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Einführung in die Rewi (Subject) / Vorlesung 2 (Lesson)

geilo

This lesson was created by Ronin.

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  • Evolutionismus (Darwin): “Entstehung der Arten” (1859) Nicht Schöpfung, sondern extrem lange Entstehungsgeschichte; Geschichte der Menschheit wurde erforschbarVorgeschichteMenschheit und seine Entwicklung wurde zum Objekt menschl. ForschungWissenschaft bekommt Erklärungsfunktion und entzieht sie der Religion
  • Philosophie und Naturwissenschaft: Materialismus vs. IdealismusErgebnis: Neukantianismusentlegitimiert materialistischen Absolutheitsanspruch
  • Huxley (1894-1963): AgnostizismusReligion und Metaphysik vertreten Fragen, die Naturwissenschaften nicht interessierenEinteilung der Welt in zwei Sphären (heilig & profan) bzw. (Geist & Marterie)Neukantianismus weist der Religion in den Bereich des GeistesWissenschaft: Kausalität der Natur
  • Schleiermacher (1768-1834) (Romantik): Innerlichkeit geprägt durch romantische WeltsichtKritik am Klerikalismus: Religion aus dem Innern des Herzen in bürgerlichen Welt hervorgezogenGefühl und InnerlichkeitGeschichte als permanente Offenbarung des Unendlichen(Akzeptanz von Plural der Religion aus einem gemeinsamen Ursprung)
  • Herder (1744-1803): Sprachuntersuchung Abhandlung über den Ursprung der Sprache (1772)Verbundenheit von Ideen und Wörtern in Sprachenje ursprünglicher die Sprache, desto weniger Abstraktionen desto mehr GefühleSprache geordnet nach Nation und Eigenart ihrer DenkartSprache haben Anschauungen der Menschen in Geist umgeschriebenDurch die Verknüpfung von Ideen an Wörter füllen die unterschiedlichen Wörtern einen Volksgeist aus, der mit der Sprache mitschwingt. Dieser unterscheidet sich somit auch bei Sprechern unterschiedlicher Sprache Enge Verknüpfung von Volksgeist, Sprache und Religion
  • Hegel (1770-1831): Religionsvergleich/Idealist Gegenposition zu Romantikern: Religion nicht im Gefühl begründetReligionen haben das Potential für VernunfterkenntnisGeschichtliche EntwicklungVergleich Christentum und indischer ReligionGeschichtlichkeit und Vergleichbarkeit ´der Religion  
  • Resümee Religion als Objekt oder Subjekt der Geschichte Innerlich und individuell versus organisiert und systematisiert Religion als partikulare Manifestierung eines Absoluten; Manifestiert sich in der Sprache, besonders in den ältesten, aufgeteilt nach Völkern Dies kann erforscht und verglichen werden
  • Entstehung der Orientalistik: - Anquetil-Duperron (1731-1805): übersetzt Avesta in NeuPersische (brachte mehr Sprachmaterialien indischer Religion in europ. Debatte)Geschichte außereuropäischer Völker (Amerika, Afrika, Asien) noch unbekannt
  • Raymond Schwab: Oupnek`hat orientalistische Renaissance (wie die Schriften der Griechen in der Renaissance entdeckt wurden, konnten jetzt Schriften des Orients entdeckt)Revolutionierte die damalige Gelehrtenwelt durch Übersetzung “Oupnek’hat” (zentrale Schrift des Hinduismus)Zur Zeit der Aufklärung war Orient ein Negativbeispiel für Unmündigkeit -> hin zur VorbildfunktionNun wird Religion & Philosophie auch außerhalb Europas denkbar
  • William Jones (1746-1794): indoeuropäisch 1784: Gründung der Asiatic Society Vater der vergleichenden PhilosophieSanskrit derselben Familie wie Latein und Griechisch (indoeurop.)Indoeuropäisch: Umstand, dass eine Verwandschaft von indischen und europäischen Sprachen besteht
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  • Franz Bopp (1791-1867): erste vergleichende Grammatik indoeuropäischer Sprachen (1816)
  • Romantik und Indienbegeisterung: August Schlegel (1767-1845): Friedrich Schlegel (1772-1829): erster Inhaber eines Lehrstuhls für IndologieInfolge d Aufklärung interessierten sich Menschen nur für Qualität und Nützlichkeit 1808: Über die Sprache und Weisheit IndiensStudium der Indologie führt zu neuem Humanismus
  • Orientalistische Wissensproduktion: Edward Said Definition: “eurozentr. Blick auf die Gesellschaften des Ostens bzw. arabische Welt” als “Stil der Herrschaft, Umstrukturierung und des Autoritätsbesitzes des Orients” koloniale und kulturelle Dimension der Forschung nicht voneinander zu trennen und hochgradig ambivalent Debatten in den postkolonialen Studien (und anderswo) über Saids ursprüngliches Orientalismus-Verständnis--> Reproduktion des monolithischen “Anderen” und somit genau der Muster, die man eigentlich verkomplizieren möchte