 1) Walzentrockung: Einwalzentrockung: Beheizte Walze tritt in das Extrakt ein und das trockene Extrakt kann abgeschabt werden Zweiwalzentrockung: 2 Walzen bewegen sich zueinander Lösung in die Mitte Nt.: Produkt muss noch zerkleinert werden 2) Bandtrockung 3) Sprühtrockung Vt.: kontinuirlich; sehr schnell; Partikel gut lösl.; geringe therm. Belastung; keine Zerkleinerung (gleichstrom; gegenstrom; Mischstrom) Sprühdüsen: Einstoffdüsen Zweistoffdüsen Zerstäuberscheiben 4) Lyophilisation: Sublimationstrockung bei der LM hohe Affinität zum LM hat; Das gefrorene Gut wird unter Hochvakuum zur sublimation gebracht ab -40°C wird auf -20°C aufgeheizt. Vt.: keine belastung; gut lösl.; schonend Nt.: fliegendes Produkt; gutes Vakuum; beheizen nötig 5) Mikrowellentrockung: 2400-2500 Hz bringen polare Moleküle zum Schwingen. Infrarottemp.-sensor; je heißer, desto trockener
- Extraktion mit überkritischen Gasen bei kritischer Temp. und Druck -> Fluid mit steigender Temp und druck steigt die Dielektrizitätskonstante = polarität steigt meistens CO2 (tk: 31°C; pk: 73bar); auch N2O oder Propan Im Entspannungbehälter fallen die Extraktionsstoffe aus Anw.: Kaffee; Extraktgewinnung; Kosmetikindustrie; äth. Öle Vt.: billig; umweltfreundlich; hochwertiges Produkt; Gasrecycling; Extraktion+Trockung Nt:. Anlage teuer